D

Deleted member 23363

  • #62
Ja da hast Du recht, Verliebtsein allein reicht nicht.
Aber das kann man immer.......hart auf den Boden knallen. In allen Lebensbereichen.
Sollte man deshalb mit einem 'Schutzanzug' durch's Leben gehen ?
Sollte man deshalb schon alles infrage stellen bevor man etwas beginnt, sich auf etwas einlässt, sich überhaupt jemals verliebt ?
Natürlich sollte man nicht seinen Verstand vollständig ausschalten. Das wäre genauso falsch.
Du hast auch recht, dass Schmetterlinge noch sehr lange schmerzhaft im Bauch flattern können, aber heißt das, dass man um nicht verletzt zu werden vorher alles rational durchdenken und prüfen muss ?
Kann man das überhaupt ?
Egal wie eine Beziehung zerbricht, es wird wehtun.
Sollte man sie deshalb nie eingehen ?
Ich habe die Liebe meines Lebens geheiratet als ich 20 war, OHNE den Verstand allzu sehr zu bemühen. "Nur" aus Liebe.
Diese Beziehung hielt knapp 41 Jahre. Dann ist er gestorben.
Glaub mir, das hat wirklich wehgetan.
Hätte ich mich auf diese Beziehung deshalb lieber nicht einlassen sollen ?
So viele Fragen! Ich will versuchen, meine Meinung dazu kurz darzustellen:

1. Als ich meine spätere Frau kennenlernte, konnte niemand ahnen, dass und wie es 25 Jahre später endet. Also sollte man nicht in einem Schutzanzug durch das Leben gehen.
2. Wenn es schon am Beginn einer Beziehung, während man verliebt ist, regelmäßig gröbere Reibereien gibt und man keine Kommunikationsbasis finden kann, um die Konflikte zu behandeln, sollte man bei Zeiten die Reißleine ziehen, um den Aufprall zu dämpfen.
3. Wenn unvereinbare Konzepte schon beim Kennenlernen offenkundig werden, kann man den Absturz vermeiden, indem man gar nicht erst abhebt.
 
D

Deleted member 23363

  • #63
So viele Fragen! Ich will versuchen, meine Meinung dazu kurz darzustellen:

1. Als ich meine spätere Frau kennenlernte, konnte niemand ahnen, dass und wie es 25 Jahre später endet. Also sollte man nicht in einem Schutzanzug durch das Leben gehen.
2. Wenn es schon am Beginn einer Beziehung, während man verliebt ist, regelmäßig gröbere Reibereien gibt und man keine Kommunikationsbasis finden kann, um die Konflikte zu behandeln, sollte man bei Zeiten die Reißleine ziehen, um den Aufprall zu dämpfen.
3. Wenn unvereinbare Konzepte schon beim Kennenlernen offenkundig werden, kann man den Absturz vermeiden, indem man gar nicht erst abhebt.
P.S.:
2. und 3. habe ich beim OD gelernt, was nicht heißt, dass ich mich daran halten möchte. Lieber möchte ich das alles vergessen und wieder so unbedarft und naiv wie vor einem Jahr agieren. Aber die OD-Erfahrungen haben halt ihre Spuren hinterlassen.
 
Beiträge
846
Likes
1.664
  • #64
So viele Fragen! Ich will versuchen, meine Meinung dazu kurz darzustellen:

1. Als ich meine spätere Frau kennenlernte, konnte niemand ahnen, dass und wie es 25 Jahre später endet. Also sollte man nicht in einem Schutzanzug durch das Leben gehen.
2. Wenn es schon am Beginn einer Beziehung, während man verliebt ist, regelmäßig gröbere Reibereien gibt und man keine Kommunikationsbasis finden kann, um die Konflikte zu behandeln, sollte man bei Zeiten die Reißleine ziehen, um den Aufprall zu dämpfen.
3. Wenn unvereinbare Konzepte schon beim Kennenlernen offenkundig werden, kann man den Absturz vermeiden, indem man gar nicht erst abhebt.
Hallo Baudolino,
ich möchte Dir gerne antworten.

zu 1.)
Ich weiß nicht wie Deine Beziehung endete, aber 25 Jahre, das ist schon eine sehr lange Zeit. Und sie wird schön gewesen sein, sonst hätte sie vermutlich nicht so lange gedauert.
Würdest Du, aus heutiger Sicht, sagen, ' Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, dann hätte ich lieber darauf verzichtet.' ?
zu 2.)
Ja, man sollte auf jeden Fall die Reißleine ziehen, aber, aus meiner Sicht, nicht um den Aufprall zu 'dämpfen', sondern ihn gänzlich zu verhindern.
Wenn früh genug erkennbar ist, dass das Konfliktpotenzial so groß ist, dass es zu Reibereien kommt die für beide nicht befriedigend gelöst werden können, dann sollte man die Beziehung beenden.
Kompromisse können funktionieren, aber nur dann, wenn sie nicht nur zu Lasten eines Partners gehen.
zu 3.)
Richtig ! Und......siehe 2.)

Baudolino, ich wollte Dich mit meiner Antwort zu Deinem Post (#33) nicht persönlich angreifen und schon gar nicht verletzen.
Dein Post klang für mich nur so 'resigniert'.
Ich hoffe sehr für Dich, dass Dir das OD das bringt, was Du Dir davon erhoffst.
Für mich war die Zeit im OD eine Erfahrung die mir deutlich gemacht hat, dass das nicht mein 'Medium' zur Partnerfindung ist.
Dir alles Gute.
Wildflower
 
D

Deleted member 23363

  • #65
Würdest Du, aus heutiger Sicht, sagen, ' Wenn ich das alles vorher gewusst hätte, dann hätte ich lieber darauf verzichtet.' ?
Nein, aber ich hätte wohl einiges anders gemacht. Aber nachher ist man immer klüger.
Ja, man sollte auf jeden Fall die Reißleine ziehen, aber, aus meiner Sicht, nicht um den Aufprall zu 'dämpfen', sondern ihn gänzlich zu verhindern.
Wenn früh genug erkennbar ist,
Den Zeitpunkt habe ich einige Male verpasst, weil ...
Kompromisse können funktionieren, aber nur dann, wenn sie nicht nur zu Lasten eines Partners gehen.
... ich die Verteilung der Kompromissbereitschaft falsch eingeschätzt hatte.
Baudolino, ich wollte Dich mit meiner Antwort zu Deinem Post (#33) nicht persönlich angreifen und schon gar nicht verletzen.
Dein Post klang für mich nur so 'resigniert'.
Ich hoffe sehr für Dich, dass Dir das OD das bringt, was Du Dir davon erhoffst.
Du hast mich weder verletzt und noch habe ich deinen Post als Angriff empfunden. Resigniert trifft es ganz gut. Bisher hat mir das OD neue Erfahrungen und einige wenige Beziehungsversuche gebracht.
Dass das nicht das ist, was ich mir erhofft habe, dürfte klar sein. ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
340
Likes
299
  • #66
Hast Recht, bleiben wir mal näher beim Thema.
Wenn ich den Gedanken mit der Intensität weiterverfolge, scheint es so, dass du @Ufin in der Frage eher keinen Unterschied zwischen Freundschaft und Partnerschaft wahrnimmst. Noch nie? Oder gab es jetzt diesen Unterschied bei deinen Dates nicht, war also vielleicht nicht die richtige dabei?
Im ersten Fall wäre die Frage, ob du einfach bei allen Beziehungen so intensiv bist, dass sich das nicht so einfach steigern lässt oder ob du vielleicht nicht zu so besonders intensiven Gefühlen neigst. Diese Aussage lässt eher den zweiten Fall vermuten:

Dann ist die Frage, wie man helfen kann. (Falls das überhaupt gewünscht ist!)

Nehmen wir an, du fühlst nicht so intensiv. Würdest du das ändern wollen, wohl wissend, dass alles zwei Seiten hat? Oder tendierst du dann eher dazu, eine entsprechende Partnerin zu finden, der das gut passt? Willst du da überhaupt tiefer einsteigen oder reicht es dir, die Unterschiede zu sehen?
hallo wolkevier. ich denke schon auch dass beziehungsarbeit zum thema passt. mit einem freund wetd ich mich nie ganz so auseinandersetzen wie mit einem partner. aus verliebtsein sollte liebe wachsen u. das ist nicht so einfach wie es klingt...
ich hab auch anhand meiner tochter festgestellt, dass freundschaften heute auch sehr intim sein können, teilweise ganz anders wie zu meiner zeit...evtl. deswegen die frage freundschaft - partnerschaft...
 
D

Deleted member 21128

  • #67