BellaDonna

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  • #1

Frauentag und starke Frauen

Liebe Forumsgemeinde,
gestern war Frauentag - in Berlin sogar ein Feiertag. Und in vielen Orten der Welt gab es Feierlichkeiten und verschiedenste Aktionen.

Und Frauen wurden gefeiert.
Ich habe zB diverse Artikel über Frauen in DE in hohen Positionen in Unternehmen gelesen. Und eigentlich immer wurden sie als starke Frauen gefeiert.

ich habe mir da so meine Gedanken gemacht. Sind nur Frauen, die die Karriereleitern hochklettern starke Frauen?
Oder ist es noch etwas anderes, was Frauen stark macht.
Reicht es, wenn sie ihr Leben allein im Griff hat?
Ab wann fängt es an, dass man über eine Frau sagt, sie sei stark.

Also Frauen in hohen Führungspositionen finde ich schon stark - ich weiß wie dünn die Luft da ist und dass es ziemlich anstrengend ist - vor allen Dingen dort zu bleiben.

Aber es muss ja noch mehr geben.
Ich würde so adhoc noch hinzufügen: Frauen, die die verschiedensten Situationen annehmen, ohne zu jammern finde ich stark.

Und Ihr?
Was noch?
 

mitzi

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Murr

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  • #5
Meine Meinung (und nicht mehr):
Eine Frau, die (1.) ihr Leben selbst und ohne Hilfe von außen bewältigt, (2.) weiß, was die möchte und (3.) das erreicht; und zwar ungeachtet gesellschaftlicher Vorstellungen, sondern nur bestimmt von ihren individuellen Erwartungen an das/ihr Leben.
Wendest du die selben Kriterien auf "starke" Männer an?
 
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Mentalista

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  • #8
Meine Meinung (und nicht mehr):
Eine Frau, die (1.) ihr Leben selbst und ohne Hilfe von außen bewältigt, (2.) weiß, was die möchte und (3.) das erreicht; und zwar ungeachtet gesellschaftlicher Vorstellungen, sondern nur bestimmt von ihren individuellen Erwartungen an das/ihr Leben.
Jaaa, aber leider habe ich auch Frauen in Chefpositionen kennenlernen dürfen, die meinten, eine starke Frau zu sein, es aber nicht waren. Denn wirklich starke Frauen können andere Frauen stark sein, oder stark werden.
 
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Megara

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  • #9
"Starke Frauen sind leicht zu erkennen.
Sie bauen sich gegenseitig auf, anstatt sich fertig zu machen"
MadeMyDay
 
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lila_lila

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  • #10
ich finde es schön, wenn eine Frau, bei aller Stärke die sie haben mag, trotzdem noch eine Frau bleibt
 
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Apollonia

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  • #14
Da fällt mir das hier ein

 
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tina*

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  • #15
Wenn, dann aber richtig😉:
"ich finde es schön, wenn eine Frau bei aller Stärke, die sie haben mag, trotzdem noch eine Frau bleibt"


Ich finde ja die Wortkombi "starke Frauen" ziemlich überflüssig und gruselig. Nichts Erstrebenswertes. Erweckt in mir so Terminatorbilder 🤣.

Ab wann fängt es an, dass man über eine Frau sagt, sie sei stark.
Kommt wohl darauf an, wer im Kontext "man" ist.
Also Frauen in hohen Führungspositionen finde ich schon stark - ich weiß wie dünn die Luft da ist und dass es ziemlich anstrengend ist - vor allen Dingen dort zu bleiben.
Ich find's nicht sonderlich stark. Darf jede selbst entscheiden, wieviel Stress sie sich zumuten möchte.
Ich glaube, ich habe das noch nie (?) als Beschreibung verwendet.
 
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  • #21
ich finde es schön, wenn eine Frau, bei aller Stärke die sie haben mag, trotzdem noch eine Frau bleibt
Warum muss eine starke Frau "Frau bleiben"? Sie ist doch eine Frau, so wie sie ist! Denn das sind für mich starke Menschen, diejenigen, die nach ihrer Art und ihrem Wesen leben, so wie es sie zufrieden macht.

Dass viele Männer es nicht auf die Kette kriegen, dass Weiblichkeit und Stärke (eher männlich konnotoniert) sich nicht ausschließen, sondern sexy ergänzen können, das ist das eine.

Dass aber immer noch Frauen die Erfüllung solch stereotyper Bilder von ihren Geschlechtsgenossinnen erwarten ist eben ... typisch weiblich. Leider.

Ich mag den Begriff der "starken Frau" absolut nicht, er ist mir zu eindimensional, zu pauschal, zu wenig differenziert.
Mit dieser Zuschreibung distanzieren sich schwache Menschen gerne ("die macht das schon, die ist stark"), bspw. von ihrer Eigenverantwortung.

Von daher muss eine "starke Frau" von heute vor allem eines: sich abgrenzen können. Von den Fordernden, den Neidern, den Ansprüchestellern, den Faulen und den Schwachen.

Wer einer "starken Frau" ein Kompliment machen will, der tut das differenzierter. Für die Dinge, die man stark findet. Das lässt auch Raum für nicht so starke Anteile.

Also ich würd mir jedenfalls wünschen, wenn es so wäre 😉
 
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pleasure

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  • #22
Warum muss eine starke Frau "Frau bleiben"? Sie ist doch eine Frau, so wie sie ist! Denn das sind für mich starke Menschen, diejenigen, die nach ihrer Art und ihrem Wesen leben, so wie es sie zufrieden macht.

Dass viele Männer es nicht auf die Kette kriegen, dass Weiblichkeit und Stärke (eher männlich konnotoniert) sich nicht ausschließen, sondern sexy ergänzen können, das ist das eine.

Dass aber immer noch Frauen die Erfüllung solch stereotyper Bilder von ihren Geschlechtsgenossinnen erwarten ist eben ... typisch weiblich. Leider.

Ich mag den Begriff der "starken Frau" absolut nicht, er ist mir zu eindimensional, zu pauschal, zu wenig differenziert.
Mit dieser Zuschreibung distanzieren sich schwache Menschen gerne ("die macht das schon, die ist stark"), bspw. von ihrer Eigenverantwortung.

Von daher muss eine "starke Frau" von heute vor allem eines: sich abgrenzen können. Von den Fordernden, den Neidern, den Ansprüchestellern, den Faulen und den Schwachen.

Wer einer "starken Frau" ein Kompliment machen will, der tut das differenzierter. Für die Dinge, die man stark findet. Das lässt auch Raum für nicht so starke Anteile.

Also ich würd mir jedenfalls wünschen, wenn es so wäre 😉
👍Sehr gut!
 

mitzi

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  • #23
„Wüstenblume“ ist die faszinierende wahre Geschichte eines somalischen Mädchens, das als Kind durch die Hölle ging und später als internationales Top-Model Karriere machte. Es ist die Geschichte einer Befreiung, die Mut macht, für seine Träume zu kämpfen.
https://www.thalia.at/shop/home/artikeldetails/A1050168260
 
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Wischfee

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  • #24
Ist stark in Zusammenhang mit Frau nicht ein Synonym für Übergewicht? :D
Ich halte in weiten Teilen die Zuschreibungen männlich/weiblich für konstruiert und bin sehr froh, dass wir da gesellschaftlich inzwischen weiter sind. (Und wenn mich ein Schmalhanserl als Mannweib bezeichnet, bekommt er flugs eins auf die Zwölf!) Ich bewundere Frauen, die es geschafft haben, mehrere Kinder zu starken Menschen heranwachsen zu lassen, genauso, wie Frauen in Führungspositionen und ich danke allen Frauen, die für mich hart dafür gekämpft haben, dass ich keinen Ehemann mehr brauche, der mir erlaubt, der Führerschein zu machen. Ich habe selbst noch erleben dürfen, das meiner Grundschulfreundin der Besuch des Gymnasiums verwehrt wurde, weil sie noch einen kleinen Hosenscheißer von Bruder hatte und man der Meinung war, zwei studierende Kinder könne man sich nicht leisten, und dann hätte natüŕlich der männliche Nachwuchs den Vorzug... Wundert sich noch jemand, das es so lange dauert, bis Frauen in Führungspositionen nachwachsen? Wir entscheiden, was wir wollen, nicht der männliche Blick auf unsere Beine! Der Kampf geht weiter!
 
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  • #26
Hi @BellaDonna . Links und Berichte über "starke" Dinge, die Frauen gemacht haben, gibt es ja viele. Ich denke nicht, dass es Dir darum ging. Allerdings scheint Deine Frage gar nicht so einfach zu beantworten zu sein, da sich schon beim Begriff "starke Frauen" die Geister zu scheiden scheinen.
Bist Du denn mit der Beantwortung weiter gekommen (oder noch daran interessiert)?
 
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BellaDonna

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  • #27
Wenn sie es bringt. Nicht anders als bei Männern. Falscher Ansatz, @Bella.
Obwohl ich nicht verstanden habe, wieso du der Meinung bist, es sei ein falscher Ansatz - gefällt mir das am Besten! Der Satz "Wenn sie es bringt" umschließt eigentlich alle Frauen, unabhängig davon welche Lebensform sie für sich gewählt haben. Also auch Frauen, die sich durchaus zunächst abhängig gemacht haben von zB einem Ehemann als Hausfrau oder auch ehrenamtlich Tätige ua.

Nach einigem Nachdenken kann ich (für mich) noch hinzufügen: Wenn eine Frau sich trotz Hindernissen und Schwierigkeiten aus einer ihr schadenden Position befreit und mutig auf etwas Neues zugeht.
Das kann eine toxische Partnerschaft sein und danach das Leben als Single oder auch das Aufgeben eines Jobs, der ihr schlecht tut. Also wenn sie sich unbekannten Dingen stellt und das aus ihrer Entscheidung heraus macht.

Mit Sätzen, dass sie bitte noch Frau bleiben soll, auch wenn sie stark ist, kann ich leider nichts anfangen.
Da kommen mir immer die Forderungen meines Exmannes (und des einen oder anderen Dates) in den Kopf, der der Meinung ist, Frauen im Management (oder Frauen generell im Büro) sollten doch bitte enge Kostüme und Pumps anziehen, damit man noch erkennt, dass sie Frauen sind.
Aber vielleicht meinte @lila_lila ja auch etwas anderes?
 
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lila_lila

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  • #28
Mit Sätzen, dass sie bitte noch Frau bleiben soll, auch wenn sie stark ist, kann ich leider nichts anfangen.
Da kommen mir immer die Forderungen meines Exmannes (und des einen oder anderen Dates) in den Kopf, der der Meinung ist, Frauen im Management (oder Frauen generell im Büro) sollten doch bitte enge Kostüme und Pumps anziehen, damit man noch erkennt, dass sie Frauen sind.
Aber vielleicht meinte @lila_lila ja auch etwas anderes?
Um gottes Willen, damit meinte ich ganz sicher keine Pumps und enge Kostüme! Bin grad nur kurz auf dem Sprung, versuche aber nachher reinzukommen und kurz zu erklären was ich meine.
 
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mitzi

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  • #29
Um gottes Willen, damit meinte ich ganz sicher keine Pumps und enge Kostüme! Bin grad nur kurz auf dem Sprung, versuche aber nachher reinzukommen und kurz zu erklären was ich meine.

Solche Aussagen kamen wahrscheinlich von "echten Kerlen":

...sollten doch bitte enge Kostüme und Pumps anziehen, damit man noch erkennt, dass sie Frauen sind.
 
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