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  • #121
AW: Euer peinlichstes Date

Hallo Ingenieur
Hat die Frau aus deinem Beitrag # 91 in ihren Gedankenspielen (mit Deiner Hilfe) so hoch mit ihren „devoten“ oder „masochistischen“ Neigungen gespielt, daß sie davon kalte Füße bekam und Dich von der Wirkung her „dominant“ oder „sadistisch“ an der Nase herum führte?
Das wäre dann das sogenannte Polaritätsprinzip, siehe
http://www.youtube.com/watch?v=Fq-UtKrQM9Q
dauert ganze 99 Minuten =;)

Im übrigen erinnert mich die Story aus #91 irgendwie doch sehr an einen ganz intensiven dreiwöchigen Mail-Kontakt über Parship im Spätherbst letzten Jahres. Da fühlte ich mich (nicht ganz ungern) genötigt meinen seelischen Horizont in allen Tiefen auszubreiten, nur um immer wieder darlegen zu können, daß dieses und jenes mich eben nicht maßlos herunter gezogen hat bzw. aufgrund meiner individuellen psychischen Struktur noch nicht einmal hat herunter ziehen können. Und daran, wie sehr sie doch nach so etwas bei mir suchte. Daneben ging es ganz nebenbei auch noch um die (Macht-)Frage, wer fährt zu wem mit dem ICE quer durchs Ländle. Schließlich führte das Ganze zu einem ganz plötzlichen Abbruch der Mails ihrerseits, angeblich weil sie sich in einen Kollegen verliebt habe. Mag ja sein.

Für mich führte das zu der Erkenntnis, daß ich meine Mails dann doch lieber an das Parship Forum poste, weil die dortigen Partner dauerhafter für mich sichtbar bleiben. Und die für mich dabei aufgebaute innere Verbundenheit nicht ganz so schlagartig weg gewischt werden kann.

Aber noch mehr schätze ich die körperlich-seelische Verbundenheit beim Wälzen in ganz realen Betten.
 
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  • #122
@ Schmusehannes

Die Dame aus #91 lebt seit 8 Jahren alleine. Obwohl sie wirklich schön ist und schon in ihrem Beruf jede Menge Menschen kennen lernt. Angeblich findet sie keinen Mann, weil ihr Vanilla nicht genug ist. Wenn aber einmal jemand mit kompatibler Neigung auftaucht und ihr ein langsames kennen lernen (ohne Sex!) mit einigen Dates (Essen gehen, Wandern, Thermalbad, Kino, usw) vorschlägt, dann unternimmt sie Alles, um diese Dates zu verhindern oder sie in einem für Dates ganz ungeeigneten Rahmen stattfinden zu lassen. Ich glaube, dass die Dame Beziehungsangst hat.

BDSM ist in meinen Augen immer konsensual: was Beide mögen, wird praktiziert. Ich habe und werde nie vereinbarte Grenzen auch nur im geringsten überschreiten. Wie sollte mir eine Frau/Sub vertrauen können, wenn ich mich nicht an Vereinbarungen halte? Das habe ich der Dame auch oft genug erklärt.
 
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  • #123
AW: Euer peinlichstes Date

Zitat von Schmusehannes:
Für mich führte das zu der Erkenntnis, daß ich meine Mails dann doch lieber an das Parship Forum poste, weil die dortigen Partner dauerhafter für mich sichtbar bleiben.
wieviel potentielle partnerinnen hast du denn hier im forum schon gefunden?
 
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  • #124
AW: @ Schmusehannes

Zitat von Ingenieur:
Ich glaube, dass die Dame Beziehungsangst hat.

weil ihr Vanilla nicht genug ist

Wie sollte mir eine Sub vertrauen können.
langsam dämmert es mir dass beziehungen beileibe nicht für andere dasselbe bedeuten müssen, was ich so darunter verstehe. :)
ich bin ja so naiv dass eine frau für mich kein objekt ist was wie ein sandwich klingt und vanilla mag ich echt gerne als pudding.
 
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  • #125
@ Freitag

Du zitierst sinnentstellend. Das könntest Du mit ein wenig Bemühen schon besser.

Deine Schlussfolgerung finde ich richtig: Partnerschaft kann recht unterschiedlich gelebt werden.

Besagte Dame hat aber wirklich Beziehungsangst. Sicher nicht Angst vor BDSM, denn sie hat in Selbstversuchen Dinge probiert, die sicher schmerzhafter waren als Alles, was ich allenfalls mit ihr getan hätte.
 
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  • #126
AW: @ Freitag

Zitat von Ingenieur:
Du zitierst sinnentstellend. Das könntest Du mit ein wenig Bemühen schon besser.
sind wir hier in der schule oder wieso soll ich mich um diese uhrzeit mehr bemühen?
Zitat von Ingenieur:
Besagte Dame hat aber wirklich Beziehungsangst. Sicher nicht Angst vor BDSM, denn sie hat in Selbstversuchen Dinge probiert, die sicher schmerzhafter waren als Alles, was ich allenfalls mit ihr getan hätte.
dann vergiss sie und such dir eine die besser zu dir passt! :)
 
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  • #127
AW: @ Freitag

Zitat von Freitag:
sind wir hier in der schule oder wieso soll ich mich um diese uhrzeit mehr bemühen?
Weil ich meinen Ärger darüber, sinnentstellend zitiert zu werden, sonst in etwas deutlichere Worte kleiden werde.
Zitat von Freitag:
dann vergiss sie und such dir eine die besser zu dir passt! :)
Das Vergessen praktiziere ich schon seit dem beschriebenen Date. Und parallel auf der Suche war ich schon während dieses seltsamen Kontakts.
 
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  • #128
AW: Euer peinlichstes Date

Immerhin hat die Story aus #91 bei mir dazu geführt, daß ich folgendes begriffen habe:

Aus der Formulierung meines Parship-Profils ist mit Sicherheit meine Bereitschaft zu sehr großer (sexueller) Hingabe rüber gekommen. Wobei Hingabe in meinem Selbstverständnis mit Hingabe auf gegenseitiger Augenhöhe assoziiert ist – gleichwohl hatte ich dieses in meinem Parship Profil wegen der „für mich selbstverständlichen Selbstverständlichkeit“ nicht mehr explizit erwähnt.

Und die Dame aus meiner Story #120 hat möglicherweise meine erkennbare Bereitschaft zur Hingabe mit „Devotheit“ assoziiert, wobei eine vorübergehende (sexuelle) Devotheit meinerseits mir weder selber besonders aufgefallen wäre noch irgendwie besonders weh getan hätte.

Aber die Dame hat wohl trotz intensiven Nachfragens in unserem dreiwöchigen E-Mail-Kontakten keinen besonderen Hinweis auf so etwas wie ein besonderes „Schmerzbewusstsein“ oder gar eine Sehnsucht nach Schmerz entdecken können. Wenn sie denn auf so einen Partner aus gewesen wäre, hätte sie vermutlich also resigniert aufgegeben. Weiß ich aber nicht.

Was ich mittlerweile explizit weiß und jetzt auch adäquat ausdrücken kann ist doch folgendes:
„Ich suche die hemmungslose (auch sexuelle) Hingabe auf Augenhöhe.“
Von vorübergehend für mich problemlosen Schwankungen einmal abgesehen aber auch nicht wesentlich darüber oder darunter.

Und was ich sonst noch weiß: Diesbezüglich bin ich auch noch ziemlich angstfrei.
 
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  • #129
AW: Euer peinlichstes Date

Zitat von Freitag:
wieviel potentielle partnerinnen hast du denn hier im forum schon gefunden?
Ach Freitag, ich weiß doch selber, daß ich in diesem Forum keine Frauen im körperlichen Sinne herzen und liebkosen (wie Göthe es vielleicht ausdrücken würde) oder etwas moderner ausgedrückt knuddeln und abküssen kann.

Aber ich kann lernen, daß die für mich so selbstverständlichen Selbstverständlichkeiten für Andere jedoch gar nicht so selbstverständlich sein müssen.

Das heißt, in diesem Forum kann ich lernen, ganz allmählich auch so etwas wie gesellschaftlich adäquatere Artikulationsmöglichkeiten für meine persönlichen und sexuellen Anliegen zu finden.

Im Übrigen komme ich mit diesen adäquateren Artikulationsmöglichkeiten im realen Leben offenbar viel schneller voran als über meinen Parship Account, auf dem sich derzeit eh nichts tut.

Denn ich suche ja nur in Mannheim.
 
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  • #130
AW: Euer peinlichstes Date

Zitat von Schmusehannes:
Das heißt, in diesem Forum kann ich lernen, ganz allmählich auch so etwas wie gesellschaftlich adäquatere Artikulationsmöglichkeiten für meine persönlichen und sexuellen Anliegen zu finden.
Das ist schön formuliert - und daß es inhaltlich so ist, ist noch schöner...:)


Sage mal, wie hast du dich so schnell neusortiert-umsortiert - du hattest doch neulich noch ne Partnerin - wo issn die abgeblieben? ;-)
 
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  • #133
AW: Euer peinlichstes Date

Zitat von Elli:
..der hat auch lustige Sachen geschrieben -
"Dies ist ein Gedicht von Goethe,
das er eines Abends spöte
auf dem Sofa noch ersann..." wär vielleicht doch mal was für dich ;-)
hab immer noch das abitrauma.ich les nie wieder goethe oder ähnliches zeug. der osterspaziergang versaute mir meinen notendurchscnitt :)
 
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  • #134
Nicht unbedingt peinlich, aber sehr seltsam

Das ist mehr als 10 Jahre her ...
In einer Singlebörse gefällt einer Frau mein Profil und sie schreibt mich an. Kleiner Haken dabei: ihr Wohnort ist gute 300 Kilometer entfernt. Wir tauschen ein paar Emails aus, wir telefonieren jeden Abend stundenlang. Ich kenne nur ein Passbild von ihr: blaue Augen, rote Haare mit kleinen Löckchen. Ich erkläre mich bereit, am Samstag die 300 Kilometer zu fahren. Treffpunkt: ein bekannter Park in ihrer Heimatstadt. Ein warmer Sommertag, ich trage nur ein kurzärmeliges Hemd. Dann kommt sie daher, Figur genau so wie sie mir gefällt. Ich bin beeindruckt und möchte ihr zur Begrüßung die Hand reichen. Sie fällt mir um den Hals und küsst mich leidenschaftlich. Mit Zunge und allem drum und dran, drückt ihren Körper eng an mich, ich spüre ihre großen Brüste auf meinen Rippen.

Das war zwar, was ich erhofft habe, aber womit ich frühestens nach ein, zwei Stunden plaudern gerechnet hätte. Nach einer Viertelstunde findet sie offenbar, dass wir uns nun ausreichend begrüßt haben und schlägt einen Spaziergang vor. Ich willige natürlich ein, und schon umfasst sie meine Taille, ich die Ihre und wie ein Liebespaar wandern wir durch den Park. Alle 50 bis 100 Meter bleibt sie stehen und küsst mich wider 10 Minuten lang. Wir erreichen eine abgelegene Bank und setzten uns. Sie steht gleich wider auf und setzt sich auf meine Oberschenkel, und zwar um 90 Grad versetzt. Ich kann entweder nach oben schauen in ihr Gesicht oder ein wenig nach unten auf ihren Busen. Sie trägt ein dünnes, schwarzes Shirt, dass sich wie eine zweite Haut um ihren Körper spannt, und darunter offenbar keinen BH, denn mehr als deutlich zeichnen sich ihre erregten Nippel ab. Ich frage, ob es für sie OK wäre, wenn ich ihren Busen anfasse, und sie sagt "ja, bitte". Schon seit Beginn des Dates habe ich das Gefühl, dass meine Hose im Schritt viel zu eng ist.

So vergeht der Vormittag und wir kommen zu Mittag zu einem Gasthaus, das Bier braut und dazu hervorragende Weißwürste mit Laugengebäck und Händlmeier Senf anbietet. Während wir essen, erzählt sie ein langweiliges Problem-Geschichtl aus ihrer Arbeit. Ich sage ihr, dass es mir als nicht multitaskingfähigem Mann schwer fällt, sowohl dem Essen als auch ihrer Erzählung die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken und ob sie die Geschichte vielleicht nach dem Essen fertig erzählen möchte. Sie macht ein Gesicht, als hätte ich ihr ohne Vorwarnung eine Ohrfeige gegeben und fängt sofort zu Weinen an. Sie steht auf und entfernt sich ca. 20 Meter vom Tisch und heult dort herzerweichend. Ich hätte am liebsten meine vorlaute Zunge abgebissen. Natürlich habe ich nicht weiter gegessen, das würde ja so aussehen, als wäre mir ihr Weinen egal. Nach ca 5 Minuten bin ich zu ihr gegangen, gesagt, dass es mir sehr leid tut usw. Sie sagt, dass unser Date damit zu Ende ist. Ich rede eine Weile lieb auf sie ein, und schließlich stimmt sie einer Fortsetzung zu. Aber ab da ist sie kalt, distanziert, wehrt jede Berührung ab. Wir reden über alles mögliche, aber es wird nichts mehr. Am Abend ca. 22:00 verabschiede ich mich resigniert von ihr. Sie meint, jetzt noch 300 Kilometer zu fahren währe gefährlich und ob ich nicht bei ihr schlafen möchte? Ich mache mir neue Hoffnungen und stimme zu. Sie verfrachtet mich aber auf die Wohnzimmercouch und vermeidet es, in meine Nähe zu kommen. Ich verbringe eine fast schlaflose Nacht. Im ersten Morgengrauen verlasse ich ihre Wohnung, fahre mit dem Auto an den Stadtrand und mache dort einen langen Spaziergang, um meine Gefühle unter Kontrolle zu bringen, die ich so intensiv erlebe, dass es sich wie ein stechender Schmerz in der Brust anfühlen. So um 7:00 ruft sie mich am Handy an und fragt, ob ich schon nach Hause gefahren bin. Ich sage, wo ich bin, und sie fordert mich auf, zu ihr zum Frühstück zu kommen. Für mich eine Qual, denn einerseits bin ich rasend verliebt in sie, und andererseits habe ich das Gefühl, da wird nichts mehr draus. Gleichzeitig möchte ich aber keine noch so kleine Chance verpassen, dass wir einen zweiten Anfang schaffen. Wir frühstücken, wir machen noch einen Spaziergang, aber die Situation ist festgefahren. Sie ist freundlich zu mir, aber im Vergleich zum Vormittag des Vortages kommt sie mir unendlich abweisend vor. Meine Versuche, wieder mehr Nähe herzustellen, prallen an ihr ab. Schließlich fahre ich um 11:00 nach Hause, voll glühender Liebe und auch ein wenig Hass für sie.

Wir haben dann noch ein paar Mal telefoniert, aber es wurde nichts mehr daraus.

Was habe ich daraus gelernt? Mein Gefühl am Anfang, dass da irgend etwas nicht stimmt, hat mich nicht getäuscht. Ich hätte da mehr bremsen sollen, statt mit ihrem Busen spielend da noch weiter Öl ins Feuer zu gießen. Und zweitens, seither lasse ich Frauen beim Essen einfach ihre Geschichterln erzählen, konzentriere mich unauffällig aufs Essen und täusche mit einem gelegentlichen Grunzlaut aktives Zuhören vor.
 
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