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  • #47
Das macht die Partnersuche - Nein! - das Partnerfinden ja so schwierig. Es muss vieles zusammenkommen.
Ja, stimmt, aber eben die Gewichtung dieser Aspekte ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.
Bei mir ist "das Gefühl" bei der Partnersuche weit wichtiger ist als z. B. praktische Aspekte (da bin ich kompromissbereit ;)).
Damit das auch auf beiden Seiten passt, sind wir wieder beim Glück ;).
 
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  • #48
Mir auch. Manchmal. :) Wie gehst du damit um?
...
Wenn "es passt", werde ich mich trotzdem wieder auf jemanden einlassen, weil ich nicht ohne leben kann (naja, meine Trennung war auch recht harmlos). Schmerzen und Angst nehme ich in Kauf...
Angst kann Gefühle einerseits irre verstärken, andererseits sollte man im Extremfall vielleicht drüber reden (muss nicht der Partner sein), sonst macht es einen kaputt.
 
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  • #49
Ja, vielleicht hält ja auch das (bewusst oder unbewusst) manche ab, sich einzulassen
Wenn man jung ist zählen NUR die Schmetterlinge im Bauch. Man ist viel eher bereit sich 'einzulassen', man ist neugierig und experimentierfreudig.
Dann kommt irgendwann der "Alltag" und dann zeigt sich, wie man selber "tickt".
Ist man kompromissbereit oder beharrt man auf dem eigenen Standpunkt.
Will man an der Beziehung arbeiten oder will man den Weg des geringsten Widerstandes gehen.
Mit zunehmenden Alter wird man immer kritischer. Aber wird man auch immer selbskritischer ?
Man muss im Leben immer lernen, auch mit Verletzungen umzugehen, und da kommt einem dann sein eigenes Naturell "zuhilfe" ODER es "steht einem im Weg".
Wer nicht oder nur wenig bereit ist Kompromisse einzugehen wird wahrscheinlich immer 'ein Haar in der Suppe' finden.
Im besten Falle ist man dann eben sehr lange auf der Suche, im schlechtesten Fall wird man nie fündig.
 
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  • #50
Hm... ich gönn dir dein glück von herzen. Es ist einfach schön anzusehen.
Man muss sich eben auch finden lassen, vom glück und von der liebe :)
Die fähigkeit es zu fassen... ein eigenes thema. ;)
Danke Dir sehr.
Ich bin ein grenzenloser Optimist. Das habe ich mir nicht 'ausgesucht', das wurde mir 'mitgegeben' und darüber bin ich sehr glücklich.
Menschen die weniger optimistisch sind versuche ich oft zu animieren etwas positiver zu denken und sich nicht unterkriegen zu lassen. Manchmal gelingt das aber sehr oft auch nicht.
Manchmal hilft es schon, sie zum Nachdenken anzuregen.
 
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  • #51
Habe erst heute diesen "Strang" geöffnet, weil mir das Thema interessant erschien.
Was Du hier beschreibst ist mir ja auch passiert und ich kann das sehr gut nachvollziehen.
Da kennt man einen Menschen seit Jahren, schätzt ihn und möchte seine Freundschaft nicht missen und dann........ja, dann passiert da etwas , das man nicht beschreiben kann, weil man nicht weiß, was da eigentlich passiert ist.
Da gibt es den berühmten 'Klick' und man findet sich in einer Situation wieder in der man sich fragt, warum ist das jetzt eigentlich passiert ?
Warum ist das nicht schon früher passiert ?
Ich habe darauf bisher noch keine Antwort gefunden.
Hast Du eine Antwort darauf ?
Das einzige was mir klargeworden ist ist, dass das Leben zu jeder Zeit eine Überraschung bereithalten kann ohne das man darauf irgendeinen Einfluss nehmen kann.
Warum das nicht früher passiert ist kann ich bei uns ganz klar sagen. Wir waren beide liiert und alle miteinander befreundet. Wir haben uns immer sehr gemocht, aber nie über irgendwas anderes nachgedacht, das war nie Thema. Und ich bin auch sehr froh darum, dass unsere beiden Beziehungen (bei ihm die langjährige Ehe), nicht daran zerbrochen sind, dass wir uns ineinander verliebt haben. Das kam erst ein Jahr danach, genau der richtige Zeitpunkt, frei im Kopf, und für uns ganz wichtig, die Kinder freuen sich auch. Das wäre garantiert vor einem Jahr nicht so gewesen, wäre unsere Liebe die Ursache für die Trennungen gewesen. So passt es halt alles. Wie sowas kommt, ich weiß es nicht. :) Sollte wohl so sein. :)
 
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  • #52
Warum das nicht früher passiert ist kann ich bei uns ganz klar sagen. Wir waren beide liiert und alle miteinander befreundet. Wir haben uns immer sehr gemocht, aber nie über irgendwas anderes nachgedacht, das war nie Thema. Und ich bin auch sehr froh darum, dass unsere beiden Beziehungen (bei ihm die langjährige Ehe), nicht daran zerbrochen sind, dass wir uns ineinander verliebt haben. Das kam erst ein Jahr danach, genau der richtige Zeitpunkt, frei im Kopf, und für uns ganz wichtig, die Kinder freuen sich auch. Das wäre garantiert vor einem Jahr nicht so gewesen, wäre unsere Liebe die Ursache für die Trennungen gewesen. So passt es halt alles. Wie sowas kommt, ich weiß es nicht. :) Sollte wohl so sein. :)
Ich hatte das mit dem "nicht früher passiert" etwas anders gemeint.
Bei uns war die Ausgangssituation ähnlich wie bei Dir. Wir waren befreundet.
Wir kannten uns seit 23 Jahren (mein verstorbener Mann und er vielleicht noch fünf Jahre länger ).
Wir 4 haben uns nicht so oft gesehen weil der Atlantik zwischen uns lag.
Seine verstorbene Frau war ein wunderbarer Mensch und ich mochte sie sehr.
Nach dem Tod seiner Frau vor elf Jahren haben wir ihn unterstützt wo wir konnten und als mein Mann vor 5 Jahren starb hat er mich "aufgefangen".
( Er hat leider keine Kinder und mein Sohn hat seine eigene Familie und hatte mit seiner eigenen Trauer umzugehen.)
So kam es, dass wir uns seit 2014 regelmäßig 2- 3 mal im Jahr gesehen haben. Manchmal in D, öfter in U.S. weil er bis zum letzten Jahr noch gearbeitet hat.
Warum ist "es" also nicht schon 2015, 2016, 2017 "passiert" ?
Welchen Einflüssen muss man ausgesetzt sein, das überhaupt etwas passiert ?........Tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert......
Nun, ich versuche nicht, es tot zu analysieren.
Wir genießen es einfach nur.
 
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  • #53
Ich hatte das mit dem "nicht früher passiert" etwas anders gemeint.
Bei uns war die Ausgangssituation ähnlich wie bei Dir. Wir waren befreundet.
Wir kannten uns seit 23 Jahren (mein verstorbener Mann und er vielleicht noch fünf Jahre länger ).
Wir 4 haben uns nicht so oft gesehen weil der Atlantik zwischen uns lag.
Seine verstorbene Frau war ein wunderbarer Mensch und ich mochte sie sehr.
Nach dem Tod seiner Frau vor elf Jahren haben wir ihn unterstützt wo wir konnten und als mein Mann vor 5 Jahren starb hat er mich "aufgefangen".
( Er hat leider keine Kinder und mein Sohn hat seine eigene Familie und hatte mit seiner eigenen Trauer umzugehen.)
So kam es, dass wir uns seit 2014 regelmäßig 2- 3 mal im Jahr gesehen haben. Manchmal in D, öfter in U.S. weil er bis zum letzten Jahr noch gearbeitet hat.
Warum ist "es" also nicht schon 2015, 2016, 2017 "passiert" ?
Welchen Einflüssen muss man ausgesetzt sein, das überhaupt etwas passiert ?........Tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert......
Nun, ich versuche nicht, es tot zu analysieren.
Wir genießen es einfach nur.
Ach so, ihr wart beide schon länger allein. Tja, das weiß man nicht. Glaube aber, dass eine Trauerphase, in der man schlicht einfach nix anderes sieht, viel länger dauert, als eine Beziehung abzuhaken. Zu trauern braucht so viel Zeit, Kraft, Energie, da ist man doch lange nur mit sich selbst beschäftigt, besonders wenn man den Menschen noch sehr geliebt hat, als er starb. Alles hat seine Zeit, sich diese zu nehmen ist so wichtig und man kann das mE nicht wirklich selbst beeinflussen, wann man wieder frei für was Neues ist. Sehr individuell.

Meine ältere Tochter ist mit 10 Monaten an Leukämie gestorben, ich hatte in der kurzen Phase ihrer Krankheit Kontakt mit vielen ebenso betroffenen Eltern, manche haben danach sofort ein weiteres Kind gewollt, manche waren lange völlig blockiert im Kopf und konnten sich das nicht vorstellen. Ich habe 4 Jahre gebraucht, bis ich wieder bereit war. Ist wirklich bei jedem anders. Warum manches so ist wie es ist wird man nie nachvollziehen können. Muss man ja auch nicht
 
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  • #55
Ich möchte wirklich nicht abwertend klingen, eher das Gegenteil war mein Ziel. Man verliebt sich in eine Person, richtig? Nicht in eine Frau oder einen Mann. Sondern in einen Charakter. Da finde ich das Wort Individuum besser gewählt, als Frau. Aber da es mehreren Leuten schlecht aufstößt, tut es mir Leid, ich versuche mich zu bessern. Aber ich denke, das zeigt mal wieder meine etwas distanziertere Art ;)
@Ufin
Das finde ich interessant.
Auch wenn es in meinem Leben Frauen gibt, denen ich mich liebevoll verbunden fühle, verlieben tue ich mich dennoch nur in Männer.
Könntest du dich denn auch in einen Mann verlieben, wenn es nur um den Charakter geht? Oder definiere ich verlieben einfach nur anders als du?
Für mich ist verlieben immer im romantischen Sinne gemeint. Liebe hingegen kann sich auf vielen Ebenen abspielen.
Vielleicht kommt es deshalb zu den Konfusionen?

Btw: An der Gegenthesen-Frau bleib mal dran, klingt super! :)
 
D

Deleted member 24688

  • #57
Ich hatte das mit dem "nicht früher passiert" etwas anders gemeint.
Bei uns war die Ausgangssituation ähnlich wie bei Dir. Wir waren befreundet.
Wir kannten uns seit 23 Jahren (mein verstorbener Mann und er vielleicht noch fünf Jahre länger ).
Wir 4 haben uns nicht so oft gesehen weil der Atlantik zwischen uns lag.
Seine verstorbene Frau war ein wunderbarer Mensch und ich mochte sie sehr.
Nach dem Tod seiner Frau vor elf Jahren haben wir ihn unterstützt wo wir konnten und als mein Mann vor 5 Jahren starb hat er mich "aufgefangen".
( Er hat leider keine Kinder und mein Sohn hat seine eigene Familie und hatte mit seiner eigenen Trauer umzugehen.)
So kam es, dass wir uns seit 2014 regelmäßig 2- 3 mal im Jahr gesehen haben. Manchmal in D, öfter in U.S. weil er bis zum letzten Jahr noch gearbeitet hat.
Warum ist "es" also nicht schon 2015, 2016, 2017 "passiert" ?
Welchen Einflüssen muss man ausgesetzt sein, das überhaupt etwas passiert ?........Tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert......
Nun, ich versuche nicht, es tot zu analysieren.
Wir genießen es einfach nur.
In meinem Bekanntenkreis gibt es eine ganz ähnliche Geschichte. Zwei, die lange befreundet waren, innerhalb der Familie und des Freundeskreises vieles gemeinsam unternommen haben. Nach dem Tod der jeweiligen Partner, haben sie sich gegenseitig geholfen und unterstützt. Aus ihnen ist auch ein glückliches Paar geworden, die jetzt zusammen leben. Sie kennen sich daher schon lange, manchmal ergeben sich einfach Wege, die vorher nicht möglich waren, wohl auch gar nicht im Raum standen. Wichtig ist doch, was heute ist ... auf jeden Fall, wünsche ich dir viel Glück. :)
 
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  • #58
In meinem Bekanntenkreis gibt es eine ganz ähnliche Geschichte. Zwei, die lange befreundet waren, innerhalb der Familie und des Freundeskreises vieles gemeinsam unternommen haben. Nach dem Tod der jeweiligen Partner, haben sie sich gegenseitig geholfen und unterstützt. Aus ihnen ist auch ein glückliches Paar geworden, die jetzt zusammen leben. Sie kennen sich daher schon lange, manchmal ergeben sich einfach Wege, die vorher nicht möglich waren, wohl auch gar nicht im Raum standen. Wichtig ist doch, was heute ist ... auf jeden Fall, wünsche ich dir viel Glück. :)
Ich danke Dir sehr für Deine Wünsche.
 
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  • #59
Ach so, ihr wart beide schon länger allein. Tja, das weiß man nicht. Glaube aber, dass eine Trauerphase, in der man schlicht einfach nix anderes sieht, viel länger dauert, als eine Beziehung abzuhaken. Zu trauern braucht so viel Zeit, Kraft, Energie, da ist man doch lange nur mit sich selbst beschäftigt, besonders wenn man den Menschen noch sehr geliebt hat, als er starb. Alles hat seine Zeit, sich diese zu nehmen ist so wichtig und man kann das mE nicht wirklich selbst beeinflussen, wann man wieder frei für was Neues ist. Sehr individuell.

Meine ältere Tochter ist mit 10 Monaten an Leukämie gestorben, ich hatte in der kurzen Phase ihrer Krankheit Kontakt mit vielen ebenso betroffenen Eltern, manche haben danach sofort ein weiteres Kind gewollt, manche waren lange völlig blockiert im Kopf und konnten sich das nicht vorstellen. Ich habe 4 Jahre gebraucht, bis ich wieder bereit war. Ist wirklich bei jedem anders. Warum manches so ist wie es ist wird man nie nachvollziehen können. Muss man ja auch nicht
Oh, das tut mir sehr leid für Dich und schön, dass Du daran nicht zerbrochen bist.
 
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  • #60
Oh, das tut mir sehr leid für Dich und schön, dass Du daran nicht zerbrochen bist.
Danke euch. *knuddel*

Dir, Wildflower, wollte ich damit nur sagen, dass das Trauern ein sehr eigener Prozeß ist, der oft unbewußt lange keinen Raum läßt für einen Neuanfang, auch wenn man ihn sich eigentlich wünscht. Daher wirst du vermutlich auf deine Frage, warum ausgerechnet jetzt, keine Antwort finden. Aber letztlich ist das auch egal. Alles findet sich, wenn man dazu wieder bereit ist. Auch die Freude, Optimismus, Vertrauen ins Leben und in einen Neuanfang.