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Freundschaft nach Trennung

Letzten Herbst lernte ich einen Mann online kennen, der seit September getrennt war, genau wie ich, also ca. 3 Monate bevor wir uns kennenlernten. Bei mir war die Trennung noch nicht ganz verdaut aber endgültig und so sei es auch bei ihm, versicherte er mir. Nach ein paar Wochen holte er seine Sachen, die noch bei ihr waren (sie lebt im angrenzenden Ausland) und blieb über Nacht dort. Alte Gefühle seien aufgeflammt, etc pp. Er verabschiedete sich kurz via Mail während er noch dort war. 3 Tage später kam er aber noch um sich persönlich zu verabschieden - und blieb auch bei mir über Nacht. Zwei Wochen hatte er uns beide, ich wusste dies, sie nicht. Dann entschied er sich für mich. Nach einigen sehr schönen Wochen jedoch hatte er sich entschieden definitiv zurück zu ihr zu gehen, nachdem er sich bei ihr versicherte, dass sie ihn wieder zurück wolle. Er konnte nicht verkraften, dass sie ihm sagte, sie würde ansonsten andere Männer treffen. Dann kam Corona, er konnte nicht zu ihr und verbrachte diese Zeit weiterhin bei mir, ganz normal als Paar. Jetzt ist er zurück, zwar ungefähr nach jedem 2. Treffen frustriert aber er müsse dort bleiben. Er will aber unbedingt eine Freundschaft, schreibt mir stets nach dem Wochenende wenn es gut war, jammert wenn es nicht gut war und kapiert nicht, dass dies schwierig ist für mich. Es gibt deshalb mehr Streit als etwas anderes. Klar, ich könnte die Freundschaft einfach ablehnen, nur kriege ich das auch nicht hin. Damit umzugehen ist aber auch schwierig. Unsere Beziehung war perfekt für mich während ich sehe, was er am neuen alten Ort alles nicht hat (sagt er selbst auch). Er bezeichnet unsere Beziehung als Urlaub und jetzt müsse er eben in den Alltag zurück. Wie es mir damit geht, kümmert ihn nicht. War das Weekend mit ihr schlecht, lässt er mich nah an sich ran, war es gut, braucht er mich nicht - kommt es mir zumindest vor, streitet er vehement ab. Zudem kommt eine Krankheit meinerseits dazu mit der er nicht umgehen kann. Ich weiss nicht was besser ist, Freundschaft versuchen in normale Bahnen zu lenken oder alles zu beenden. Alle Versuche jemand anderen kennen zu lernen scheiterten - Zufall?
 
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In eine solche Lage/Situation bringt man sich, wenn man die ersten Anzeichen übersieht, dass es nix wird.

Hier:

Nach ein paar Wochen holte er seine Sachen, die noch bei ihr waren (sie lebt im angrenzenden Ausland) und blieb über Nacht dort. Alte Gefühle seien aufgeflammt, etc pp.
...hättest du einen Schlussstrich ziehen müssen. Rigoros.

Stattdessen:
3 Tage später kam er aber noch um sich persönlich zu verabschieden - und blieb auch bei mir über Nacht.


Also, wieso willst du mit ihm befreundet bleiben?
Es ist doch offensichtlich, dass du eine "Übergangsfrau" oder "Übergangslösung" warst und ein netter Zeitvertreib. Jetzt testet er an, was da noch so geht bei dir. Du denkst doch nicht ernsthaft darüber nach, mit ihm befreundet zu sein?