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  • #46
Zitat von Vizee:
Mir sind im Leben schon Männer begegnet, die standen eher auf kleine Frauen. Das waren komischerweise 1,95+ Riesen. Bei denen mussten es immer ab 1,50 bis 1,60 sein.
Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es grossen Männern egal, wie lang die Partnerin ist - umgekehrt aber nicht. Ausserdem kann ja eine Frau problemlos eine Kampfwertsteigerung durch hohe Absätze erreichen :)
 
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Gast

  • #47
Zitat von IPv6:
Bei den Vorlieben darf's keine Kompromisse geben, dann ist's ganz OK.

Wenn jetzt ein Mann dich wegen deiner Körperlänge (oder auch gerne anderer anatomischer Gegebenheiten wegen) eher weniger attraktiv findet, sagt dein Ego dann, dass ist halt Vorliebe oder ist dein Ego dann eher angekratzt und der Mann wieder so oberflächlich?
Daß es entsprechende Doppelmoral gibt, ist klar. Interessant finde ich, inwieweit sie eher Ausnahme oder eher die Regel ist.
Auf die expliziten Versicherungen würde ich weniger geben. Man muß schon recht selbstsicher sein, um seine Doppelmoral zuzugeben. Ich nehme an, daß dir das klar ist und die Frage eher "rhetorischer" Natur ist.

Nehmen wir beispielsweise:
Zitat von Vizee:
Und schliesslich macht einen Menschen nicht seine Haarfarbe oder seine Falten aus,sondern der Charakter. Da darf die Farbe des Haares oder die Beschaffung der Haut nicht im Vordergrund stehen. Alles andere wäre oberflächlich.
Zusammenhang war die Abwertung von Menschen, die andere aufgrund deren grauer Haare nicht als Partner in Betracht nehmen. Ich erinnere mich an diese Stelle, weil sie in direkter zeitliche Nähe bestritten hat, daß ihre eigenen Abneigungen gegen Äußerlichkeiten oberflächlich seien.
Offenbarer Widerspruch. Folgt daraus was? Offenbar fürs Selbstverständnis nichts.
Zurück zur Frage, ob das eher Einzelfall oder eher die Regel ist. Meiner Erfahrung nach ist diese Art von Doppelmoral verstärkt bei Foristen anzutreffen, die das Forum als "Opferforum" verstehen. Ich erkläre mir das so, daß dort das Interesse für Realität klar zurücktritt hinter dasjenige, daß es einem selbst und Doppelgängern gut geht, während es anderen, die man als Feinde erlebt, schlecht gehen soll. In der Regel halte ich einen Blick auf die Realität für empfehlenswert. Ausnahmen sind, wenn für jemanden die REalität ganz schrecklich wäre. Für den scheint es dann ganz angemessen, sich nicht so für die Realität zu interessieren. Und dem macht es auch nichts aus, wenn er diese Verhaltensweise bei anderen als oberflächlich und schlecht, bei sich als nicht oberflächlich und richtig beurteilt.
Wie man damit umgeht, ist so eine Sache. Für jemanden, den interessiert, wie etwas ist, taugt das nicht als Gesprächspartner. Aber es gibt auch andere Funktionen.
 
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  • #48
Butte, habe ich Dir heute schon gesagt, wie egal mir Deine geistigen dünnpfiffigen Ergüsse sind? Noch gar nicht? Ok, sie sind mir egal :) So,genug Aufmerksamkeit.
 
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  • #50
Zitat von IPv6:
Bei den Vorlieben darf's keine Kompromisse geben, dann ist's ganz OK.

Wenn jetzt ein Mann dich wegen deiner Körperlänge (oder auch gerne anderer anatomischer Gegebenheiten wegen) eher weniger attraktiv findet, sagt dein Ego dann, dass ist halt Vorliebe oder ist dein Ego dann eher angekratzt und der Mann wieder so oberflächlich?
Vorlieben zu haben heißt ja nicht, stur darauf fixiert zu sein.

Zum besseren Verständnis:
Ja, ich habe eine Vorliebe für große, schlanke, dunkelhaarige Männer mit grauen, blauen oder grünen Augen.
Mein erster Mann: ‘nur’ 5cm größer, dunkle Haare, braune Augen,
mein zweiter Mann: 15cm größer, blondes Haar, blaue Augen.

Ich schrieb ja: ‘Aber das allein macht’s ja auch nicht, das ist mir schon klar’.

Es kommt auf mehr an, als auf das Aussehen, da muß ich mal wieder die ‘Chemie’ bemühen, und wenn es funkt, ist die Person als Gesamtpaket gemeint.

Ich hielt mich selbst nie für attraktiv, eher Durchschnitt und habe mehrfach Ablehnung erfahren.
Und auch jetzt, in meinem Alter, erlebe ich, daß Ablehnung mich je nach Gefühlslage verunsichern kann. Das heißt aber nicht, daß ich mein Gegenüber deshalb für oberflächlich halte.
 
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  • #51
Zitat von Butte:
Daß es entsprechende Doppelmoral gibt, ist klar. Interessant finde ich, inwieweit sie eher Ausnahme oder eher die Regel ist.
Auf die expliziten Versicherungen würde ich weniger geben. Man muß schon recht selbstsicher sein, um seine Doppelmoral zuzugeben. Ich nehme an, daß dir das klar ist und die Frage eher "rhetorischer" Natur ist.
siehe #51, meine Antwort an IPv6

Zur Doppelmoral:
Wenn ein Mann kleiner war als ich, hat sich einfach nichts zwischen uns ergeben. Ich kam also nie in die Verlegenheit, das explizit ansprechen zu müssen.

Mir hat Mann schon gesagt: Sorry, aber Du bist überhaupt nicht mein Typ. Klare Worte.

Bin ich jetzt selbstsicher, indem ich zugebe, daß Ablehnung mir zu schaffen macht, mich verunsichert? Mag sein.
Wobei die Tatsache, daß Ablehnung mich verunsichert, wiederum nicht von Selbstsicherheit zeugt.

Aber das ist nicht das Thema.
Hier geht es ja um die Frage, ob Männer damit umgehen können, daß ihre Partnerin größer ist als sie. Und wie wir bisher lesen konnten, gibt es Männer und Frauen, die mit diesem Umstand gut leben können.

Auf den Rest Deines Beitrags möchte ich gar nicht näher eingehen.
 
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fleurdelis

  • #52
Zitat von Goldfinger:
umgekehrt aber nicht. Ausserdem kann ja eine Frau problemlos eine Kampfwertsteigerung durch hohe Absätze erreichen :)
Da hab'n wir den Salat, selbst wenn man recht winzig ist, und man eine Vorliebe für hohe Absätze hat, geht kein kleinerer Mann. Also muss er doch groß sein, gerade für kleine Frauen :)) …….. aber es gibt ja auch Frauen, die flache Schuhe bevorzugen.
 
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fleurdelis

  • #53
Zum Thema Oberflächlichkeit: wer sagt, er achtet überhaupt nicht aufs Äußere, und nur auf den Charakter, Sorry, das nehme ich niemandem ab. Es ist nicht oberflächlich zu behaupten, man kann jemanden nicht akzeptieren wenn das Äußere gar nicht passt. Ich würde das eher als Ehrlichkeit bezeichnen. Abstriche zu machen, das ist eine andere Sache. Geht es nicht in Richtung Doppelmoral, all zu sehr darauf abzuzielen, Oberflächlichkeit zu unterstellen? Man kann sich niemals in jemand anderen hinein versetzen.

Wenn ich jemanden ablehne, weil das Äußere einfach nicht passt und mir den Vorwurf anhören müsste ich sei oberflächlich: Bitte, dann mag es halt so sein. Was änderts? Nix.

Wenn ich sage, ich lehne jemanden ab, wegen seines Charakters, macht keiner einen Terz. Weil den muss man ja mögen, denn den einen Charakter den ich nicht mag mag der andere. Aber ist er dadurch schlecht? Bin ich dann nicht auch oberflächlich?
 
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Gast

  • #54
Meines Erachtens ist man nicht oberflächlich, wenn man die Oberfläche richtig deuten kann.
 
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  • #55
Was den Schein und die Heiligkeit betrifft, auch Bigotterie genannt, ist es schwieriger. Eine widersprüchliche Willensbekundung ist nicht zwingend Bigotterie, sondern häufig nur Gefallsucht.
 
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Gast

  • #56
Die Threadfrage scheint mir ausreichend beantwortet zu sein.
Deswegen:

Zitat von fleurdelis:
Zum Thema Oberflächlichkeit: wer sagt, er achtet überhaupt nicht aufs Äußere, und nur auf den Charakter, Sorry, das nehme ich niemandem ab. Es ist nicht oberflächlich zu behaupten, man kann jemanden nicht akzeptieren wenn das Äußere gar nicht passt. Ich würde das eher als Ehrlichkeit bezeichnen. Abstriche zu machen, das ist eine andere Sache. Geht es nicht in Richtung Doppelmoral, all zu sehr darauf abzuzielen, Oberflächlichkeit zu unterstellen? Man kann sich niemals in jemand anderen hinein versetzen.

Wenn ich jemanden ablehne, weil das Äußere einfach nicht passt und mir den Vorwurf anhören müsste ich sei oberflächlich: Bitte, dann mag es halt so sein. Was änderts? Nix.

Wenn ich sage, ich lehne jemanden ab, wegen seines Charakters, macht keiner einen Terz. Weil den muss man ja mögen, denn den einen Charakter den ich nicht mag mag der andere. Aber ist er dadurch schlecht? Bin ich dann nicht auch oberflächlich?
Ich seh auch nichts schlecht "Oberflächliches" darin, wenn man Vorlieben hat und zu ihnen steht und diese auch was anderes als den sogenannten Charakter oder die sogenannte Seele oder die sogenannte Unendlichkeit betreffen.
Ich weiß sowieso meist nicht, was jemand für Vorlieben in bezug auf Charaktere hat. Nett soll er sein oder so. Meint: er soll nett zu mir sein. Da gehts dann halt um das Verhalten zu mir. Viele wollen jemand, der sie toll findet. Und das ist auch ganz verständlich so. Ich würde das nicht unter "Charakter" subsumieren.
Die Rede von Charakter hat hier viel von Katalogmentalität. Sie ist so Charakteristikum eines Produkts, das angepriesen wird wie: ordentlich, gepflegt, netter Charakter, immer treu und ehrlich. Als würde Katalogmentalität nur Äußerlichkeiten betreffen. Sie betrifft genauso den "Charakter". Und da macht man sich doch was vor. Es geht doch nicht um den Charakter, sondern halt darum, daß da jemand ist, der einen mag und den man mag, also eher um Relationales als um Charaktereigenschaften.


Zitat von Zaphira:
Und auch jetzt, in meinem Alter, erlebe ich, daß Ablehnung mich je nach Gefühlslage verunsichern kann. Das heißt aber nicht, daß ich mein Gegenüber deshalb für oberflächlich halte.
Dann betraf dich mein Kommentar ja nicht. Es ging um die Haltung, ein und dasselbe Verhalten bei anderen als oberflächlich und schlecht, bei sich selbst aber als nicht oberflächlich und richtig darzustellen.
Unter Ablehnung zu leiden hat nichts von Doppelmoral.
Leiden zu können, ohne notwendig denjenigen, unter dessen Verhalten man leidet (etwa Ablehnung), beschimpfen und verteufeln zu müssen, scheint mir eine gute Kompetenz zu sein.
Es hilft auch, sich zurückzurufen, daß man selbst entsprechend auch andere leiden macht. Etwa indem man sie ablehnt. Das ist der Lauf der Dinge. Die Doppelmoral steht vermutlich auch in Zusammenhang mit einem mißverstandenen Moralismus. Als sei es unmoralisch, etwas zu tun oder an den Tag zu legen, worunter jemand leiden kann. Als sei es unfair, wenn man nicht jedem "die selbe Chance" gibt. Dann wäre Vorlieben zu haben natürlich unmoralisch. Und weil man sich selbst nicht als unmoralisch sehen möchte, auch wenn man natürlich Vorlieben hat, leugnet man für diesen Ausnahmefall einfach, daß es unmoralisch ist und schlägt es bei denen, deren Vorlieben man nicht trifft, gleich doppelt zu.
 
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Gast

  • #57
Im Grunde ist es doch alles ganz einfach. Die Dicke betont ihre inneren Werte um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen oder zu unterstreichen, die Schöne ihr Aussehen usw. Menschliches, Allzumenschliches.
 
G

Gast

  • #58
Dass man alles gleichzeitig sein kann, schön, häßlich, dumm, intelligent usw. - und das auch ist - setzt viel Erkenntnis voraus. Im Wettbewerb der Attribute kommt es eher selten vor.
 
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Dr. Bean

  • #59
Zitat von fleurdelis:
Zum Thema Oberflächlichkeit: wer sagt, er achtet überhaupt nicht aufs Äußere, und nur auf den Charakter, Sorry, das nehme ich niemandem ab. Es ist nicht oberflächlich zu behaupten, man kann jemanden nicht akzeptieren wenn das Äußere gar nicht passt. Ich würde das eher als Ehrlichkeit bezeichnen. Abstriche zu machen, das ist eine andere Sache. Geht es nicht in Richtung Doppelmoral, all zu sehr darauf abzuzielen, Oberflächlichkeit zu unterstellen? Man kann sich niemals in jemand anderen hinein versetzen.

Wenn ich jemanden ablehne, weil das Äußere einfach nicht passt und mir den Vorwurf anhören müsste ich sei oberflächlich: Bitte, dann mag es halt so sein. Was änderts? Nix.

Wenn ich sage, ich lehne jemanden ab, wegen seines Charakters, macht keiner einen Terz. Weil den muss man ja mögen, denn den einen Charakter den ich nicht mag mag der andere. Aber ist er dadurch schlecht? Bin ich dann nicht auch oberflächlich?
Ich achte überhaupt nicht aufs Äußere, das habe ich schon in der Vergangenheit getan. Die Augen sind das Wichtigste, in denen erkennt man einen einzigartigen Charakter. Und Fakt ist nunmal: hübsche Frauen gibt es ne Menge, einzigartige Frauen leider nur selten.
 
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