Mentalista

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  • #31
Zitat von fleurdelis:
Ja, kannst du nicht. Definitiv

Davor kann man Respekt haben, und kein - Sorry - dämliches Gequatsche über Gesundheitsprobleme und: Augen auf bei der Berufswahl. Das ist eine Beleidigung an die Intelligenz jeglicher Schichtarbeiter und vor allem deren Lebensumstände.

Stellt doch einfach einen Antrag und protestiert: Stellt Schichtarbeit ein. Juhu… Nachts keine Polizei mehr, keine Ärzte mehr in Krankenhäusern, nachts darf einfach niemand mehr krank werden und Überfälle gibt es nachts auch nicht. Nein, die bösen Jungs halten sich auch dran! Nachts dürfen keine Züge mehr fahren, kein Taxi, lasst doch die Leute auf den Bahnhöfen schlafen. Fabriken stehen auch still, aber beschwert euch nicht wenn ihr morgens beim Bäcker keine Semmeln mehr bekommt. Erst ab 11 Uhr.

Stopp mal jetzt reicht es. Ich habe die Schichtarbeit in keinster Weise abgewertet, sondern nur die Frage des Foristen beantwortet, was wir hier im Forum von Schichtarbeit halten. Ich selber habe für mich sehr früh die Entscheidung getroffen, dass diese Form der Arbeit für mich nicht in Frage kommt.

Das heisst nicht, dass ich mit meiner Meinung damit gleichzeitig die Menschen, die Schicht arbeiten und sehr wertvolles für unsere Gesellschaft leisten abwerte. Es ist ihre Entscheidung, die sie mal getroffen haben und oft, so habe ich es persönlich erlebt, ich habe u.a. mit Polizisten dienstlich zu tun, später bereut haben. Daher mein Hinweis, Augen auf bei der Berufswahl.

Mach mal langsam und komme runter.
 
G

Gast

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  • #32
Übrigens, das Argument mit den Kindern, muss nicht zutreffen. Es kommt immer auf einen selber an, wieviel Zeit man sich für wen nimmt. Bei uns hat das mit den Kindern gut geklappt, weil er in seiner freien Zeit intensiv sich um sie gekümmert hat. Das ist viel mehr wert, als einer, der zwar regelmäßig zu gleichen Zeiten zu Hause ist, aber keine große Lust auf Familie hat.
 
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  • #33
Zitat von fleurdelis:
Ja, kannst du nicht. Definitiv




Davor kann man Respekt haben, und kein - Sorry - dämliches Gequatsche über Gesundheitsprobleme und: Augen auf bei der Berufswahl. Das ist eine Beleidigung an die Intelligenz jeglicher Schichtarbeiter und vor allem deren Lebensumstände.
Es ist keine Beleidigung an die Intelligenz, lediglich ein Hinweis, dass Schichtarbeit durchaus problematisch sein kann.
Dem einen liegt es, dem anderen nicht. Es sollte aber jedem bewusst sein, dass solche Berufe vor-und Nachteile haben.
Es soll auch Berufe geben, die man aus Leidenschaft macht und nicht wegen der Uhrzeiten.
 

vhe

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  • #34
Zitat von Truppenursel:
Von "unglücklich" hat auch niemand etwas gesagt.
Oder möchtest du uns diese Frau nun als leuchtendes Beispiel anbieten, entgegen aller Studien und Erkenntnisse, dass Schichtarbeit gesund und erstrebenswert ist und besonders fruchtbar macht?
Ich will damit sagen, dass der Stressfaktor hinzubekommen ist. Meine beiden Eltern haben (im Osten) auch Vollzeit gearbeitet, mein Vater Schicht /und/ gependelt. Hab mich nie vernachlässigt oder sonstwas gefühlt und ich denk auch nicht, dass meine Eltern damit ein größeres Problem hatten.

Wenn Berufswahl ein Thema ist, dann eher beim höheren Management. 70h/Woche und /wirklich/ ausgepowert heimkommen, weil man Verantwortung für ein paar Tausend Mitarbeiter hat, ist problematischer. Dann heiratest Du keinen Partner sondern einen Kindergärtner, Haushälter und Teddybär.

Abgesehen davon - kein Stress. Das Thema ist "Eure Meinung über Schichtarbeit" und jetzt kennst Du meine. :) Kein Grund zu sich aufzuregen.

(Falls es Dich interessiert, ich hab Gleitzeit und kann mir Schichtarbeit für mich auch nicht vorstellen, Partnerin hin oder her.)
 
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IMHO

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  • #35
Ist wohl besonders schwierig, wenn der Partner sehr feste Arbeitszeiten hat und kaum flexibel reagieren kann.
Sprich: WE frei + Partner ist mal wieder nicht da.
Oder: Partner muss total früh raus und dementsprechend am Vorabend sehr früh ins Bett.
 

Vizee

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  • #36
Es gibt Paare,die funktionieren besser zusammen, wenn sie sich nicht ständig auf der Pelle hängen. Und andere wiederum benötigen die Nähe und Gemeinsamkeit. Die Kunst ist sich zu arrangieren und die Arbeitszeiten des Partners zu akzeptieren und zwischen drin trotzdem gemeinsame Zeit zu finden. Zu Deiner Frage, ob es abschreckt für den Erstkontakt: Wenn das abschreckt, naja. Das wäre dann echt oberflächlich so zu denken. Wichtig ist doch überhaupt, daß Arbeit vorhanden ist und Geld zum Leben verdient wird. Finde ich jedenfalls. Und wenn der Betrieb, in dem Du arbeitest, halt diese Arbeitszeiten hat, dann ist das einfach mal so.
 
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WildSilk

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  • #37
Ich arbeite seit 18 Jahren im Schichtdienst. Erst Früh/Spät/Nacht im Wechsel, inzwischen nur noch Nachtdienst. Ersteres ist gesunsheitlich belastend und kann ziemlich auf die Psyche schlagen. Mit letzterem komme ich seit inzwischen fast einem Jahr wunderbar klar.
Sicher ist, dass das Privatleben darunter leidet. Man hat eben nicht JEDES Wochenede frei und muss auch an Feiertagen arbeiten. Aber das bedeutet doch nicht zwangsläufig, dass ein potentieller Partner dann alleine sein muss.

Wenn ich an Silvester arbeiten musste, hat mein Partner eben bei Freunden gefeiert. Hatte ich Heiligabend Dienst, wurde Weihnachten eben an einem der anderen beiden Weihnachtstage gefeiert. Sicherlich erfordert Schichtdienst einiges an Kompromissen und zwei Partner, die eben nicht ständig nur alles miteinander machen wollen. Nötig ist dafür eine Partnerschaft, in der jeder der Beteiligten auch noch sein eigenes Leben hat. Aber mal ehrlich: anders würde ich es auch gar nicht wollen.
 

IMHO

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  • #38
Zitat von Vizee:
Es gibt Paare,die funktionieren besser zusammen, wenn sie sich nicht ständig auf der Pelle hängen.

Mag sein. Kann aber auch passieren, dass sie sich gar nichts mehr zu sagen haben, weil sie nur noch nebeneinander her leben.
Wenig gemeinsam verbrachte Zeit kann auf Dauer auch zu einer Art "Entfremdung" führen. Es ist meiner Meinung nach schwierig, dass dann dennoch größere Nähe und Verbundenheit entsteht.
 
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Wannamingo

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  • #39
Ich muss fast schon sagen, das ich von einigen Meinungen hier ein klein wenig (wie man so schön sagt) an den Karren gefahren fühle.
Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich den Beruf oder das Schichtsystem rauszusuchen, aber dies ist ein anderes Thema. Wenn wir ehrlich sind, dann nehmen wir vieles mittlerweile als selbstverständlich war. Von frühs bis spät Abends einkaufen zu können oder wenn man mal keine Lust aufs kochen hat kann man ja immerhin noch ins Restaurant usw.. Ein Stahlwerk funktioniert auch nicht einfach mal so, von 8 bis 16 uhr sondern muss durchlaufen, von den Kraftwerken mal ganz abgesehen aber dies ist auch wieder ein anderes Thema. Also geht mal tief in euch und überlegt manch eurer getroffenen Aussagen nochmal.

Aber zurück zum Thema:
Aber wie es in meinem anderen Post beschrieben, kommt es auf die jeweiligen Situationen vor Ort an.
Beide einschichtig, man sieht sich die meiste Zeit über. Vermeidlich die beste Option, da man die meiste Zeit miteinander verbringen kann. Kann aber genauso gut ein Fluch sein, da man sich permanent auf der Belle sitzt.
Einschichtig zu 2 Schichtig
In dieser Kombination kann man im Wechsel alle 2 Wochen Zeit miteinander verbringen.
Beide 2 Schichtig
Hier kommt es auf die Schichten an. Bei gleichem Schichtrhytmus bei dem beide gleichzeitig Früh oder Spätschicht haben. Ist es wie wenn beide nur einsschichtig arbeiten, da man gemeinsam Frühs oder Mittags zu Hause ist.
Das Gegenschichtmodel ist wohl das belastenste Model für eine Beziehung, da man eigentlich nur am Abend oder am Wochenende Zeit füreinander hat. Obwohl Wochenendbeziehungen ebenfalls auf diesem Prinzip beruhen. Den einzigen Vorteil bei diesem System sehe ich nur wenn es um die Erziehung und Versorgung von Kindern geht, da zu jeder Tageszeit wenigstens einer von beiden Zuhause ist.
Einschichtig und 3 Schichtig
Hier ist es ähnlich wie bei dem 1 zu 2 Schichtig, alle 3 Wochen ist mal nee Woche wo man den Partner nur am frühen Morgen oder Abends zu Gesicht bekommt, aber in den anderen 2 Wochen hat man den Nachmittag für Gemeinsame Aktivitäten.
2 und 3 Schichtig
Dieses Model ist meiner Meinung nach wohl das 2. belastenste System für eine Beziehung da man nur alle 3 Schichtzyklen wenn ich mich nicht vertan habe 2 Wochenlang die selbe Schicht hat.
 

Sandy1963

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  • #40
Zitat von WildSilk:
Nötig ist dafür eine Partnerschaft, in der jeder der Beteiligten auch noch sein eigenes Leben hat. Aber mal ehrlich: anders würde ich es auch gar nicht wollen.

Nur so funktioniert das.
Wenn eine Beziehung auf dem Kletten-Prinzip basiert, ist es eine Frage der Zeit wann das nicht mehr klappt.

Ich mach das seit mehr als 30 Jahren im 7/24-System. Und wenn man das am Anfang einer Beziehung klar kommuniziert kann man auch gut mit Ablehnung leben.
 

Vizee

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  • #41
Zitat von IMHO:
Mag sein. Kann aber auch passieren, dass sie sich gar nichts mehr zu sagen haben, weil sie nur noch nebeneinander her leben.
Wenig gemeinsam verbrachte Zeit kann auf Dauer auch zu einer Art "Entfremdung" führen. Es ist meiner Meinung nach schwierig, dass dann dennoch größere Nähe und Verbundenheit entsteht.

Ich hatte eine Kollegin vor Augen. Seit zig Jahren funktionieren die beiden in der Ehe besser auf Distanz als auf 24/7 Basis. Die brauchen halt viel Freiraum und ich bin immer wieder überrascht, daß es funktioniert...
 

untertage

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  • #42
Zitat von ChrisEsti:
Hallo,

ich würde euch dann doch gerne mal nach Schicht Arbeit fragen.
Was haltet ihr davon?

Chris

zuerst müssen die schichten abgeschaft werden,
dann die lohnabhängige arbeit,
das passiert während der ersten phase der revolution,
dann gehn die menschen nur noch freiwillig arbeiten und zwar auch ohne gegenleistung
ungefähr so stell ich mir das vor
 

Bergblume

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  • #43
Hallo,

bin neu hier und hab den Forums Beitrag über Schichtdienst durchgelesen, da ich selber die Unakzeptanz im Gesellschaftlichen Leben spüre.
Ich bin teilweise schon sehr erstaunt, wieviele Menschen, die Schichtarbeit nicht akzeptieren und frage mich, ob es wirklich an der heutigen schnellebigen Zeit liegt und an dem egoistischen Ich Verhalten der Menschen.
Ich frage mich auch, warum es nicht akzeptiert wird. Viele beklagen sich doch, dass sie zu wenig Zeit mit ihren Kumpels verbringen können, zu wenig Zeit haben um ihr Vereinsleben auszuleben und zu wenig Zeit für andere Dinge, weil sie ihre/n PartnerInn am Wochenende bespassen dürfen. Dann haben sie mal einen Partner, der nicht jedes Wochenende zu Hause ist und schon beklagen sie sich, dass man zu wenig Zeit miteinander verbringen kann, weil die Partnerin im Schichtdienst arbeitet. ?????
Und zu allen anderen, die eine schlechte Meinung zu Schichtarbeitern haben, möchte ich noch was sagen. Vielleicht habt ihr darüber noch nicht nachgedacht, was ist wenn ihr einen Unfall baut und schwer verletzt im Straßengraben liegt und keiner euch helfen kann, weil es keinen mehr gibt, der unterbezahlt Nachts, an Feiertagen oder am Wochenende diese Arbeit machen will. Der keine Lust mehr darauf hat, nur weil er eine Arbeit tut die oft Menschen das Leben rettet, aber keinen Ihn privat mehr akzeptiert, weil er nie Zeit hat, der keinen Partner zuhause hat, der Dankbar ist, so jemanden gefunden zu haben, der sich für andere Menschen einsetzt und eine Arbeit macht, die viele Tage im Leben nicht einfach zu verkraften ist. Genau solche Menschen verdienen eigentlich großen Respekt von der Gesellschaft egal ob es um Partnerschaft geht oder nicht.
 

untertage

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  • #44
z.z. klingelt der wecker wiedermal 3:40uhr.
(das gute ist, das meine leber sich wieder etwas erholt.)
frührente, das ist die lösung. ich sags euch. (nur noch ein bandscheibenvorfall oder so, natürlich auf arbeit.)
 
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  • #45
Zitat von Bergblume:
Hallo,

bin neu hier und hab den Forums Beitrag über Schichtdienst durchgelesen, da ich selber die Unakzeptanz im Gesellschaftlichen Leben spüre.
Ich bin teilweise schon sehr erstaunt, wieviele Menschen, die Schichtarbeit nicht akzeptieren und frage mich, ob es wirklich an der heutigen schnellebigen Zeit liegt und an dem egoistischen Ich Verhalten der Menschen.
Ich frage mich auch, warum es nicht akzeptiert wird. Viele beklagen sich doch, dass sie zu wenig Zeit mit ihren Kumpels verbringen können, zu wenig Zeit haben um ihr Vereinsleben auszuleben und zu wenig Zeit für andere Dinge, weil sie ihre/n PartnerInn am Wochenende bespassen dürfen. Dann haben sie mal einen Partner, der nicht jedes Wochenende zu Hause ist und schon beklagen sie sich, dass man zu wenig Zeit miteinander verbringen kann, weil die Partnerin im Schichtdienst arbeitet. ?????
Und zu allen anderen, die eine schlechte Meinung zu Schichtarbeitern haben, möchte ich noch was sagen. Vielleicht habt ihr darüber noch nicht nachgedacht, was ist wenn ihr einen Unfall baut und schwer verletzt im Straßengraben liegt und keiner euch helfen kann, weil es keinen mehr gibt, der unterbezahlt Nachts, an Feiertagen oder am Wochenende diese Arbeit machen will. Der keine Lust mehr darauf hat, nur weil er eine Arbeit tut die oft Menschen das Leben rettet, aber keinen Ihn privat mehr akzeptiert, weil er nie Zeit hat, der keinen Partner zuhause hat, der Dankbar ist, so jemanden gefunden zu haben, der sich für andere Menschen einsetzt und eine Arbeit macht, die viele Tage im Leben nicht einfach zu verkraften ist. Genau solche Menschen verdienen eigentlich großen Respekt von der Gesellschaft egal ob es um Partnerschaft geht oder nicht.
Ich bin der Auffassung, dass man sich insgesamt sehr wohl arrangieren kann, wenn man es möchte. Warum denn nicht. Dass es bessere Konstellationen gibt, ok, aber es gibt doch auch deutlich schlechtere Bedingungen zum Zusammenleben, wie Distanzbeziehung oder Alleinerziehende, die sich die Kinder jedes zweite Wochenende bringen müssen ... meine Güte, etwas mehr Großzügigkeit wäre schon toll hier!
 

Sandy1963

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  • #46
Zitat von Bergblume:
Ich bin teilweise schon sehr erstaunt, wieviele Menschen, die Schichtarbeit nicht akzeptieren ...
Echt? Wie meinst du das?

Bei der Partnerwahl?
Naja, da hat ja jeder die Wahl, ob er sich arrangieren möchte oder nicht. Das ist derjenigen auch unbenommen.

Im Freundeskreis?
Mit Menschen, die mich wegen meiner Arbeitszeiten nicht akzeptieren würden, würde ich mich garnicht umgeben. Ist in meinem Fall aber hypothetisch; solchen Menschen bin ich nie begegnet.

Also die Menschen, die mir nahestehenden, machen das weil ich so bin wie ich bin; nicht, weil sie meine Arbeitszeiten toll finden.
Und, glaub es mir, meine engsten Freunde rekrutieren sich aus der Personengruppe, die der natürliche Feind meines Berufes ist.
 
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  • #54
Machen Sie doch mal bitte eine typische Handbewegung! :)
Ich komme wirklich nicht darauf.
 

Sandy1963

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  • #57
Mhmmm, jetzt komm ich in die Zwickmühle. Ich muss morgen / gleich quer durch die Republik zur wohl geilsten Party des Jahres. .....
Komm, überrasch mich Sonntag!