Maron

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  • #811
Amen, cu next year:)!
 

Maron

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*eskaliertindenabgrundundmöchtedassonicht*
@HrMahlzahn, ich wünsch´ dir einen wunderschönen Tag!
Bussi;)
 
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HrMahlzahn

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  • #820
Verwechselst du mich jetzt etwa mit Wolverine?:D Ich bin seit Jahren frei wie der Wind.
 

Maron

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Voldemort's nameo_O
allesgutemistermahlzahn;)
 

HrMahlzahn

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Wieder mal nix los hier. Schlafen kann ich auch nicht. Mein Bettnachbar geht auf in seiner Luftnot, kotzt sich voller Inbrunst den Schleim aus der Lunge und zeigt den Nachtschwestern , wie totkrank er doch ist. Das ist fast wie eine japanische Teezeremonie. Wenn er es allen gezeigt hat und alle aufgeweckt hat, schläft er wie ein Baby. Bloß mir ist dann speiübel und ich sitze da mit meiner Kotztüte. Komischerweise ist die Atemnot passe, wenn er mit seiner Frau telefoniert.:rolleyes:Ansonsten ist es heute nacht ausnahmsweise ruhig auf Station. Die Sterbenden der letzten Tage, die so laut Abschied nahmen, haben es hinter sich gebracht.
Die Menschen des 21.Jahrhunderts sind so unsensibel geworden, dass sie gar nicht mehr merken, wenn ein Bett mit einer Leiche an ihnen vorbei über den Flur geschoben wird.
Dafür stellen sich die Angehörigen auf dem Stationsflur vor die Krankenzimmer und plärren laut in ihr Handy. Letztens stand so einer um Mitternacht vor unserem Zimmer, keine Ahnung, wo er her kam. Er quasselte irgendwelches belangloses Zeug. Ich hatte alle Mühe, ihn davon abzubringen.
Ich bin jetzt schon über zwei Wochen in diesem Siechenhaus, und habe etliche Menschen mit den Füßen voran die Station verlassen sehen. Manchmal frage ich mich, wann ich dran bin. Wenigstens ist meine Erkältung besser geworden, die ich mir hier eingefangen habe. Sie war kurz, aber schmerzhaft.
 
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fleurdelis*

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  • #824
Ich bin jetzt schon über zwei Wochen in diesem Siechenhaus, und habe etliche Menschen mit den Füßen voran die Station verlassen sehen. Manchmal frage ich mich, wann ich dran bin. Wenigstens ist meine Erkältung besser geworden, die ich mir hier eingefangen habe. Sie war kurz, aber schmerzhaft.

o_O ... wenn ich deine Zeilen lese, frage ich mich mit etwas Besorgnis, warum du auf dieser Station liegst? ... (du kannst dies je nachdem als rhetorische Frage ansehen ...)
 
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  • #825
Wieder mal nix los hier. Schlafen kann ich auch nicht. Mein Bettnachbar geht auf in seiner Luftnot, kotzt sich voller Inbrunst den Schleim aus der Lunge und zeigt den Nachtschwestern , wie totkrank er doch ist. Das ist fast wie eine japanische Teezeremonie. Wenn er es allen gezeigt hat und alle aufgeweckt hat, schläft er wie ein Baby. Bloß mir ist dann speiübel und ich sitze da mit meiner Kotztüte. Komischerweise ist die Atemnot passe, wenn er mit seiner Frau telefoniert.:rolleyes:Ansonsten ist es heute nacht ausnahmsweise ruhig auf Station. Die Sterbenden der letzten Tage, die so laut Abschied nahmen, haben es hinter sich gebracht.
Die Menschen des 21.Jahrhunderts sind so unsensibel geworden, dass sie gar nicht mehr merken, wenn ein Bett mit einer Leiche an ihnen vorbei über den Flur geschoben wird.
Dafür stellen sich die Angehörigen auf dem Stationsflur vor die Krankenzimmer und plärren laut in ihr Handy. Letztens stand so einer um Mitternacht vor unserem Zimmer, keine Ahnung, wo er her kam. Er quasselte irgendwelches belangloses Zeug. Ich hatte alle Mühe, ihn davon abzubringen.
Ich bin jetzt schon über zwei Wochen in diesem Siechenhaus, und habe etliche Menschen mit den Füßen voran die Station verlassen sehen. Manchmal frage ich mich, wann ich dran bin. Wenigstens ist meine Erkältung besser geworden, die ich mir hier eingefangen habe. Sie war kurz, aber schmerzhaft.
Ich frage mich manchmal ernsthaft, wo Du da gelandet bist und wünsche, Du würdest träumen.

Die Menschen sind nicht unsensibler als früher gegenüber dem Tod - sie erleben ihn nur nicht mehr. Er findet im Leben eben kaum mehr statt. (Ja. Die Doppeldeutigkeit ist mir auch aufgefallen.) Der Tod ist nicht mehr sichtbar. Sie erkennen ihn nicht, wenn er vorbeigeschoben wird. Du hingegen scheinst dafür spezielle Sensoren zu haben. Wo auch immer die sensibilisiert wurden.
 
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  • #826

Hmm, ist dem so? Oder ist es nicht eher so, dass er einerseits heute präsenter ist den je (jeden Tag Meldungen darüber, wieviele Menschen gerade im Mittelmeer abgesoffen sind, jeder Bombenanschlag weltweit wird berichtet und bildlich dokumentiert, ...), viele ihn aber andererseits mühsam aus ihrem Leben herauszuhalten versuchen? Der Tod ist Teil jeden Lebens, er gehört dazu. Auf jeden von uns wartet irgendwann der Sensenmann (die Vorstellung im Stile von Terry Pratchett dereinst vom Reaper Man abgeholt zu werden hat für mich was;)), und auch wenn manche von uns versuchen ihn nicht zu sehen oder ihm davonzulaufen: Er sieht und findet uns, und auch wenn die Knöchlein scheppern, er ist schneller.

Der Tod ist nicht mehr sichtbar. Sie erkennen ihn nicht, wenn er vorbeigeschoben wird.

Er ist in unser Medien- und Informationsgesellschaft vielleicht sichtbarer denn je, aber viele wollen ihn nicht sehen, sie schließen die Augen vor ihm und hoffen, dass das ihnen und ihren Liebsten seinen Besuch erspart. Funktioniert aber nicht.

Du hingegen scheinst dafür spezielle Sensoren zu haben. Wo auch immer die sensibilisiert wurden.

Es gibt Gegenden und Städte, die, warum auch immer, ein entspannteres, offeneres Verhältnis zum Sensenmann pflegen, in denen er gesehen und wahrgenommen wird, in denen der Tod präsenter Teil des Lebens und der Stadt ist und nicht mehr oder weniger tabuisiert wird. "Zentralfriedhof" könnte beispielsweise auf Wien deuten, welches ja gemeinhin als mehr als nur leicht morbide angehaucht gilt und wo eben jener Zentralfriedhof ganz offiziell als eine der Hauptattraktionen der Stadt angepriesen wird.
 
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Sevilla21

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  • #827
Wien pflegte immer schon den Leichenkult. Dieser morbide Charme ist bis heute erhalten. Gibt es interessante Führungen zu dem Thema.

Lieber @HrMahlzahn , wie wärs wenn Dich @Maron aus diesem Siechenhaus abholt und Ihr macht eine morbide Tour durch Wien? Das würde Deinen Lebensgeistern gut tun! :)
 
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Hallo;), Fahrtendienst gesucht? Über Trauer möchte sich @HrMahlzahn nicht mit mir unterhalten, unsere Schicksale würden Bücher füllen, darum besuchen wir den Narrenturm:):D
 
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Maron

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soo viele Wünsche;)
 

Sevilla21

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Ich hab eine Replik aus weißem Ton gefertigt, etwas größer als das Original, von einem Keramiker in Nordspanien. Sie ist ja DAS Fruchtbarkeitssymbol, ich könnt sie zur Geburt aus der Vitrine nehmen... :)
 
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Hmm, ist dem so? Oder ist es nicht eher so, dass er einerseits heute präsenter ist den je (jeden Tag Meldungen darüber, wieviele Menschen gerade im Mittelmeer abgesoffen sind, jeder Bombenanschlag weltweit wird berichtet und bildlich dokumentiert, ...), viele ihn aber andererseits mühsam aus ihrem Leben herauszuhalten versuchen? Der Tod ist Teil jeden Lebens, er gehört dazu. Auf jeden von uns wartet irgendwann der Sensenmann (die Vorstellung im Stile von Terry Pratchett dereinst vom Reaper Man abgeholt zu werden hat für mich was;)), und auch wenn manche von uns versuchen ihn nicht zu sehen oder ihm davonzulaufen: Er sieht und findet uns, und auch wenn die Knöchlein scheppern, er ist schneller.



Er ist in unser Medien- und Informationsgesellschaft vielleicht sichtbarer denn je, aber viele wollen ihn nicht sehen, sie schließen die Augen vor ihm und hoffen, dass das ihnen und ihren Liebsten seinen Besuch erspart. Funktioniert aber nicht.



Es gibt Gegenden und Städte, die, warum auch immer, ein entspannteres, offeneres Verhältnis zum Sensenmann pflegen, in denen er gesehen und wahrgenommen wird, in denen der Tod präsenter Teil des Lebens und der Stadt ist und nicht mehr oder weniger tabuisiert wird. "Zentralfriedhof" könnte beispielsweise auf Wien deuten, welches ja gemeinhin als mehr als nur leicht morbide angehaucht gilt und wo eben jener Zentralfriedhof ganz offiziell als eine der Hauptattraktionen der Stadt angepriesen wird.
Sex und Tod - beides auf den Displays und Mattscheiben (ja, auch in Print) allgegenwärtig. Aber abstrakt, weit weg, nicht erlebbar, auch wenn mensch meint, alles zu kennen.

Dennoch verstummen die Menschen, werden zögerlich und unsicher, wenn es um den offenen Umgang damit im realen (durchaus) privaten Leben geht. (Kurzfassung).

So einen sympathischen Kerl wir DEN Tod von Pratchett habe ich in der Bücherdiebin wiedergefunden. :)

Edit: In kölschen (auch Karnevals-)Liedern kommt übrigens der Tod auch immer mal vor. Eben als Teil des Lebens.
 
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Sex und Tod - beides auf den Displays und Mattscheiben (ja, auch in Print) allgegenwärtig. Aber abstrakt, weit weg, nicht erlebbar, auch wenn mensch meint, alles zu kennen.
Dennoch verstummen die Menschen, werden zögerlich und unsicher, wenn es um den offenen Umgang damit im realen (durchaus) privaten Leben geht. (Kurzfassung).

Da gehe ich mit.

In kölschen (auch Karnevals-)Liedern kommt übrigens der Tod auch immer mal vor. Eben als Teil des Lebens.

Ja, im Rheinland pflegen wir auch einen ganz vernünftigen Umgang mit dem Tod. Nicht so melancholisch-morbide wie in Wien vielleicht, eher mit einer Prise rheinischem Frohsinn, ohne dabei aber die dem Tod angemessene Ernsthaftigkeit zu verlieren. Die oft trauig-heitere und gelöste Stimmung eines rheinischen Leichenschmauses kann man Nicht-Rheinländern kaum erklären.
 
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