Julianna

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  • #211
Wo ist der andere Editor hin?
:mad:
 

bega

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  • #212
@Nickk wurde auch das Datingportal neu gestalltet?
Habe nun die letzten zwei Wochen des öfteren Männerprofil bei mir in der Vorschlagsliste.
 
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Nickk

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  • #213
Hallo @bega!

Nein, beim Dating hat sich nichts geändert (haha, "unter der Haube" ändert sich ständig was..) - die Herren werden sich einfach.. an der falschen Schlange angestellt und ihren Irrtum noch nicht bemerkt haben.

🤷‍♂️
 
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Camarera

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  • #214
Hey, lieber @Nickk,

Ich möchte heute mal auf ein kleines Ungleichgewicht, oder sogar Diskriminierung, hier im Forum aufmerksam machen.
Man kann ja jemandem ein Like, ehemals „ gefällt mir“, verpassen, wenn ein Beitrag gut geschrieben wurde.
Aber, was ist mit dem Gegenteil?
Es wäre doch wirklich fair, wenn es auch einen „ dislike button“ geben würde. Dann müsste man gar nicht mehr so viel miteinander meckern und diskutieren, sondern kann das mit einem kleinen Klick allen Lesern zeigen, wenn man einen Post dämlich findet.
Oder … befürchtet ihr, dass es dann zu lahm wird auf diesen Seiten?
Schließlich lebt das Forum ja anscheinend von den vielen Diskrepanzen untereinander, wo es ja eigentlich um das Leben allgemein und die Liebe ganz besonders gehen sollte, so war es ja mal geplant.

Kannst du zaubern, und ein "Dislike" erschaffen?
 
D

Deleted member 25040

Gast
  • #217
Dann schreibst du einen konstruktiven Beitrag dazu und stellst klar, dass du eine andere Meinung hast - oder ignorierst die Sache halt. So läuft das normalerweise in einem Forum. Verrückt, ich weiß! 🥳
LG
Nickk
In exakt diesem Sinne könnten doch direkt diese leidigen, Unruhe stiftenden und neuropsychologisch fragwürdigen Likes abgeschafft werden.
Verrückter Gedanke, ich weiß! 🤪
 
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Dreamerin

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  • #220
Ich wünsche mir so sehr die Ignore—Funktion zurück!
 
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  • #221
Ich wünsche mir so sehr ein Filter System, dann muss ich endlich nur mehr das lesen was mir gefällt.
 
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Hoppel

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  • #223
Auch ziemlich sinnlos, denn die indirekten "Wirkungen" bleiben erhalten - ohne erkennbare Ursache.
 

syntagma

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  • #226
Virtuell, ja.
In der Realität muss man sich - sofern man am sozialen Leben teilnimmt - auseinandersetzen.

Das mit den Blasen bezieht sich ja vor allem auf Mediales. Und der Umgang damit gehört ja mit zum sozialen Leben, ganz gleich, obs Nachrichten in der Tagesschau sind, die man sieht, oder News in social media. (Virtuell ist das in der Anlage ja nicht unbedingt. Auch hier wird ja, wenn was virtuell sein könnte, es gleich als Fake verkloppt.)

Freunde dürfte man sich vermutlich schon immer auch nach Gefallen ausgesucht haben. Bei Arbeitskollegen oder Nachbarn ists vielleicht ein bißchen anders. Da muß man sich dann auch mal mit Leuten und Auffassungen auseinandersetzen, die fremd sein können. Aber weil vielen das zu anstrengend oder einfach ungewohnt ist, erscheint das ja als nötige, aber unschöne Arbeit. Sicherlich ein Grund für Leute, im Privaten dann umso mehr in der Blase zu leben. Sich gar nicht mehr auseinanderzusetzen. Das mußten sie ja, liest man häufig, doch schon in ihrer Arbeit genügend.
Ich glaub, es hat einfach was mit der Verkümmerung von Öffentlichkeits- und Auseinandersetzungskultur zu tun. Meinungen statt Kultiviertheit.
 
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  • #227
Ich glaub, es hat einfach was mit der Verkümmerung von Öffentlichkeits- und Auseinandersetzungskultur zu tun. Meinungen statt Kultiviertheit.
Ja ich denke es hat auch mit unserem, eigentlich so nützlichem Internet zu tun. Die Leute verlernen ja nahezu mit ihre Umwelt zu interagieren und werden von den tollen Medien und sozial Media so manipuliert, dass sie in einer "Bubble" leben wollen. Es wird quasi schon gelernt Meinung die nicht in diese Bubble passen, auszuschließen.
 
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syntagma

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  • #228
Ja ich denke es hat auch mit unserem, eigentlich so nützlichem Internet zu tun. Die Leute verlernen ja nahezu mit ihre Umwelt zu interagieren und werden von den tollen Medien und sozial Media so manipuliert, dass sie in einer "Bubble" leben wollen. Es wird quasi schon gelernt Meinung die nicht in diese Bubble passen, auszuschließen.
Ist halt allgemein verführerischer, ne Meinung zu haben statt sich um Begründung zu bemühen. Zu liken statt sich was Differenziertes einfallen zu lassen. Als Troll abzutun, was einem (oder dem eigenen Selbstbild) fremd erscheint, statt neugierig und fremdenfreundlich zu sein.
Von Manipulation würd ich da weniger sprechen.
 
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  • #230
Ist halt allgemein verführerischer, ne Meinung zu haben statt sich um Begründung zu bemühen. Zu liken statt sich was Differenziertes einfallen zu lassen. Als Troll abzutun, was einem (oder dem eigenen Selbstbild) fremd erscheint, statt neugierig und fremdenfreundlich zu sein.
Von Manipulation würd ich da weniger sprechen.
Doch ich würde teilweise schon von Manipulation sprechen, da diese Selbstdarstellung viele Leute beeinflusst und man sich eventuell gar nicht mehr traut, sich zu weit von der "Norm" wegzubewegen. Ich spreche da gerade von der jüngeren Generation. bis 30/35 ca.
Ich meine aber auch nicht nur Sozial Media sondern auch andere Medien.
Das fängt beim Aussehen an und hört bei der Meinung und den eigenen Gedanken auf. Es Manipuliert außerdem auch die Wahrnehmung von sich selbst meiner Meinung nach. Da man eine pseudo Identität hat, die mit der realen Persönlichkeit nicht immer oder oft sehr weit nicht übereinstimmt. Die Leute holen sich dann quasi eine Selbstbestätigung über Sozial Media. Dann kommt noch der Vergleich mit anderen...

Ganz interessant:
https://www.klaus-grawe-institut.ch/blog/der-einfluss-sozialer-medien-auf-die-psychische-gesundheit/
Zum Thema Manipulation in Sozial Media, gibt es unzählig Artikel auch wenn hier meistens von politischer Manipulation die rede ist, ich denke dass es auch in anderen Bereichen sehr verzehrend wirkt.

@Friederike84 Im Grunde ist es selbst gewählt, ja. Aber es ist nicht so einfach. Es gibt einen gewissen sozialen Druck und nicht jedem gelingt es je nach Umfeld sich komplett aus solchen Dingen auszuklinken.
 

syntagma

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  • #232
Doch ich würde teilweise schon von Manipulation sprechen, da diese Selbstdarstellung viele Leute beeinflusst und man sich eventuell gar nicht mehr traut, sich zu weit von der "Norm" wegzubewegen.
Das Internet war und ist gerade eine Möglichkeit für Leute, die weit weg von der Norm liegen, Gleichgesinnte und ihnen ähnliche Leute zu treffen. Zu jedem Hobby, jeder sexuellen Identität, jedem Meinungsprofil finden sich entsprechende Seiten. Das hat sehr vielen Leuten sehr geholfen.

Zum Thema Manipulation in Sozial Media, gibt es unzählig Artikel auch wenn hier meistens von politischer Manipulation die rede ist, ich denke dass es auch in anderen Bereichen sehr verzehrend wirkt.
Manipulation, die social media nutzt, ist was ganz anderes als Manipulation durch social media als solches.
 
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Hoppel

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  • #233
Es ist natürlich auch verführisch wahrgenommene Meinungen als Meinung abzutun. Unklar bleibt, wie diese Meinungen zustande kommen und schließt noch lange nicht aus diese für sich hinreichend begründet und/oder belegt zu haben. Ist eher die Frage wie weit man für sich selbst damit geht. Das sind zu akzeptierende Unterschiede, die auch für die gelten, die Akzeptanz plakativ vor sich hertragen.
Einen manchmal, öfters wahrgenommennen Anspruch dafür, anderen die eigene Meinung zu begründen, sehe ich nicht. Wichtiger im Zusammenhang fände ich die Eigenschaft eigene Standpunkte/Meinungen in Frage stellen, ändern zu können. Das sind ebenfalls zu akzeptierende Unterschiede. Kann man akzeptieren oder ständig an Meinungen herumpregeln. Über die Akzeptanz hinaus lässt sich noch auf weitere Aspekte eines Themas hinweisen. Da kann man sich durchaus Mühe geben, ob es dann beim Anderen ankommen kann, ist nicht des Senders originäres Problem.
 

syntagma

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  • #234
Einen manchmal, öfters wahrgenommennen Anspruch dafür, anderen die eigene Meinung zu begründen, sehe ich nicht.
Ja, das ist tatsächlich eines der Symptome. Begründungsansprüche nicht als easy Spielregel für einen öffentlichen Diskurs zu verstehen, sondern primär als Übergriffigkeit, als Gefahr, die die eigene Person infrage stellt, indem sie unter Rechtfertigungsdruck setzt oder, wie es letzt hier hieß, als etwas, was einen zwingt, Rechenschaft abzulegen. Da wird immer gleich das Persönlichwerden gewittert, was vor allem anzeigt, daß jemand keine Distanz zu seinen Meinungen hat. Der Bauchnabel im narzißtischen Zeitalter ist nicht das Gesicht, sondern die Meinung.
An dieser Unkultiviertheit ist aber zu eher geringen Anteilen das Internet schuld, diese Verkümmerung kam schon Jahrzehnte früher, als in breiter Masse Selbste in die Authentizitätsfalle hineinmanipuliert wurden.
 

Hoppel

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  • #235
Begründungsansprüche nicht als easy Spielregel ... zu verstehen
Das ist keine Begründung für einen Begründungsanspruch. Den kann man haben, den gibt es trotzdem nicht. Es könnte die Sicht ändern, wenn man die eigene Mitwirkung am Diskurs so versteht anderen Räume zu lassen. Macht ja nichts eine Meinung in begründet oder nicht einzuordnen, als Hinweis oder nicht. Die kann mit Begründung oder ohne zutreffend sein oder nicht.
Ich persönlich habe die üblichen Begründungs(-/Quellen)schlachten hinreichend satt, schon weil sich häufig sehr unterschiedliche Quellen finden lassen und will meine Einwürfe nur mehr als Hinweise verstanden wissen, die man eigenverantwortlich recherchieren mag oder nicht, um sich ein eigenes Bild zu machen oder nicht.
 

syntagma

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  • #236
Es könnte die Sicht ändern, wenn man die eigene Mitwirkung am Diskurs so versteht anderen Räume zu lassen.
Ja eben, Mitwirkung am Spiel des Gebens und Einforderns von Begründungen in ein Ausschlußverhältnis zum Geltenlassen von Räumen zu setzen, ist genau die beschriebene Haltung. Ist nachvollziehbar: wenns um die Sache geht und Begründungen eine Rolle spielen, dann haben viele Leute den Eindruck, nicht mehr vorzukommen. Es geht dann ja um die Sache und Begründungen und nicht um sie.
Die Verkümmerung der Argumentationskultur muß natürlich attraktiv sei, sonst wäre sie nicht so erfolgreich.
Also speziell die Argumentationskultur in solchen Foren. Wo es um nichts geht, wo nichts entschieden wird. Sonst gibts je nach Diskurs natürlich Unterschiede. In Wissenschaft, Kulturdiskurs, Politik usw. - gehts anders zu. Wobei man es sich in der Politik leistet, sozusagen nur Hauptamtliche auf Meinungsbildung im Spiel des Begründens zu verpflichten. An der Wahlurne hingegen zählt nur die Meinung, und dabei auch jede genau gleich viel. Ganz gleich, wie lang der Weg der Meinungsbildung war und wie ernst sich jemand mit den Dingen beschäftigt hat und wie viel Aufwand er für Meinungsbildung getrieben hat. Das leisten wir uns. Wir schließen alle unter 18 aus, nach oben gibts keine Grenze, jeder, den Lust oder Kräfte verlassen, dessen Meinung zählt genau so viel. Irgendwie muß mans ja machen. Und obendrein entwickeln so manche als Kompensation des Begründens ein umso stärkeres Engagement. Das zählt auch.
 

Hoppel

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  • #238
Also speziell die Argumentationskultur in solchen Foren. Wo es um nichts geht, wo nichts entschieden wird.
Doch doch, es geht um etwas: die eigene (Meinungs-)Bildung! Und wie das jeder für sich handhabt(/handhaben kann) obliegt vor allem der eigenen Verantwortung - und vielleicht noch einem zur Verfügung stehenden Angebot.
Du hast übrigens meine Zweifel an Demokratie beschrieben.
 
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syntagma

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  • #239
Doch doch, es geht um etwas: die eigene (Meinungs-)Bildung! Und wie das jeder für sich handhabt(/handhaben kann) obliegt vor allem der eigenen Verantwortung - und vielleicht noch einem zur Verfügung stehenden Angebot.
Mit der Meinungsbildung ists wo wie mit der Sprache oder auch dem Lieben. Zum Erimiten taugen die wenigsten. Entwickelt man besser am Mann bzw. der Frau weiter.
Aber wenn die hier so häufig auftretenden Hinweise auf Eigenverantwortung und das Recht, nicht Rechenschaft ablegen zu müssen, tatsächlich so nötig sind, schreib ichs auch noch mal explizit hinzu: ja, man wird nicht verhaftet, wenn man hier Poesiealbum schreibt, sich vom Begründungsspiel fernhält und seine Meinungen inklusive Weiterentwicklung derselben als so privat und unantastbar ansieht wie die intimsten Stellen des Körpers. Das liegt selbstverständlich in der eigenen Verantwortung. Man merkts den Meinungen dann halt meist an.
 

Hoppel

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  • #240
Zum Erimiten taugen die wenigsten. Entwickelt man besser am Mann bzw. der Frau weiter.
Es geht nicht um Erimitage, es geht um Eigenverantwortung die mehr oder weniger vorhandenen Kontakte und Möglichkeiten zur Bildung zu nutzen oder nicht. Das eine schließt das andere nicht aus. Willst du auf deinen Begründungsanspruch bestehen? Sicher, hat Vorteile, braucht es bei einer kultivierten Eigenverantwortlichkeit nicht. Es gibt weitere Möglichkeiten.
Wenn man schon Menschen einnorden will, Menschen an den Rändern des politischen Spektrums neigen stärker dazu, dann kann man das über Schule machen und Menschen heranführen.

Genauso von einem Verlust an Kultur zu schreiben, erinnert mich das an die Generationenwechsel, bei denen jeweils die ältere anhand eigener Meinungsbildung angesichts der nachfolgenden den Untergang heraufziehen sieht.

Lass es bitte gut sein, ist hier nicht mein Thema.