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Deleted member 22408

  • #1

Ferndate! Uff, völlig erledigt...und das mir!

Einen wunderschönen guten Abend, liebe (Dauer?)Singlelinnen und (Dauer?)Singles!:D
Na, habt Ihr mal wieder eine datelose Zeit gehabt? Wenn ja, dann habt Ihr wenigstens Eure Kräfte geschont. Die Lusche ist kräftemäßig bis heute noch angeschlagen...wegen eines Ferndateso_O

Also, es ereignete sich vor ein paar Wochen, dass mich eine sehr nette Dame im Parship angeschrieben hat. Ja, uns Herren mit über 50 Lenzen passiert das schon mal öfter. Dame, so anfang vierzig, sehr weiblicher Habitus...Alles super, nur eine Kleinigkeit...die Entfernung. Waren uns am Telefon einig, dass wir das meistern könnten. Hauptsache Liebe!

Die Lusche voll von Manneskraft und Tatendrang hat sich am Samstagmorgen in Schale geworfen, sich ordentlich mit Kölnisch Wasser eingeträufelt, seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) gestartet und ca. 300 km in südlicher Richtung gefahren. Es war ein schwülheißer Tag und ich hatte mir Kölnisch Wasser und Deoroller ins Handschufach gelegt. Ebenso durfte die 1,5 L Flasche Mineralwasser (Medium) vom Aldi nicht fehlen.

Unterwegs auf der Autobahn, die Hölle kann ich Euch sagen. Die Lufttemperatur stieg und stieg und dazu noch eine Baustelle nach der anderen. Naja, und dann hatte ich mit meinem guten alten Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) das Problem, dass die Spur nicht mehr richtig eingestellt war und ich ständig gegenlenken musste (ohne Servolenkung). Also, nichts mit ab und zu Nickerchen während des Fahrens!

Nach ca. 200 km Lusche völlig groggy am Steuer und betend "Lieber Gott! Mach, dass beim Date die Chemie nicht rüberkommt! Bitte, erspar mir so eine Fernbeziehung!"
Dann kurz vorm Ziel letzte Autobahnraststätte angefahren, mit den Truckern die Duschanlage benutzt, frisches Hemd angezogen und weiter.

Zum Date erschien Lusche pünktlich und zumindest optisch gesehen frisch. Zum Date selbst will ich mich nicht weiter äußern. Die Dame war supersympathisch, aber die Chemie kam (gottseidank) von beiden Seiten nicht rüber. Von meiner Seite aus wahrscheinlich deswegen nicht, weil sich meine Emotionen verhakt haben. Ich musste immer an die beschwerliche Fahrt denken. Zum Abschied haben wir uns kameradschaftlich die Flosse gedrückt und alles Gute gewünscht. Aufatmend stieg die Lusche in seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) und brauste davon. Was heißt brausen? Ein Stau nach dem anderen und dann musste ich unterwegs das Rad wechseln, weil ich einen Platten hatte...und das in sengender Hitze...und das mir mit meinen 58 Lenzen!

Zu Hause angekommen (Zwei Stunden später als geplant!), kalt geduscht, danach einen Cognac und ab ins Bett. In der Nacht noch Albträume von nie endenden Autobahnfahrten...

Am nächsten Morgen darüber reflektiert. Sind Fernbeziehungen überhaupt meine Sache?
Über Jahre hätte man Wochenende für Wochenende diese Strecke herunterjackeln müssen. Die Dame war an ihrem Job gebunden, schwierig zu wechseln, bei Lusche als Landesbeamter sowieso...Keine vernünftige Bahnverbindung...im Winter? Und die nicht üppig verdienende Dame mit ihrem altersschwachen Skoda Fabia (Dreizylinder HTPI 60 PS, aber wenigstens mit Klimaanlage)?

Nun werdet Ihr wahrscheinlich sowieso wieder über mich lachen, so nach dem Motto "Selbst schuld mit einer Ostblockmöhre ohne Klimaanlage!" Sicherlich hat der Zustand und die sparsame Ausstattung meines Autos sicherlich nicht zur Entschärfung der Ferndatesituation wesentlich beigetragen, aber ich denke, dadurch wurde das Grundproblem einer Fernbeziehung noch deutlicher vor Augen geführt. Ich liebäugle ja auch schon mit einem nagelneuen Polo GTI (2,0 Liter, 200 PS)...aber prinzipiell gelöst wäre das Fernbeziehungsproblem damit noch nicht.

Mal abgesehen von meiner Polenfahrt im Sommer, wo ich jetzt noch nicht weiß, was als Ergebnis rauskommen wird, möchte ich einfach mal eine Diskusiion in Gang setzen, ob Fernbeziehungen überhaupt sinnvoll sind. Wenn ja, bis zu welcher Distanz?
Ich habe jetzt schon an diesem Beispiel erfahren, dass es in der Theorie und mit dem Finger auf der Landkarte immer viel einfacher ist als in der Realität.o_O
 
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  • #2
Kommt drauf an wie lange du vor Ort sein kannst. Wenn du 2-3x wöchentlich nur je 1 Tag dorthin gehen kannst dann würde ich ein gutes 200 PS Autochen empfehlen oder eine hierzulande utopische 400 km/h Magnetschwebebahn.

Wenn du jedoch 2-3 Wochen vor Ort sein kannst wie ich dann ist, ausser Pferdekutsche, jedes Verkehrsmittel recht und gar jeder Ort in Europa. Jetzt siehst du das Problem: Die Verweildauer als auch deine berufliche Bindung.
 
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Deleted member 7532

  • #3






Fernbeziehung und Wochenendbeziehung als Chance:

Bewältigungsstrategien für die gelingende Partnerschaft
auf Distanz


Dr. Peter Wendl




Eine Beziehung auf Distanz wirft viele Fragen auf: "Können wir uns treu sein?" "Leben wir uns auseinander?" "Halten wir das durch?" "Reicht die gemeinsame Zeit, dass wir immer wieder neu zusammenwachsen?" "Wie gestalten wir die gemeinsame, wie die getrennte Zeit, so dass unsere Partnerschaft hält?"

Wer eine Fernbeziehung führt, kennt die "berühmte" Beklemmung vor der Abreise. Auch wenn das Paar noch einige - vermeintlich entspannte - Stunden haben könnte, kreisen schon viele Gedanken und Gefühle um das neuerliche Getrenntsein. Und obwohl beide Partner die verbleibende gemeinsame Zeit harmonisch genießen wollen, ist alles überlagert von einer typischen Abschieds-Traurigkeit des Abreisetages.

Wie aus dieser Beklemmung und anderen typischen Belastungen der Partnerschaft auf Distanz eine Neugierde, Kraft und Lust auf eine gelingende Vielfalt dieser Beziehungsform wachsen kann, das z eigt das Buch:
Quelle: www.gelingende-fernbeziehung.de
 
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Multixx

  • #4
Einen wunderschönen guten Abend, liebe (Dauer?)Singlelinnen und (Dauer?)Singles!:D
Na, habt Ihr mal wieder eine datelose Zeit gehabt? Wenn ja, dann habt Ihr wenigstens Eure Kräfte geschont. Die Lusche ist kräftemäßig bis heute noch angeschlagen...wegen eines Ferndateso_O

Also, es ereignete sich vor ein paar Wochen, dass mich eine sehr nette Dame im Parship angeschrieben hat. Ja, uns Herren mit über 50 Lenzen passiert das schon mal öfter. Dame, so anfang vierzig, sehr weiblicher Habitus...Alles super, nur eine Kleinigkeit...die Entfernung. Waren uns am Telefon einig, dass wir das meistern könnten. Hauptsache Liebe!

Die Lusche voll von Manneskraft und Tatendrang hat sich am Samstagmorgen in Schale geworfen, sich ordentlich mit Kölnisch Wasser eingeträufelt, seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) gestartet und ca. 300 km in südlicher Richtung gefahren. Es war ein schwülheißer Tag und ich hatte mir Kölnisch Wasser und Deoroller ins Handschufach gelegt. Ebenso durfte die 1,5 L Flasche Mineralwasser (Medium) vom Aldi nicht fehlen.

Unterwegs auf der Autobahn, die Hölle kann ich Euch sagen. Die Lufttemperatur stieg und stieg und dazu noch eine Baustelle nach der anderen. Naja, und dann hatte ich mit meinem guten alten Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) das Problem, dass die Spur nicht mehr richtig eingestellt war und ich ständig gegenlenken musste (ohne Servolenkung). Also, nichts mit ab und zu Nickerchen während des Fahrens!

Nach ca. 200 km Lusche völlig groggy am Steuer und betend "Lieber Gott! Mach, dass beim Date die Chemie nicht rüberkommt! Bitte, erspar mir so eine Fernbeziehung!"
Dann kurz vorm Ziel letzte Autobahnraststätte angefahren, mit den Truckern die Duschanlage benutzt, frisches Hemd angezogen und weiter.

Zum Date erschien Lusche pünktlich und zumindest optisch gesehen frisch. Zum Date selbst will ich mich nicht weiter äußern. Die Dame war supersympathisch, aber die Chemie kam (gottseidank) von beiden Seiten nicht rüber. Von meiner Seite aus wahrscheinlich deswegen nicht, weil sich meine Emotionen verhakt haben. Ich musste immer an die beschwerliche Fahrt denken. Zum Abschied haben wir uns kameradschaftlich die Flosse gedrückt und alles Gute gewünscht. Aufatmend stieg die Lusche in seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) und brauste davon. Was heißt brausen? Ein Stau nach dem anderen und dann musste ich unterwegs das Rad wechseln, weil ich einen Platten hatte...und das in sengender Hitze...und das mir mit meinen 58 Lenzen!

Zu Hause angekommen (Zwei Stunden später als geplant!), kalt geduscht, danach einen Cognac und ab ins Bett. In der Nacht noch Albträume von nie endenden Autobahnfahrten...

Am nächsten Morgen darüber reflektiert. Sind Fernbeziehungen überhaupt meine Sache?
Über Jahre hätte man Wochenende für Wochenende diese Strecke herunterjackeln müssen. Die Dame war an ihrem Job gebunden, schwierig zu wechseln, bei Lusche als Landesbeamter sowieso...Keine vernünftige Bahnverbindung...im Winter? Und die nicht üppig verdienende Dame mit ihrem altersschwachen Skoda Fabia (Dreizylinder HTPI 60 PS, aber wenigstens mit Klimaanlage)?

Nun werdet Ihr wahrscheinlich sowieso wieder über mich lachen, so nach dem Motto "Selbst schuld mit einer Ostblockmöhre ohne Klimaanlage!" Sicherlich hat der Zustand und die sparsame Ausstattung meines Autos sicherlich nicht zur Entschärfung der Ferndatesituation wesentlich beigetragen, aber ich denke, dadurch wurde das Grundproblem einer Fernbeziehung noch deutlicher vor Augen geführt. Ich liebäugle ja auch schon mit einem nagelneuen Polo GTI (2,0 Liter, 200 PS)...aber prinzipiell gelöst wäre das Fernbeziehungsproblem damit noch nicht.

Mal abgesehen von meiner Polenfahrt im Sommer, wo ich jetzt noch nicht weiß, was als Ergebnis rauskommen wird, möchte ich einfach mal eine Diskusiion in Gang setzen, ob Fernbeziehungen überhaupt sinnvoll sind. Wenn ja, bis zu welcher Distanz?
Ich habe jetzt schon an diesem Beispiel erfahren, dass es in der Theorie und mit dem Finger auf der Landkarte immer viel einfacher ist als in der Realität.o_O
habe gerade eine ähnliche Situation. Frau gut 200km entfernt. Mit meinem Auto (mit Klimaanlage und 200km/h) benötige ich ttotzdem mit Stadtverkehr usw starke 2 Stunden. Ohne Stau. Sehr nervig, deshalb nahm ich bisher immer den Zug. Da brauche ich starke 3 Stunden. Im Klartext heisst das, dass ich Freitag nach der Arbeit zu ihr fahren müsste, damit wir einen kompletten Samstag hätten z.B. für einen Tsgesausflug.Sonntag müsste ich ja gegen 18Uhr wieder los.
Kein Ausschlafen, wann die Wohnung sauber machen, einkaufen - alles unter der Woche.
Sie hat einen Job vor Ort und ein kleines Kind.
Trafen uns bisher 2mal sind noch in Kontakt. Weiss nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Halte es nicht für realistisch - es ist sehr langwierig.
Nun lernte ich eine Frau hier kennen. Innerhalb einer Woche konnte ich sie sehr gut kennenlernen.
Im Klartext: eine höhere Distanz ist definitiv ein grosser Nachteil. Wenn die Perspektive fehlt, zusammenzuziehen, macht es mM kaum Sinn:eek:
 
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  • #5
Einen wunderschönen guten Abend, liebe (Dauer?)Singlelinnen und (Dauer?)Singles!:D
Na, habt Ihr mal wieder eine datelose Zeit gehabt? Wenn ja, dann habt Ihr wenigstens Eure Kräfte geschont. Die Lusche ist kräftemäßig bis heute noch angeschlagen...wegen eines Ferndateso_O

Also, es ereignete sich vor ein paar Wochen, dass mich eine sehr nette Dame im Parship angeschrieben hat. Ja, uns Herren mit über 50 Lenzen passiert das schon mal öfter. Dame, so anfang vierzig, sehr weiblicher Habitus...Alles super, nur eine Kleinigkeit...die Entfernung. Waren uns am Telefon einig, dass wir das meistern könnten. Hauptsache Liebe!

Die Lusche voll von Manneskraft und Tatendrang hat sich am Samstagmorgen in Schale geworfen, sich ordentlich mit Kölnisch Wasser eingeträufelt, seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) gestartet und ca. 300 km in südlicher Richtung gefahren. Es war ein schwülheißer Tag und ich hatte mir Kölnisch Wasser und Deoroller ins Handschufach gelegt. Ebenso durfte die 1,5 L Flasche Mineralwasser (Medium) vom Aldi nicht fehlen.

Unterwegs auf der Autobahn, die Hölle kann ich Euch sagen. Die Lufttemperatur stieg und stieg und dazu noch eine Baustelle nach der anderen. Naja, und dann hatte ich mit meinem guten alten Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) das Problem, dass die Spur nicht mehr richtig eingestellt war und ich ständig gegenlenken musste (ohne Servolenkung). Also, nichts mit ab und zu Nickerchen während des Fahrens!

Nach ca. 200 km Lusche völlig groggy am Steuer und betend "Lieber Gott! Mach, dass beim Date die Chemie nicht rüberkommt! Bitte, erspar mir so eine Fernbeziehung!"
Dann kurz vorm Ziel letzte Autobahnraststätte angefahren, mit den Truckern die Duschanlage benutzt, frisches Hemd angezogen und weiter.

Zum Date erschien Lusche pünktlich und zumindest optisch gesehen frisch. Zum Date selbst will ich mich nicht weiter äußern. Die Dame war supersympathisch, aber die Chemie kam (gottseidank) von beiden Seiten nicht rüber. Von meiner Seite aus wahrscheinlich deswegen nicht, weil sich meine Emotionen verhakt haben. Ich musste immer an die beschwerliche Fahrt denken. Zum Abschied haben wir uns kameradschaftlich die Flosse gedrückt und alles Gute gewünscht. Aufatmend stieg die Lusche in seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) und brauste davon. Was heißt brausen? Ein Stau nach dem anderen und dann musste ich unterwegs das Rad wechseln, weil ich einen Platten hatte...und das in sengender Hitze...und das mir mit meinen 58 Lenzen!

Zu Hause angekommen (Zwei Stunden später als geplant!), kalt geduscht, danach einen Cognac und ab ins Bett. In der Nacht noch Albträume von nie endenden Autobahnfahrten...

Am nächsten Morgen darüber reflektiert. Sind Fernbeziehungen überhaupt meine Sache?
Über Jahre hätte man Wochenende für Wochenende diese Strecke herunterjackeln müssen. Die Dame war an ihrem Job gebunden, schwierig zu wechseln, bei Lusche als Landesbeamter sowieso...Keine vernünftige Bahnverbindung...im Winter? Und die nicht üppig verdienende Dame mit ihrem altersschwachen Skoda Fabia (Dreizylinder HTPI 60 PS, aber wenigstens mit Klimaanlage)?

Nun werdet Ihr wahrscheinlich sowieso wieder über mich lachen, so nach dem Motto "Selbst schuld mit einer Ostblockmöhre ohne Klimaanlage!" Sicherlich hat der Zustand und die sparsame Ausstattung meines Autos sicherlich nicht zur Entschärfung der Ferndatesituation wesentlich beigetragen, aber ich denke, dadurch wurde das Grundproblem einer Fernbeziehung noch deutlicher vor Augen geführt. Ich liebäugle ja auch schon mit einem nagelneuen Polo GTI (2,0 Liter, 200 PS)...aber prinzipiell gelöst wäre das Fernbeziehungsproblem damit noch nicht.

Mal abgesehen von meiner Polenfahrt im Sommer, wo ich jetzt noch nicht weiß, was als Ergebnis rauskommen wird, möchte ich einfach mal eine Diskusiion in Gang setzen, ob Fernbeziehungen überhaupt sinnvoll sind. Wenn ja, bis zu welcher Distanz?
Ich habe jetzt schon an diesem Beispiel erfahren, dass es in der Theorie und mit dem Finger auf der Landkarte immer viel einfacher ist als in der Realität.o_O
Wenn du wenigstens deinen Illeismus mal komplett durchziehen würdest. Der permanente Wechsel nervt.
 
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  • #6
Ich würde sagen, wenn die Chemie stimmt und das Feuer lodert stellt sich die Frage gar nicht, da findet man einen Weg.

Schon beim Lesen kann man deine Reise nachempfinden, und herzhaft lachen, da kommt Schadenfreude auf.
Mit deinen 58 Lenzen bei 300 km Autofahrt schon angeschlagen? Und da willst du Damen so um die 40 umwerben, die voller Power sind? Ich glaube du überschätzt dich ein bisschen. Ich würde dir raten - fische in ruhigeren Gewässern.:D
 
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Deleted member 22408

  • #8
habe gerade eine ähnliche Situation. Frau gut 200km entfernt. Mit meinem Auto (mit Klimaanlage und 200km/h) benötige ich ttotzdem mit Stadtverkehr usw starke 2 Stunden. Ohne Stau. Sehr nervig, deshalb nahm ich bisher immer den Zug. Da brauche ich starke 3 Stunden. Im Klartext heisst das, dass ich Freitag nach der Arbeit zu ihr fahren müsste, damit wir einen kompletten Samstag hätten z.B. für einen Tsgesausflug.Sonntag müsste ich ja gegen 18Uhr wieder los.
Kein Ausschlafen, wann die Wohnung sauber machen, einkaufen - alles unter der Woche.
Sie hat einen Job vor Ort und ein kleines Kind.
Trafen uns bisher 2mal sind noch in Kontakt. Weiss nicht so recht wie ich damit umgehen soll. Halte es nicht für realistisch - es ist sehr langwierig.
Nun lernte ich eine Frau hier kennen. Innerhalb einer Woche konnte ich sie sehr gut kennenlernen.
Im Klartext: eine höhere Distanz ist definitiv ein grosser Nachteil. Wenn die Perspektive fehlt, zusammenzuziehen, macht es mM kaum Sinn:eek:
Genauso sehe ich das auch, geehrter 'Multixx'! Und ich hätte noch nicht einmal eine gescheite Bahnverbindung gehabt. Alles das, was an häuslicher Arbeit zu erledigen ist, Garten etc. müsste in die Woche gelegt werden. Im Prinzip kann man sich auch keine Kennenlernphase leisten. Es müsste beim ersten Date sofort richtig knallen oder gar nicht. Mal sich spontan zum Kaffeetrinken verabreden, labern, sich weiter beschnuppern... geht alles nicht. Und wieviel mal die lange Strecke hin- und herjackeln bis man erkennt, dass es doch nichts wird? Und die Kosten?
Aber zumindest denkt 'Lusche' über einen 'Polo GTI' nach, völlig unabhängig vom Thema Fernbeziehung. Muss nur noch kräftig sparen. Die 'Lusche' mag keine Kredite.
 
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Deleted member 22408

  • #9
Mit deinen 58 Lenzen bei 300 km Autofahrt schon angeschlagen? Und da willst du Damen so um die 40 umwerben, die voller Power sind? Ich glaube du überschätzt dich ein bisschen. Ich würde dir raten - fische in ruhigeren Gewässern.:D
Es wären am Wochenende 600 km, geehrte 'Marie52'! Nein, das Alter der Dame war schon richtig.
Erschwerend wäre da noch zugekommen, dass die o.g. Dame im Dunkeln nicht fahren kann, abgesehen vom altersschwachen 60 PS Fabia, d. h. 'Lusche' wäre derjenige gewesen, der am meisten gefahren wäre.
Mit diesem 'Da findet man einen Weg' klappt es in der Theorie immer hervorragend, aber beschwerlich und kräftezehrend bleibt dieser Weg trotzdem.
Apropos Polen: Die Damen würden über einen längeren Zeitraum zu mir kommen, wenn sie Lust auf 'Lusche' haben.:D:D:D
 
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  • #11
Einen wunderschönen guten Abend, liebe (Dauer?)Singlelinnen und (Dauer?)Singles!:D
Na, habt Ihr mal wieder eine datelose Zeit gehabt? Wenn ja, dann habt Ihr wenigstens Eure Kräfte geschont. Die Lusche ist kräftemäßig bis heute noch angeschlagen...wegen eines Ferndateso_O

Also, es ereignete sich vor ein paar Wochen, dass mich eine sehr nette Dame im Parship angeschrieben hat. Ja, uns Herren mit über 50 Lenzen passiert das schon mal öfter. Dame, so anfang vierzig, sehr weiblicher Habitus...Alles super, nur eine Kleinigkeit...die Entfernung. Waren uns am Telefon einig, dass wir das meistern könnten. Hauptsache Liebe!

Die Lusche voll von Manneskraft und Tatendrang hat sich am Samstagmorgen in Schale geworfen, sich ordentlich mit Kölnisch Wasser eingeträufelt, seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) gestartet und ca. 300 km in südlicher Richtung gefahren. Es war ein schwülheißer Tag und ich hatte mir Kölnisch Wasser und Deoroller ins Handschufach gelegt. Ebenso durfte die 1,5 L Flasche Mineralwasser (Medium) vom Aldi nicht fehlen.

Unterwegs auf der Autobahn, die Hölle kann ich Euch sagen. Die Lufttemperatur stieg und stieg und dazu noch eine Baustelle nach der anderen. Naja, und dann hatte ich mit meinem guten alten Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) das Problem, dass die Spur nicht mehr richtig eingestellt war und ich ständig gegenlenken musste (ohne Servolenkung). Also, nichts mit ab und zu Nickerchen während des Fahrens!

Nach ca. 200 km Lusche völlig groggy am Steuer und betend "Lieber Gott! Mach, dass beim Date die Chemie nicht rüberkommt! Bitte, erspar mir so eine Fernbeziehung!"
Dann kurz vorm Ziel letzte Autobahnraststätte angefahren, mit den Truckern die Duschanlage benutzt, frisches Hemd angezogen und weiter.

Zum Date erschien Lusche pünktlich und zumindest optisch gesehen frisch. Zum Date selbst will ich mich nicht weiter äußern. Die Dame war supersympathisch, aber die Chemie kam (gottseidank) von beiden Seiten nicht rüber. Von meiner Seite aus wahrscheinlich deswegen nicht, weil sich meine Emotionen verhakt haben. Ich musste immer an die beschwerliche Fahrt denken. Zum Abschied haben wir uns kameradschaftlich die Flosse gedrückt und alles Gute gewünscht. Aufatmend stieg die Lusche in seinen Dacia Sandero (ohne Klimaanlage) und brauste davon. Was heißt brausen? Ein Stau nach dem anderen und dann musste ich unterwegs das Rad wechseln, weil ich einen Platten hatte...und das in sengender Hitze...und das mir mit meinen 58 Lenzen!

Zu Hause angekommen (Zwei Stunden später als geplant!), kalt geduscht, danach einen Cognac und ab ins Bett. In der Nacht noch Albträume von nie endenden Autobahnfahrten...

Am nächsten Morgen darüber reflektiert. Sind Fernbeziehungen überhaupt meine Sache?
Über Jahre hätte man Wochenende für Wochenende diese Strecke herunterjackeln müssen. Die Dame war an ihrem Job gebunden, schwierig zu wechseln, bei Lusche als Landesbeamter sowieso...Keine vernünftige Bahnverbindung...im Winter? Und die nicht üppig verdienende Dame mit ihrem altersschwachen Skoda Fabia (Dreizylinder HTPI 60 PS, aber wenigstens mit Klimaanlage)?

Nun werdet Ihr wahrscheinlich sowieso wieder über mich lachen, so nach dem Motto "Selbst schuld mit einer Ostblockmöhre ohne Klimaanlage!" Sicherlich hat der Zustand und die sparsame Ausstattung meines Autos sicherlich nicht zur Entschärfung der Ferndatesituation wesentlich beigetragen, aber ich denke, dadurch wurde das Grundproblem einer Fernbeziehung noch deutlicher vor Augen geführt. Ich liebäugle ja auch schon mit einem nagelneuen Polo GTI (2,0 Liter, 200 PS)...aber prinzipiell gelöst wäre das Fernbeziehungsproblem damit noch nicht.

Mal abgesehen von meiner Polenfahrt im Sommer, wo ich jetzt noch nicht weiß, was als Ergebnis rauskommen wird, möchte ich einfach mal eine Diskusiion in Gang setzen, ob Fernbeziehungen überhaupt sinnvoll sind. Wenn ja, bis zu welcher Distanz?
Ich habe jetzt schon an diesem Beispiel erfahren, dass es in der Theorie und mit dem Finger auf der Landkarte immer viel einfacher ist als in der Realität.o_O
Oh man (n) , DatingL; wir fühlen mit dir...unterhaltsame Geschichte für'nen faulen Sonntag ;) Grüße aus Ruhrgebiet
 
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  • #12
möchte ich einfach mal eine Diskusiion in Gang setzen, ob Fernbeziehungen überhaupt sinnvoll sind. Wenn ja, bis zu welcher Distanz?
Ich treffe mich seit Jahresbeginn mit einem Mann, der 250km entfernt wohnt. Zwei Stunden mit dem Zug. Das ist alles eher eine Baustelle als eine Beziehung, aber die Entfernung ist wirklich nicht das Hauptproblem. Ich bin allerdings beruflich etwa alle zwei Wochen in der Stadt, in der er wohnt, oder auch in Städten, die für ihn halbwegs gut zu erreichen sind, das erleichtert manches. Und ich fahre schon immer sehr viel Zug, das strengt mich nicht an. Kann ich gut arbeiten.

Ich habe drei Jahre Fernbeziehung hinter mir, mit dem Ex (in der Mitte unserer gemeinsamen 20 Jahre, beruflich bedingt). Toll war es nicht, aber wirklich geschadet hat es unserer Beziehung nicht.
 
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  • #13
Ich schließe mich @fraumoh an! Lustige Geschichte.
Danke und Grüße aus Berlin..... :)

Zur Sache - Fernbeziehung auf Dauer will ich auch nicht. Selbst wenn man einen Umzug in Erwägung zieht, liegt die Schwierigkeit im ausreichenden Kennenlernen vorab. Dafür bleiben ja meist nur die Wochenenden oder mal ein Urlaub. Funktionieren kann es trotzdem, wenn es passt. Glaub ich jedenfalls..... :rolleyes:
 
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  • #14
Danke für die lustige Geschichte!