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  • #31
. Interessant finde ich die Frage ob der Männerhass als eine Folge der Unterdrückung von Frauen durch Männer vereinfacht werden kann und der Frauenhass als Folge der Vorstellung einer hegemonialen Männlichkeit.
Ich denke, zum Teil. Ein Ursprung liegt sicherlich aber auch in der moralischen Bewertung von "männlich" und "weiblich" und deren Zuordnung von Eigenschaften in "schlecht" und "gut". Und daraus folgend, dass das Schlechte vom Guten in der Beziehung erlöst werden sollte. Die Frau bekommt die Aufgabe, den Mann zu erlösen, ihm das gute Weibliche nahe zu bringen und ihn "menschlich" zu machen. Das ist dann die Konsequenz von diesen verankerten Bildern. Da, alles, was unter "männlich" fällt, negativ und alles, was unter "weiblich" fällt, positiv bewertet wird. Solange diese Zuschreibungen nicht komplett aufgelöst werden, gibt es Feindbilder und einen ewigen "Kampf der Geschlechter".
Ansätze dazu gibt es. Aber, man sieht ja schon hier bei PS diese Einteilung in "animus" und "anima" und z.B. den Zuschreibungen "streitlustig", "aggressiv" und wahrscheinlich dann der Gegenpol: "Ausgleichsbereitschaft" und "einfühlsam". Und dann müsste man eigentlich darüber diskutieren, ob "streitlustig" nicht auch "gut" sein könnte usw. usw. In der Reaktion merkt man aber, dass es negativ besetzt ist.
Dieses Denken in Polarität entzweit.
 
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fleurdelis*

  • #32
'Neben der Wahrheit ist der Kontext ein zentrales Element zum Verständnis eines Themas, sonst bleibt man nur auf die Oberfläche beschränkt.
Welcher Wahrheit? .... Das ist doch gerade das, wogegen du ausweichst ... Wenn hier von Hass gegen Frauen/Männer als Thema zur Diskussion steht, und du mit Rassismus und es gibt eigentlich nur Rassisten und jeder hat eh Vorurteile ... also kann man alles gerade biegen wie mans will, außer einer Banane ... dann, ist das auf die Oberfläche beschränkt ... also wird doch dein Wunsch bedient ... die Peripherie und nicht das zentrale Thema..... und spassig wird's dann, wenn ich dann plötzlich Stellung zum Thema beziehen soll .... wobei ich das in diesem Thread bereits gemacht habe.
 
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  • #33
Und dann müsste man eigentlich darüber diskutieren, ob "streitlustig" nicht auch "gut" sein könnte usw. usw. In der Reaktion merkt man aber, dass es negativ besetzt ist.
Ein interessanter Ansatz. Aggressivität wird auch bei mir männlich assoziert und das wiederum hat mit meiner Sozialisation zu tun. Dabei ist Aggressivität geschlechtsunabhängig eine wichtige Eigenschaft und führt nicht zwangsläufig zur Aggression gegen Mitmenschen. Bei Männern tritt sie wegen des höheren Testosteronspiegels bestimmt häufiger auf.
Es gibt nur eine Wahrheit, ich meine nicht die unterschiedlichen Sichtweisen darauf.
Das ist doch gerade das, wogegen du ausweichst ... Wenn hier von Hass gegen Frauen/Männer als Thema zur Diskussion steht, und du mit Rassismus und es gibt eigentlich nur Rassisten und jeder hat eh Vorurteile
Ich habe die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in die Diskussion eingebracht, weil sie sowohl auf Sexismus als auch Rassismus zutrifft, quasi als Überbegriff funktioniert. Aus deiner Reaktion auf meine Beiträge lese ich persönlich etwas anderes heraus: Du projezierst deine eigene Unfähigkeit oder Faulheit dich mit weiterführenden Artikeln auseinander zu setzen auf Andere. Ist ja viel bequemer zu sagen, mit dem stimmt doch was nicht weil er nicht so reagiert wie ich es erwarte.
 
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  • #35
Ich bin da bei @fleurdelis* . Euer (Du @Tone und @HrMahlzahn ) Diskurs hatte nichts mit dem Thema zu tun. Und fleurdelis hat Euch darauf hingewiesen und Du, Tone, hast mit dem unlauteren Mittel des Spießumdrehens geantwortet.
Thema ist Frauen- und Männerhaß, die von mir verlinkten Artikel haben mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu tun, sowie meine Absicht auf sachliche Weise Gründe für Frauen- bzw. Männerhaß zu finden. Ich verstehe nicht warum sich manche hier so aufregen können.
Tone, hast mit dem unlauteren Mittel des Spießumdrehens geantwortet.
Sieh einer an. @fleurdelis* behauptet in #12 mein Hinweis zu den Vorurteilen könne so verstanden werden, daß ein Frauenverächter das sein darf, weil er nicht vorurteilsfrei sein kann. Das stört dich nicht, aber meine Reaktion sich möglichst vorurteilsfrei mit den Mitursachen von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auseinander zu setzen schon.

Tatsächlich haben Stereotype uns einiges mitzuteilen. Dass sie erheblich mehr über Charakter, Lebenswelt und Erfahrungshintergrund der Person aussagen, die sie hegt, und überhaupt nichts Wesentliches über die, denen sie gelten, kann zu einer erkenntnisreichen Lehrstunde über sich selbst werden. https://www.zeit.de/kultur/2018-04/stereotype-vorurteile-10nach8
 
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  • #38
Ich bin da bei @fleurdelis* . Euer (Du @Tone und @HrMahlzahn ) Diskurs hatte nichts mit dem Thema zu tun. Und fleurdelis hat Euch darauf hingewiesen und Du, Tone, hast mit dem unlauteren Mittel des Spießumdrehens geantwortet.
Meintest du das "Spießumdrehen" jetzt aus der soziologisch-psychologischen oder aus der paläoanthropologisch-evolutionsbiologischen Perspektive.:D

Wir sind hier im Begleitforum eines Datingportals und nicht auf einem interdisziplinären wissenschaftlichen Kongress.
Die Gespräche, Diskussionen, Monologe, Belehrungen, Selbst-und Fremdbeweihräucherungen, Laudatien, Einschleimungen, Teerungen wie Federungen, Veräppelungen, Vorträge, Schmähungen, Dank-Undank und Nichtssagungen, Negierungen und andere rhetorische Figuren sollten daher nach unten, oben, links, rechts sowie nach allen bekannten und unbekannten Dimensionen so offen sein, wie die Gedankengänge der Menschen unterschiedlich sind.
Auch wenn wir alles dies beachten, bleibt der geistige Inhalt des Forums noch immer auf einem unbestreitbar höheren Niveau als eine Regierungserklärung des fünfundvierzigsten POTUS.
 
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  • #39
Wir sind hier im Begleitforum eines Datingportals und nicht auf einem interdisziplinären wissenschaftlichen Kongress.
Eben.
Sieh einer an. @fleurdelis* behauptet in #12 mein Hinweis zu den Vorurteilen könne so verstanden werden, daß ein Frauenverächter das sein darf, weil er nicht vorurteilsfrei sein kann. Das stört dich nicht,
Das war ein guter Ansatz, mal weiter darüber nachzudenken. Und, mit "Spieß umdrehen" meinte ich Folgendes:
Genauso kann ich deine Unterstellung dir persönlich vorhalten, weil du konsequent einem Erklärungsversuch ausweichst, der nicht nur auf der Symptomebene geistert. Weil du ziemlich deutlich Selbstdarstellung unterstellst äussere ich auf derselben Ebene den Verdacht, es geht wie so oft manchen hier nur vordergründig um eine Auseinandersetzung mit dem Thema. In Wirklichkeit sollen wie eben Personen in ein schlechtes Licht gerückt werden.
Könnte man auch anders darauf reagieren, nämlich inhaltlich und sich überlegen, ob das zutrifft. Bei mir kam es auch so an, wie wenn wieder super gescheit daher geredet wird, aber zum eigentlichen Thema nichts gesagt.
Aber, lieber würde ich über das Thema mich unterhalten, wobei dieses "sieh einer an" mich doch noch fragen lässt, was Du damit meinst, @Tone ?
 
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  • #41
Ich stell mal diese These in den Raum:
wenn ein Mann sich nicht damit versöhnt und anerkennt, dass er nicht immer kann und davon ausgeht, dass eine Frau immer will, bereit ist und kann, wird er sein Nicht-Können in das Lager der Frau schieben. Ein Nährboden für Frauenhass, die Frau ist schuld an seinem Nicht-Können, da er tief davon überzeugt ist, dass er IMMER kann. Oder auch, dass das von ihm verlangt wird.
Ok, das konventonelle Schema. Schauen wir mal, was rauskommt, wenn man mal ausprobiert, umgekehrt einzusetzten:
Wenn eine Frau sich nicht damit versöhnt und anerkennt, daß sie nicht immer begehrenswert oder toll ist, und davon ausgeht, daß ein Mann sie immer begehrt, wird sie ihr Nichtbegehrtwerden und ihr schlechtes Selbstwertgefühl in das Lager des Mannes schieben. Ein Nährboden für Männerhaß (= Haß gegenüber Männern), der Mann ist schuld an ihrem Nichtbegehrtwerden und ihrem mangelnden Selbstwertgefühl, da sie tief davon überzeugt ist, daß er IMMER begehrt.

Und nun ganz provokativ: die Folgen davon:
Frauenhass erzeugt Tote, Männerhass verunsicherte Männer.
Oder so: Männerhaß erzeugt Mörder, Frauenhass verbitterte selbstbetrügerische Frauen.
 
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  • #42
Männerhaß erzeugt Mörder, Frauenhass verbitterte selbstbetrügerische Frauen.
o_O
Wolltest du vielleicht schreiben
"Frauenhass erzeugt Mörder, Männerhass verbitterte selbstbetrügerische Frauen."



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Wobei die Justiz schon etwas diskriminiert, da der in Rage/Suff seine Frau tötende Mann für Totschlag verurteilt wird, weil im Affekt; die Jahre lang Misshandlung aushaltende Frau, die ihre "Erlösung" vom Mann über die Tötung dessen angeht, wegen Mord drankommt, weil geplant.
 
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  • #43
Und zum Thema: sucht doch nicht immer so "wissenschaftlich" nach Erklärungen in den Wolken, um dann über die simpelsten Dinge zu stolpern, die auf dem Boden liegen, sondern guckt halt einfach, was direkt vor euren Füßen pasiert. Schaut beispielsweise hier im Forum, wie schnell bei kleinen Anstößen gutgläubige Aufklärungswilligkeit in Irrationalität, Feindseligkeit und unangenehmen Gruppendynamiken resultiert. Es muß nur etwas kommen, was irgendwie fremd erscheint, und statt am eigenen Begreifen zu arbeiten, setzt zum Übertünchen dessen das kollektive Dreinschlagen nach draußen und die Gleichschaltung nach drinnen ein. Wer da mal hinschaut, wie weit er selbst beteiligt ist, könnte vielleicht mehr lernen als durch schülerhafte Abhandlungen darüber, wie es ganz anderswo bei ganz ganz anderen Menschen nur zu so ganz ganz ganz anderen Dingen kommen konnte.
 
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  • #45
Wobei die Justiz schon etwas diskriminiert, da der in Rage/Suff seine Frau tötende Mann für Totschlag verurteilt wird, weil im Affekt; die Jahre lang Misshandlung aushaltende Frau, die ihre "Erlösung" vom Mann über die Tötung dessen angeht, wegen Mord drankommt, weil geplant.
Du hältst "geplant" zu sein für ein Merkmal, daß eine Tötungstat statt Totschlag Mord sein läßt?
Na, hier wirds allgemein ein bißchen bunt. Weniger "Vorurteile", mehr Ahnung? :)