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Fernbeziehung und Nähe

Mein Freund wohnt nicht um die Ecke, weshalb wir uns nur an den Wochenenden und dann auch nicht die ganze Zeit sehen können, weil wir manchmal auch an den Wochenenden arbeiten müssen. Ich merke zunehmend, dass mich das nicht froh macht. Mir fehlt eine Perspektive, ein gemeinsames Ziel. Nun frage ich mich, ob ich zu kritisch bin und eigentlich doch dankbar dafür sein sollte, dass die gemeinsame Zeit fast immer sehr schön ist. Wie seht Ihr das, und wie habt Ihr Fernbeziehungen so gestalten können, dass sie erfüllend sind/waren, trotz der knapp bemessenen Zeit und trotz der fehlenden Aussicht auf mehr? Wie kann es gelingen, sich trotz Ferne auf Gefühlsebene nah zu sein?
 
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  • #2
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von delfin 1988:
Wie seht Ihr das, und wie habt Ihr Fernbeziehungen so gestalten können, dass sie erfüllend sind/waren, trotz der knapp bemessenen Zeit und trotz der fehlenden Aussicht auf mehr? Wie kann es gelingen, sich trotz Ferne auf Gefühlsebene nah zu sein?
Hallo delfin 1988

Es kommt darauf an, welche Einstellung ihr habt. Was versteht ihr beide denn unter einer Fernbeziehung genau? Solange es für euch beide stimmt ist es gut, sobald jedoch für den einen etwas nicht mehr stimmt ist eine Veränderung nötig, ohne die die Beziehung längerfristig nicht aufrechterhalten werden kann. Die Tatsache, dass du hier "öffentlich" fragst ist für mich aber bereits ein Alarmzeichen und zeigt mir, dass du fühlst dass für dich etwas nicht mehr stimmen kann. Sprecht miteinander offen und ehrlich über eure Bedürfnisse.
Du hast dies ja auch gewusst, dass dein Freund nicht um die Ecke wohnt und bist trotzdem eine Beziehung eingegangen. Du hast dabei wahrscheinlich in deiner Verliebtheit die Konsequenzen nicht gesehen und dich "unüberlegt" der Liebe "hingegeben" - wenn ich das mal so sagen darf :) Leider heisst dies aber nicht, dass du diese Konsequenzen nicht trotzdem tragen musst und ich denke, dir wird das jetzt immer mehr bewusst. Aber das sind Lebenserfahrungen die jeder Menschen macht und diese sind nicht "schlecht" oder "gut", sondern stärken dich auf deinem Lebensweg.

Die "materielle Nähe", dass du ihn wirklich spüren kannst - trotz der Distanz - ist und bleibt natürlich eine Illusion!

Du kannst dich aber mental richtig einstellen, einerseits indem du dich gedanklich mit ihm verbindest und andererseits indem du gewisse geistige "Skills" kennenlernst. Dass Telepathie funktioniert ist schon lange kein Geheimnis mehr. Alles was du materiell erschaffst, hast du zuerst in deinem Kopf gedacht und mit deinem geistigen Auge gesehen. Somit ist die geistige Welt der materiellen Welt übergeordnet und es macht daher Sinn, sich auch mit den sogenannten "geistigen Lebensgesetzen" auseinanderzusetzen.

Die Macht der Gedanken ist enorm und durch das morphogenetische Feld sind auch alle Lebewesen miteinander verbunden, egal wie weit weg sie voneinander sind. Das "Doppelspalt Experiment" in der Quantenphysik und die "Verschränkung" passt auch gut dazu. Du kennst ja diese Geschichte wo das Hundchen zuhause bereits an der Türe wartet, weil es "weiss" dass Herrchen bald nach Hause kommt; oder Geschwister die in verschiedenen Ländern wohnen, wo trotzdem die eine genau spürt, dass mit der Schwester etwas nicht stimmt; oder ich habe an jemanden gedacht und Minuten später klingelt das Telefon und dieser jemand ist dran.....ohps vielleicht bin ich etwas vom Thema abgekommen, doch irgendwie hängt für mich eben alles zusammen... Kannst ja selbst etwas im Internet durchstöbern zu diesen Themen - ist sehr spannend :)

Du lebst ja nicht für jemand anders oder um jemandem zu gefallen und du tust dir (und ihm schlussendlich ja auch) keinen Gefallen, wenn du dich verstellst und dich für irgendetwas aufopferst - somit nicht mehr dich selbst sein kannst. Du lebst dein Leben und bist auf "deinem" Weg. Begleitet dich dabei ein Partner für eine Weile (oder für immer) ist das schön, wenn nicht ist es auch gut und es braucht noch Zeit für einen (neuen) Partner. Wenn eine Türe zugeht, geht automatisch eine neue auf - auch wenn du diese vielleicht nicht sofort siehst. Kannst du mich verstehen? Du musst für dich entscheiden wie du deinen Weg weitergehen möchtest. Du bist in deinem Leben primär der wichtigste Mensch und auch nur du hast die Verantwortung für dein Leben, niemand anders kann diese haben. Es ist dein Leben und diese Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen. Du bist der Gestalter deines Lebens!

Zum Schluss magst du vielleicht ein Taschenbuch lesen, welches mich auch sehr inspiriert hat. Es ist von Jaime Jaramillo und heisst: "Ich liebe Dich…, aber ich bin glücklich ohne Dich". Lass dich nicht vom Titel täuschen, es geht generell darum, dass wir autonom, eigenständig und selbstbestimmt sind, um unseren Lebensweg gehen zu können. Lass dich überraschen :)

Das ist alles natürlich nur meine Meinung und diese braucht auch niemand zu übernehmen :)

Wünsche dir alles Liebe, Freespirit
 
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  • #3
AW: Fernbeziehung und Nähe

@Freespirit

Einige gute Anregungen. Für mich ist Autonomie IN der Beziehung wichtig, nicht außerhalb. Diese Autonomie innerhalb funktioniert nur dann, wenn es absolut offen und ehrlich zugeht, damit eine echte Auseinandersetzung mit dem Gegenüber überhaupt möglich wird, man die Chance hat, sich ernsthaft zu begegnen. Das fällt mir zu Deinem Beitrag ein, wenn auch eher OT. Oder doch nicht?
 
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  • #5
AW: Fernbeziehung und Nähe

@Freespirit

Nicht zum eigentlichen Thema gehörend
 
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  • #6
AW: Fernbeziehung und Nähe

OT = nicht zum eigentlichen Thema gehörend.
Na, da sag ich jetzt nichts dazu - das ist selbsterklärend ;-)

Wenn du meinen Text so siehst, dass er nicht zum eigentlichen Thema gehört ist es für dich und deine Wahrnehmung so.

Weisst du, es gibt Menschen die verstehen mich und es gibt Menschen die nicht verstehen können (oder wollen) was ich meine.

Dann bin ich mal gespannt, wie die anderen auf deinen Text reagieren und hoffe doch für dich so, wie du es dir vorstellst ;-)

Am Schluss wirst du nicht drumrum kommen, dich hinzusetzen (alleine) um eine Entscheidung für dich und dein Leben zu fällen - denn du bist diejenige die Zweifel hat und für dich scheint ja etwas nicht zu stimmen so wie es jetzt ist - egal wer was schreibt.

Wünsche dir noch viele spannende Herausforderungen im Leben - Gruss, Freespirit
 
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  • #7
AW: Fernbeziehung und Nähe

Hallo Freespirit, das ist ein Missverständnis!!! Ich meinte, womöglich seien MEINE Gedanken meines zweiten Posts OT! Ich war mir nicht sicher als ich es schrieb, hoffte jedoch, weil mir Dein Post viel gab, Du hättest dazu eine Idee. Entschuldige. Es würde mich sehr interessieren, was Du zum zweiten Post denkst.
 
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  • #8
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von delfin 1988:
@Freespirit

Einige gute Anregungen. Für mich ist Autonomie IN der Beziehung wichtig, nicht außerhalb. Diese Autonomie innerhalb funktioniert nur dann, wenn es absolut offen und ehrlich zugeht, damit eine echte Auseinandersetzung mit dem Gegenüber überhaupt möglich wird, man die Chance hat, sich ernsthaft zu begegnen. Das fällt mir zu Deinem Beitrag ein, wenn auch eher OT. Oder doch nicht?
Ach so meinst du das, hei es ist einfach besser man könnte solche Dinge 1:1 besprechen.
Delfin, das ist doch nicht wichtig ob deine Worte OT oder nicht OT sind. Es sind deine Worte. Höre ich da Selbstzweifel heraus, dass es nicht gefällt was du sagst? Hey, easy - sei dich selbst und sage was du fühlst und nicht das was andere hören wollen :)

Nun ich finde Autonomie schon wichtig, wie du auch sagst - Jeder Mensch hat immer sein eigenes Leben, egal welche Rolle er "nebenbei" hier auf Erden gerade hat. Sei es Partner, Mutter, Vater etc. somit ist es wichtig dieses eigene Leben auf eine gewisse Art leben zu können, sonst "stirbt man" längerfristig auf allen Ebenen und opfert sich nur noch für die Rolle auf.
Offen und ehrlich mit Respekt aufeinander zugehen sehe ich als selbstverständlich an - egal ob Fernbeziehung oder "Nahbeziehung".

"Eine echte Auseinandersetzung","Die Chance sich ernsthaft zu begegnen", wie du schreibst; auch die Definition "Fernbeziehung" sind für mich Ausdrücke die relativ sind, das heisst jeder Mensch versteht darunter etwas anderes. Somit ist es einzig und allein wichtig was du und vielleicht dein Freund darunter verstehen. Alles andere verwirrt und ist irrelevant. Irgendwie habe ich das Gefühl, du sprichst in dem Fall Dinge an, die mit den Zweifeln in deinen Fragen nichts zu tun haben. Ich weiss nicht genau, was du mit deinem zweiten Thread aussagen möchtest und möchte auf deine Kernfragen zurückkommen. Es geht nicht primär um meine Antwort, sondern um deine Fragen in denen du mitteilst, dass für dich etwas nicht stimmt. Das ist die Ausgangslage. Daraufhin habe ich dir meine Gedanken geschrieben.

Eigentlich ist dein Thread-Name ja eine Illusion (?) Eine Art Nichtakzeptieren dessen was IST. Du kannst von einer Fernbeziehung nicht körperliche Nähe verlangen. Vielleicht kommt dein Freund längerfristig zu dir oder vielleicht du zu ihm? Vielleicht lässt sich im Job etwas machen, dass du oder er die Filiale wechselt bei einem internationalen Unternehmen? Fragt doch mal eure Chefs im Geschäft, ob sich da irgendetwas machen lässt; ein Praktikum oder irgendwas. Auch Chefs haben gute Ideen, wenn es darum geht ihre Mitarbeiter glücklich zu machen :)
Oder macht doch mal richtig Ferien zusammen, mindestens mal zwei Wochen "aufeinander zu hocken". Habt ihr das mal gemacht ohne, dass ihr euch auf den Geist geht? Wie sonst findest du seine Macken und er deine heraus ohne dass ihr mal eine Zeit lang zusammen ward ? Wie stellst du (ihr) das konkret vor? Wie stellst du dir in dieser Situation eine Beziehung vor? Und er? Wie wollt ihr denn herausfinden ob es für eine Partnerschaft längerfristig überhaupt reicht? Prinzipiell sehe ich eine Fernbeziehung als möglich an und kann sogar intensiver gelebt werden, da "man" sich einmal für eine Zeit lang nicht sieht und wenn man sich dann sieht ist es mega. Aber eben, das ist nicht jedermanns und jederfraus Sache! Und für dich scheint es auch nicht das zu sein, sonst würdest du diese Fragen nicht stellen. Vielleicht ist auch dein Freund nicht glücklich mit der Situation (?) Wollt ihr denn zusammen unglücklich sein?

Ich rate dir, meine Zeilen nochmals (vielleicht mehrmals) zu lesen und in dir zu spüren was sie auslösen. Auch meine letzte Antwort war nicht einfach eine 0815-Antwort, sondern birgt einiges in sich. Vielleicht haben dich meine vielen Inputs auf einmal etwas überfordert - entschuldige, das war nicht meine Absicht, meine Finger schreiben manchmal einfach drauflos.
Delfin ich kann dir wirklich nicht mehr sagen als was ich schon geschrieben habe. Entweder du kannst für dich etwas damit anfangen oder nicht. Lass es etwas "sacken" und wirken und werde dir deines wahren Lebens bewusst und warum du hier auf der Welt bist.

Auf jeden Fall kannst du nicht darauf warten, dass dir eine "Lösung" auf dem silbernen Tablett präsentiert wird, da musst du dich schon zwingend mit dir und deinem Leben befassen. Ich weiss es ist nicht leicht, doch anders geht’s einfach nicht!

Zum Schluss noch eine Lebensweisheit von Eckart Tolle:
"Die Menschen sollen nicht so viel nachdenken, was sie TUN sollen, sie sollen vielmehr bedenken, was sie SIND."

Ganz liebe Grüsse, Freespirit
 
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  • #9
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von delfin 1988:
Mein Freund wohnt nicht um die Ecke, weshalb wir uns nur an den Wochenenden und dann auch nicht die ganze Zeit sehen können, weil wir manchmal auch an den Wochenenden arbeiten müssen. Ich merke zunehmend, dass mich das nicht froh macht. Mir fehlt eine Perspektive, ein gemeinsames Ziel. Nun frage ich mich, ob ich zu kritisch bin und eigentlich doch dankbar dafür sein sollte, dass die gemeinsame Zeit fast immer sehr schön ist. Wie seht Ihr das, und wie habt Ihr Fernbeziehungen so gestalten können, dass sie erfüllend sind/waren, trotz der knapp bemessenen Zeit und trotz der fehlenden Aussicht auf mehr? Wie kann es gelingen, sich trotz Ferne auf Gefühlsebene nah zu sein?
Hallo Delfin
Mir ist noch nicht ganz klar, was das Problem ist.
Warum bist du nicht froh ? Fühlst du dich allein, wenn er nicht da ist ? Warum ?
Ist ein gemeinsames Ziel abhängig von der Zeitmenge ?
Kann man nicht auch Gemeinschaft entwickeln, wenn man sich wenig sieht ?
Meinst du mit Perspektive ein gemeinsames Ziel oder die Aussicht, demnächst zusammen zu wohnen ?
Ich denke da so an eine Beiboot-Geschichte von vor langer, langer Zeit ... ;-)
Bei mir und meinem Freund ist es die Klarheit und das Urvertrauen - Entfernung und Zeitmengen sind völlig egal. Wir können uns aufeinander verlassen und wissen, was wir haben. Das reicht für das Glücksgefühl. Ansonsten leben wir unseren jeweiligen Alltag selbstständig. Das macht keine Probleme.
 
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  • #10
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von Schreiberin:
Hallo Delfin
Mir ist noch nicht ganz klar, was das Problem ist.
Warum bist du nicht froh ? Fühlst du dich allein, wenn er nicht da ist ? Warum ?
Ist ein gemeinsames Ziel abhängig von der Zeitmenge ?
Kann man nicht auch Gemeinschaft entwickeln, wenn man sich wenig sieht ?
Meinst du mit Perspektive ein gemeinsames Ziel oder die Aussicht, demnächst zusammen zu wohnen ?
Ich denke da so an eine Beiboot-Geschichte von vor langer, langer Zeit ... ;-)
Bei mir und meinem Freund ist es die Klarheit und das Urvertrauen - Entfernung und Zeitmengen sind völlig egal. Wir können uns aufeinander verlassen und wissen, was wir haben. Das reicht für das Glücksgefühl. Ansonsten leben wir unseren jeweiligen Alltag selbstständig. Das macht keine Probleme.
Liebe Schreiberin, mich macht es froh, von Dir zu lesen.

Obwohl ich es de facto nicht bin, fühle ich mich ohne ihn alleiner als mit ihm. Mit gemeinsamem Ziel meine ich einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt. Das Gefühl unfroh kommt auf, wenn er seine von mir unabhängigen Interessen von Zeit zu Zeit höher ansiedelt als die Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen. Hier stoße ich an meine Grenzen, weil mir die Klarheit, von der Du schreibst, dadurch abhanden kommt.
Kennst Du solche Diskrepanzen?
Woher habt Du und Dein Freund das sichere Gefühl, Euch aufeinander verlassen zu können? Woher das Urvertrauen? Bei mir braucht es gemeinsam Erlebtes, schöne wie schwierige Stunden, damit das Gefühl, sich aufeinander verlassen zu können, entstehen kann. Doch wenn dafür scheinbar nicht genug Zeit ist? Leichte Schräglage bei zwei ansonsten in etwa gleich großen Dampfern. Was tun?

Herzliche Grüße
 
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  • #11
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von delfin 1988:
Mit gemeinsamem Ziel meine ich einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt. Das Gefühl unfroh kommt auf, wenn er seine von mir unabhängigen Interessen von Zeit zu Zeit höher ansiedelt als die Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen. Hier stoße ich an meine Grenzen, weil mir die Klarheit, von der Du schreibst, dadurch abhanden kommt.
Genau daran ist meine letzte Beziehung, die auch eine Fernbeziehung war, gescheitert.
Es kam von ihm in all den Jahren so gut wie nie die frage nach einem gemeinsamen Lebensmittelpunkt. Es schien alles so unabänderbar. Und es gab immer wieder von seiner Seite aus Dinge, die ihm wichtiger erschienen, als gemeinsam zeit zusammen zu verbringen. Auch die Feiertage haben wir kaum mal zusammen verbracht. Da die gemeinsame Zeit aber immer so schön war, habe ich sehr lange an der Beziehung festgehalten. Es gab irgendwie nie einen "Grund" für mich, die Beziehung zu beenden, obwohl ich wußte, es gibt wohl eher vor der Rente keinen gemeinsamen Weg. Das war schon sehr bitter.
Wenn es aber so läuft, wie Schreiberin es beschreibt, hätte ich auch eine Fernbeziehung genießen können. Doch das Ziel, irgendwann einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben, schien mir unerreichbar.
 
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  • #12
AW: Fernbeziehung und Nähe

@Dreamerin

Deine Schilderung klingt heftiger als es bei uns ist.
War es für Dich aus heutiger Sicht der richtige Schritt, Dich zu trennen? Oder wäre es auch möglich und besser gewesen, was schön ist zu genießen und das Gewicht vom Wunsch auf Zusammenleben weg hin auf das Gute in der Partnerschaft zu verlagern?
 
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  • #13
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von delfin 1988:
Deine Schilderung klingt heftiger als es bei uns ist.
War es für Dich aus heutiger Sicht der richtige Schritt, Dich zu trennen? Oder wäre es auch möglich und besser gewesen, was schön ist zu genießen und das Gewicht vom Wunsch auf Zusammenleben weg hin auf das Gute in der Partnerschaft zu verlagern?
Ja, es war für mich der richtige Schritt. Aber nur deshalb, weil etwas gänzlich anderes vorgefallen war, was für mich nicht tolerierbar war. Der Auslöser sozusagen, der gar nichts mit der beschriebenen Problematik zu tun hatte.
Wäre dies nicht passiert, wären wir bestimmt heute noch zusammen (ist 2 1/2 Jahre her). Es gab so viele Schnittmengen. Aber wir haben uns immer nur so alle zwei Monate für eine Woche gesehen. Dann aber sehr intensiv. Ich war immer zu mehr bereit, er nicht. Ich wäre sicher noch länger geduldig geblieben. Denn ich gebe zu, auch mein Leben ist nicht so einfach veränderbar. Wie das eben so ist mit Ü50. Man kann nicht einfach mehr so eben mal den Job wechseln. Verantwortung für kranke Eltern, er selbstständig in 500 km Entfernung. Alles so Sachen, die einen in jungen Jahren nicht so berühren. Ja, ich hätte so weitergemacht, weil ich ihn liebte!
 
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  • #14
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von delfin 1988:
Leichte Schräglage bei zwei ansonsten in etwa gleich großen Dampfern. Was tun?
Hallo delfin!

"Leichte" Schräglage....das kann sicher ausgeglichen werden..."zwei ansonsten in etwa gleich große Dampfer"...klingt vielversprechend.

Was tun?
Prioritäten setzen.

Was ist wirklich wichtig?
Der Mann, die Beziehung, die Liebe und Nähe und Vertrautheit zwischen Euch?
Ist die Tatsache, einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben - oder ein solches Ziel anzuvisieren - sehr wichtig, wichtiger als alles andere? (was völlig legitim wäre)

Oder ist dieser Zweifel, der an Dir nagt, die (zersetzende) Stimme der Perfektion, die Dir einflüstert, was nicht perfekt ist - ist gar nichts?

Was ist für Dich das allerwichtigste?
Daran halte fest. Mit ganzer Kraft, mit ganzem Herzen.

Lass es Dir nicht schlechtreden. Steh dazu - zu Dir und Deinen Werten.
 
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  • #15
AW: Fernbeziehung und Nähe

Zitat von Elli:
Hallo delfin!

"Leichte" Schräglage....das kann sicher ausgeglichen werden..."zwei ansonsten in etwa gleich große Dampfer"...klingt vielversprechend.

Was tun?
Prioritäten setzen.

Was ist wirklich wichtig?
Der Mann, die Beziehung, die Liebe und Nähe und Vertrautheit zwischen Euch?
Ist die Tatsache, einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu haben - oder ein solches Ziel anzuvisieren - sehr wichtig, wichtiger als alles andere? (was völlig legitim wäre)

Oder ist dieser Zweifel, der an Dir nagt, die (zersetzende) Stimme der Perfektion, die Dir einflüstert, was nicht perfekt ist - ist gar nichts?

Was ist für Dich das allerwichtigste?
Daran halte fest. Mit ganzer Kraft, mit ganzem Herzen.

Lass es Dir nicht schlechtreden. Steh dazu - zu Dir und Deinen Werten.
Liebe Elli,

danke Dir für deine Anregungen. Daraus kann ich schöpfen!