Gelard

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  • #1

Finanzielle Absicherung, wenn man zusammenziehen möchte

Hallo Benutzer in der Sparte „Beziehungen“!
Ich (m50) kenne sie (w48, 2 tolle Kinder w19 und m14) jetzt genau 10 Monate. Über Parship.
Unsere beiden Haushalte 75km liegen 75km auseinander. Anfänglich war das Thema Fernbeziehung eigentlich keine Problembaustelle für uns. Sie arbeitet in einer ländlichen Gegend und ich arbeite in einer Großstadt. Am Wochenende verbringen wir so viel Zeit wie möglich zusammen. Zusammen schließt auch manchmal mindestens den jüngeren Sohn mit ein ein.
Da die Tochter nun ihre Wohnung verlassen wird, möchte meine Partnerin in ihrer Gegend umziehen, da ihre Wohnung zu groß ist. Ein weiterer Umzug möchte meiner Partnerin ihrem Sohn nicht antun. Sie ist schon einmal vor 10 Jahren mit den Kindern umgezogen und hat alles hinter sich gelassen.
Soweit die Hintergründe. Unsere Beziehung bezeichne ich als gut, es gibt Reibereien (das ist auch gut) und wir beide können Kompromisse eingehen. Ich konnte dies in der Vergangenheit nicht so gut. Daher hatte ich in den letzten 1.5 Jahren „Sie“ auch noch nicht gefunden. Wir lieben uns, die Schmetterlinge verstehen sich mit dem Alltagsleben hervorragend. Überlebenschance ist gut :)
Zu meiner Frage: Langsam tut sich in beiden der Wunsch auf, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Also ergäbe sich eine Lösung, dass wir warten, bis ihr Sohn die Schule verlässt oder ich würde in Ihre Nähe ziehen bzw. wir würden in Ihrer Nähe ein Haus bauen. So, dass ich verkehrstechnisch noch meine Großstadt erreiche. Es wäre zwar für mich ein Minuspunkt, aber ich würde es machen.
Finanziell: Sie hat ein Haus in Norddeutschland (hat sie vermietet) welches sie für eines der Kinder gerne behalten würde und ich habe ein Haus. Ich würde es abgeben/vermieten wollen.
Für eine Hausfinanzierung müsste sie einen Kredit aufnehmen. Ich könnte ein weiteres Haus (auch, wenn ich mein Haus behalte) praktisch bar bezahlen.
So nun brauche ich Euren Rat: Gibt es hier ähnliche Situationen, wie hier jemand eine die Zukunft mit seinem Partner oder Partnerin aufgebaut hat? Gibt es irgendwelche Vertrags-“Tipps“, die wir eingehen könnten, um im Falle eine Falles einer Trennung Sie und mich vor dem Schlimmsten bewahren. Klar, dass sie sich im Falle einer finanziellen Beteiligung auch in starke Abhängigkeit begibt. So .. bitte Eure Ratschläge. In meinem Freundeskreis höre ich auch alles von „Ihr seit bekloppt“ bis zu „eine Partnerschaft kann nach 10 Monaten oder 10 Jahren kaputt gehen“...
Gerald
 

Arthur

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  • #2
Müsst ihr denn gleich kaufen/bauen? Das ist schon eine große Verpflichtung aus der man so schnell nicht wieder rauskommt, wenngleich ich deine Bereitschaft dich voll einzubringen respektiere, gibt es doch nichts schlimmeres wenn ein Partner finanziell dem anderen ausgeliefert ist.
 
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  • #3
Hallo Gelard,
ich rate dir nur, sucht beide eine Notarin/einen Notar auf, um euch beraten zu lassen. Ich selbst habe eine sehr gute Erfahrung gemacht (allerdings Haus, nachträglicher Ehevertrag und Scheidung). So wärt ihr alle beide rechtlich abgesichert und könnt euch über diverse Vorschläge der Notarin/des Notars beraten. Man muss sich ja nicht gleich vor Ort für einen Vorschlag entscheiden. Erst dann würde ich planen wie, was, wo und warum. Ein gewisses Risiko ist sicherlich immer da aber das ganze Leben ist ja eins.;) Viel Glück euch!
 

IMHO

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  • #4
Lasst euch auf alle Fälle anwaltlich beraten! Es gibt genügend vertragliche Möglichkeiten, die finanziellen Verhältnisse, insbesondere die des Eigentums, die zu Beginn einer Beziehung bzw. Ehe bestanden, aus möglichen Folgen einer späteren Trennung herauszuhalten.

Zu klären wären vor allem die Fragen möglichen Unterhaltes für Frau/Kinder (oder sogar dich) und das Umgehen mit WÄHREND der Partnerschaft/Ehe gemeinsam angeschaften Dingen .
 
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  • #5
Wenn ich alles richtig verstanden habe, lebt deine Partnerin zur Zeit in einer Wohnung, wo sie vermutlich Miete zahlt. Nehmen wir mal eine fiktive Miete von 600 EUR monatlich. Danach hätte sie in 10 Jahren 72.000 EUR gezahlt. Diese Miete könnte sie zum Beispiel im neuen Haus an dich zahlen. Damit hat sie nicht die Abhängigkeit und es kann notariell/vertraglich festgelegt werden, dass sie für den Fall der Trennung den bis zu diesem Zeitpunkt gezahlten Betrag erhält. Sie müsste keinen Kredit aufnehmen, der ja auch in einer Form besichert werden muss, sei es als Hypothek grundbuchlich auf ihr eigenes Haus oder grundbuchlich auf das neue gemeinsame Haus.

Stichwort eheähnliche Gemeinschaft, auch das ist ein wichtiger Aspekt, würde ich alles gemeinsam mit der Partnerin bei einem Steuerberater, Anwalt/Notar besprechen. Und das, bevor Projekt neues Haus angegangen wird.
 

Gelard

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  • #6
Hallo, ich wollte noch einmal den aktuellen Status zu meinem Thema oben abgeben:
Ich hatte mich noch ein wenig mit einem Rechtsanwalt versucht, abzustimmen. Aber das Ganze wurde sehr kompliziert. Da ich leider noch dazu einen Arbeitsunfall hatte, welcher meine Existenz aber nicht bedrohen wird, haben wir das "Projekt" jetzt doch gestartet.

Positiver Fall "Schmetterlinge":
Ich habe Grundstück gekauft, Baue das Haus. Bin Eigentümer. Ich plane aus beruflichen Gründen in 3-4 Jahren auch dort einzuziehen. Sie gibt mir pauschal €700 als fiktive "Miete", sie zahlt die Nebenkosten bis ich einziehe, sie richtet sich ein (z.B. Küche, Maler e.t.c.).
Ich lege die "Miete" an, wenn man bei den Zinsen von anlegen reden kann.

Negativer Fall "Windhose" :)
Im Trennungsfall / Todesfall von mir: Bei Trennung bekommt sie die Hälfte des "Ersparten" aus der fikt. "Miete" von mir zurück. Ich vermiete dann das Haus zu einem ortsüblichen Preis an sie. Im Todesfall haben meine Erben per Testament diesen Passus des Mietrechts mit drin.
Natürlich ist alles anfechtbar, klar. Aber ich glaube an diese, unsere Chance!

Was meint Ihr zu dieser Regelung?

Gelard
 

ENIT

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  • #7
Mein Tipp: Lasst euch nochmal von einem unabhängigen Notar, nicht von einem Rechtsanwalt, beraten. Richtig gefallen tut es mir nicht.
 

Mentalista

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  • #9
Zitat von Arthur:
Müsst ihr denn gleich kaufen/bauen? Das ist schon eine große Verpflichtung aus der man so schnell nicht wieder rauskommt, wenngleich ich deine Bereitschaft dich voll einzubringen respektiere, gibt es doch nichts schlimmeres wenn ein Partner finanziell dem anderen ausgeliefert ist.

Erstens mal das, zweitens ist der Sohn mit seinen 14 Jahren gerade in der Pubertät, das ist eine gefährliche Zeit, wo jede Änderung im Umfeld für ein Kind in dem Alter böse Spätfolgen haben kann. Dazu ist die Mutter ständig mit Hausbau und anderen Dingen beschäftigt, hat den Kopf voll, muss sich selbst neu einleben, die Familie muss mehr zusammen wachsen, usw.

Ich finde es auch viel zu früh, nach so kurzer Zeit der dazu FERN-Beziehung schon ans gemeinsame Häusel-Bauen zu denken.

Ich würde die Beziehung erstmal geniessen, wenn der Sohn mit der Schule fertig ist, ne Ausbildung oder Studium anfängt, finde ich einen viel besserer Zeitpunkt, um an einen gemeinsamen Neustart in Sachen gemeinsamer Wohnung, Haus, zu denken.
 
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suzanne

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  • #10
Lieber Gelard

Ich komme noch nicht ganz raus, verstehe ich das richtig: Sie will JETZT und zwar EINMALIG (was meint sie damit?) umziehen, Du bist jedoch erst in 3 bis 4 Jahren für einen Umzug parat. Ist das die Ausgangslage, sozusagen das «Ausgangsproblem»?

Die Frage, warum Ihr einen Neubau favorisiert, blieb bisher unbeantwortet. Vielleicht könntest Du uns hier für das Verständnis mit einigen Informationen weiterhelfen.

So, wie ich es verstehe habt Ihr nun tatsächlich ein Grundstück gekauft (Projekt gestartet). Wie ist das zu verstehen? Wer ist Grundstückseigentümer? Ihr gemeinsam zu gleichen Teilen? Du zahlst Bar, sie mit Hypothek auf das Haus in Norddeutschland?

Oder aber Du zahlst das Grundstück und den geplanten Neubau, finanziell sähe es also dergestalt aus, dass alle Rechte und Pflichten bei Dir liegen, sie aber die «Zuckerstücke» (Gestaltung, Ausstattung) frei bestimmen kann? Sie zahlt lediglich für die nächsten 3 oder 4 Jahre eine Miete (die dann aber nicht fiktiv wäre – oder liegt die Fiktion in dem Mietzins, der so unglaublich viel geringer wäre als der vergleichende Mietspiegel? Oder was genau ist an der Miete fiktiv?) sowie die Nebenkosten, die durch die Nutzung entstehen. In 3, 4 Jahren ziehst Du zu ihr. Wie sähe es dann mit der Miete und den Nebenkosten aus? Wer würde das zu welchen Teilen bezahlen?

Was ich dann aber gar nicht verstehe, ist die Klausel, dass sie in Deinem Todesfall die Hälfte der bisher an Dich gezahlten Miete zurückerstattet bekäme. Das kapiere ich gar nicht, wie ist das zu verstehen?

Und dasselbe soll auch für die Trennung gelten???

Und bzgl. Deiner Erben, gehe ich davon aus, dass Du ihr ein Wohnrecht im Fall Deines Todes gewähren möchtest, die eigentliche Immobile aber Person xyz vermacht wird, die nicht Deine Partnerin ist. Dieses entweder lebenslange Wohnrecht oder aber das Recht auf Miete zu den in Deiner Lebenszeit geltenden günstigen Miet-Vertragsbedingungen sollen wann zum Tragen kommen? Nur in den nächsten 3 bis 4 Jahren? Und danach???

Ich kapiere das alles nicht und kann mir noch kein Bild machen, habe daher (bisher) auch gar keine Meinung zu dem Konstrukt.

Juristische Beratungen wirst Du in diesem Forum nicht bekommen. Was wir Dir bieten können, ist hingegen ein Meinungsspektrum, was all’ diese Weichenstellungen für eine Partnerschaft bedeuten können. Ob man/frau sich darauf einliesse, einlassen sollte, oder eben gerade nicht, zu welchen Bedingungen oder was auch immer. Wo Chancen und Gefahren liegen (könnten). Plus diverser Off-Topic Diskussionen ;-)

Aber ich verstehe diesen, der ganzen Frage zugrunde liegenden, Fall jedoch überhaupt noch nicht ansatzweise. Kannst Du da vielleicht präzisieren?
 
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suzanne

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  • #11
Oder ist die «fiktive Miete» so zu verstehen, dass sie einmalig zur Hausfinanzierung bezahlt wird? Der Gedanke kommt mir erst jetzt. Ich frage mich dann allerdings: Warum nicht lieber eine reale, kontinuierliche Miete den Kalkulationen zu Grunde legen? Zumal Du den Hausbau ja offenbar von Deinen Ersparnissen bestreiten kannst. Falls nicht, tilgt man einen Kredit im Normalfall ja auch durch monatliche Zahlungen...

Ich kapiere, wie gesagt, das alles nicht. Ziel für Dich und auch für sie ist aber, so vermute ich zumindest, in einer Atmosphäre von gegenseitiger, weitestgehend unbeschränkter Zuneigung und Sicherheit die Konstruktionen zu finden, die Eure Beziehung nicht subversiv durch die finanzielle Hintertür topediert. Ich sehe da derzeit viele Torpedos, aber ich verstehe das Szenario eben auch überhaupt noch nicht.

Sollte das Pendel durch Zerwürfnis oder Tod (und das sind in finanzieller/rechtlicher Hinsicht vollkommen unterschiedliche Szenarien) in die andere Richtung schwingen, sollten weder Du noch sie durch rechtliche bzw, finanzielle Konstrukte über die Gebühr belastet werden. Das ist dann m.E. nochmals ein weiteres Feld, aber da geht es wohl kaum um emotionale Torpedos. Oder doch?
 
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  • #12
Sehr gut überlegt, aber nur mit wasserdichtem Mietvertrag. Sie zahlt Miete wie bisher und du verwendest diese Miete sofort für ihre Gestaltungsmöglichkeiten wie Malerarbeiten, Küche, Garten, Instandhaltung. Davon hast du für die nächsten 3-4 Jahre bei dem jetzigen Zinsniveau mehr.
 
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  • #13
wieso braucht ihr denn ein Haus nur für euch 2? Versuchts doch erst Mal mit einer Mietwohnung. Wenn ihr nach zwei Jahren immer noch zusammen seid, könnt ihr das mit dem Haus nochmal thematisieren.
 
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  • #14
Zitat von SchöneHelena:
wieso braucht ihr denn ein Haus nur für euch 2? Versuchts doch erst Mal mit einer Mietwohnung. Wenn ihr nach zwei Jahren immer noch zusammen seid, könnt ihr das mit dem Haus nochmal thematisieren.
Wer zieht denn mit Mitte 50 noch in eine MIetwohnung? Irgendwann im Leben sollte man es doch geschafft haben, Eigentum zu haben. Soviel Zeit bleibt einem ja in dem Alter nicht mehr.
 

fafner

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  • #15
Zitat von Truppenursel:
Irgendwann im Leben sollte man es doch geschafft haben, Eigentum zu haben.
Das rentiert doch überhaupt nicht. Die Instandhaltungskosten werden von den Häuslebauern regelmässig unterschätzt, wenn nicht gar ausgeblendet. Ausserdem macht Dich, wie der Name schon sagt, eine Immobilie immobil. Ein enormes Klumpenrisiko ist das. Da steck ich die Kohle doch lieber in über die ganze Welt bewegliche Anlagen mit ordentlicher Rendite.
 

fafner

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  • #17
Lol. Eher Aktien von Wohnwagenherstellern. Also natürlich verpackt in ETF. Und dann muss man schon sagen, dass so manche von den Globalisierungsgegnern gehasste Bank gar keine so schlechte Hand hat, mit Deinem Geld umzugehen...
 

Mentalista

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  • #18
Zitat von Truppenursel:
Wer zieht denn mit Mitte 50 noch in eine MIetwohnung? Irgendwann im Leben sollte man es doch geschafft haben, Eigentum zu haben. Soviel Zeit bleibt einem ja in dem Alter nicht mehr.

Das meinste aber nicht ernst, oder? Die Prognosen für Wohneigentum lesen sich sehr schlecht. Schon jetzt gibt es Gegenden, wo aus Kitas Altenheime gemacht werden, wo die Leute, die sich ihr Leben lang für ihr Wohneigentum abgeschufftet und auf vieles verzichet haben, wo Ehen scheiterten, nach dem das Haus abgezahlt war, wie bei meiner Schwester, die ich damals gewarnt hatte zu bauen, keine Anlage mehr für ihren Lebensabend haben, sondern nur noch ein Fass ohne Boden.

Dazu gibt es immer weniger Menschen, aufgrund der Entwicklung der Generationen, die sich ein Haus kaufen wollen, oder können, weil sie entweder das Geld nicht haben, oder halt nicht in abgelegenen Gegenden leben und wohnen wollen, die gibt es in Ost und West, weil dort nur noch alte Menschen wohnen, wenig gute Infrastruktur, kaum Ärzte usw. Da nützt auch kein tollen Haus mit schöner Umgebung.
 
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  • #19
Man kann auch ein schönes Stadthaus kaufen. Es muss ja nicht jeder in einer Doppelhaushälfte in der Provinz enden. Kluge Menschen mit Finanzierungsproblemen lassen sich sowieso den Hauskauf von Mietern finanzieren. Wer beizeiten anfängt und nicht alles Verdiente verjubelt, wird dann belohnt.
 

fafner

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  • #20
Das Preisniveau in den Städten ist schon lange jenseits von gut und böse. Dazu kommt der überzogene Mieterschutz und der absurde Dämmwahn. Die Rendite geht in den Keller. Lohnt m. E. nicht.
 
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  • #21
Zitat von Truppenursel:
Man kann auch ein schönes Stadthaus kaufen. Es muss ja nicht jeder in einer Doppelhaushälfte in der Provinz enden. Kluge Menschen mit Finanzierungsproblemen lassen sich sowieso den Hauskauf von Mietern finanzieren. Wer beizeiten anfängt und nicht alles Verdiente verjubelt, wird dann belohnt.

Truppenursel, Berlin ist inzwischen von Russen und Norwegern aufgekauft. Auch die halbe Eifel ist fest in Russenhand. Da geht kaum noch was, mit selber Eigentum anschaffen, höchstens da, wo es für die Besagten finanziell uninteressant ist. Der Zug ist längst abgefahren.
 
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  • #22
Zitat von Truppenursel:
Wer zieht denn mit Mitte 50 noch in eine MIetwohnung? Irgendwann im Leben sollte man es doch geschafft haben, Eigentum zu haben. Soviel Zeit bleibt einem ja in dem Alter nicht mehr.

Vielleicht genau darum, Truppenursel. Weil man in einer neuen Beziehung steckt und noch nicht weiss, wie es weiter geht.
"Man" "sollte" "es geschafft" haben??????? Manche Menschen haben andere Prioritäten im Leben. Deine Wertvorstellungen sind nicht allgemeingültig verbindlich, weisst du.
 

Mentalista

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  • #23
Zitat von SchöneHelena:
"Man" "sollte" "es geschafft" haben??????? Manche Menschen haben andere Prioritäten im Leben. Deine Wertvorstellungen sind nicht allgemeingültig verbindlich, weisst du.

Völlig richtig erfasst, dazu gibt es genug, die es meinen dann geschafft zu haben und dann stürzt alles ein, weil eine Trennung erfolgt, das Haus aufgrund ungünstiger Lage teuer abbezahlt, aber nicht teuer verkauft werden kann, letztendlich Beide mit minus aus dem Lebenstraum rausgehen, sich für umsonst Jahrzehntelang abgeschuftet, verzichtet haben für die angebliche damals in naiven jungen Jahren währende angebliche Sicherheit einer guten Altersvorsorge in Wohneigentum.

Es gibt schon Ausnahmen, die z.B. vor zig Jahren gut vorausschauend gedacht haben und z.B. in Berlin in den 90er Jahren sich eine der noch zu habenden großen schönen Altbauwohnung in begehrten Kiezen gekauft hat, oft noch mit Fördergeld!. Diese Wohnung=Altersvorsorge ist heute, nach 15 Jahren wesentlich begehrter und hat einen enormen Wertanstieg erhalten. Solche Leute sind natürlich fein raus.

Das Gleiche gilt für andere begehrte Städte.
 
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fafner

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  • #24
Zitat von Mentalista:
Das Gleiche gilt für andere begehrte Städte.
Im Moment ist der Trend halt "hinein in die Stadt" mit entsprechenden Preissteigerungen dort. Es gab aber auch schon mal Zeiten, wo das "Haus im Grünen" der Hit war. Ich kenne Leute, die so was jetzt erben und es ist praktisch wertlos.

Diese Trends vorherzusehen, ist unmöglich. Das macht halt die Spekulation aus bzw. für manche so reizvoll.

Man sollte nie seine gesamte Altersversorgung auf so ein enormes Risiko bauen.