fafner

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  • #451
Zitat von Philippa:
Woher willst denn du das wissen? Weil die Dame in deinem Goldfischglas keinen Platz hat?
Weil er doch offenbar selbst dazu nicht in der Lage ist. Wie lang schreibt der jetzt schon davon? Und was ist passiert? Nix.

Zitat von ratte:
Fändest du ihn auch "vertrauenswürdig", wenn er zu Prostituierten ginge?
Das hatte ich schon mal gefragt. Mein Verständnis der Antwort war, macht alles nix, solange es "der Sache dienlich" ist. So etwa war es jedenfalls bei mir angekommen. Also toleriert werden sollte eigentlich alles, was hilft. So interpretiere ich Philippa hier.

Also was möglicherweise hilft. Der Beweis steht ja noch aus.
 

fafner

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ratte

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  • #453
Zitat von fafner:
Weil er doch offenbar selbst dazu nicht in der Lage ist. Wie lang schreibt der jetzt schon davon? Und was ist passiert? Nix.

Das hatte ich schon mal gefragt. Mein Verständnis der Antwort war, macht alles nix, solange es "der Sache dienlich" ist. So etwa war es jedenfalls bei mir angekommen. Also toleriert werden sollte eigentlich alles, was hilft. So interpretiere ich Philippa hier.


Also was möglicherweise hilft. Der Beweis steht ja noch aus.


Vielleicht will Phillipa ja selbst nicht und schickt ihre Partner deshalb dorthin? Alles möglich..
 
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sugar

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  • #454
@Heike


Ich will dir deine Frage beantworten, obwohl du mich auch langweilst.


Es waren mehrere Versuche, ihn zu erreichen. Er wiederholte sich andauernd und stellte alles als inkompetent hin. Nur er hatte den Durchblick. Er hat ja Jodel und seine Uni oder was auch immer. Irgendwann reicht es halt dann. Und wie gesagt, man kann die Geduld auch überstrapazieren.


Es erinnert an den Geisterfahrer, der alle anderen als solche sieht.
 
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fafner

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  • #455
Zitat von ratte:
Sicher nicht und das ist jetzt eine unnötige Provokation.

Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt: ich glaube schon, daß sie es ziemlich schlecht fände, wenn er in der Beziehung so etwas machte. Ihre Aussage bezog sich eigentlich eindeutig auf weiter zurückliegende Vergangenheit. Also wenn ihr Partner in jungen Jahren so ein manu gewesen wäre.
 

Maron

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  • #456
Für mich ist es meine Beurteilung der gesamten Situation, der Inhalt und die Form. Ich beurteile es so, dass manunited sich selber keine Grenze setzt und auch die von anderen nicht akzeptiert. Mich macht das aggressiv. Als ich ihm noch glaubte, dass er Hilfe möchte war ich empört über manche Aussagen und er tat mir leid. In einem Loch zu sitzen ist nicht fein.


Mit bin klein, bin nicht fein und möchte kein Schwein sein - Aussagen bin ich amüsiert. Denn dann würden ja 100 Prozent der Menschen sich so äußern - jeder würde doch auch etwas finden was ihm selber an sich (zumindest manchmal) nicht passt.


Und als es in den ethischen Bereich ging - wo ein Arzt einem Patienten, der emotional in einem Loch sitzt und so manchen Selbstmordversuch als Verständnisruf losendet, helfen soll und sich selber so unreflektiert über diese Art der Hilfe durch Therapie äußert ist das schwer belastend - ich möchte bei dieser Sache keinen Anteil an einer Verantwortung tragen. Und dass dem eine Grenze von PS gesetzt wurde war mehr als ok - nur nicht gänzlich, denn hier geht es ja weiter so.
 
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ratte

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  • #457
Zitat von fafner:
Sicher nicht und das ist jetzt eine unnötige Provokation.

Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt: ich glaube schon, daß sie es ziemlich schlecht fände, wenn er in der Beziehung so etwas machte. Ihre Aussage bezog sich eigentlich eindeutig auf weiter zurückliegende Vergangenheit. Also wenn ihr Partner in jungen Jahren so ein manu gewesen wäre.


Dann hast du dich falsch ausgedrückt und sie muss meine Frage selbst noch beantworten. Eine Provokation sehe ich nicht, es ist in ihren Augen, nach ihren bisherigen Aussagen doch etwas ganz normales und es gibt genügend Frauen (und Männer), die irgendwann keine Lust mehr auf Sex haben..


"Sicher nicht"...wird also vermutlich auch nicht treffend sein...
 
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Philippa

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  • #458
Zitat von ratte:
Vielleicht will Phillipa ja selbst nicht und schickt ihre Partner deshalb dorthin? Alles möglich..

Oh nein, so was lasse ich mir nie entgehen!

Zitat von fafner:
Sicher nicht und das ist jetzt eine unnötige Provokation.

Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt: ich glaube schon, daß sie es ziemlich schlecht fände, wenn er in der Beziehung so etwas machte. Ihre Aussage bezog sich eigentlich eindeutig auf weiter zurückliegende Vergangenheit. Also wenn ihr Partner in jungen Jahren so ein manu gewesen wäre.

Danke, fafner, du hast mir Arbeit erspart.


Ich beurteile die Vertrauenswürdigkeit von Menschen, indem ich sehe, höre, spüre, lese, wie sie mit mir umgehen oder auch wie sie über andere Menschen sprechen. Ausserdem habe ich ein vielleicht etwas dynamischeres Menschenbild als die meisten anderen Foristen. Oder sagen wir es mal so: ich glaube an die Möglichkeit von auch grösseren Entwicklungen im Verlauf einer menschlichen Biographie, obwohl es leider allerhand Negativbeispiele hierzu gibt.


Und was Ethik angeht: Solange niemand unter einer Handlung leidet, bin ich für Freiheit.
 
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ratte

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  • #459

Maron

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  • #461
In der beruflichen Ethik geht es nicht um Freiheit, sondern um die Verantwortung des Arztes.
 

Heike

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  • #465
Zitat von sugar:
@Heike
Ich will dir deine Frage beantworten, obwohl du mich auch langweilst.


Es waren mehrere Versuche, ihn zu erreichen. Er wiederholte sich andauernd und stellte alles als inkompetent hin. Nur er hatte den Durchblick. Er hat ja Jodel und seine Uni oder was auch immer. Irgendwann reicht es halt dann. Und wie gesagt, man kann die Geduld auch überstrapazieren.


Es erinnert an den Geisterfahrer, der alle anderen als solche sieht.

Du hast auf meine Frage exakt so reagiert, wie Manu auf die entsprechenden Fragen reagiert: einfach weiter im Rad gedreht.


Auf die Frage nach dem Sinn seiner Wiederholungen "antwortet" er: die Frauen sind ... und tun ...


Auf meine Frage nach dem Sinn deiner Wiederholungen "antwortest" du: der Manu ist ... und tut ...


Es scheint euch Wiederholern so unmöglich sein, den Blick auf euer Tun zu richten, wie ihm, seinen Blick auf sein Tun zu richten.


Und wenn man gar nicht mehr weiter weiß, findet man "langweilig". :)
 
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sugar

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  • #466
"Langweilig" ist so ein entlehnter Begriff aus der Jugendsprache. Ich hätte für dein verqueres Geschwurbel ganz andere Wörter.
 
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Hafensänger

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  • #467
Zitat von ratte:
Also teilst du ihn dir dann mit einer Hure? Ohne Kommentar, ja?
Als junger Kerl hatte ich mal eine Anzeige aufgegeben: Suche ungewöhnlichen Job bei ungewöhnlicher Bezahlung.


Das übertraf meine Erwartungen. Ein Auszug der Highlights:


- Leichenüberführungsfahrten von und zur iberischen Halbinsel


- ein Treffen in Westberlin mit der Stasi


- und einer suchte einen Liebhaber für seine Frau.


Das Leben ist bunt.
 

Maron

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  • #468
Zitat von Philippa:
Entschuldigung, es ging doch nicht um den Arztberuf.


Mir ging es genau darum.


manunited als Arzt muss ethisch handeln. Therapie als nicht hilfreich für sein Problem mit sich zu betrachten ist unverantwortlich.


manunited kann sich gerne, zumindest für meine Begriffe, frei ins Bordell bewegen - ich hoffe, dass er nicht einer der Männer ist die dort auch Gespräche führen möchten um die innere Qual zu lindern. Sonst werden die Damen doch leiden müssen:). Durch Ethik sind sie dort nicht geschützt, dann eher Kopfhörer:). Oder wie noch?
 

Heike

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  • #469
Zitat von Maron:
Zitat von Philippa:
Entschuldigung, es ging doch nicht um den Arztberuf.


Mir ging es genau darum.


manunited als Arzt muss ethisch handeln. Therapie als nicht hilfreich für sein Problem mit sich zu betrachten ist unverantwortlich.


manunited kann sich gerne, zumindest für meine Begriffe, frei ins Bordell bewegen - ich hoffe, dass er nicht einer der Männer ist die dort auch Gespräche führen möchten um die innere Qual zu lindern. Sonst werden die Damen doch leiden müssen:). Durch Ethik sind sie dort nicht geschützt, dann eher Kopfhörer:). Oder wie noch?

Jeder Mensch soll ethisch handeln.


Und ein Arzt hat sich gegenüber nicht mehr Verantwortung als jeder Mensch sich gegenüber.


Einem Pneumologen ist es nicht verboten, privat zu rauchen. Auch eine besondere Verpflichtungen auf jegliche Art von Selbstreflexion, etwa im Rahmen einer Supervision, gibt es nicht für Ärzte als solche.
 
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Maron

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  • #470
doch, im psychiatrischen Bereich der Behandlung natürlich schon - denn dieses Hilfeleistung ist durch die Person des Helfers gegeben. Jedenfalls hat er selber seinen Arbeitstag so beschrieben, dass er das schon so tun darf.


wenn er dort nur lernt ein Medikament zu verschreiben wäre es anders - er hat ein Gespräch geführt und kennt die beruflichen Grundlagen dafür nicht. Seine Kollegen wissen nichts davon von dem was er hier von sich gibt, also werden sie ihm nicht darauf ansprechen.
 

Heike

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  • #471
Zitat von Maron:
doch, im psychiatrischen Bereich der Behandlung natürlich schon - denn dieses Hilfeleistung ist durch die Person des Helfers gegeben. Jedenfalls hat er selber seinen Arbeitstag so beschrieben, dass er das schon so tun darf.
wenn er dort nur lernt ein Medikament zu verschreiben wäre es anders - er hat ein Gespräch geführt und kennt die beruflichen Grundlagen dafür nicht. Seine Kollegen wissen nichts davon von dem was er hier von sich gibt, also werden sie ihm nicht darauf ansprechen.

In speziellen Bereichen, ja, aber eben nicht für Ärzte als solche.


Die Arztsache wird hier doch völlig überstrapaziert. Der Threadstarter ist seinen Selbstaussagen zufolge Medizinstudent, kein angehender Psychotherapeut.


Jeder, der Verantwortung für den Threadverlauf übernehmen mag, sollte doch inzwischen mitbekommen haben, wozu die ständigen Auslassungen über etwaige berufliche Inkompetenz führt.
 
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Hafensänger

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  • #472
Jeder Mensch soll ethisch handeln.


Und ein Arzt hat sich gegenüber nicht mehr Verantwortung als jeder Mensch sich gegenüber.


Einem Pneumologen ist es nicht verboten, privat zu rauchen. Auch eine besondere Verpflichtungen auf jegliche Art von Selbstreflexion, etwa im Rahmen einer Supervision, gibt es nicht für Ärzte als solche.
Überzeugend! Mich stört's auch nicht, wenn der Pfarrer das Gemüt eines Anlagebetrügers hat. Ich nehme ihn ja nur als Pfarrer in Anspruch.
 

Maron

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  • #473
Ich bin so glücklich darüber, dass hier so viele die Stärke haben pointierte Aussagen mit so coolem Humor zu servieren.


Das ist wirklich schön.
 
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  • #474
Zitat von Heike:
Jeder Mensch soll ethisch handeln.


Und ein Arzt hat sich gegenüber nicht mehr Verantwortung als jeder Mensch sich gegenüber.


Einem Pneumologen ist es nicht verboten, privat zu rauchen. Auch eine besondere Verpflichtungen auf jegliche Art von Selbstreflexion, etwa im Rahmen einer Supervision, gibt es nicht für Ärzte als solche.

Auch wenn ich deinen anderen Beiträgen hier bisher voll und ganz zustimme, Heike, so greift mir dieser Punkt etwas zu kurz.


Ja, ein Arzt hat keine Verpflichtung zu gesundheitsbewusstem Verhalten - egal ob Geist oder Körper betreffend.


Aber z.B. in der psychoanalytischen Ausbildung sind eine gewisse Anzahl ernsthaft geführter Selbst-Analyse-Stunden verpflichtend - wenn ich noch richtig informiert bin.


Und ich bin der Meinung, dass ein Arzt Einsicht in den möglichen Nutzen verschiedener Therapieformen haben sollte. Ob er sie für sich in Anspruch nehmen will, ist davon in gewissem Maße unangetastet. Aber wenn eben dieses Nutzen-Wissen besteht UND (!) Einsicht in die eigene Lage vorhanden ist (was ich bei manunited bezweifle - wobei ich ihn nicht pathologisieren will, aber er steckt nunmal in seiner Blase fest), sollte insbesondere auch ein Arzt nicht davor zurückschrecken Gebrauch zu machen von möglichen Wegen zur Heilung.


Abgesehen von oben geschriebenen sagt mir mein Bauchgefühl, dass bestimmte Berufsgruppen eine Vorbildfunktion haben.


Einem adipösen Fitnesstrainer (sofern keine Krankheit zu Grunde liegt - was man selten direkt sieht) würde ich schlicht nicht vertrauen.


Oder ein PETA-Mitglied, dass im Discounter sein Fleisch kauft, könnte ich bei Demonstrationen gegen Pelzhandel nicht wirklich ernst nehmen.


Ebenso wird es den Patienten eines Pneumologen, der selbst raucht, schwer fallen ihm seine Raucherentwöhnungsratschläge im Sinne deren Gesundheit als authentisch oder wohl begründet abzunehmen.


Wenn z.B. ein (angehender) Arzt sich in völlig unangemessenen Über-Generalisierungen ergeht, habe ich Zweifel, ob dieser Mensch in der Lage ist, wissenschaftliche Literatur angemessen zu interpretieren und davon sein Handeln leiten zu lassen.


Von daher geht mit einem jedenBerufsbild durchaus eine gewisse Erwartungshaltung der Gesellschaft einher.
 
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Heike

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  • #475
Zitat von Synergie:
Auch wenn ich deinen anderen Beiträgen hier bisher voll und ganz zustimme, Heike, so greift mir dieser Punkt etwas zu kurz.


Ja, ein Arzt hat keine Verpflichtung zu gesundheitsbewusstem Verhalten - egal ob Geist oder Körper betreffend.


Aber z.B. in der psychoanalytischen Ausbildung sind eine gewisse Anzahl ernsthaft geführter Selbst-Analyse-Stunden verpflichtend - wenn ich noch richtig informiert bin.


Und ich bin der Meinung, dass ein Arzt Einsicht in den möglichen Nutzen verschiedener Therapieformen haben sollte. Ob er sie für sich in Anspruch nehmen will, ist davon in gewissem Maße unangetastet. Aber wenn eben dieses Nutzen-Wissen besteht UND (!) Einsicht in die eigene Lage vorhanden ist (was ich bei manunited bezweifle - wobei ich ihn nicht pathologisieren will, aber er steckt nunmal in seiner Blase fest), sollte insbesondere auch ein Arzt nicht davor zurückschrecken Gebrauch zu machen von möglichen Wegen zur Heilung.


Abgesehen von oben geschriebenen sagt mir mein Bauchgefühl, dass bestimmte Berufsgruppen eine Vorbildfunktion haben.


Einem adipösen Fitnesstrainer (sofern keine Krankheit zu Grunde liegt - was man selten direkt sieht) würde ich schlicht nicht vertrauen.


Oder ein PETA-Mitglied, dass im Discounter sein Fleisch kauft, könnte ich bei Demonstrationen gegen Pelzhandel nicht wirklich ernst nehmen.


Ebenso wird es den Patienten eines Pneumologen, der selbst raucht, schwer fallen ihm seine Raucherentwöhnungsratschläge im Sinne deren Gesundheit als authentisch oder wohl begründet abzunehmen.


Wenn z.B. ein (angehender) Arzt sich in völlig unangemessenen Über-Generalisierungen ergeht, habe ich Zweifel, ob dieser Mensch in der Lage ist, wissenschaftliche Literatur angemessen zu interpretieren und davon sein Handeln leiten zu lassen.


Von daher geht mit einem jedenBerufsbild durchaus eine gewisse Erwartungshaltung der Gesellschaft einher.

Ja, früher galte Mediziner als Halbgötter in weiß. Inzwischen sollte klar geworden sein, daß sie spezialisierte Dienstleister sind. Auch wenn das in bestimmten Fernsehformaten noch immer anders dargestellt wird. Ich persönlich zumindest erwarte von einem Orthopäden nicht mehr als von einem Bankbeamten, daß er ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn hat und im Reinen mit dem Ausleben seiner Sexualität ist. Der Bankbeamte sollte, wenn er mich berät, einen Sinn zur Einschätzung meiner Risikobereitschaft bei Anlagen haben und das in seinen Empfehlungen berücksichtigen können. Ob er dann privat mit weithaus höherem Risikobewußtsein agiert, ist dafür nicht weiter relevant.


Psychoanalyse ist nicht Medizin generell. Und rudimentäre Kenntnis von unterschiedlichen Therapieformen für sehr unterschiedliche Wehwehchen setzen auch nicht überdurchschnittliche Selbsterkenntnis voraus.


Im Einschätzungen genereller Kompetenzen für wissenschaftliches Arbeiten kann man hier spekulieren. Aber da würde ich beim Mediziner nicht strengere Kriterien anlegen als beim Maschinenbauer oder so. Von denen treiben sich viele hier herum und leisten sich so manchen logischen Schnitzer. Da kann man doch einfach die Schnitzer aufweisen ohne hinzuzufügen, daß sich das für einen Maschinenbauer, Mediziner oder sonstigen nicht gehört.
 
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  • #476
Zitat von Synergie:
Wenn z.B. ein (angehender) Arzt sich in völlig unangemessenen Über-Generalisierungen ergeht, habe ich Zweifel, ob dieser Mensch in der Lage ist, wissenschaftliche Literatur angemessen zu interpretieren und davon sein Handeln leiten zu lassen.

Wobei ich mich selbst relativieren muss denn, o.g. ist wohl nicht mehr entscheidend für die Qualität der Leistung des Arztes, weil es ja zu so ziemlich jedem Thema Handlungsleitfäden gibt, die von anderen Gremien auf aktueller wissenschaftlicher Basis erstellt werden. In einem solchen Gremium sollte ein Pauschalisierer aber keinesfalls sitzen.
 
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  • #477
Zitat von Heike:
Ja, früher galte Mediziner als Halbgötter in weiß. Inzwischen sollte klar geworden sein, daß sie spezialisierte Dienstleister sind. Auch wenn das in bestimmten Fernsehformaten noch immer anders dargestellt wird. Ich persönlich zumindest erwarte von einem Orthopäden nicht mehr als von einem Bankbeamten, daß er ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn hat und im Reinen mit dem Ausleben seiner Sexualität ist. Der Bankbeamte sollte, wenn er mich berät, einen Sinn zur Einschätzung meiner Risikobereitschaft bei Anlagen haben und das in seinen Empfehlungen berücksichtigen können. Ob er dann privat mit weithaus höherem Risikobewußtsein agiert, ist dafür nicht weiter relevant.


Psychoanalyse ist nicht Medizin generell. Und rudimentäre Kenntnis von unterschiedlichen Therapieformen für sehr unterschiedliche Wehwehchen setzen auch nicht überdurchschnittliche Selbsterkenntnis voraus.


Im Einschätzungen genereller Kompetenzen für wissenschaftliches Arbeiten kann man hier spekulieren. Aber da würde ich beim Mediziner nicht strengere Kriterien anlegen als beim Maschinenbauer oder so. Von denen treiben sich viele hier herum und leisten sich so manchen logischen Schnitzer. Da kann man doch einfach die Schnitzer aufweisen ohne hinzuzufügen, daß sich das für einen Maschinenbauer, Mediziner oder sonstigen nicht gehört.

Das mag für dich zutreffen und ich stimme dir zu, dass das Privatverhalten in keinem Zusammenhang stehen muss mit den im beruflichen Kontext geäußerten Ratschlägen. Aber ich bezweifle dass die Allgemeinbevölkerung sich 1) die Mühe macht und 2) in jeder Lebenslage zu den von dir angesprochenen Differenzierungen in der Lage ist.


Jeder ist in bestimmten Bereichen kognitiv faul und erlaubt sich Abkürzungen (wenn der Bänker, der sich in der Materie auskennt (! [vermutete Annahme]), spekuliert, kann es ja nicht soooo riskant sein).


Auch ging es nicht um die Kompetenz zum wissenschaftlichen Arbeiten. Das Handeln der Ärzte wird von wissenschaftlichen Erkenntnissen geleitet. Selbst erarbeiten müssen sie diese nicht. Man weiß viel weniger, als man sich überhaupt bewusst machen will. Von daher sind sehr viele Methoden/Ansätze stetigem Wandel unterzogen. Und bei diesem Wandel muss ein Arzt schritthalten können, um seinen Patienten, nach aktuellem Wissensstand, die beste Versorgung zukommen zu lassen. Und er muss differenzieren können, ob z.B. eine Frau eine gewisse Diagnostik benötigt, je nachdem wie promiskuitiv sie lebt. Da ist es kontraproduktiv alle Frauen über einen Kamm zu scheren.
 
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Heike

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  • #478
Zitat von Synergie:
Das mag für dich zutreffen und ich stimme dir zu, dass das Privatverhalten in keinem Zusammenhang stehen muss mit den im beruflichen Kontext geäußerten Ratschlägen. Aber ich bezweifle dass die Allgemeinbevölkerung sich 1) die Mühe macht und 2) in jeder Lebenslage zu den von dir angesprochenen Differenzierungen in der Lage ist.


Jeder ist in bestimmten Bereichen kognitiv faul und erlaubt sich Abkürzungen (wenn der Bänker, der sich in der Materie auskennt (! [vermutete Annahme]), spekuliert, kann es ja nicht soooo riskant sein).

Nein, das sicherlich nicht. Das sieht man ja an der kleinen Untergruppe hier, den Foristen. :)


Aber was folgt daraus für Manus Problem?
 
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  • #479
Zitat von Heike:
Nein, das sicherlich nicht. Das sieht man ja an der kleinen Untergruppe hier, den Foristen. :)


Aber was folgt daraus für Manus Problem?

Zu dem Problem von manunited äußere ich mich nicht mehr. Und wenn ich jetzt hier sagen würde, dass dazu alles gesagt wurde, würde ich mich nur zum 4. oder 5. Mal wiederholen. ;-)
 
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Heike

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  • #480
Zitat von Synergie:
Zu dem Problem von manunited äußere ich mich nicht mehr. Und wenn ich jetzt hier sagen würde, dass dazu alles gesagt wurde, würde ich mich nur zum 4 oder 5. Mal wiederholen. ;-)

:)


Die Arztthematik hat womöglich auch weniger mit Manus Problem zu tun als mit den Problemen der Kommentatoren.


Neben der Bordellthematik gäbe es damit aber immerhin schon ein zweites mögliches Sachthema: Müssen Ärzte irgendwie bessere Menschen sein? oder so.