Mentalista

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  • #32
Wäre es nicht hilfreich, dass wir jetzt mal inne halten und warten was Koralle auf die Beiträge zu schreiben vermag?
 

ionchen

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  • #35
Ich vermute, dass da nichts mehr kommt. So ein Gefühl. Zu viel, was Sie weiß, aber verdrängt.
 
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Hafensänger

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  • #36
@Koralle Deine Leidensfähigkeit wird sich irgendwann erschöpfen und dann hast Du neben der Trennung, die noch "großartiger" :( als deine bisherigen Erlebnisse mit deinem Freund ablaufen könnte, den Stress zusätzlich noch die Neuorientierung, den Umzug, das Kind, die eigene Wohnung und was sonst so alles dranhängt am Hals. Ich würde mich ebenfalls fragen ob ich dem Kind eine solche Familie zumutete.

Das kann man schon abwägen. Ich denke, da spielt auch deine Hoffnung auf eine harmonische, gemeinsame Zukunft eine große Rolle. Du selbst kannst wohl am besten das Potenzial deines Freundes zum weißen Ritter abschätzen.

Es hängt natürlich von deiner Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Trennung ab, aber falls dir die hoch erscheint, könntest du es auch erst einmal getrennt versuchen. Sein erwähntes Nettogehalt sieht nach einer Festanstellung aus und dann kannst du in der Düsseldorfer Tabelle den Unterhalt für das Kind ersehen, das erscheint optisch zwar als nicht nett, ist aber dein zweifelsfreier Anspruch, womit das finanziell schon mal geregelt ist. Was Menta mit weiterem Unterhalt wegen Schwangerschaft meinte, könnte sie mal genauer ausführen. Dazu weiß ich nichts.
Und dann kannst du dir in aller Ruhe ansehen inwieweit er sich als dein Freund und fürsorglicher Kindsvater erweist.
 
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  • #37
@Koralle Ich vermute mal, dass es für dich nicht ganz so einfach ist (Ich verlasse als werdende Mutter meinen Freund und den Vater meines ungeborenen Kindes.) Ich nehme auch an, dass du ihn trotz seiner Schwächen liebst, obwohl er dich offensichtlich immer wieder respektlos behandelt.
Respekt ist leider manchmal etwas, was man sich erarbeiten muss. Vor allem hängt der einem entgegengebrachte Respekt ganz stark davon ab, wie sehr man sich selbst achtet und respektiert.
Ich meine, dass es in diesem Sinne für dich und für eure Beziehung wichtig ist, dass du dich von deinem Freund abgrenzt. Dass du dich in die Lage versetzt, ihm ganz klar zu formulieren, was du für dich (und euch und euer Baby) willst, was du nicht willst und wo deine Grenzen sind.
Vielleicht hilft es dir, mal ein paar von diesen Dingen aufzuschreiben, um das für dich selbst klar zu machen. Notiere dir doch mal, was du willst (nicht willst) und mach dir für deine Punkte auch bewusst, welche für dich verhandelbar sind und welche nicht. Und was ggf. deine Möglichkeiten sind, damit umzugehen, dass deine Wünsche nicht respektiert werden.
Und wenn du das getan hast, wäre wohl der nächste Schritt, diese Punkte deinem Freund ganz klipp und klar zu sagen, genau so, wie er es anscheinend dir gegenüber auch macht.
Ich wünsch dir auf jeden Fall viel Kraft und Glück und auch Frieden, denn der ist für dich und dein Baby sehr wichtig!
 
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  • #38
Was Menta mit weiterem Unterhalt wegen Schwangerschaft meinte, könnte sie mal genauer ausführen. Dazu weiß ich nichts.
Auch ein lediger Elternteil kann bei Trennung von dem Anderen Unterhalt verlangen, solange er/sie ausschließlich das Kind betreut (Betreuungsunterhalt). Das gilt für die ersten drei Lebensjahre des Kindes.

Der Unterhaltsanspruch kann auch schon vor der Geburt beginnen(glaube vier Monate), wenn die Schwangere aufgrund der Schwangerschaft keiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Er kann sich bis zu acht Wochen nach der Geburt ausdehnen.
 
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Hafensänger

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  • #39
Eine kurze Recherche sah mir nach Betreuungsunterhalt für wenigstens 3 Jahre ab Geburt aus. Lässt sich sicher klären, aber bei @Koralles erwähnter sparsamer Lebensweise wird das für ihn, incl. Kindesunterhalt, ein unangenehmer finanzieller Aufwand werden. Das geht dann nicht mehr mit seinen Absichten zusammen, aus dem Zusammenziehen noch einen Deal zu machen. Das kann er sich dann aussuchen und macht ihn sicherlich auch kompromissbereiter

Für eine gute Basis halte ich das nicht, aber es wird ihm klar machen, dass er nicht machen kann was er "aus seiner großen, inneren Güte heraus" für richtig und angemessen hält.
 

Suxxess

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  • #40
Ich würde ihm das auch so kommunizieren, es gibt zwei Möglichkeiten:
1) Es bleibt alles wie es ist und er zahlt dann den normalen Unterhalt, du bleibst dann in deiner Stadt und er kann dich gerne häufiger besuchen kommen

oder

2) Ihr sucht euch eine angemessene gemeinsame Wohnung, er akzeptiert, dass du für euer Kind auf Einnahmen verzichtest, und er somit einen höheren Anteil tragen muss. Einigt man sich nicht, dann bleibt ja Variante 1.
 

Soisses

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  • #42
Immer noch... ein unfassbarer Typ.
 

Marlene

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  • #44
Zudem ärgert mich, dass ich nicht mal meine Möbel in die Wohnung mitbringen könnte, sie vielleicht einlagern oder teilweise verkaufen müsste.
Liebe Koralle, falls Du noch mitliest: das Obige ist ein wesentlicher Punkt. Schon fast symbolhaft zu sehen. Es ist ein Ausdruck davon, entweder Bereitschaft zu zeigen, aus zwei vorhandenen und unterschiedlichen Welten eine neue gemeinsame zu kreieren oder einseitig auf Anpassung zu bestehen. Er möchte das zweitere. Deine Anpassung in sein Umfeld. Im Grunde genommen möchte er das auch bei dieser anderen Thematik mit seinen Freundinnen, er verlangt Deine Akzeptanz, egal wie es Dir damit geht.
Eigentlich kannst Du nur versuchen, das aufzubrechen, indem Du darauf beharrst, gemeinsam mit annähernd gerechter Verteilung Euer zukünftiges Leben zu gestalten oder Du musst dann wirklich - wie oben schon mehrmals geraten - Deinen eigenen Weg gehen. Eine Einseitigkeit wird Dich auf Dauer nur unglücklich machen. Und birgt unheimlich viel Konfliktpotential bei einem Gefühl der einseitigen Anpassung.
Wie sieht es denn eigentlich mittlerweile aus?
 
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Philippa

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  • #45
Liebe Koralle!
Wie sieht es denn mit deinem Umfeld aus? Hast du gute Freundinnen oder gute Beziehungen zu mindestens jemandem aus deiner Familie in der Nähe, wo du jetzt lebst? Wenn ja, würde ich mir den Umzug noch besser überlegen.

Ich finde die Situation für alle Beteiligten traurig. Da ist schon lange keine liebevolle Beziehung mehr, wenn es sie überhaupt je gab, und ich glaube, für diese schwierige Situation tragt ihr beide an Verantwortung mit. Und noch viel mehr Verantwortung tragt ihr für euer Kind.
Diesem Kind zuliebe (wenn ihr es schon nicht für euch selbst tut!), solltet ihr euch zusammenraufen und gemeinsam (!) entscheiden, was besser ist: Entweder ihr bleibt in getrennten Wohnungen und beendet vielleicht auch diese Beziehung ganz. Denn so weiterzumachen wollt ihr doch eurem Kind nicht ernsthaft zumuten, oder?
Oder dann, wenn ihr beide eine Chance seht für die Entwicklung einer liebe- und vertrauensvollen Partnerschaft, dann macht ihr ganz motiviert eine Paartherapie. Das, glaube ich, wäre das Mindeste, was es brauchen würde, damit ein wenig Glück in euer gemeinsames Heim einziehen könnte.

Auf jeden Fall aber solltet ihr erst mal ehrlich sein zu euch selbst: Gebt ihr einander auf die Art und Weise Liebe, wie ihr sie vom anderen/von einer Partnerin wünschen würdet? Was könnte jeder von euch besser machen, ob miteinander oder in der Zukunft mit jemand anderem? Ich denke, ihr solltet an euch arbeiten, um zu lernen, dass ein Partner nicht da ist, damit man sich holt, was man will, ohne selbst viel zu geben. Ich kann mir vorstellen, dass ihr beide es im Leben bisher unverhältnismässig schwer hattet und nicht viel Liebe für euch da war. Möchtet ihr, dass sich diese Geschichte für euer Kind wiederholt? Wenn nein, dann ändert etwas! Es ist höchste Zeit! Euer Kind braucht euch, es braucht euch liebevoll und zufrieden und möchte wenigstens ab und zu auch Momente des Glücks mit euch erleben.

Liebe Koralle, was wünschst du dir für dein Kind? Was wünscht ihr euch für das Kind? Kannst du darüber mit deinem Freund sprechen? Wenn ja, denkst du ganz ehrlich, dass zwischen euch beiden eine Basis für eine stabile Beziehung besteht? Wenn nein, überleg dir, wie du anderweitig Unterstützung und menschliche Wärme bekommen kannst! Vielleicht macht es im Moment mehr Sinn, auf Freundschaften, Familie, gute Nachbarschaft und professionelle Unterstützung zu zählen und zu lernen, selbst mit dir und mit dem Kind liebevoll umzugehen. Dann sollte dein Freund finanziell und emotional vor allem für das Kind da sein und du solltest dem Kind zuliebe versuchen, aus einer Trennung keinen Schrecken ohne Ende (weil ihr ja als Eltern in jedem Fall gemeinsame Verantwortung habt!) werden zu lassen.

Liebe Koralle, ich wünsche dir den Mut zur Ehrlichkeit, ganz ganz viel Kraft, um dich aus dieser schwierigen Lage langsam aber stetig herauszuarbeiten und für dein Kind da zu sein, noch viel mehr Liebe für dein Kind, und - zumindest langfristig, wenn es im Moment unmöglich ist - auch eine schöne, tragfähige und glückliche Partnerschaft! Alles Gute!
 
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Xeshra

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  • #47
Also in meinem Haus kann sie Gratis wohnen und sich so weit wie möglich an selbst gewählten Unkosten beteiligen. Sollte nichts gewählt werden und ich dadurch am Hungertuch nagen dann hamstere ich ihr Essen. Nagen beide am Hungertuch werde ich externe Unterstützung finden. Ein Geldgott wird diese Liebe nicht zerbrechen können, er wird höchstens verhöhnt. Ich finde immer Hilfe, da mache ich mir keine Sorgen, das Einzige was es braucht ist bedinungslose Liebe, alle anderen Schwierigkeiten räume ich aus dem Weg.

Wegen diesem Typ, ich würde auf den Tisch hauen und sein egoistisches Weltbild knallhart zurechtrücken. Wenn er dich liebt und wirklich bei sich möchte wird er auch grosse Strapazen inklusive finanzielle Unkosten ohne weiteres übernehmen und auf Knien den Hof machen.

Ist es aber ein Geldhengst der den Fokus vorwiegend auf die Moneten verschiebt dann Sorry, da hast echt ein echter Stinkstiefel erwischt...

4.1k EUR ist in Deutschland jedenfalls gut bezahlt und es wäre absolut machbar dass er im Minimum keine Miete verlangt. In der Schweiz und Österreich ist es nicht sonderlich viel aber das sind andere Länder, da vergleicht man Äpfel mit Birnen.

Ich muss aber auch sagen, ich bin da einfach anders. Wäre ich mit jemandem zusammen gucke ich einfach dass es mit dem Unterhalt irgendwie aufgeht und da steuert einfach jeder etwas bei so gut es geht. Ich gehe bei meiner Frau doch nicht ausrechnen was sie oder ich koste und was wer zahlen soll. Wer hat der hat und wer nicht hat der hat es nunmal nicht, und wenn beide nichts haben dann suche ich einen Dritten der etwas haben könnte. Ich gehe doch nicht von ihr fordern oder einfordern, es wird höchstens gefragt ob sie etwas beisteuert oder übernimmt und meine Situation wird stets offengelegt. Sie steht immer an erster Stelle, das Geld wäre der Fussabtreter, ein effizient eingesetztes Werkzeug. Ist irgendwie kaum fassbar zu was wir heute gesellschaftlich geworden sind und welchen radikalen Stellenwert der Geldgott oft einnimmt.

Das Einzige was ich fordere ist gegenseitiges Vertrauen und stets Goodwill um für alle das Bestmögliche zu schaffen. Andere Forderungen werde ich mit einem Stahlabsatz im Tümpel versenken. Aber das ist nur meine eigene für Mainstream inkompatible Sicht, leider.

Ich denke sowieso seit längerem dass ich vielleicht im falschen Film bin... ich genüge Anderen offenbar nicht aber was ich da alles für irrsinnige Sachen sehe... ich staune.
 
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Xeshra

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  • #48
Es fällt aber auch wirklich schwer so ein armes naives Unschuldslämmchen besonders wertzuschätzen. Wenn sie wenigstens ein erkennbares Rückgrat hätte... Klar, ihr Typ wäre dann längst weg, aber sie hätte gute Chancen auf einen anständigen Kerl gehabt.

Sie bräuchte mehr Selbstwertgefühl, aber das bekommt man nicht einfach so.
Ich habe leider auch den unguten Verdacht, wäre ich in dieser Situation dann wäre dieser Typ schon beim ersten Date davongelaufen... ich kann diese Story einmal mehr kaum fassen, er hat sie doch gar nie wirklich geliebt... echt Sorry, nur mein ungutes Gefühl. Wenn auch nur der Hauch von Zweifel da wäre würde ich ein Katana ziehen und alle Zweifel zerschneiden, ehe jemals eine Schwangerschaft in Frage käme.

Klar, momentan macht man das Beste draus: Alleine wohnen, Unterhalt verlangen und fertig ist. Alles andere wird auf dieser Basis kaum fruchten.
 
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Deleted member 20013

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  • #49
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t.b.d.

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  • #50
Chuck Norris kann ein Katana mit seinen Zweifeln zerschneiden.
 

Xeshra

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  • #51
Der wäre in der Tat ratlos beim heutigen Rumgevögele, das geht nur indem man das Unmögliche möglich macht.

Wahre Liebe, Treue u.a. ist heute immer weniger wert, traurig. Ständig das Rumgepoltere von wegen Geld und Gut, seit wann ist Liebe materiell geworden, da habe ich echt was verpasst. Vergesst es besser, das ist nur eine Vögelveranstaltung keine Liebe, selbst der Chuck kanns bestätigen.
 
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t.b.d.

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Friederike84

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  • #55
Jap. Und wie man sieht... sie sind vergeben, begehrt und haben sogar Kinder.

Begehrt von Frauen ohne Selbstwertgefühl, vergeben auch bloß (in diesem Fall nicht einmal) solange man hinsieht und Kinder, die sie nicht wirklich wollten geschweige denn für die sie die völlig normale Verantwortung übernehmen. Darauf kannst du nicht wirklich neidisch sein? ;)
 
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Mentalista

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Philippa

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  • #57
Ich glaube ja nicht, dass "solche Typen" einfach egoistisch sind und das Leben geniessen. Ich denke vielmehr, dass solche Beziehungen überhaupt erst zu Stande kommen, weil es eine Art Symmetrie des Leidens dieser Frauen und dieser Männer gibt.
Beide wünschen sich eine tiefe Liebe, sie wünschen sich, für sich selbst geliebt und wertgeschätzt zu werden und nicht für ihr Aussehen, für ihr Einkommen, für das Ermöglichen von Kindern oder für das, was man und frau in sie hineinprojiziert (hat) etc. Aber es gelingt nicht, eine wirklich liebevolle Beziehung zu finden, und dann sind sie bereit, Kompromisse einzugehen, weil sie nicht mehr wirklich ans Glück glauben. Dass es ein Kompromiss ist, der nicht wirklich befriedigt, zeigt sich dann daran, dass (in diesem Fall) frau immer mehr will, als sie bekommt, an ihm herumnörgelt und eifersüchtig ist, gleichzeitig Wege findet, ihn vermeintlich dauerhaft zu binden, während man sich emotional zurückzieht und nur das Nötigste gibt, damit die Beziehung bestehen bleibt, während er gleichzeitig anderweitig Ausschau nach mehr Glück hält...
Es ist unendlich traurig, auf beiden Seiten. Und auch für das Kind.
 
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Xeshra

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  • #59
Also ich glaube gut und gerne dass es fürs Casual Dating vorwiegend auf äusserliche Sachen ankommt aber in Sachen "wahrer Liebe" da muss das Gesamtpacket stimmen und das rein Äusserliche wird oft verschwindend klein; auch wenn 90% der Parship User ohne Foto gar nicht erst daten und es oft zu überpolierten oder gar unechten Fotos kommt wo man am Ende sich wundert dass die reale Person mit dem Foto identisch ist. Oft das Resultat einer Diskrepanz zwischen Ich und Ego.

Allerdings kann man am Äusseren in der Tat eine innere Haltung erkennen, das hat aber nichts mit "schön" zu tun, denn "schön" ist noch lange nicht "gut" und kommt auch nicht jedem zugute. "Konservativ" ist auch noch lange nicht "formell", z.B. gibt es Bio-Winzer welche in Anzug und Krawatte ihre Weine präsentieren hingegen mögen manche konservative Winzer in einem wolligen Pulli dastehen. "Ich" ist nicht "Ego", auch das sind verschiedene Dinge da das Ego sich von aussen nährt und nur indirekt an das "Ich" heftet. Das wahre Ich ist manipulativ nicht beeinflussbar, wird vom Ego aber oft bis zur Illusion überlagert. Infolge dessen wird dieses Ego auch von falscher Liebe geblendet mit einer erstaunlich hohen Rate, da uns praktisch vom Augenblick der Geburt eingetrichtert wird wie wir funktionieren und werkeln sollen, alles wird sich vorwiegend daran adaptieren und am Ende heisst es noch man sei ein verdammter "Ego", oder das relativ neu erfundene Wort "Egomane" wo man damit sozusagen eigentlich das Ich kritisiert weil man den Entwicklungsschritt der Differenzierung überflogen hat. Plötzlich kommen noch "Ich-Kritiker" ins Spiel welche das Ich verurteilen ohne überhaupt eine Ahnung davon zu haben was dessen Essenz ist und dass ein Mensch ohne Ich die Seele verliert, es wird also kritisiert dass jemand eine Seele hat, echt harter Tobak.

Damit sage ich nunmal aus dass man mehr auf das Ich hören soll und sich nicht zu sehr von egoistischen Empfindungen verblenden, dann wird man solche Situationen kaum erleben. Ich bin zwar nicht wirklich erfolgreich in der Liebe, allerdings bin ich mir sicher, sollte sie jemals anklopfen dann werde ich mit dem was ich wirklich bin bereit sein und es freudig entgegennehmen, ganz egal in welcher Form es auch dastehen wird. Ganz egal wie sehr mein Ego es möchte, bestimmte Dinge sind nicht einfach zu erzwingen. Ich habe durchaus Zweifel in andere Individuen einer oft fragwürdigen Gesellschaft aber für mich relevant ist es eigentlich kaum und es könnte keiner "wahren Liebe" im Wege stehen, die findet immer ihren Weg das kann ich besser versichern als alles andere.
 
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Xeshra

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  • #60
Ich glaube Wahre Liebe ist heute noch so weit verbreitet wie eh und je. Sie findet nur nicht öffentlich sondern privat statt und deshalb gibt es da eine Verschiebung der Wahrnehmung.
Naja, die Statistik ist da relativ unbarmherzig. Das Teuerste an einer ehelichen als gar unehelichen Beziehung ist die Scheidung und dennoch ist hier die Rate gegen 50%. Zum Anderen steigt die Anzahl "wilder Ehen" also ohne Heirat und somit eher eine reine Partnerschaft ohne formellen Anspruch.

Allgemein bin ich bei den Dunkelziffern skeptisch. Die Leute berichten eigentlich mindestens so gerne über Erfolg als Misserfolg, nicht zuletzt deswegen weil Misserfolg dem Ego selten zuträglich ist und man meist viele Nachteile kassiert. Ich sage dem Verkäufer auch lieber dass sein Tee gut war als schlecht; das Negative verheimliche ich eher weil ich mit drastischen Konsequenzen rechnen muss, besonders mit der Ignoranz.

Am häufigsten ist es immer noch dass man sich jeglicher "Veröffentlichung" entzieht weil man vor den möglichen Konsequenzen Angst hat. Jede Veränderung bedeutet als Resultat eine Konsequenz, ein ziemlich negativ behaftetes Wort und dann noch so unberechenbar. Dabei geht nichts ohne Veränderung und wir erzeugen mit unseren alltäglichen Entscheidungen ständig Veränderungen, nur ziehen es die Meisten vor es still und heimlich zu tun und sofern man gefragt wird sich scheinheilig "im Besten Licht" zu geben. z.B. Ich habe ja nichts gemacht, es war stets der Andere; ohne zu beachten dass nichts voneinander unabhängig ist, eine Art Ignoranten-Haltung.
 
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