lunalisa

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  • #1

Erstbeste wird erste Wahl? Wie hoch ist die Quote wirklich...

Aus aktuellem Anlass stelle ich mir die Frage... wird seine PS-Neue nun die Frau an seiner Seite, die ich gern geworden wäre?

Er angelt. Hier. In Online-Börsen. Eine leuchtende Regenbogenfischin am liebsten. Eine die gut für sich selbst sorgt und ihm viel Freiheit lässt. Das dachte er bei mir auch, das dachte ich von mir auch.. Ist auch so, blieb nicht so, da er log.

Aber meine Schuppen habe ich im Lauf der letzten 3 Jahre alle an ihn verschenkt, sozusagen als berufliche Glückbringer, dass er in seinem Beruf weiterkommt und mit seinen Kindern wieder zusammenfindet nach seiner alten Trennung. Nun leuchtet nix mehr. Er aahlt sich im Licht und meins scheint ausgegangen bis auf meine alte Taschenlamoe, die mir nachts den Weg ins traurige Bett funzelt.

Nun zu meiner Frage. Glaubt ihr, dass die Neue, die kinderlose, die Wochendfreizeitlerin sein Herz dauerhaft erobern wird... das hieße ja die Quote wäre bei 90%..

Mein Gefühl sagt mir, Jemanden zu treffen, der frei ist, das geht mit Online-Börsen ganz gut, aber Jemanden zu treffen der auch innerlich frei und souverän ist, der erstmal Freund wird und daraus ein echter Partner, ich meine, das geht mit Online-Börsen eher nicht...

Ich nenne es mal bei meinen Realitäten. Wir trafen uns vor über 3 Jahren über dieses Portal. Traumhaft. Wolke 7. Ich konnte es kaum glauben. Geknutscht am ersten Abend. Danach Wiedersehen, dann erster Sex, dann ZUsammeleben, weil er hier arbeitete, alles ging weiter, der Traum endete nicht. Der Traum blieb ein Traum, weil die Bonbons von ihm nach und nach ohne Inhalt waren... und weil ich herausfand, dass ich aus seinem Leben ausgeschlossen wurde und er nicht so hinter mir stand, wie ich mir das gewünscht habe.

Da treffen sich zwei Menschen online, mailen telefonieren, treffen sich real - boah attraktiv, geistig inspirierend, scheinbar empathisch begabt... dann folgt schnell die erste Nacht... wunderbar, alles wie im Traum. Die Realitäten kommen nach uns nach dazu. Eine Freundschaftsphase gibt es nicht, wer will heutzutage schon ewig warten, wenn der potenzielle Partner sehr verführerisch aussieht udn alles zu passen scheint! ABER genau hier liegt aus meiner Sicht die Crux. Denn das langsame Kennenlernen ist nicht möglich, viel zu verführerisch scheint mir der Online-Katalog gerade für Männer zu sein, die sich gar keine Zeit lassen wollen und bei den Frauen siehts ähnlich aus.

Nun nochmal meine Gedanken, findet er hier tatsächlich gleich die Neue fürs Leben...Ich glaube, dass die meisten Beziehungen nicht länger als 3 Jahre halten, wenn überhaupt so lange...
 

Markus Ernst

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  • #2
AW: Erstbeste wird erste Wahl? Wie hoch ist die Quote wirklich...

Liebe lunalisa,

bitte entschuldigen Sie, dass die Antwort auf Ihre Frage hier im Forum erst jetzt beantwortet wird – es handelt sich hierbei um ein Versehen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, geht es Ihnen um zwei Aspekte: zum einen bezweifeln Sie, ob Frauen und Männer, die online auf Partnersuche sind, sich genug Zeit zum Kennenlernen eines Menschen nehmen und zum anderen stellen Sie sich die Frage, ob Ihr Ex-Partner online die Liebe fürs Leben finden kann.

Es mag Menschen geben, die sich – inspiriert von den zahlreichen Partnervorschlägen – zunächst etwas oberflächlicher umschauen und in den Aufbau eines einzelnen Kontaktes weniger Zeit investieren. Aus meiner Erfahrung ist dieses Partnersuchverhalten für die Mitglieder von PARSHIP aber die Ausnahme und eher untypisch. Hier geht es darum, einen Partner zu finden, der wirklich zu einem passt und mit dem/der eine langfristige und harmonische Partnerschaft möglich ist. Um eben genau nicht den Partner „aus dem Katalog“ zu wählen, wird bei PARSHIP zum Beispiel auch das Bild eines Partnersuchenden nicht automatisch für alle sichtbar, sondern ist nur exklusiv und auf eigenen Wunsch hin freizugeben.

Ich denke, die Geschwindigkeit beim Kennenlernen und Kontaktaufbau ist ganz unabhängig davon, ob ich einen Menschen online oder offline getroffen habe. Hier muss jeder sein eigenes Tempo herausfinden und ggf. mit dem Gegenüber Kompromisse schließen.
Offensichtlich ist es Ihnen wichtig, mehr Zeit zum Kennenlernen eines Mannes zu haben, um damit eine Basis für den Aufbau einer Partnerschaft zu finden. Haben Sie diesen Wunsch bei der Partnersuche im Kontakt schon mal signalisiert? Bestimmt gibt es Menschen, die damit nicht umgehen können – wie gesagt, unabhängig von der Art des Kennenlernens (online/offline). Hier stellt sich dann die Frage, ob Sie mit dieser Person überhaupt glücklich werden könnten.
Aus meiner Tätigkeit für PARSHIP weiß ich aber auch, dass es viele Männer gibt, die eine Partnerin suchen und sich dabei gerne länger Zeit lassen wollen, ihr Gegenüber zunächst gut kennenzulernen.

Ich würde Ihnen empfehlen, bei nächster Gelegenheit Ihre Bedürfnisse mit den geeigneten Worten zu kommunizieren/zu erklären und gleichzeitig zu überlegen, in welchen Punkten sie kompromissbereit wären. Auf diese Weise können Sie auch vermeiden, dass Ihr neuer Kontakt Ihr langsameres Tempo beim Kennenlernen fälschlicherweise als Unentschlossenheit oder Desinteresse deutet.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Erfolg.

Herzliche Grüße,
Markus Ernst
 
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  • #3
AW: Erstbeste wird erste Wahl? Wie hoch ist die Quote wirklich...

Dass zwei Fremde sich treffen, kennenlernen, zusammenfinden und zusammenbleiben - das ist doch immer ein ungewisses Abenteuer, egal, ob es online beginnt oder im echten Leben. Wenn man mal von der unterschiedlichen Anbahnung absieht - ist der weitere Ablauf wirklich so unterschiedlich ? Ich kenne sowohl Beziehungen, die sich blitzschnell sowohl übers Internet als auch im echten Leben dauerhaft und positiv entwickelt haben und genauso gibt es auch die schlechten Beispiele. Wem die Besonderheiten der Online-Suche nicht gefallen, der sollte es auch nicht tun. Und wenn man es probiert, dann ist Parship zumindest ein relativ seriöser Ort - da gibt es wirklich schlimmere ! Wenn eine Beziehung scheitert, ist das immer traurig, aber ich würde dann nicht daraus schließen, dass die Ursache des Übels an der Art des Zustandekommens liegt ...