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  • #1

Freunde bleiben... (Der Trennungs- oder "Auszeit"-Thread)

Sogar gute oder sehr gute Freunde. Sie hat ja auch noch nie 'n Mann gehabt, mit dem sie sich soo gut unterhalten konnte, soo viel unternehmen, der soo interessant war, witzig, liebevoll, usw. usf.

Keine Frau, die sich von mir getrennt hat, hat das *nicht* gesagt. Allenfalls etwas weniger intensiv. Können sie nicht mal "hau ab Du Arsch" sagen?

Nein, zum Kuckuck, was soll das sein, Freunde? Ich brauche Nähe und Geborgenheit und etwas, das ich als Liebe empfinde. Und wenn das bei ihr was anderes ist, was ich in ihren Augen nicht habe und wobei ich auch nicht verstehe, was sie meint, dann geht es nicht.

Wir haben noch vor ein paar Tagen überlegt, wenn wir mal zusammenziehen, was wir so bräuchten. Jetzt lädt sie mich fürs Wochenende aus, da kommen "Freunde von ihr", und da wäre "unsere Situation" jetzt "schwierig". Nächste Woche könne man dann ja mal weitersehen, mit dem "Freunde bleiben" oder der "Auszeit", was weiß ich. Komme da nicht mit, sorry.

Ich brauch wohl endlich mal so 'ne scheiß Therapie "Wie lerne ich Frauen so zu lieben, daß sie sich tatsächlich auch geliebt fühlen"...
 
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Gast

  • #3
Dude, das tut mir leid für Dich. Du warst so glücklich. Und jetzt das.
 
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  • #4
Zitat von authentisch:
Nach dem Ende meiner letzten Beziehung bin ich öfters mal heulend und schniefend durch den Wald gelaufen. Die Spaziergänge haben aber, glaub' ich, trotzdem gut getan.
Ganz sicher.

Und Bewegung kann auch helfen bei allfällig anwesender Wut.
Wut verspüre ich nur gegenüber der Situation. Weil ich nicht weiß, wie ich's hätte verhindern können.

Zitat von authentisch:
Nachdem ich heute Morgen aus dem Haus war, hat mich das Thema jedenfalls noch eine Weile beschäftigt und ich hatte Sorge, dich, fafner, mit dem, was ich schrieb, unbeabsichtigt eher verletzt als getröstet zu haben...
Nein, war alles richtig, danke.

Zitat von chiller7:
Hab's wohl einfach nicht verdient (Nemesis-Neurose)...
 
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  • #5
Aneinander vorbei reden, aneinander vorbei fühlen, aneinander vorbei leben. Kein Miteinander, sondern dann ein auseinander. Das ist oft die bittere Wahrheit. Und oft verstehen wir (sowohl Männer als auch Frauen) nicht, warum es nicht funktioniert hat. Warum ich mich nicht habe so ausdrücken und verständlich machen können wie es gut gewesen wäre. Warum der andere mich nicht hat so verstehen können wie ich es gemeint habe. Manchmal findet man während der Beziehung oder in der Rückschau die ein oder andere Spur, aber oft ist es dann schon zu spät. Man hat sich eingefahren in unguten Mustern.

Zur Freundesfrage fällt mir imemr nur eins ein: https://www.youtube.com/watch?v=mgWOqtF6gZQ
 
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  • #6
Zitat von Else:
Habe die Muster nie zuvor als so gut empfunden wie hier. Das macht's dann auch noch schwerer.

Warum der andere mich nicht hat so verstehen können wie ich es gemeint habe.
Das trifft es ziemlich sicher. Erschwerend kommt hinzu: verstehe ich mich selbst überhaupt so, daß ich es in Worte fassen kann...?
 
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authentisch_gelöscht

  • #7
Zu dem, was du "Nemesis-Neurose" nennst: Vielleicht ist es eine Art Scham. Wenn etwas zerbricht oder zerrinnt, das wir in der Vergangenheit für einen sicheren Wert gehalten und uns deshalb (verständlicherweise!) auch gegenüber anderen entsprechend geäussert haben. Dann kommt zur Trauer und Verletztheit noch das Gefühl hinzu, uns irgendwie blamiert zu haben. Ich weiss nicht, ob es das bei dir trifft, aber ich kenne das Gefühl, in Bezug auf gescheiterte Beziehungen und auch in anderen wichtigen Bereichen meines Lebens. Vermutlich ist das aber für viele Menschen eine normale Erfahrung, weshalb einen die anderen in der Regel auch besser verstehen, als man befürchtet. Und wenn man sich schämt und dabei versucht, etwas aus der Erfahrung zu lernen, dann macht einen das für andere vielleicht umso liebenswürdiger, meinst du nicht?
 
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  • #9
Fafnir, tut mir leid für Dich. Aber was Deinen schlauen Therapiewunsch angeht («Wie lerne ich Frauen so zu lieben, daß sie sich tatsächlich auch geliebt fühlen»): Schieb ihn nicht gleich als Jux beiseite.

Das schreibe ich. weil ich -- aber ohne Fach- oder sonstige Kenntnisse -- von Anfang an ein mulmiges Gefühl bei der Selbstverständlichkeit hatte, mit der Du von Euch geschrieben hast. Und ich hatte dabei oft eine Stelle aus einem Modesty Blaise im Kopf: Sie sind im Schauspiel oder in der Oper, sie hat wie immer einen Verehrer dabei. Den lässt sie in der Pause Drinks holen und geht derweil einfach mit Tarrant weg. Der fragt nach, denn unhöflich ist sie nie. Antwort und Erklärung: «He took me for granted.»

So. Und wenn Du das Therapiethema selber so formulierst, dass es sich so stark mit meinem Eindruck überdeckt: Dranbleiben.

Schade ist es aber auf jeden Fall.
 
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  • #10
Zitat von Pit Brett:
Aber was Deinen schlauen Therapiewunsch angeht («Wie lerne ich Frauen so zu lieben, daß sie sich tatsächlich auch geliebt fühlen»): Schieb ihn nicht gleich als Jux beiseite.
Habe gerade einen passenden Thread bei "Expertenrat" eingestellt. Kommt dann wahrscheinlich erst nächste Woche.

Das schreibe ich. weil ich -- aber ohne Fach- oder sonstige Kenntnisse -- von Anfang an ein mulmiges Gefühl bei der Selbstverständlichkeit hatte, mit der Du von Euch geschrieben hast.
Das hat ja noch vielen anderen quergelegen und sie haben es als überheblich angesehen. In Wirklichkeit war es eine Art Selbsttherapie, um eventuelle Unsicherheit zu bekämpfen. Think positive. Wenn Du grübelst und zweifelst, dann zieht Dich das erst recht runter. Und es macht unattraktiv.

Hat nicht ganz funktioniert. Ich habe definitiv ein Problem beim Selbstvertrauen... :-/
 
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  • #12
Zitat von fafner:
Ich habe definitiv ein Problem beim Selbstvertrauen... :-/
Plötsinn, meine ich. Dafür stellst Du Dich zu realistisch dar. Das kenne ich nur von Leuten, die sich einschätzen können.

Habe gerade einen passenden Thread bei "Expertenrat" eingestellt. Kommt dann wahrscheinlich erst nächste Woche.
Schon da. Aber ganz so wie Du dort hatte ich das nicht gemeint; es ging mir mehr um eine Einstellung als um ein vermeintliches Defizit. «Wir sind jetzt zusammen» ist keine ausreichende Grundlage. Ich bilde mir ein: Wer liebt, der wirbt um den anderen und hört damit nicht auf, auch dann nicht, wenn er meint, die Ernte sei schon eingefahren. Hatten wir nicht mal eine Dame hier, die meinte, sie könne nun essen was das Zeug hält, weil sie jetzt einen Typ hat? Ist ein bisschen anders, aber der Gedanke vom «angekommen sein» steckt da auch drin.

Die Ernte ist nie eingefahren, und wer glaubt, angekommen zu sein, braucht sich nicht wirklich zu wundern, dass es anderen im Wartesaal auch fad werden kann.

Think positive. Wenn Du grübelst und zweifelst, dann zieht Dich das erst recht runter. Und es macht unattraktiv.
Das ist mir zu amerikanisch. Probleme werden nicht dadurch bewältigt, dass man sie ignoriert oder gar verbietet. Abgesehen davon kann ich's mir nicht vorstellen, dass Du Dich so durchgängig verstellt haben solltest.
 
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  • #13
Zitat von Pit Brett:
Aber ganz so wie Du dort hatte ich das nicht gemeint; es ging mir mehr um eine Einstellung als um ein vermeintliches Defizit. «Wir sind jetzt zusammen» ist keine ausreichende Grundlage.
Völlig d'accord.

Ich bilde mir ein: Wer liebt, der wirbt um den anderen und hört damit nicht auf, auch dann nicht, wenn er meint, die Ernte sei schon eingefahren.
Hab ich nie gedacht (eingefahren). Mein Problem ist, daß ich "falsch" werbe. Ich treffe nicht die richtigen Antennen... Und wenn frau sagt, was sie denn gern hätte, dann kapier ich's vielleicht nicht oder ich hab 'ne völlige Blockade, weil ich finde, na das kann ja jetzt nur gekünstelt rüberkommen... Ich bin völlig verkopft und hab null Instinkt.

Das ist mir zu amerikanisch. Probleme werden nicht dadurch bewältigt, dass man sie ignoriert oder gar verbietet. Abgesehen davon kann ich's mir nicht vorstellen, dass Du Dich so durchgängig verstellt haben solltest.
Es liegt nur ein schmaler Grat zwischen ignorieren und übertreiben, für mich.
 
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  • #14
Oh, Mist, "fafner", das tut mir leid für Dich. Das mit dem "Freunde bleiben" ist natürlich immer nur so als Trost gemeint, um den Anderen nicht noch mehr zu verletzen. Eigentlich macht es wütend (was ganz gut ist)und versetzt Einen oft in die Überlegung, dass man das nicht möchte.
Hat sie Dir denn als Grund explizit gesagt, dass sie sich nicht genug geliebt von Dir fühlt? Oder ist das Deine Interpretation? Man kann jetzt auch mal den Blickwinkel wechseln, ich hoffe, das tut Dir nicht weh: hat sie Dich denn genug geliebt?
 
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  • #15
Zitat von fafner:
Sogar gute oder sehr gute Freunde. Sie hat ja auch noch nie 'n Mann gehabt, mit dem sie sich soo gut unterhalten konnte, soo viel unternehmen, der soo interessant war, witzig, liebevoll, usw. usf.

Keine Frau, die sich von mir getrennt hat, hat das *nicht* gesagt. Allenfalls etwas weniger intensiv. Können sie nicht mal "hau ab Du Arsch" sagen?

Nein, zum Kuckuck, was soll das sein, Freunde? Ich brauche Nähe und Geborgenheit und etwas, das ich als Liebe empfinde. Und wenn das bei ihr was anderes ist, was ich in ihren Augen nicht habe und wobei ich auch nicht verstehe, was sie meint, dann geht es nicht.

Wir haben noch vor ein paar Tagen überlegt, wenn wir mal zusammenziehen, was wir so bräuchten. Jetzt lädt sie mich fürs Wochenende aus, da kommen "Freunde von ihr", und da wäre "unsere Situation" jetzt "schwierig". Nächste Woche könne man dann ja mal weitersehen, mit dem "Freunde bleiben" oder der "Auszeit", was weiß ich. Komme da nicht mit, sorry.

Ich brauch wohl endlich mal so 'ne scheiß Therapie "Wie lerne ich Frauen so zu lieben, daß sie sich tatsächlich auch geliebt fühlen"...
​Mich erinnert alles gerade sehr an dieses Gedicht:
"Liebe ist wie Flötenmusik.
Liebe ist wie eine Sonnenblume.
Liebe ist wie ein Kuschelbär.
Liebe ist wie ein Hüpftanz.
Liebe ist wie eine Trommel.
Liebe ist wie die Farbe grün.
Liebe ist wie die Sterne und der Mond.
Liebe ist wie Regenwetter."
[Ohrenkuss]
d
 
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fleurdelis

  • #16
Zitat von fafner:
Keine Frau, die sich von mir getrennt hat, hat das *nicht* gesagt. Allenfalls etwas weniger intensiv. Können sie nicht mal "hau ab Du Arsch" sagen?

​Wahrscheinlich weil du keiner bist.


Zitat von fafner:
Sogar gute oder sehr gute Freunde. Sie hat ja auch noch nie 'n Mann gehabt, mit dem sie sich soo gut unterhalten konnte, soo viel unternehmen, der soo interessant war, witzig, liebevoll, usw. usf.

Irgendwas musst du doch richtig gemacht haben. Ich bin momentan im Zweifel, ob du hier gänzliche Verantwortung übernehmen musst. Ich kann völlig falsch liegen, aber manche Frauen haben auch ein "Luxus"-Problem, sie setzen Dinge als Zeichen voraus, die wohl unbedingt als Liebesbeweise erkennbar seien, übersehen aber in ihren Forderungen das Wesentliche. Aber ich kann mich täuschen. Manche Frauen erwarten Dinge, die sie nicht äußern, wundern sich aber wenn Männer ihre Gedanken nicht erraten. Ja, ich bin auch eine Frau, aber man sieht und erlebt viel.

Wenn du in das Gespräch mit ihr gehst, wäre es nicht gut, wenn du dich als Bittsteller präsentierst, niemals unter deinem Wert, dass ist äußerst unattraktiv. Steh zu deinen Gefühlen, zu dem was Du bist, und wenn du erklärst, dass du offen für Anregungen bist, könnte das weiterhin ihr Interesse wecken. Aber eine Gewähr, kann ich dir nicht bieten.
 
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  • #17
Wir können uns heut ja mal der Männerseele zuwenden, wenn es für Dich erträglich ist. Womöglich kriegen wir sogar was raus.

Es liegt nur ein schmaler Grat zwischen ignorieren und übertreiben, für mich.
Das verstehe ich kaum. Soll es heißen, dass Du immer mal links oder rechts runterfällst? Oder dass Du aus Angst vorm Fallen (= letztlich, links vom Grat als Stoffel zu gelten und rechts davon Dich mit Sülzkram lächerlich zu machen) den Grat nur besichtigst, aber nicht betrittst?

Dagegen ist nichts zu sagen. Es ist kein Manko. Aber ich weiß, dass die Verkopften es gern so empfinden.

Kokolores. Du bist hier noch nie mit Instinktlosigkeiten aufgefallen, sondern scheinst auch eine ganze Menge zu erspüren, die Dir Dein Kopf nicht gesagt haben kann.

PS: Eben sehe ich, was fleur geschrieben hat. Dem ersten Satz stimme ich sowieso zu. Der zweite Abschnitt: Möglich. Denkbar. Angesichts eines sich wiederholenden Musters drängt es sich aber nicht auf. Außer natürlich, Du stehst auf genau diesem Typ Frau und weißt es nicht ...
 
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  • #18
fafner - ich bin so ganz bei Dir!
Im 'Lied Thread' habe ich etwas für Dich gepostet - mir hilft das, den Schmerz zuzulassen.
Trauer um uns, heute, auch bei mir.
 
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  • #19
Ich geh mich jetzt erst mal bei 'ner älteren Freundin ausheulen. Wo keine Gefühle sind, jedenfalls nicht zwischen uns. Danke bisher und bis später.
 
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authentisch_gelöscht

  • #20
Zitat von fafner:
Mein Problem ist, daß ich "falsch" werbe. Ich treffe nicht die richtigen Antennen... Und wenn frau sagt, was sie denn gern hätte, dann kapier ich's vielleicht nicht oder ich hab 'ne völlige Blockade, weil ich finde, na das kann ja jetzt nur gekünstelt rüberkommen... Ich bin völlig verkopft und hab null Instinkt.

Es liegt nur ein schmaler Grat zwischen ignorieren und übertreiben, für mich.

Ich frage mich ein wenig, ob du am Anfang, in der Kennenlernphase, wirklich das Gefühl hattest, dass es passt, oder ob du (vielleicht unbewusst) einen zu grossen Kompromiss eingegangen bist. Du fragst dich - offenbar leicht konsterniert -, wie du das, was frau möchte, leisten kannst ohne zu "künsteln", ohne dich zu verbiegen? Vielleicht war es einfach die falsche Frau. Du hast doch, wenn ich mich richtig erinnere, hier im Forum immer dafür plädiert, weniger Ansprüche zu haben. Ich habe mich übrigens ab und zu gefragt, ob sie das mitliest. Mich hätte es verletzt, weil ich einen Partner möchte, der mich irgendwie einzigartig findet, zumindest einzigartig zu seinen Wünschen passend. Sonst hätte ich immer das Gefühl, beliebig ausgewählt zu sein. Ich hätte das Gefühl, nicht ich als spezifische Person wäre mit der Liebe gemeint, sondern nur ich als irgendeine Frau. Verstehst du, was ich meine?

Könnte es nicht sein, dass du deine eigenen "Erwartungen" zu stark zurückgefahren und dich damit selbst irgendwie betrogen hast? Du hast möglicherweise versucht, ihre Ansprüche zu erfüllen, die dir irgendwie seltsam vorkamen, und gleichzeitig deine eigenen so unterdrückt, dass du gar nicht mehr authentisch deine Gefühle zeigen konntest. Du hast dann eventuell auch für sie gekünstelt gewirkt und sie hat sich deshalb nicht richtig geliebt gefühlt. Könnte das sein?

Ich hoffe, du verstehst mich jetzt nicht so, als ob ich deine aktuellen Gefühle mindern möchte. Ich kann gut nachvollziehen, dass du sehr traurig und verzweifelt bist. Du hast ja auf deine Art auch sehr viel in die Beziehung investiert, davon bin ich überzeugt. Es ist sehr anstrengend, sich immer zu überlegen, was der andere jetzt möchte.
Ich bin vielleicht in der Vergangenheit auch schon falsche Kompromisse eingegangen... Ich glaube, ich tat das vor allem deshalb, weil ich wohl nicht wirklich daran glaube, dass jemand mich genau so, wie ich bin, lieben kann. Und schon gar nicht jemand, den ICH einzigartig finde...

Hoffentlich kann dich deine Freundin ein wenig trösten. Und ich hoffe, du kannst dann gut schlafen. Ich finde Schlaf etwas enorm Wichtiges für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.
 
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  • #21
Müde wie ich bin habe ich Dir jetzt in Deinem anderen Thread ca 1 Mio Worte geschrieben zu Deinem Thema. Ist natürlich noch nicht frei geschaltet. An Schlaf kannst Du jetzt sicher noch nicht denken, aber versuche mal ein wenig Entspannung. In solchen Momenten neige ich zum sturen vor mich hin starren, auf einen Punkt. Schlafe wenig und kann nicht essen. Hoffentlich gehts Dir nicht so im Augenblick, denn man tut sich und seinem Körper nichts Gutes damit. Daher mein Rat zur Seele baumeln lassen. Hätte nie im Leben gerechnet, dass Du Deine Seele im Haushalt baumeln lässt ;-) Aber ich sehe, es war Beschäftigung in dem Moment, was auch seinen Zweck erfüllt. Wenn Du keinen Tee magst im Moment, geh eine Runde um den Block und frier Dir ab, was abzufrieren geht. Ich gehe nun zu Bett. New dawn - new day. See ya.
 
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Dr. Bean

  • #22
Stellt sich natürlich auch immer die Frage: Menschen die zueinander sagen, lass uns Freunde bleiben, führen ja sowieso nen oberflächliches Leben. Weil sie haben ja ne Grenze ab wann es ihnen ernst ist. Könnt ich gar nicht, dafür bin ich viel zu direkt.
 
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  • #23
(Schau, wer wieder da ist ;-) Hey Du!)
 
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Dr. Bean

  • #24
Wer ist wieder da ? Mopsi ? Die mit den schönen Augen ?
 
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  • #25
Mein Mitgefühl hast du auch.
Das Nemesisding kann ich verstehen. Auf der einen Seite finde ich es mutig, hier zu schreiben, wg. Scham, wie authentisch schrieb, auf der anderen Seite bezweifele ich, dass dich das weiterbringt. In dem Moment hirnst du statt zu herzen.

Zitat von fafner:
Erschwerend kommt hinzu: verstehe ich mich selbst überhaupt so, daß ich es in Worte fassen kann...?
Versuch’s doch gar nicht erst. Mein Tipp - mach mal Internetpause.
Erlaub dir einfach mal, was zu spüren. Alles was da ist. Und das auszuhalten. Ohne abzulenken. Und ohne eine Kopfsache draus zu machen. Alles hat seine Zeit.

Zitat von fafner:
Ich brauch wohl endlich mal so 'ne scheiß Therapie "Wie lerne ich Frauen so zu lieben, daß sie sich tatsächlich auch geliebt fühlen"...
Vielleicht eher, wie lerne ich überhaupt zu lieben? (das klingt jetzt etwas blöd, also nicht nur zu sagen oder zu meinen, zu lieben, sondern es wirklich wirklich innen zu spüren, so dass es quasi aus dir rausfließt und es den anderen einhüllt). Bleib bei dir, wenn’s dich weiterbringen soll.

Ich wollte eigentlich in authentischs thread was dazu schreiben, passt hier auch (bzw. zu deinem anderen Thread im Expertenrat).
Wenn wir uns blockieren, wenn wir verkopft sind, wenn wir abgetrennt sind, geschieht das ja auch in guter Absicht. Das ist ja das Gute daran. Vielleicht nicht immer in der richtigen Ausprägung. Halt Überlebensstrategie, den Schmerz oder die Angst einfach mal wegzusperren. Weil man es nicht aushalten könnte. Weil man vielleicht das Gefühl hat, sterben zu müssen zu dem Zeitpunkt, wenn man es ganz fühlen würde. Weil es ums Überleben geht. Dann lieber Funktionsmodus. Das Dumme dabei ist nur, dass nicht nur Schmerz weggeschlossen wird, sondern auch die guten Gefühle. Darum muss man, in kleinen Schritten, immer wenn ein paar Ressourcen wieder gesammelt sind, die Tür zum Herz wieder ein bisschen aufmachen. Wieder ein bisschen spüren - und zwar das ganze Spektrum. Wut, Hass, Trauer, Angst, Schmerz… da durch geht’s dann auch zur Liebe, Lust und Leidenschaft. Gefühle nur in ganzen Paketen zu haben.
Manchmal ist es offensichtlich, wo der Auslöser ist, manchmal (bei verfestigten Mustern) ist etwas Forschung angesagt. It’s a long way ... der Weg ist das Ziel ...
 
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Dr. Bean

  • #26
Mitgefühl, Scham, Mut..

Mut, davon habt ihr keine Ahnung !
 
G

Gast

  • #30
Der fafner-Dude braucht jetzt keine Psychologie.