LunaLuna

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  • #31
AW: Frage nach Kind

Zitat von delfin 1988:
Wäre interessant zu wissen, ob die 1% Männer mit pädophilen Neigungen auch in PS anzutreffen sind.

Davon gehe ich aus.

Genauso wie die dicken und die dünnen, die großen und die kleinen, die jungen und die alten. Einfach ganz normale Menschen.
Das ist natürlich nur eine Vermutung.
 
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  • #32
AW: Frage nach Kind

@LunaLuna
ach so, du wolltest ein Beispiel aus meiner privaten Kommunikation! Sag das doch, statt so rumzueiern.
.
>>.Was mich ziemlich interessiert und ob der Indiskretion besser schriftlich geht, ist, warum du kein(e) Kind(er) hast. Ich finde es deshalb wichtig, weil es mir seinerzeit ohne sonderliche Bedeutung schien, aber als er dann da war eindeutig zu den wichtigsten, ja unverzichtbaren Erlebnissen in meinem Leben gehörte. Wenn dir das Thema nichts ist, lass es einfach.
 
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LunaLuna

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  • #33
AW: Frage nach Kind

Zitat von Hafensängers Onkel:
@LunaLuna
ach so, du wolltest ein Beispiel aus meiner privaten Kommunikation! Sag das doch, statt so rumzueiern.

Nein. Wo soll ich das geschrieben haben?

Ich wollte nur wissen, welcher Art Deine Frage ist. Aufgrund der von mir erwähnten Bedenken.
Aber mach, was Du willst. Wundere Dich einfach nicht, wenn Dir früher oder später eine Frau ziemlich unangenehm antwortet.
 
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  • #34
AW: Frage nach Kind

Zitat von LunaLuna:
Wundere Dich einfach nicht, wenn Dir früher oder später eine Frau ziemlich unangenehm antwortet.
Überlege einfach mal ob du das jetzt für dein mentales Kleidchen brauchst oder nur für die Galerie schreibst. Du kannst natürlich versuchen den Eindruck aufrecht zu erhalten, ich wäre auf solch einen inhaltsschweren Syllabus angewiesen.
Abschließend noch eine kleine Zwickmühle, du kannst das letzte Wort haben. Manche Dinge sind einfach absehbar. ^^

@Paul1984
Ich bin ja schon froh, dass LunaLuna nicht auch noch ihre Antwort auf meine Frage wissen will. ^^ Selbst auf die wirklich heikle Frage habe ich eine Antwort erhalten, es aber nicht erwartet. Wenn ich dein Alter aus deinem Nick ableite, dann sind ihre oder auch Kinder allgemein eine außerordentlich wesentliche Frage! Trotzdem drängte ich nicht darauf, es ergibt sich ganz sicher. Es ist wichtig in welchem Kontext die Frage behandelt wird, aber noch wesentlicher ist eure Beziehung an sich. Es wäre halt schlecht, wenn du mit der Tür ins Haus fällst und sie erwartungsfroh dahinter steht. Es ist auch nicht so, dass du aufgrund einer heiklen Frage auf die Antwort schauen musst, wie das Kaninchen auf die Schlange. Mögliche Missverständnisse lassen sich klären. Viel wichtiger ist deine Einstellung und dass du die transportieren kannst. Wenn sie erfährt, dass du (ihre) Kinder akzeptierst, dann ist das genug. Mehr will sie erst einmal nicht wissen. Auch sie wird zuerst auf die mögliche Beziehung achten und deine Einstellung zu Kindern gehört dazu. Ihre Kinder werden ihr trotzdem am wichtigsten sein! Der Rest ergibt sich.

Mit freundlichem Gruß,
Hafensängers Onkel
 

LunaLuna

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  • #35
AW: Frage nach Kind

Zitat von Hafensängers Onkel:
Überlege einfach mal ob du das jetzt für dein mentales Kleidchen brauchst oder nur für die Galerie schreibst. Du kannst natürlich versuchen den Eindruck aufrecht zu erhalten, ich wäre auf solch einen inhaltsschweren Syllabus angewiesen.

Welchen Eindruck meinst Du?
Was ist mein mentales Kleidchen?
Ich kann Dich wirklich nicht verstehen, daher frage ich.

Ich habe den Eindruck, dass Du der Meinung bist, dass ich nicht wirklich meine Meinung schreibe, sondern irgendetwas vortäusche. Um Dich zu ärgern? Um selbst gut dazustehen? Um einfach etwas zu schreiben, weil mir langweilig ist?
Ich kenne Deine Beweggründe nicht.

Aber ich weiß, dass es extrem verletzend ist, wenn man keine Kinder bekommen kann und dann die Kinderlosigkeit als negativen Facette des eigenen Lebens vorgeworfen bekommt.
Die Trauer besteht bereits WEGEN der Kinderlosigkeit. Und dann noch zusätzliche Vorwürfe von jemandem, der einfach nicht darüber nachgedacht, dass nicht alle Kinder bekommen können?
Wenn der Vorwurf dann ausgerechnet von jemandem kommt, der diesen starken Kinderwunsch überhaupt nicht hatte, sondern von sich selbst sagt, "hineingeschlittert zu sein", dann ist eine Ablehnung programmiert.
Das, und nur das, war der Hintergrund meiner ursprünglichen Frage. Dir klarzumachen, dass Du damit extrem verletzen kannst. Und Frauen (und Männer, falls eine Frau das schreiben würde) in Zukunft vor dieser Verletzung zu bewahren.
 

Chirat

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  • #36
AW: Frage nach Kind

Zitat von LunaLuna:
Aber ich weiß, dass es extrem verletzend ist, wenn man keine Kinder bekommen kann und dann die Kinderlosigkeit als negativen Facette des eigenen Lebens vorgeworfen bekommt. Die Trauer besteht bereits WEGEN der Kinderlosigkeit. Und dann noch zusätzliche Vorwürfe von jemandem, der einfach nicht darüber nachgedacht, dass nicht alle Kinder bekommen können?

Mir schreiben immer wieder kinderlose Männer (ich selber habe Kinder). Genau aus diesem Grunde habe ich bisher nie gefragt, weshalb sie eben kinderlos sind. Ich kenne Männer, Frauen, Paare, die ungewollt kinderlos sind und sein werden und weiss von z.T. emotionalen Achterbahnfahrten, Psychotherapien inklusive, die sie durchmachen mussten. Einer Freundin schiessen heute mit fast 50 noch die Tränen in die Augen, wenn jemand danach fragt.

Obwohl ich selber eher ein direkter Typ Mensch bin, diese Frage ist extrem heikel und sollte mit Sorgfalt und in einem möglichst passenden Moment gestellt werden.
 

anaj

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  • #37
AW: Frage nach Kind

Zitat von LunaLuna:
..... Aber ich weiß, dass es extrem verletzend ist, wenn man keine Kinder bekommen kann und dann die Kinderlosigkeit als negativen Facette des eigenen Lebens vorgeworfen bekommt.
Die Trauer besteht bereits WEGEN der Kinderlosigkeit. Und dann noch zusätzliche Vorwürfe von jemandem, der einfach nicht darüber nachgedacht, dass nicht alle Kinder bekommen können?
Wenn der Vorwurf dann ausgerechnet von jemandem kommt, der diesen starken Kinderwunsch überhaupt nicht hatte, sondern von sich selbst sagt, "hineingeschlittert zu sein", dann ist eine Ablehnung programmiert.
Das, und nur das, war der Hintergrund meiner ursprünglichen Frage. Dir klarzumachen, dass Du damit extrem verletzen kannst. Und Frauen (und Männer, falls eine Frau das schreiben würde) in Zukunft vor dieser Verletzung zu bewahren.

Aehnliche Gedanken hatte ich auch. Habe es so empfunden, dass man sich scheinbar bei dem besagten Mann fuer den eigenen Lebensweg entschuldigen / rechtfertigen muss, wenn man kinderlos ist. Naja, manche glauben immer den besseren bzw. einzigen Lebensweg gegangen zu sein. Aber zum Glueck sind nicht alle so.
 
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  • #38
AW: Frage nach Kind

Es würde die Kontaktaufnahme und -weiterführung sehr erleichtern, wenn es gelänge, die eigenen 'Empfindlichkeiten' zu reduzieren bzw. sich diese etwas bewusster zu machen. Natürlich haben Fragen und Aussagen in der Regel auch noch einen Subtext. Aber es fällt mir - auch hier drin - immer wieder auf, wie schnell sich Leute durch eine Frage 'angegriffen' fühlen, weil sie dahinter fast automatisch eine Anklage oder sonstwas gegen sie gerichtetes vermuten.
Ich finde, dass das die Kommunikation sehr erschwert.
 

anaj

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  • #39
AW: Frage nach Kind

Zitat von Verärgert:
Es würde die Kontaktaufnahme und -weiterführung sehr erleichtern, wenn es gelänge, die eigenen 'Empfindlichkeiten' zu reduzieren bzw. sich diese etwas bewusster zu machen. Natürlich haben Fragen und Aussagen in der Regel auch noch einen Subtext. Aber es fällt mir - auch hier drin - immer wieder auf, wie schnell sich Leute durch eine Frage 'angegriffen' fühlen, weil sie dahinter fast automatisch eine Anklage oder sonstwas gegen sie gerichtetes vermuten.
Ich finde, dass das die Kommunikation sehr erschwert.

Stimmt schon, aber der Ton macht nun mal die Musik. Manche Schreibstile sagen nicht jedem zu. Auch durch die Wortwahl, die man im Profil oder in einer E-Mail verwendet, wirkt auf den Leser. Das gehoert alles zum Gesamteindruck und dadurch werden Emotionen und Eindruecke geweckt. Waere das nicht so, wuerde uns doch jeder gefallen und das ist auch nicht Sinn der Sache.
 

Heike

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  • #40
AW: Frage nach Kind

Zitat von Chirat:
Einer Freundin schiessen heute mit fast 50 noch die Tränen in die Augen, wenn jemand danach fragt.
Ja, aber ist es denn irgendwie schlimm, wenn jemand die Tränen in die Augen schießen?
Ich finde, das ist doch zweierlei. Etwas, was einen emotional sehr berührt, muß nicht ein Vorwurf sein. Wenn man was gegen Vorwürfe hat, muß man nichts gegen Fragen haben, die einen emotional sehr berühren.
Für die Partnerfindung könnte das Passen oder Nichtpassen anzeigen. Wem Emotionalität und eigene oder fremde Tränen ein NoGo sind, der paßt vermutlich besser zu jemandem, der das auch so sieht. Und wenn aber beide einen Sinn für Emotionalität haben, dann können Tränen und ein emotional besetztes Thema gerade auch verbinden, selbst wenn nur einer von beiden direkt betroffen ist.

Etwas generalisiert: gerade in der Haltung zu Emotionen, die vom Stereotyp des feel good abweichen, fällt mir eine gewisse Emotionsfeindlichkeit auf, die mit dem ständigen Gerede von der Wichtigkeit von Emotionen kooperiert.
 

LunaLuna

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  • #41
AW: Frage nach Kind

Zitat von Verärgert:
Es würde die Kontaktaufnahme und -weiterführung sehr erleichtern, wenn es gelänge, die eigenen 'Empfindlichkeiten' zu reduzieren bzw. sich diese etwas bewusster zu machen. Natürlich haben Fragen und Aussagen in der Regel auch noch einen Subtext. Aber es fällt mir - auch hier drin - immer wieder auf, wie schnell sich Leute durch eine Frage 'angegriffen' fühlen, weil sie dahinter fast automatisch eine Anklage oder sonstwas gegen sie gerichtetes vermuten.
Ich finde, dass das die Kommunikation sehr erschwert.

Es geht nicht um "sich angegriffen fühlen".

Angenommen, Dein Partner ist kürzlich verstorben. Und dann kommt jemand und fragt flockig-locker-provokant, warum denn Du ohne Partner auf die Veranstaltung kommst, es wäre doch wichtig, den Partner dabeizuhaben.

Kann es sein, dass Du das nicht sachlich aufnehmen würdest?
Dass es Dich sehr schmerzen würde?

Ich finde, man kann nach Kindern fragen. Man kann - im richtigen Tonfall - auch fragen, wieso jemand keine Kinder hat. Aber man muss sich bewusst sein, dass das ein äußerst sensibles Thema ist. Daher habe ich ursprünglich gefragt. Nicht, weil ich mich angegriffen gefühlt hatte, sondern einfach nur, um herauszufinden, wie dieser Tonfall angelegt ist.
 

LunaLuna

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  • #42
AW: Frage nach Kind

Zitat von Heike:
Für die Partnerfindung könnte das Passen oder Nichtpassen anzeigen. Wem Emotionalität und eigene oder fremde Tränen ein NoGo sind, der paßt vermutlich besser zu jemandem, der das auch so sieht. Und wenn aber beide einen Sinn für Emotionalität haben, dann können Tränen und ein emotional besetztes Thema gerade auch verbinden, selbst wenn nur einer von beiden direkt betroffen ist.

Etwas generalisiert: gerade in der Haltung zu Emotionen, die vom Stereotyp des feel good abweichen, fällt mir eine gewisse Emotionsfeindlichkeit auf, die mit dem ständigen Gerede von der Wichtigkeit von Emotionen kooperiert.

Die Tränen wären kein Problem. Sie wären sogar zur Partnerfindung sehr hilfreich. Wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Und wenn die Frage so gestellt ist, dass Tränen Platz haben.
 
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  • #43
AW: Frage nach Kind

Zitat von LunaLuna:
Angenommen, Dein Partner ist kürzlich verstorben. Und dann kommt jemand und fragt flockig-locker-provokant, warum denn Du ohne Partner auf die Veranstaltung kommst, es wäre doch wichtig, den Partner dabeizuhaben.

Kann es sein, dass Du das nicht sachlich aufnehmen würdest?
Dass es Dich sehr schmerzen würde?

Das würde ich sehr wahrscheinlich nicht sachlich aufnehmen.
ABER: auch in diesem Beispiel schiebst Du dem Fragenden gleich eine provokante Absicht unter.
Im übrigen würde ich es auch sehr wahrscheinlich dann nicht sachlich aufnehmen, wenn ich sehr freundlich gefragt würde, warum ich meinen Mann nicht dabei habe.

Ich finde, man kann nach Kindern fragen. Man kann - im richtigen Tonfall - auch fragen, wieso jemand keine Kinder hat. Aber man muss sich bewusst sein, dass das ein äußerst sensibles Thema ist.
Und weil es so ein sensibles Thema ist (wie es ja auch andere sensible Themen gibt), erhält man selbst auf nicht-provokant-gemeinte Fragen nicht selten eine 'unangemessene' Antwort.

Wie gesagt: mir sind diese Über-Empfindlichkeiten halt einfach aufgefallen.
 

Chirat

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  • #44
AW: Frage nach Kind

Zitat von Heike:
Ja, aber ist es denn irgendwie schlimm, wenn jemand die Tränen in die Augen schießen?
Ich finde, das ist doch zweierlei. Etwas, was einen emotional sehr berührt, muß nicht ein Vorwurf sein. Wenn man was gegen Vorwürfe hat, muß man nichts gegen Fragen haben, die einen emotional sehr berühren.
Für die Partnerfindung könnte das Passen oder Nichtpassen anzeigen. Wem Emotionalität und eigene oder fremde Tränen ein NoGo sind, der paßt vermutlich besser zu jemandem, der das auch so sieht. Und wenn aber beide einen Sinn für Emotionalität haben, dann können Tränen und ein emotional besetztes Thema gerade auch verbinden, selbst wenn nur einer von beiden direkt betroffen ist.

Etwas generalisiert: gerade in der Haltung zu Emotionen, die vom Stereotyp des feel good abweichen, fällt mir eine gewisse Emotionsfeindlichkeit auf, die mit dem ständigen Gerede von der Wichtigkeit von Emotionen kooperiert.

Da gebe ich dir Recht. Mein Post bezieht sich konkret auf den Diskurs weiter oben. Bzw. auf den Teilbereich "Kinderlosigkeit & entsprechende Online-Dating-Fragen in Nachrichten", da bin ich halt eher bei Luna. Da Onkel, ebenfalls konkret, seine entsprechenden Fragen standardmässig an seine kinderlosen Kontakte geschickt hat, sind möglicherweise bei einigen Frauen (so stelle ich es mir vor) Emotionen aufgewühlt worden. Hätte er seine Frage nach einem etwas besseren Kennenlernen im persönlichen Rahmen gestellt, so hätte er die Möglichkeit gehabt, ihre allfällige Emotionalität aufzufangen, zu ignorieren, darin wohlig zu baden oder was auch immer zu seiner Wesensart passt.
 

Heike

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  • #45
AW: Frage nach Kind

Zitat von LunaLuna:
Die Tränen wären kein Problem. Sie wären sogar zur Partnerfindung sehr hilfreich. Wenn bereits ein Vertrauensverhältnis besteht. Und wenn die Frage so gestellt ist, dass Tränen Platz haben.

Es muß da ja nicht immer auf Reihenfolge ankommen. Je nach Beteiligten müssen Tränen nicht so sehr schon Vertrauen voraussetzen, sondern können ihrerseits vertrauensbildende Maßnahme sein.
Mir ist bewußt, daß vielen Menschen irgendwelche Regeln im Kopf herumspuken, wann wer bei wem auf welche Weise emotional sein darf. Ich empfehle da tendenziell Großzügigkeit, sich selbst und dem anderen gegenüber.

Und ja, die Frage sollte man nur dann als Vorwurf stellen, wenn man Reaktionen, wie sie auf Vorwürfe typisch sind, gegenüber solchen bevorzugt, die andere als primär vorwerfende Weisen nahelegen, ein emotional berührendes Thema anzusprechen.
Obendrein steht ganz Ignoranten auch immer die Möglichkeiten des Ignorierens offen.
 

Heike

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  • #46
AW: Frage nach Kind

Zitat von Chirat:
Da gebe ich dir Recht. Mein Post bezieht sich konkret auf den Diskurs weiter oben. Bzw. auf den Teilbereich "Kinderlosigkeit & entsprechende Online-Dating-Fragen in Nachrichten", da bin ich halt eher bei Luna. Da Onkel, ebenfalls konkret, seine entsprechenden Fragen standardmässig an seine kinderlosen Kontakte geschickt hat, sind möglicherweise bei einigen Frauen (so stelle ich es mir vor) Emotionen aufgewühlt worden. Hätte er seine Frage nach einem etwas besseren Kennenlernen im persönlichen Rahmen gestellt, so hätte er die Möglichkeit gehabt, ihre allfällige Emotionalität aufzufangen, zu ignorieren, darin wohlig zu baden oder was auch immer zu seiner Wesensart passt.

Wie standardmäßig seine Frageform ist, kann ich nicht ermessen. Ich hab bislang nicht den Eindruck, daß er da copy+pastet. Und Emotionen dürfen doch ruhig auch schon per Schreibnachricht aufgewühlt werden, wenn es eben so ist. Steht doch nirgendwo geschrieben, daß online alles technokratisch ablaufen muß und sich der Austausch auf ein emotionsloses Bestellen von Karten zum Event namens Date beschränken muß.
Daß man sich nicht wundert sollte, wenn man Emotionen aufwühlt, daß dann auch Emotionen aufgewühlt sind, stimmt natürlich. Ich hab keine Ahnung, ob der Onkel sich darüber zu sehr wundert.
 

Chirat

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  • #47
AW: Frage nach Kind

Zitat von Heike:
Wie standardmäßig seine Frageform ist, kann ich nicht ermessen. Ich hab bislang nicht den Eindruck, daß er da copy+pastet.

Ich meinte mit standardmässig nicht copy/paste sondern dass er die Frage in der Regel gestellt hat.

Zitat von Hafensängers Onkel:
Das mag jetzt ruppig erscheinen, auf der anderen Seite ist bei meiner Partnersuche, nein, ich bin wegen eines unterschlagenen -in- nicht schwul, ihre Kinderlosigkeit mir ein Negativmerkmal, das ich im Regelfall deutlich und begründet nachfrage! Warum? Weil ich selbst zwar einigermaßen leidenschaftslos, ihr Interesse an Nachwuchs befriedigend, in Vaterschaft geschliddert bin, sich das aber als wichtigste Erfahrung in meinem Leben herausstellte, und ich geradezu misstrauisch werde, wenn sie kein/e Kind/er, d.h. diese Erfahrung nicht hat. Es ist eine Erfahrung, die ich unter keinen Umständen missen will und gehört zu den Dingen, die ich für die Vitae eines jeden Menschen als außerordentlich wichtig erachte. Mir tun Menschen Leid, die die selbst schulende Anstrengung Kinder, aber eben auch die besondere emotionale Beziehung nicht haben erleben können.
Mit diesem Hintergrund habe ich den Grund bei jeder kinderlosen Kontaktpartnerin begründet nachgefragt -was niemals zum Abbruch führte!

Zitat von Heike:
Und Emotionen dürfen doch ruhig auch schon per Schreibnachricht aufgewühlt werden, wenn es eben so ist. Steht doch nirgendwo geschrieben, daß online alles technokratisch ablaufen muß und sich der Austausch auf ein emotionsloses Bestellen von Karten zum Event namens Date beschränken muß.
Daß man sich nicht wundert sollte, wenn man Emotionen aufwühlt, daß dann auch Emotionen aufgewühlt sind, stimmt natürlich. Ich hab keine Ahnung, ob der Onkel sich darüber zu sehr wundert.

Das mit den aufgewühlten und aufwühlenden Nachrichten brauchst du mir nicht zu erzählen, davon habe ich einige erhalten und geschrieben. Ich habe auch keine Ahnung, ob der Onkel sich gross wundert. Ich habe das Gefühl, eher nicht. Aber wissen tut es bekanntlich nur er selber.
 

Heike

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  • #48
AW: Frage nach Kind

Offenbar schreibt der Onkel seine Frage den Damen auf eine etwas gemessenere Weise als er hier begründet, daß er es tut. Also etwa nicht so, daß er ihnen davon schreibt, er habe Mitleid mit ihnen, weil ihnen die Kindererfahrung fehle. Mit dem MItleid ist es ja so eine Sache. Das hören die meisten Menschen ja nicht so gerne, daß da einfach jemand kommt und ohne sie zu kennen und ohne daß man ihm wirklich wichtig ist, gleich sozusagen übergriffig Mitleid empfindet. Selbst mal abgesehen davin, daß von Mitleid a la "Du tust mir leid, wenn du ..." oftmals eher Beschimpfungszwecken dienst, ohne daß es vorhanden wäre, nimmt es sich etwas seltsam aus, wenn es gerade für eine starke Kontrastierung verwendet ich: ich habe X, du aber hast es nicht. Aber egal, ich finds spannend.
Vermutlich drückt man einem Schreiber, der nur 167cm groß ist, auch nicht gleich Mitleid bezüglich seiner Größe aus. Oder jemandem, der einige Rechtschreibfehler im Profil hat, Mitleid für seine Schreibkompetenz. Aber das mit den verpaßten Erfahrungen find ich schon interessant. Ich finds etwa nachvollziehbar, daß man Mitleid mit jemandem empfindet, der Anna Karenina nicht gelesen hat, dafür schon zwei Bücher von E. Tolle oder P- Coelho und sich gerne Musicals anhört. :)
 

Susi3000

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  • #49
AW: Frage nach Kind

Zitat von LunaLuna:
Angenommen, Dein Partner ist kürzlich verstorben. Und dann kommt jemand und fragt flockig-locker-provokant, warum denn Du ohne Partner auf die Veranstaltung kommst, es wäre doch wichtig, den Partner dabeizuhaben.

Kann es sein, dass Du das nicht sachlich aufnehmen würdest?
Dass es Dich sehr schmerzen würde?

In dem angenommenem Fall würde ich dem flockig-locker-provokant Fragenden, um möglichst "sachlich" zu erscheinen und meine emotionale Betroffenheit zu verbergen, locker-flockig entgegenen, dass meine Frau nach ihrer Urnenbeisetzung nicht in der geeigneten physischen Verfassung ist, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen, und sie deshalb an ihrem ruhigen Platz bleiben wollte.

Die sachliche Aufnahme einer ansprache, die ein sehr emotionsbehaftetes Erlebniss betrifft, funktioniert wahrscheinlich nur, wenn es noch so präsent ist, dass man sich selbst durch Verdrängung schützten will oder einfach emotionslos ist.
 
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Chirat

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  • #50
AW: Frage nach Kind

Zitat von Heike:
Offenbar schreibt der Onkel seine Frage den Damen auf eine etwas gemessenere Weise als er hier begründet, daß er es tut. Also etwa nicht so, daß er ihnen davon schreibt, er habe Mitleid mit ihnen, weil ihnen die Kindererfahrung fehle. Mit dem MItleid ist es ja so eine Sache. Das hören die meisten Menschen ja nicht so gerne, daß da einfach jemand kommt und ohne sie zu kennen und ohne daß man ihm wirklich wichtig ist, gleich sozusagen übergriffig Mitleid empfindet. Selbst mal abgesehen davin, daß von Mitleid a la "Du tust mir leid, wenn du ..." oftmals eher Beschimpfungszwecken dienst, ohne daß es vorhanden wäre, nimmt es sich etwas seltsam aus, wenn es gerade für eine starke Kontrastierung verwendet ich: ich habe X, du aber hast es nicht. Aber egal, ich finds spannend.
Vermutlich drückt man einem Schreiber, der nur 167cm groß ist, auch nicht gleich Mitleid bezüglich seiner Größe aus. Oder jemandem, der einige Rechtschreibfehler im Profil hat, Mitleid für seine Schreibkompetenz. Aber das mit den verpaßten Erfahrungen find ich schon interessant. Ich finds etwa nachvollziehbar, daß man Mitleid mit jemandem empfindet, der Anna Karenina nicht gelesen hat, dafür schon zwei Bücher von E. Tolle oder P- Coelho und sich gerne Musicals anhört. :)

:) Ich habe Anna Karenina nicht gelesen, dafür vor Jahren das Standardwerk von Herrn Tolle.
 
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  • #51
AW: Frage nach Kind

Erstaunlich! Da braucht LunaLuna nur einen Vorwurf in eine Frage hinein interpretieren und schon läuft die Welle der Empörung. Was danach passiert, hat was von stille Post.
Selbstverständlich(!) war die Frage kein Vorwurf. Im speziellen Fall zeigt es nur die Sicht von LunaLuna, die aus irgendwelchen Gründen den eigentlichen Sinn der Frage bis jetzt nicht erkannt hat. Es geht um eine Erfahrung die Kinder mit sich bringen und deshalb ist "Schliddern", d.h. wie es zu der Erfahrung kam, völlig unerheblich.Auch diese Nebensächlichkeit tritt bei LunaLuna - den Sachverhalt völlig verfälschend - in den Vordergrund.

Mein Kind hatte eine erhebliche Wirkung auf mich, mein Leben. Diese Wirkung kann nur ein Vater oder eine Mutter erfahren und nachvollziehen. Mir ist das so wichtig, dass ich idealerweise jemanden mit dieser Erfahrung hätte.Wenn ich also eine Frau frage, warum sie keine Kinder, d.h. diese Erfahrung nicht hat, dann wird sie mir kaum antworten, Kinder sind mir zu anstrengend, war mir zu teuer oder ich kann mit Kindern nichts anfangen, denn das wäre dann nebenbei auch das Ende des Kontakts gewesen. Umgekehrt kann eine Beantwortung genau das ausschließen und lediglich den Grund für diese fehlende Erfahrung zeigen. Um nichts anderes ging es!
.
Nur weil diese Frage heikel ist, weil ein aus welchen Gründen auch immer unerfüllter Kinderwunsch heraus kommen könnte, lässt sie sich trotzdem stellen - und zwanglos beantworten. Ihre Antwort war übrigens so, dass sie Niemandens Fantasie hätte entspringen können. Und, mir ist auch bewusst, dass ich das im schlimmsten Fall eine Frau frage, deren Kind gerade gestorben ist o. ä. - extrem unglücklich!. Ändert aber nichts an meiner Intention und ich erstarre nicht in Agonie, weil eine Frage, wie viele anderen Fragen auch, einen wunden Punkt berühren könnte.

Na ja, der/die geneigte Leser/in mag vielleicht auch meine Ab-Sicht berücksichtigen und sich nicht von LunaLuna auf ein (zu) schmales Brett führen lassen. Mit diesem nun erläuterten Hintergrund werden meine rückgelesenen Postings eindeutig.

@LunaLuna Was deine Umstände sind und ob die die Ursache deiner irrigen Annahme sind war nicht Thema, entzieht sich meiner Beurteilung. Und auch deine Spekulation ließe sich unter vernünftigen Menschen gerade ziehen. Was mir aber in Kombination richtig sauer aufstößt und mich in meiner Befindlichkeit bis hin zur Unleidlichkeit beeinträchtigt, ist die Art und Weise wie du quotest! Es reicht nicht von "angepasst" zu schreiben! Nimm es als freundlichen Hinweis, die vorgenommen Änderungen in einem Zitat eindeutig so kenntlich zu machen, dass das ursprüngliche Zitat noch erkennbar ist Üblicherweise werden dafür eckige Klammern verwendet..So, wie du das gequotet hast, ist das ganz übel! Ich gehe mal davon aus, du wusstest das nicht.

Mit freundlichem Gruß,
Hafensängers Onkel
 

Heike

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  • #52
AW: Frage nach Kind

Hm, mir scheints nicht unbedingt angemessen, daß das zwischen Onkel und Luna jetzt so hohe Wellen schlägt. Vielleicht ist da manches in den falschen Hals gerutscht. Aber wie es auch sei, ich frag mal inhaltlich, weils mich interessiert, Onkel:
Wenn dir die durch ein eigenes Kind gestiftete Erfahrung bei der Frau so wichtig ist und du im Falle, daß sie kein Kind hat, sie nicht einfach verabschieden und auch nicht bloß über anderes sprechen möchtest, sondern gerade auch über diesen Erfahrungsschatz, weshalb tust du das in der Form, daß du sie nach den Gründen für ihre Kinderlosigkeit fragst? Du sagst doch, im Hinblick auf dich interessiert nicht, wie du zu der Erfahrung gekommen bist, daß du hineingeschlidderst bist oder so. Weshalb interessiert bei ihr, weswegen sie diese Erfahrung nicht hat? Was genau macht es für dich, der dir bei deinem GEgenüber sehr wichtig ist, daß sie eine Kindererfahrung hat, einen Unterschied, wenn sie diese Erfahrung nicht hat, weswegen sie diese Erfahrung nicht hat?
 

suzanne

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  • #53
AW: Frage nach Kind

Lieber Onkel des Sängers von der Reeperbahn (wer auch immer das war, vielleicht Hans Albers?)

Meines Erachtens hat LunaLuna hier Mut bewiesen und sich geöffnet, verletzlich gemacht und vermutlich sogar extrem Persönliches preisgegeben. Ich habe den genauen Wortlaut Eures Disputs nicht mehr unmittelbar gegenwärtig.

Jedenfalls würde ich Dir, dem Onkel, raten –*nein, das ist das falsche Wort – wünschen!, dass Du Dich durch LunaLuna nicht angegriffen fühlst, sondern ihren Schmerz und die offene Schilderung dessen, achtest. Und vielleicht... nachempfinden kannst.

LunaLuna hat nicht etwa aus einer Übersprungsreaktion heraus bei Dir eine negative Konnotation von Kinderlosigkeit und Weiblichkeit bei der Partnersuche hergestellt. Das warst ganz alleine Du.

Und darum kreist die Auseinandersetzung derzeit.

Du bist vielleicht ein Mensch mit hoher Toleranz, Aufmerksamkeit und Bereitschaft, sich einzulassen. Aber in dieser Angelegenheit hast Du einen blinden Fleck. Und bitte: Lass es nicht an LunaLuna aus.
 

Heike

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  • #54
AW: Frage nach Kind

Zitat von suzanne:
Meines Erachtens hat LunaLuna hier Mut bewiesen und sich geöffnet, verletzlich gemacht und vermutlich sogar extrem Persönliches preisgegeben. Ich habe den genauen Wortlaut Eures Disputs nicht mehr unmittelbar gegenwärtig.
Weswegen dann diese anheizenden völlig ungesicherten, aber hauptsache auf Schmerz und Verletzlichkeit zielenden Spekulationen? Ist das Thema zu uninteressant, um der Auseinandersetzung nur was abgewinnen zu können, wenn es mal wieder ums Selbstpreisgeben usw. geht? Ich habe nicht den Eindruck, daß es Luna darum ging. Aber dazu kann sie natürlich gerne selbst was sagen. Hat sie allerdings eigentlich schon.
 

suzanne

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  • #55
AW: Frage nach Kind

Liebe Heike

Nicht alle Menschen sehen/empfinden alle Vorkommnisse und Ereignisse rein rational. Jedenfalls nicht so, wie Du es offenbar tust.

Ich werte weder das eine noch das andere. Aber ich achte es stets, wenn jemand sehenden Auges in die Verletzlichkeit geht. ME hat LunaLuna diesen Weg beschritten und das achte und würdige ich.

Du empfindest es nicht so, auch Hafensänger's Onkel tut dies nicht. Das liegt bei/in Dir/Euch, ich kann diese Wahrnehmung nicht ändern.

Und ich stimme Dir zu: Wenn LunaLuna sich durch mein Posting missverstanden fühlt, dann stellt sie es hoffentlich richtig.
 

suzanne

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  • #57
AW: Frage nach Kind

@Verärgert: Ich habe alles gelesen, nur in mehreren Etappen, daher ist mir nicht alles gänzlich präsent.

Damit wollte ich sagen: ACHTUNG! Ich äussere meine persönliche Wahrnehmung!

Daraus mache ich doch keinen Hehl. Was willst Du mir mitteilen? Dass ich gründlicher hätte lesen sollen – so wie Du? Woran stösst Du Dich denn?
 
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  • #58
AW: Frage nach Kind

Zitat von suzanne:

An Deiner - MEINER MEINUNG NACH - völlig unangebrachten Mutter-Teresa-Attitüde. Die - MEINER MEINUNG NACH - lediglich dazu dient, Dich als besonders sensible und achtsame Person darzustellen.
LunaLuna hat - AUF MICH - bisher jedenfalls noch nie den Eindruck gemacht, als könne sie einer kontroverseren Diskussion nicht standhalten und wäre auf Deine Hilfe angewiesen.
 

nuit

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  • #59
frage an onkel

ich versteh nicht ganz. Wenn dir kindererfahrung so wesentlich ist, warum kontaktierst du anscheinend öfters frauen ohne kind? Und hab ich richtig in erinnerung, dass du um die 50 bist? Solltest du in deiner vermutlichen altersriege suchen, könnte ich das noch weniger nachvollziehen.ansonsten: die formulierung deiner frage hätte bei mir nicht angeeckt, auch wenn ich eine tendenz daraus lesen würde, dein ursprüngliches nicht-wollen (schliddern) bei den angeschriebenen vorauszusetzen. Das kann in die falsche kehle kommen, wenns denn nicht am fehlenden wunsch liegt.
 
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suzanne

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  • #60
AW: Frage nach Kind

Zitat von Verärgert:
An Deiner - MEINER MEINUNG NACH - völlig unangebrachten Mutter-Teresa-Attitüde. Die - MEINER MEINUNG NACH - lediglich dazu dient, Dich als besonders sensible und achtsame Person darzustellen.
LunaLuna hat - AUF MICH - bisher jedenfalls noch nie den Eindruck gemacht, als könne sie einer kontroverseren Diskussion nicht standhalten und wäre auf Deine Hilfe angewiesen.

Aha, also als «Mutter Teresa» nehme ich mich selbst so nun gar nicht wahr. Das passt wirklich so gar nicht zu mir! Ich bin extrem pragmatisch... Seltsam, dass Du diesen Eindruck von mir hast.

Auch hab ich nicht den Endruck, dass LunaLuna meinen Beistand braucht. Und ich verstehe GAR NICHT, dass Du meine Beiträge dahingehend liest, als hätte ich den Eindruck, LunaLuna sei auf meine Hilfe angewiesen.

Ich behaupte doch gerade das Gegenteil.
 
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