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  • #46
Sind es Klischees oder eher Erfahrungswerte? Wenn ich mich bei den Frauen um die 40-50 Jahre umschaue, haben die meisten weiblichen Wesen kaum noch oder nur wenig Interesse an Sex. :)rolleyes: Klimakterium???) Auf der anderen Seite höre ich Männer, die sich darüber beschweren, dass vor allem in langen Bindungen nichts mehr läuft und eher eine geschwisterliche freundschaftliche Liebe verbindet als die körperliche Anziehungskraft. Viele Männer trennen sich dann aus diesem Grund und Frauen sind dann oft so fassungslos, warum er dann nach all den Jahren geht um noch was zu erleben. Bei den Dates ist das auch schnell Thema, dass Männer wissen möchten, ob ich Spass am Sex habe. Wenn ich dann anfange von Tantra zu erzählen, kommt ein Aufatmen.
Also du kennst so viele Frauen Ü40 und all diese Frauen haben keine Lust mehr auf Sex? Also nicht mehr auf Sex allgemein, oder nur auf Sex mit ihrem Mann/Partner?

Woher dieses Wisssen, dass viele Männer sich wegen fehlenden Sex dann von ihren Frauen trennen? Stimmt m.E. nicht damit überein, dass die meisten Scheidungen von Frauen eingereicht werden.

Du findest es also normal, beim Daten schnell gefragt zu werden, ob du Sex willst und Spass daran hast?

Wie alt bist du eigentlich?
 
M

MaryLu

  • #47
Ich habe mich mit der Thematik einige Zeit beschäftig, bzw. beschäftigt sie mich.

Es gibt da grundsäzlich drei Richtungen die eingeschlagen werden können.

a) Versuchen die Problematik innerhalb der Beziehung zu klären.
- dazu bedarf es der aufrichtigen Bemühung beider Partner. Sobald einer sagt es sei nicht sein Problem oder er fühle sich unter Druck gesetzt hat der andere keine Chance.

b) Trennung und Neubeginn
Das führt im ersten Schritt und auf unbestimmte Zeit nicht zum ersehnten Ziel, nämlich die Libido mit der geliebten Lebenspartnerin zu teilen.
Dazu muss dann nämlich erst eine neue passende Partnerin gefunden werden, was die Gefahr birgt, dass man eines Tages wieder am Ausgangspunkt ankommt.
Es ist ja geradezu eine Art Hasardspiel erstmal alles wegzuschmeißen, mit praktisch nichts mehr dazusitzen und dann darauf zu hoffen, dass das sich alles irgendwie wieder neu oder gar besser findet.

c) Outsourcing
Es scheint mir ist üblich geworden zu sein, viele Dinge die einst gemeinsam mit dem Partner getan wurden outzusourcen oder allein zu machen. Ich Regalmeterweise Ratgeber gelesen mit diesem Tenor.
Sport kann man mit Freunden treiben
Hobbies kann man mit Freunden betreiben
Gespräche kann man mit Bekannten, Verwandten, Freunden, Arbeitskollegen, Foristen oder Facebookfreunden führen.
Ins Kino, Theater etc. gehen soll man notfalls allein gehen. Wenn man den Ratschlägen erfahrener Psychologen Glauben schenken darf ist heute alles ohne Partner möglich und jeder ist zu 100 Prozent für sich selbst und nur für sich selbst verantwortlich. Das Outsourcing des Sexuallebens ist natürlich immer noch bäh...
Ich persönlich glaube nach wie vor fest daran, dass ein erfülltes Sexualleben nicht nur von gemeinsam geteilten Vorlieben sondern auch von auf intensiver Zuneigung (Liebe) basierender Intimität getragen wird. Weiterhin bin ich der Meinung, dass diese besondere Intimität nicht möglich ist, wenn einer der Partner hintergangen wird oder sich hintergangen fühlt oder mit seinen Bedürfnissen keine Beachtung findet.
Trotzdem mag es vielen Menschen wie ein folgerichtiger Schritt erscheinen, brach liegendes Sexualleben zu outsourcen wenn es innerhalb der Partnerschaft nicht gelebt werden kann und die (noch) funktionierenden Teile der Partnerschaft zu erhalten. Wertvolle und liebgewordene Teile die bei einer Trennung zwangsläufig dem Verzicht anheimfallen, während das was ersehnt wird weiterhin auf unbestimmte Zeit nur in der Fantasie existiert.
Man könnte auch argumentieren, dass man jemanden, mit dem man in jungen Jahren unerfahrenerweise den Bund für´s Leben geschlossen hat, nicht die Verantwortung für die lebenslange Erfüllung seiner romantischen und/oder sexuellen Bedürfnisse aufhalsen dürfte, da dies wohl die meisten Menschen irgendwann überfordern muss.
Man könnte vereinbaren, dass derjenige der sich selbstbestimmt aus dieser Verantwortung zieht, es fairerweise dem Partner überlässt ebenso selbsbestimmt zu entscheiden wie dieser fürderhin mit seiner Libido umgeht oder mit wem. Auch eine Trennung wäre fairer als darauf zu warten, dass der andere Partner reagiert.
Man nannte es einst eheliche Pflichten. Mir persönlich wäre Sex der mir aus Pflichtgefühl oder warum auch immer "gewährt" würde kein Genuss. Ich will dass sie will und ich will das spüren, sonst geht es nicht.
Ich will weder fremdgehen noch warmwechseln. Ein Hasardeur bin ich aber auch nicht.
So hänge ich also vorerst weiter zwischen Baum und Borke.
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  • #50
Sind es Klischees oder eher Erfahrungswerte? Wenn ich mich bei den Frauen um die 40-50 Jahre umschaue, haben die meisten weiblichen Wesen kaum noch oder nur wenig Interesse an Sex. :)rolleyes: Klimakterium???)
Da muss die Lust nur wieder gekonnt geweckt werden, dann klappt's auch wieder mit der intimen Körperlichkeit.
Auf der anderen Seite höre ich Männer, die sich darüber beschweren, dass vor allem in langen Bindungen nichts mehr läuft und eher eine geschwisterliche freundschaftliche Liebe verbindet als die körperliche Anziehungskraft. Viele Männer trennen sich dann aus diesem Grund und Frauen sind dann oft so fassungslos, warum er dann nach all den Jahren geht um noch was zu erleben.
Viele Männer trennen sich auch, weil es schlichtweg langweilig geworden ist. Das Visuelle reizt schon lange nicht mehr ("alles schon gesehen"). DEN Frauen reicht das Standardprogramm fast immer aus, sind die meisten doch froh, wenn ER sich überhaupt mal in der Lage sieht (oder gewillt ist) zur "Tat zu schreiten".
Und DER Mann ist und bleibt ein Jäger, der bestrebt ist, seine Gene in der Welt zu verteilen und dementsprechend sehr oft auf der Suche nach etwas anderem, neuen, vermeintlich "noch besserem" ist. Erhofft er sich dadurch nicht zuletzt eine Art "Wiederbelegung" seiner erlahmenden Libido ("der ältere Mann "nimmt" sich gerne eine jüngere Frau").
 
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  • #52
Gespräche über Gefühle finde ich allerdings auch endboring, vor allem weil man da komplett aneinander vorbeiredet.
 
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  • #55
Ich fühl mich ja etwas zu jung für die Diskussion hier..

Es scheint mir ist üblich geworden zu sein, viele Dinge die einst gemeinsam mit dem Partner getan wurden outzusourcen oder allein zu machen. Ich Regalmeterweise Ratgeber gelesen mit diesem Tenor.
Sport kann man mit Freunden treiben
Hobbies kann man mit Freunden betreiben
Gespräche kann man mit Bekannten, Verwandten, Freunden, Arbeitskollegen, Foristen oder Facebookfreunden führen.
Ins Kino, Theater etc. gehen soll man notfalls allein gehen. Wenn man den Ratschlägen erfahrener Psychologen Glauben schenken darf ist heute alles ohne Partner möglich und jeder ist zu 100 Prozent für sich selbst und nur für sich selbst verantwortlich.
Macht man das im Alter nicht automatisch, weil auch irgendwann die Interessen auseinanderdriften?
 
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  • #57
Die gegenseitige Attraktivität nimmt ab, wenn es sich nicht um wirkliche Liebe handelt (ein geliebter Partner ist immer schön und wird es bleiben).
Yep!
Deshalb empfinde ich es auch als so überaus wichtig, dass mir meine Partnerin bereits beim Kennenlernen in hohem Maße auch visuell gefällt. Weil hier so oft etwas von "den inneren Werten" und "Oberflächlichkeit" geschrieben wird/wurde.
 
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  • #59
Deshalb empfinde ich es auch als so überaus wichtig, dass mir meine Partnerin bereits beim Kennenlernen in hohem Maße auch visuell gefällt. Weil hier so oft etwas von "den inneren Werten" und "Oberflächlichkeit" geschrieben wird/wurde.
Na dann am besten gleich mal zum Spiegel laufen, reinschauen und gucken, was du denn da anzubieten hast...