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  • #991
Nervig sind nur Leute, die rumheulen, wenn sie den Preis für ihr Verhalten zahlen sollen.
Der Vollständigkeit halber möchte ich ergänzen, dass auch die Leute ganz schwere Patienten sind (Nur umgangssprachlicher Ausdruck. Keine Zuschreibung klinischer Relevanz), die rumheulen, weil X oder Y in ihren Augen unmöglich/ nicht machbar ist, obwohl sie eigentlich einfach nur nicht bereit sind, den Preis für die Umsetzung des vermeintlich Unmöglichen zu zahlen.
Einsicht in diese Zusammenhänge scheint aber ausgesprochen schwer zu sein, wenn man voll drin steckt in der Situation. Dabei würde die Realisation dessen solche Erleichterung bringen. Nämlich weil damit das vermeintlich Unmögliche schlicht zu einer eigens abgewählten Option wird und damit der erlernten Hilflosigkeit* (als Fachbegriff und nicht umgangssprachlich gemeint) entgegen steuert und die Selbstwirksamkeitserwartung unterstützt.



*Erlernte (auch gelernte) Hilflosigkeit beschreibt die Erwartung eines Individuums, bestimmte Situationen oder Sachverhalte nicht kontrollieren und beeinflussen zu können. Es wird davon ausgegangen, dass Individuen ihr Verhaltensrepertoire einengen und als unangenehm erlebte Zustände nicht mehr abstellen, obwohl sie es (von außen betrachtet) könnten.
Quelle: wikipedia

Wobei ich im Zusammenhang hier zu der Definition erklärend ergänzen muss, dass der als unangenehm empfundene Zustand noch immer weniger Unangenehm erscheint, als der Preis für eine Änderung. Und somit wäre das Aushalten des status quo eine bewusste Entscheidung gegen den zu zahlenden Preis. Aber so wird es in der Regel nicht wahrgenommen.
 
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  • #993
Eine Scheibe würde ich mir gerne abkupfern (nicht abschneiden) und gelernte Hilflosigkeit kenne ich gut und kann dem nur zustimmen.
Den Preis nicht zahlen wollen.... Spannendes Thema
 
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  • #994
Wobei ich im Zusammenhang hier zu der Definition erklärend ergänzen muss, dass der als unangenehm empfundene Zustand noch immer weniger Unangenehm erscheint, als der Preis für eine Änderung. Und somit wäre das Aushalten des status quo eine bewusste Entscheidung gegen den zu zahlenden Preis. Aber so wird es in der Regel nicht wahrgenommen.
Vermutlich ist es das in der Regel auch nicht. Das "bewusst" folgt nicht aus dem Vorangehenden.
 
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  • #995
Eigentlich war die ursprüngliche Motivation auf Gleichgesinnte zu treffen, die einfach ungezwungen jemanden Kennenlernen wollen, um so vielleicht den Partner fürs Leben zu finden.
Mir persönlich ist es nämlich meistens zu dumm im Gemenge der Kevins mitzumischen, deren Absichten so weit reichen, wie von Wand zu Tapete. Außerdem baue ich ungern einen Schein auf. Und normale, sympathische, halbwegs intelligente und humorvolle Menschen scheinen ja sowas von out zu sein.
 
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  • #996
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  • #997
Ich glaube da ja eher, daß den Misanthropen eine tiefe Unzufriedenheit mit sich selbst und / oder ihrer Lebenssituation innewohnt... :eek::oops:o_O
Ich müsste noch mal schauen, ob Misantrophie mehr als fehlende Sympathie meint -
Ich muss nicht zwingend alle Menschen ablehnen, aber für echte Sympathie, die über Toleranz / Akzeptanz der Unterschiedlichkeit hinaus geht, braucht es für mich mehr, als einfach nur Mensch zu sein. Ich sehe das nicht als Misantrophie, aber vielleicht kann man es so sehen.
 
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  • #998
Ich müsste noch mal schauen, ob Misantrophie mehr als fehlende Sympathie meint
Tut es. Und diese Aussage...
.... mir sind ca. 95% aller meiner Mitmenschen unsympathisch, oder ich fühle mich von ihnen genervt.
... bedeutet doch nicht allein "fehlende Sympathie", finde ich. Da steckt schon eine deutliche Aussage dahinter.

Ich will es gar nicht verurteilen, wenn @Synergie so empfindet. Ist ja womöglich nicht bewußt gewählt. Meine Aussage war nur und bleibt auch, daß ich mir ein Leben damit als schwierig vorstelle. o_O

Mach Dir das mal ganz konkret bewußt: 19 von 20 Menschen seien unsympathisch oder nervend. :eek:

Witzig, gerade hier in einem Luschenthread gefunden:
"Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind. Andere gibt es nicht."
 
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  • #999
Vielleicht liegt der Punkt auch in der Enttäuschung. Der "Misanthrop" ist eigentlich auch oft ein enttäuschter Moralist/Idealist.
Mit "Misanthrop" mein ich jetzt nicht Dich, @Synergie , aber vielleicht trifft die Enttäuschung zu?
 
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  • #1.000
Eine Scheibe würde ich mir gerne abkupfern (nicht abschneiden) und gelernte Hilflosigkeit kenne ich gut und kann dem nur zustimmen.
Den Preis nicht zahlen wollen.... Spannendes Thema
Ich hatte Dir ja mit der "besseren Position" geschrieben ... in dem Fall:
Manchmal ist gut auch gut genug ... ;)
Regel Nr.1 : Unterschätze nie den Gegenüber ...

Hilflos bist Du erst bei einem bestimmten Punkt ... wenn Du getroffen wirst. Dann kommen Erinnerungen hoch und Du hast dich nicht unter Kontrolle.

In diesem Forum kann mich keiner treffen. Auch wenn ich dermaßen von links angemacht werde. Ich war schon Nazi, betrunken, frauenfeindlich, arogant und noch vieles mehr. Letztes Beispiel war der Frankfurter Hbf. Mal schnell mit Puff und Drogen gleichgesetzt. Und weiter? Da stehe ich drüber ... belastet mich überhaupt nicht.

Ich finde es schön, wenn hier einige User das Forum mit Ihren Gedanken zuklastern. Belastet mich auch nicht ... Lese ich noch nicht einmal. Alles gut ... Über Dinge die ich nicht ändern kann, verschwende ich keine Gedanken ...

Ich akzeptiere die Meinungen ... rege mich nicht auf, macht mich auch nicht kirre ... iss halt so. Wenn er meint, er müsste springen ... soll er. Ich halte keinen auf ... Fehlt Dir diese Locker-/Leichtigkeit wird es schwer. Da hat @fafner Recht. Es nagt an Dir und je länger es nagt, desto schlimmer wird es ... am Schluß suchst Du die Krümel ... überall!

Den Preis musst Du Irgendwann zahlen! Du kannst dich nicht dagegen wehren. Notfalls, wenn es zu spät ist ...

"Nicht das, was du nicht weißt, bringt dich in Schwierigkeiten, sonden das, was du sicher zu wissen glaubst, obwohl es gar nicht wahr ist."
Mark Twain
 
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  • #1.001
Verstehe gerade nicht, was du mir sagen möchtest @Menno ?
Ich hatte bei meinem Beitrag nicht das Forum im Sinne, sondern ganz andere Geschichten.
Ansonsten gebe ich dir insofern recht, dass man gut auswählen sollte, was man nah an sich ran lässt.
 
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  • #1.002
Ich hatte Dir ja mit der "besseren Position" geschrieben ... in dem Fall:
Manchmal ist gut auch gut genug ... ;)
Regel Nr.1 : Unterschätze nie den Gegenüber ...

Hilflos bist Du erst bei einem bestimmten Punkt ... wenn Du getroffen wirst. Dann kommen Erinnerungen hoch und Du hast dich nicht unter Kontrolle.

In diesem Forum kann mich keiner treffen. Auch wenn ich dermaßen von links angemacht werde. Ich war schon Nazi, betrunken, frauenfeindlich, arogant und noch vieles mehr. Letztes Beispiel war der Frankfurter Hbf. Mal schnell mit Puff und Drogen gleichgesetzt. Und weiter? Da stehe ich drüber ... belastet mich überhaupt nicht.

Ich finde es schön, wenn hier einige User das Forum mit Ihren Gedanken zuklastern. Belastet mich auch nicht ... Lese ich noch nicht einmal. Alles gut ... Über Dinge die ich nicht ändern kann, verschwende ich keine Gedanken ...

Ich akzeptiere die Meinungen ... rege mich nicht auf, macht mich auch nicht kirre ... iss halt so. Wenn er meint, er müsste springen ... soll er. Ich halte keinen auf ... Fehlt Dir diese Locker-/Leichtigkeit wird es schwer. Da hat @fafner Recht. Es nagt an Dir und je länger es nagt, desto schlimmer wird es ... am Schluß suchst Du die Krümel ... überall!

Den Preis musst Du Irgendwann zahlen! Du kannst dich nicht dagegen wehren. Notfalls, wenn es zu spät ist ...

"Nicht das, was du nicht weißt, bringt dich in Schwierigkeiten, sonden das, was du sicher zu wissen glaubst, obwohl es gar nicht wahr ist."
Mark Twain
lieber @Menno, habe deinen Post aufmerksam und sehr interessiert gelesen und vieles ist mir dazu eingefallen, was ich ob der vorgerückten Stunde leider unmöglich aufschreiben kann, würde es aber am sa gerne tun. liebe Grüsse
 
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Deleted member 21128

  • #1.003
Das nehme ich anders war. Ich sehe besondere kognitive Fähigkeiten, die insbesondere die Mögligkeit beinhaltet, sich selbstkritisch zu reflektieren.
Einsicht in diese Zusammenhänge scheint aber ausgesprochen schwer zu sein, wenn man voll drin steckt in der Situation. Dabei würde die Realisation dessen solche Erleichterung bringen.
Erkenntnisfähigkeiten dieser Art sind leider wenig verbreitet, das trennt eben auch.
 
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  • #1.004
Ich sehe besondere kognitive Fähigkeiten, die insbesondere die Mögligkeit beinhaltet, sich selbstkritisch zu reflektieren.
Wolke Houston. Wir haben ein Problem.

Du sagst, ich habe o.g. besondere Begabung. Ich sage, ich habe sie nicht.

Da gibt es jetzt mindestens 2 Möglichkeiten.

A) Ich habe die Begabung und habe durch meine elaborierte Selbstreflexion festgestellt, dass ich sie nicht habe.

B) Mir fehlt hinreichende Reflexionsfähigkeit, um festzustellen, dass ich diese Begabung habe.
(Edit vom Schalk im Nacken. Ergänzung für die Unbegabten: , was beweist, dass ich sie eigentlich nicht habe.)

Mir gefällt das Oxymoron, das du da aufgemacht hast.

Jedoch glaube ich eher, dass Option C zutrifft, wonach die Interpretation im Interpretierenden verwurzelt ist und wenig mit dem Interpretierten zu tun hat.

Aber auch D) schlicht und ergreifend unterschiedliche Begrifflichkeiten und Wertigkeiten der selben "objektiven" Umstände, halte ich für gut möglich.
 
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