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  • #16
wo Freundschaft aufhört und Partnerschaft anfängt. Was ist da der Unterschied?

Was also macht hier das letzte Bisschen, was fehlt, aus? Frage, ob ich etwas übersehe. Oder ob ich mich einfach noch nie in meinem Leben so wirklich verliebt habe.

Ist es für euch ganz klar, wo sich die beiden Dinge voneinander abheben?
Für mich ganz klar.
Das nennt sich Liebe.
Und ich vermute, du warst noch nie richtig verliebt. Das würdest Du merken. Ich beschreibe einfach mal, wie das bei mir war:

Ich sehe ein Foto und denke: das isser.
Ich lese sein Profil und denke: das isser, schließlich treffen wir uns. Mit einem strahlenden Lächeln begrüßt er mich, er mag mein Äußeres, wir sind beide angenehm überrascht, dass niemand mit seinen Daten geschummelt hat! Wir gehen spazieren, klönen, und schauen uns immer wieder in die Augen, es ist angenehm, Sympathie auf beiden Seiten. Den nächsten Tag will er mich anrufen. Nachts kann ich kaum schlafen, weil ich überdreht und erwartungsvoll bin. Ich warte sehnsüchtig. Das Telefon nehme ich mit zum Klo, mit zum Mülleimer nach draußen, um ihn ja nicht zu verpassen. Schon am Klingeln höre ich: dass isser! Ich kuschel mich selig in meine Sofaecke, es ist so viel Wärme in mir vor lauter Freude, wir sabbeln die halbe Nacht. Nächstes Date einen Tag später. Natürlich möchte ich ihm wieder gefallen, räume meinen ganzen Kleiderschrank leer, überlege die Kombination, Schuhe, Jacke, ich möchte richtig gut aussehen, bin nervös. Eine Stunde zu früh bin ich geschminkt und angezogen. Schon im Treppenhaus muss ich wieder kehrt machen, vor lauter Aufregung noch mal ins Bad. Sein Strahlen bei der Begrüßung ist bezaubernd, er nimmt mich kurz in den Arm und ich genieße es. Beim Spaziergang berühren sich unsere Hände ab und zu, und dann bleibt es dabei und wir gehen händchenhaltend weiter. Dieses Kribbeln, das durch meinen Körper strömt, echt schön. Ein zarter kurzer Abschiedskuss auf die Lippen, ein Versprechen für mehr. Ich kenne Glücksgefühle: liebe Menschen, kleine Kinder, die Natur, Musik, Kunst, Fotos, Sport, leckeres Essen - all das verursacht bei mir positive Empfindungen. Aber, was dieser Mann bei mir verursacht, das ist anders. Und das kann man auch nicht übersehen, oder gar verwechseln mit Freundschaft. Klaro will mein Körper irgendwann auch Sex. Aber es ist viel mehr. Meine Sinne reagieren auf ihn, mein Bauch, mein Herz, mein Verstand. Jede Sekunde, in der ich nicht beschäftigt bin, denke ich an ihn. Er ist einfach in meinem Kopf. Seine Stimme möchte ich dauernd hören, seine Gegenwart am liebsten immer genießen. Mein innigster Wunsch ist es, jetzt mit ihm zu leben, und einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu planen ...
Manchmal klappt es, und manchmal endet es auch ... :(

Lieber @Ufin , das kann man nicht übersehen, das merkst du einfach, wenn die richtige vor dir steht. Und bis das passiert, pflege deine Freundschaften zu Männern und zu Frauen, und verzweifle nicht an deinen Überlegungen.
Gefühle und Liebe kann man weder erzwingen, noch herbeizaubern, das ist auch kein Lernprozess.
Irgendwann passiert es, oder eben auch nicht.
 
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  • #17
Für mich ganz klar.
Das nennt sich Liebe.
Und ich vermute, du warst noch nie richtig verliebt. Das würdest Du merken. Ich beschreibe einfach mal, wie das bei mir war:

Ich sehe ein Foto und denke: das isser.
Ich lese sein Profil und denke: das isser, schließlich treffen wir uns. Mit einem strahlenden Lächeln begrüßt er mich, er mag mein Äußeres, wir sind beide angenehm überrascht, dass niemand mit seinen Daten geschummelt hat! Wir gehen spazieren, klönen, und schauen uns immer wieder in die Augen, es ist angenehm, Sympathie auf beiden Seiten. Den nächsten Tag will er mich anrufen. Nachts kann ich kaum schlafen, weil ich überdreht und erwartungsvoll bin. Ich warte sehnsüchtig. Das Telefon nehme ich mit zum Klo, mit zum Mülleimer nach draußen, um ihn ja nicht zu verpassen. Schon am Klingeln höre ich: dass isser! Ich kuschel mich selig in meine Sofaecke, es ist so viel Wärme in mir vor lauter Freude, wir sabbeln die halbe Nacht. Nächstes Date einen Tag später. Natürlich möchte ich ihm wieder gefallen, räume meinen ganzen Kleiderschrank leer, überlege die Kombination, Schuhe, Jacke, ich möchte richtig gut aussehen, bin nervös. Eine Stunde zu früh bin ich geschminkt und angezogen. Schon im Treppenhaus muss ich wieder kehrt machen, vor lauter Aufregung noch mal ins Bad. Sein Strahlen bei der Begrüßung ist bezaubernd, er nimmt mich kurz in den Arm und ich genieße es. Beim Spaziergang berühren sich unsere Hände ab und zu, und dann bleibt es dabei und wir gehen händchenhaltend weiter. Dieses Kribbeln, das durch meinen Körper strömt, echt schön. Ein zarter kurzer Abschiedskuss auf die Lippen, ein Versprechen für mehr. Ich kenne Glücksgefühle: liebe Menschen, kleine Kinder, die Natur, Musik, Kunst, Fotos, Sport, leckeres Essen - all das verursacht bei mir positive Empfindungen. Aber, was dieser Mann bei mir verursacht, das ist anders. Und das kann man auch nicht übersehen, oder gar verwechseln mit Freundschaft. Klaro will mein Körper irgendwann auch Sex. Aber es ist viel mehr. Meine Sinne reagieren auf ihn, mein Bauch, mein Herz, mein Verstand. Jede Sekunde, in der ich nicht beschäftigt bin, denke ich an ihn. Er ist einfach in meinem Kopf. Seine Stimme möchte ich dauernd hören, seine Gegenwart am liebsten immer genießen. Mein innigster Wunsch ist es, jetzt mit ihm zu leben, und einen gemeinsamen Weg in die Zukunft zu planen ...
Manchmal klappt es, und manchmal endet es auch ... :(

Lieber @Ufin , das kann man nicht übersehen, das merkst du einfach, wenn die richtige vor dir steht. Und bis das passiert, pflege deine Freundschaften zu Männern und zu Frauen, und verzweifle nicht an deinen Überlegungen.
Gefühle und Liebe kann man weder erzwingen, noch herbeizaubern, das ist auch kein Lernprozess.
Irgendwann passiert es, oder eben auch nicht.
Ach Elve, das hast du so schön beschrieben. Genau so ist das. Bis hin zum eigenen Klingelton und Handy überall mit hinschleppen. :)
 
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  • #18
Auf mich machen die Ausführungen des TE irgendwie einen technokratischen Eindruck. Vor meinem geistigen Auge sehe ich ein weibliches und ein befreundetes männliches Individuum, die sich ein passendes Zeitfenster für ein konstruktives Gespräch darüber suchen, ob und falls ja, mit welchen Zwischenschritten die Freundschaft in eine Beziehung überführt werden soll. o_O
 
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  • #19
Ich erinnere mich noch, als ich als Teenager das erste Mal so richtig über beide Ohren verliebt war, dass ich immer dachte, wenn wir alt sind, möchte ich unbedingt vor ihm sterben, weil die Vorstellung jemals wieder ohne ihn zu sein, für mich unerträglich schien.
Dieses Gefühl einer beinahe körperlichen Notwendigkeit, ihn in meinem Leben zu wissen, habe ich bei Freunden nicht.
Und ich glaube, das sind nicht nur die Hormone :)
 
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  • #21
Ich erinnere mich noch, als ich als Teenager das erste Mal so richtig über beide Ohren verliebt war, dass ich immer dachte, wenn wir alt sind, möchte ich unbedingt vor ihm sterben, weil die Vorstellung jemals wieder ohne ihn zu sein, für mich unerträglich schien.
Dieses Gefühl einer beinahe körperlichen Notwendigkeit, ihn in meinem Leben zu wissen, habe ich bei Freunden nicht.
Und ich glaube, das sind nicht nur die Hormone :)
Das ist der Nachteil... manchen, auch mir, macht sowas auch Angst. Unabhängig von der reinen Verliebtheit, die ja hier schon gut beschrieben worden ist ;)
Einen Kumpel trifft man womöglich vielleicht nur ein paar mal im Jahr, und trotzdem versteht man sich auf Anhieb wieder und kann ja auch sowas wie (Nächsten-)Liebe spüren.
In einer Partnerschaft kann diese Verbindung halt durchaus so stark und eng sein, dass es manchmal regelrecht wehtut. Wenn man seinen Schatz so ansieht und heulen könnte vor Freude und Dankbarkeit (und es meinetwegen auch kann :oops:). Bedingungslose und endlose Zuneigung, zwar ähnlich wie freundschaftlich oder familär, aber anders. Es nicht nur auf die Hormone zu schieben, finde ich gut :D
 
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  • #22
Huch, gleich so viele Antworten :) Ein paar Dinge, die mir ins Auge springen.
FreundInnen hat man in der Regel nicht nur eineN.
Bei FreundInnen ist man nicht eifersüchtig, wenn sie auch noch andere FreundInnen hat und mit denen genauso viele Zeit verbringt und tolle Erlebnisse hat, wie mit einem selbst.
Bei Freundschaften schaut mann/frau eher was gerade für beide passt und sucht weniger den Kompromisse.
Die Intensität von Freundschaften kann sich über die Zeit verändern, ohne das es verunsichert oder Angst macht.
Bei Freundschaften plant mann/frau weniger in die Zukunft, das jetzt steht mehr im Vordergrund.
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen. Ich habe keinen großen Freundeskreis, oder bezeichne das vielleicht einfach anders. Es gibt Bekannte und es gibt Freunde. Ich bin ein relativ eifersüchtiger Mensch, auch bei meinen Freunden. Wenn die sich von mir distanzieren (für andere Menschen, oder aus anderen Gründen), schmerzt mich das sehr. Kompromisse suche ich nicht nur bei Freunden, sondern würde mir auch welche bei einem Partner wünschen. Der letzte Satz ist wohl am weitesten von mir entfernt. Ich werde sehr unsicher, wenn sich bei meinen Freundschaften etwas verändert. Ich hänge an meinen Freunden und frage mich ständig, wie es zu solchen Situationen kommt und was ich daran ändern könnte auf meiner Seite.

Dann ist die Frage, wie man helfen kann. (Falls das überhaupt gewünscht ist!)

Nehmen wir an, du fühlst nicht so intensiv. Würdest du das ändern wollen, wohl wissend, dass alles zwei Seiten hat? Oder tendierst du dann eher dazu, eine entsprechende Partnerin zu finden, der das gut passt? Willst du da überhaupt tiefer einsteigen oder reicht es dir, die Unterschiede zu sehen?
Ob ich etwas ändern will.. ich denke nicht. Und ich weiß nicht, ob ich sagen würde "weniger intensiv". Eher das Gegenteil. Die Menschen, die mir wichtig sind, sind.. naja halt sehr wichtig. Und bisher habe ich da keinen Unterschied gesehen, bzw. bemerkt. (Sexuelle) Attraktivität mal außen vor gelassen, interessiere ich mich sehr dafür, wie es meinen Freunden geht. Oder meiner Partnerin. Was ich tun kann, damit es noch besser geht. Was gerade getan wird und warum. Und natürlich auch (manche würden jetzt sagen egoistische) Gedanken, wie die Personen zu mir stehen. Ob ich denen genauso wichtig bin.

Und ich wollte auch keine Hilfe oder Tipps, ich versuche nur das Thema etwas besser zu verstehen und bin da über jede Meinung glücklich :)

Nanu, weshalb diese distanzierte Betrachtung, hört sich für mich jetzt etwas abwertend an, aber vielleicht mißverstehe ich ja auch, was Du aussagen möchtest?
[...]
Genau aus diesem Grund bricht für einige erst einmal eine Welt zusammen, wenn der Partner, die Partnerin, plötzlich geht und aus dem eigenen Leben verschwindet.
Ich möchte wirklich nicht abwertend klingen, eher das Gegenteil war mein Ziel. Man verliebt sich in eine Person, richtig? Nicht in eine Frau oder einen Mann. Sondern in einen Charakter. Da finde ich das Wort Individuum besser gewählt, als Frau. Aber da es mehreren Leuten schlecht aufstößt, tut es mir Leid, ich versuche mich zu bessern. Aber ich denke, das zeigt mal wieder meine etwas distanziertere Art ;)

Und für mich brechen definitiv auch Welten zusammen, wenn meine guten Freunde mich verabschieden. Meine letzte "Freundschafts-Trennungsphase" hat in etwa drei Monate gedauert und es ist immer noch "irgendwie komisch" bis jetzt. Auch wenn ich da nicht aus Erfahrung berichten kann, aber ich schätze so würde es auch bei einer Frau, mit der man in einer Beziehung war
gehen. Zumindest hoffe ich das, denn wenn es noch intensiver wird, weiß ich nicht, ob ich emotional für die Welt der Beziehungen geschaffen bin :)

@elve sehr schön geschrieben. Das klingt irgendwie ein wenig nach Disney und auch wenn ich jeden gönne, so etwas zu haben und es mir auch selbst wünsche, so glaube ich nicht, dass für jeden Menschen so etwas existiert. Für mich zumindest bisher nicht und ich will nicht bis an mein Lebensende warten, um so etwas zu finden. Vielleicht bin ich deswegen auch etwas kühler, rationaler, distanzierter, was das Thema angeht.


Auf mich machen die Ausführungen des TE irgendwie einen technokratischen Eindruck. Vor meinem geistigen Auge sehe ich ein weibliches und ein befreundetes männliches Individuum, die sich ein passendes Zeitfenster für ein konstruktives Gespräch darüber suchen, ob und falls ja, mit welchen Zwischenschritten die Freundschaft in eine Beziehung überführt werden soll. o_O
Tatsächlich laufen so in etwa meine Dates ab. Man unternimmt etwas und im Anschluss führe ich gern Gespräche, die (zugegeben deine Formulierung ist etwas überspitzt, aber im Kern schon ganz richtig) sich mit solchen Dingen beschäftigen. Ich rede (oder schreibe) sehr gern und sehr logisch mit meinem Gegenüber. Es muss halt auch logisch passen. Was bringt mir ein "tolles Gefühl", wenn beide Parteien ein eigenes Haus haben und niemals zusammenziehen wollen würden? Oder wenn auf einer Seite Kinderwunsch besteht und auf der anderen nicht? Taktisch klug ist das vielleicht nicht, aber ich habe immer den Drang, mich mitzuteilen. Und da ist halt nicht alles nur "ich kann es kaum erwarten, bis wir uns wieder sehen", da werden dann auch Bedenken und Ängste auf den Tisch gelegt. Ich habe immer das Gefühl, etwas zu überspringen, wenn ich mich direkt am Anfang schon darauf versteife, was alles nicht passen könnte und wo man sich in 10 Jahren sieht. Aber auch das gehört wohl irgendwie zu meiner Persönlichkeit und ich kann es nicht so einfach ablegen.
Beispiel: Ich treffe mich aktuell öfter mit einer Frau, wo ich mir vorstellen könnte, dass daraus etwas mehr werden könnte. Nach unserem 2. Date habe ich ihr (wieder etwas überspitzt formuliert) eine kleine Abhandlung geschrieben, was ich unter dem Begriff Beziehung verstehe. Auf Ihre Frage danach hin. Und das war ganz ähnlich trocken geschrieben, wie dieser Kommentar hier. Tatsächlich hat Sie aber als erste mit einer Gegenthese geantwortet (sogar handschriftlich auf Papier :D), daher auch meine Hoffnung, dass es dieses Mal zu etwas mehr führen könnte. Für gewöhnlich laufen die Frauen eher weg, wenn man die erste Studienarbeit zur aktuellen Gefühlslage abgeschickt hat..



So nun habe ich schon wieder eine ganze Menge geschrieben. Tatsächlich fällt mir hier aber auf, bei dem, was ich so lese, dass viele von euch wohl Freundschaft anders handhaben als ich. Viele Dinge, die ihr bei einer Partnerschaft, aber definitiv nicht bei einer Freundschaft seht, sehe ich auch bei meinen guten Freunden. Letztlich scheint es also wohl doch der mir so unbekannte Faktor der Verliebtheit zu sein. Das gefällt mir zwar noch nicht so ganz (ich brauche Kontrolle. Ich muss wissen, warum etwas so ist, wie es ist und "Verliebtheit" passt da nicht rein), aber wenn es ein Buch gäbe, welche alle Fragen beantworten würde, gäbe es wahrscheinlich deutlich weniger Singles in Deutschland :)
 
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  • #23
@Ufin
Ich finde, dass im Gegensatz zu vielen anderen, die Probleme mit der Partnersuche haben und sich hier im Forum melden, deine Beiträge wohltuend und selbstreflektiert sind. Ich denke, dass es dir aufgrund deiner Art schwerer fällt, Frauen kennenzulernen, bin mir aber sicher, dass es Frauen gibt, die deine Eigenschaften bzw. deine Persönlichkeit schätzen werden. Ich wünsche dir viel Glück! :)
 
D

Deleted member 23363

  • #24
Auf mich machen die Ausführungen des TE irgendwie einen technokratischen Eindruck.
Über Gefühle und Körperlichkeit in Partnerschaft und Freundschaft wurde schon einiges geschrieben, das ich ebenso oder ähnlich sehe und dem ich nichts hinzuzufügen habe. Dann will ich mal die "technokratischen" Unterschiede beleuchten:
In einer Partnerschaft bezieht man sich wesentlich stärker aufeinander als in einer Freundschaft. Z.B.:

gemeinsame Planung größerer Vorhaben: Urlaub, größere Anschaffungen etc.
gemeinsame, langfristige Zukunftspläne
gemeinsame Alltagsorganisation: Einkauf, Haushalt etc.
aufeinander abgestimmte Freizeitgestaltung
regelmäßige gemeinsame Mahlzeiten
Man erzählt sich in einer Partnerschaft regelmäßig und oft (täglich), was einem widerfahren ist und wie der Tag war. In einer Freundschaft seltener.
Und - last but not least - zusammen einschlafen und miteinander aufwachen.

Das waren jetzt ein paar praktische Gedanken zu einer Partnerschaft, wie ich sie verstehe (im Unterschied zu Beziehung, die auch offene Beziehungen, F+ und dergl. umfasst).
 
D

Deleted member 23363

  • #25
Es bringt eben dieses wunderbare Gefühl, das m.E. nicht mir Gold aufzuwiegen ist.
wenn beide Parteien ein eigenes Haus haben und niemals zusammenziehen wollen würden?
Sie könnten ja vielleicht wechselweise in den beiden Häusern übernachten und sich so dennoch täglich sehen, einander spüren ...
Oder wenn auf einer Seite Kinderwunsch besteht und auf der anderen nicht?
Wenn ein Must auf ein Nogo trifft, sollte man das beizeiten klären.
Das hängt davon ab, worauf die Taktik abzielt.
aber ich habe immer den Drang, mich mitzuteilen. Und da ist halt nicht alles nur "ich kann es kaum erwarten, bis wir uns wieder sehen", da werden dann auch Bedenken und Ängste auf den Tisch gelegt.
Ich denke man kann Bedenken schon äußern. Ich tue das auch und wenn es gar nicht passt, ist das eben so. Befürchtungen können auch zerstreut werden, indem man darüber spricht. Es gilt halt, den passenden Zeitpunkt dafür zu wählen.
Aber auch das gehört wohl irgendwie zu meiner Persönlichkeit und ich kann es nicht so einfach ablegen.
Wahrscheinlich nicht so einfach, aber vielleicht geht es doch irgendwie. Willst du das denn? Oder willst du lieber den Menschen finden, für den das genau so passt wie du bist?
 
D

Deleted member 21128

  • #26
@Ufin Mir ist gerade noch ein Unterschied eingefallen: Eine Liebesbeziehung birgt noch mehr die Gefahr, dass es mehr um's Habenwollen und Behaltenwollen geht, als um Liebe.
Hm, wenn für dich Freundschaften vergleichbar sind, macht es vielleicht keinen so großen Unterschied.
 
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  • #27
Das kann ich nachvollziehen, vor allem, wenn man ein sehr rationaler Charakter ist und reflektiert im Leben steht.
Andererseits zeichnet eine Partnerschaft eben auch aus, dass man Kontrolle abgeben kann bis zu einem gewissen Grad, sich hingibt, ohne zu wissen, was der/die andere daraus macht. Und das, weil man darauf vertrauen kann (und zu zu Beginn vertrauen will), dass einem nichts Böses widerfährt.
Das steht im Widerspruch zu jeder Logik und ist m. E. eine echte Herausforderung, wenn man sich eine Partnerschaft wünscht.
 
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  • #28
Neben Freunden schlafe ich nicht kuschelnd ein.

Freunde möchte ich nicht ständig berühren. Ich berühre meinen Freund nicht nur (auch, aber nicht nur) aus sexueller Lust, sondern aus Liebe. Weil mein Herzschlag sich beruhigt, jede Anspannung sich in Entspannung verwandelt, wenn ich mich an ihn kuschel oder einfach nur seine Hand halten kann.

Meine Knie werden nicht weich, wenn ich einen Freund / eine Freundin umarme.

......

Es gibt sooo viele Unterschiede. Lass dich einfach mal auf ne Beziehung ein und checke nicht alles vorher ab. Zerdenke nicht alles. Mach einfach mal einen Köpfer in das unbekannte Wasser und mach deine Erfahrung. Dann weißt dus und musst nicht mehr fragen.
 
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  • #30
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