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  • #31
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Zitat von Doctor Bob:
warum fragen viele Menschen so wenig nach? im Dialog sollten wir doch pingpong spielen. Ball hin, Ball zurück.
Kommt ganz selten. Stattdessen werden gar keine Bälle geworfen oder ein Ball nach dem anderen wird geschossen ohne den Rückwurf abzuwarten.
Wenn ein Gespräch locker flockig läuft, oder wenn mich ein Gesprächsthema interessiert und ich merke, ich kann entweder noch etwas lernen oder aber etwas vermitteln kann, dann bin ich dabei, auch wenn das bedeutet, dass in dieser Nacht nicht mehr geschlafen wird. Da kann sich auch gern Thema an Thema reihen. Auf diese Weise hat sich schon mancher Nachmittag bis zur Morgendämmerung ausgedehnt. Da steh ich auch mal ne halbe Stunde im T-Shirt bei winterlichen Temperaturen mit dem Nachbarn an der Wertstoffinsel.

Obwohl ich einigermaßen vielseitig interessiert bin kann ein Gespräch scheitern z.B. weil:

- Ich überhaupt keinen Bezug zum Thema habe.

- Das Thema schon mehrfach besprochen wurde und die Diskussion sich ergebnislos im Kreis dreht.

- Der Gesprächspartner mir unsympathisch ist.

- Das Gespräch auf eine Weise geführt wird, die mir Unlust bereitet. (z.B. provokativ, tendenziös, manipulativ)

- Die Aussage des Kommunikationspartners mir einleuchtend und schlüssig schien, also keine Fragen offen blieben.

- Das Thema oder die Art wie es vorgetragen wird weckt mein Interesse nicht bzw. nicht in dem Maße, dass mir der zu erwartende Benefit den zeitlichen Aufwand wert ist.

- Das Thema ist zwar interessant, ich möchte mehr darüber wissen aber Nachfragen offenbaren, dass der Kommunikationspartner bereits alles gesagt hat, was er darüber weiß. (Ist mir z.B. während meiner Schulzeit bei Lehrern oft begegnet.)
 
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  • #32
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Zitat von SineNomine:
Nun ja, das Ping-Pong-Bild legt für mich eine solche Deutung zumindest recht nahe.

Wenn damit nur gemeint sein sollte, das Kommunkation in irgendeiner Form wechselseitig sein sollte damit sie funktioniert, dann sofort d'accord. Wobei das aber, und das war mein Punkt, nicht unbedingt bedeuten muss, dass Gesprächsanteile bei jeder Gelegenheit immer sehr ausgewogen verteilt sein müssen. Es darf für mich, insbesondere dann, wenn man über den Schritt eines ersten Kennenlernens hinaus ist, durchaus auch mal Gespräche geben, bei denen einer eher Sprechender und der andere eher Zuhörer ist, solange beide trotzdem noch miteinander kommunizieren und der Sprechende da nicht einen Monolog für die gegenüberliegende Wand hält.
Nein, Ping-Pong bedeutet nicht schnell und hektisch, sondern eine ausgewogene Art und Weise, wo jeder mal der Zuhörer und der Redner ist, aber wenig Monologe, dafür viel Zustimmung oder notfalls auch klare Ansage, wenn das Thema nicht interessiert bzw. oder schon für einen ausführlich diskutiert wurde, aber auch da muss man auf den Anderen eingehen, wenn der Andere trotzdem noch Diskussionsbedarf hat. Ist zwar dann etwas anstrengend, aber man kann ja selber auch mal in so eine Situation kommen und hofft dann auf das Entgegenkommen des Anderen.

Ganz schlimm finde ich die Männer, die stumm, ohne jegliche Körpersprache, mit versteinerten Blick da sitzen und einem zwar zuhören, aber keinerlei Feedback kommt, weder verbal, noch durch Lächeln, Kopfnicken oder ähnliches.

Ganz schlimm sind die Menschen, die einen nicht mal anschauen, wenn man sich mit ihnen unterhält bzw. was sagen will.
 
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  • #33
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Zitat von Nettmann:
... dass da halt schon mal ein Kloß im Hals sitzt.
... Harte Arbeit ....
Hallo Nettmann,

noch mal: Frauen WOLLEN mit dir sprechen; insbesondere die Frauen, die du hier triffst. Frauen sprechen gerne. Frauen sprechen gerne mit Nett(en)Ma(e)nn(ern). Es geht auch gar nicht so sehr darum, was gesprochen wird. Das WIE ist oft viel wichtiger.

Also, mach dich locker und übe fleißig ;-) der Rest kommt von ganz allein...

Viel Spaß
Carlo
 
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  • #34
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Zitat von Mentalista:
Kommt man jemals aus der Gegenpol-Geschichte raus?

Bedeutet das, dass ich als gestandene Frau, die wenig Probleme im Leben hat, bodenständig lebt, zufrieden ist mit dem was sie hat, dann nur für die Männer interessant ist, die genau das Gegenteil von mir sind und leben?
Aus der Gegenpolgeschichte kommt man raus indem man nicht ständig im einen Pol verharrt und eine gesunde Mitte hat. Ich würde es nennen: die Kunst Weisheit und Liebe zu leben, u.a. indem man Frau und Mann in sich vereint hat. Ich finde es beim PS-Test auch interessant wieviel weibliche Anteile ein Mann verkörpert und lebt.
Niemand ist perfekt, gleichwohl gibt es Männer, die ebenfalls diese beiden Seiten optimiert haben.
Dann gemäss Punktezahl bemerke ich auch, dass mein Grosszügigkeitsfaktor die aller Männer bisher übertrifft und es geht hier wohl kaum nur um das Portemonnaie. Sondern wie hoch ist die gegenseitige Akzeptanz.

Was das Kommunizieren anbelangt, braucht es auch eine gewisse Übereinstimmung und Toleranz. Ich würde jedoch nicht schon zu Beginn gleich festmachen wollen in wie weit es passt. Manche Menschen brauchen eine gewisse Anwärmungs- oder Auftauzeit.

Noch zu deiner Frage: Ich betrachte mich auch als gestandene Frau, die einiges gemeistert hat und ein gutes Leben, selbstbestimmtes Leben führt. Momentan bin ich befreundet oder ziehe Männer/Menschen an die massive Probleme haben (gesundheitlich oder finanziell), also bleibt es dabei Freundschaft zu pflegen. Mir stellt sich also die Frage, in wieweit bin ich wirklich nochmals bereit für eine Partnerschaft.
 
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  • #35
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Zitat von carlo:
Hallo Nettmann,

noch mal: Frauen WOLLEN mit dir sprechen; insbesondere die Frauen, die du hier triffst. Frauen sprechen gerne. Frauen sprechen gerne mit Nett(en)Ma(e)nn(ern). Es geht auch gar nicht so sehr darum, was gesprochen wird. Das WIE ist oft viel wichtiger.

Also, mach dich locker und übe fleißig ;-) der Rest kommt von ganz allein...

Viel Spaß
Carlo
Was gesprochen wird, ist für mich schon auch wichtig.
Es locker anzugehen ist eine gute Wahl, denn wenn man sich gibt wie man ist, erfährt man ob man bei dieser Person auch ankommt. Wenn nicht, vielleicht bei der nächsten oder eben, man wird gelassener und kann sich plötzlich blendend unterhalten.
 
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  • #36
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Zitat von Satjamira:
Mir stellt sich also die Frage, in wieweit bin ich wirklich nochmals bereit für eine Partnerschaft.
Danke für die vielen Zeilen, die mich zum Denken-Überlegen anregen.

Willst du damit sagen, dass man vielleicht nicht Beziehungs-Partnerschaftsbereit ist, wenn man genau die Menschen anzieht, die div. masssive Probleme haben? Wenn dem so ist, würde ich mich freuen, wenn du das näher erklärst.

Ich pflege meine wenigen Freundschaften, aber mit massiv Problembeladenen Menschen gehe ich keine weiteren Freundschaften ein.
 
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  • #37
AW: fehlendes Nachfragen: Desinterese oder Taktvoll?

Hallo Carlo, hallo Satjamira,
danke für den Zuspruch von euch beiden. Ich hab ja auch geschrieben, dass das mit dem Kloß im Hals kaum noch auftritt. Die Übung hat da schon viel geholfen und ich seh das locker, schau einfach, daß es eine gute Zeit wird, ohne Druck. Insofern:
Alles wird gut! :)