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  • #1

Erkenntnisse ?

Eine ganze Zeit lang habe ich immer das Gefühl gehabt, egal wie alt ich tatsächlich war, "im Kopf" stets irgendwo zwischen 35 und 40 Jahre alt zu sein. Das war während des Studiums schon so (da fühlte ich mich halt älter) und hat sich erst kürzlich schlagartig "von jetzt auf gleich" und ohne erkennbaren äußeren Anlaß geändert : Mir war es einfach plötzlich klar, daß ich 57 Jahre alt bin, genau so wie der Umstand, daß ich meinen Traum von eigenen Kindern - erst mangels "williger" Partnerin(nen), später altersbedingt (ja, es mag sein, daß es für Männer keine "biologische Uhr" in dem Sinne gibt, aber das würde ich meinen Kindern nicht antun, Stichwort "Ist das Dein Opa?" - "Nein, mein Vater !") - beerdigen mußte.

Jetzt beschleicht mich das starke (und nicht minder schmerzhafte) Gefühl - von einer "Erkenntnis" mag ich (noch) nicht schreiben - daß meine letzte Beziehung in diesem Leben tatsächlich auch meine letzte gewesen sein könnte. Einen Grund für diese Annahme gibt es nicht, allenfalls Anhaltspunkte in meinem Denken und Handeln, die darauf hindeuten könnten.

Habt Ihr auch solche Erfahrungen gemacht ? Kennt Ihr solche - wie würdet Ihr das nennen ? - markanten (Wende-) Punkte in Eurem Leben ? Wenn ja : Wie geht es Euch damit - und wie geht Ihr damit um ?
 
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  • #2
Einen Grund für diese Annahme gibt es nicht, allenfalls Anhaltspunkte in meinem Denken und Handeln, die darauf hindeuten könnten.
Was meinst du denn damit? Fatalismus? Keine Bereitschaft mehr, dich zu ändern? Hoffnungslosigkeit?

Meinst du das Gefühl "das war's jetzt"?
Ja sicher.
Wie geht es Euch damit - und wie geht Ihr damit um ?
Gnadenloser Optimismus;). Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
(man vertreibt die Dunkelheit nicht, in dem man das Wort Lampe ausspricht).
 
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Deleted member 20811

  • #3
Oh ja! Ich hab mich vor paar Jahren sterilisieren lassen (3 Kinder), ab dem Zeitpunkt beschlich mich auch das Gefühl, dass ich jetzt keine Kinder mehr zeuge. Was sich tatsächlich geändert hat: der Sex wurde noch besser. Aber von einem Wendepunkt würde ich da nicht sprechen! :) (4. Glas vino rosso, io sono desolato)
Ernsthaft: Das Tröstliche ist doch, dass das mit dem Alter nicht gestimmt hat. Also wird das mit der letzten Beziehung auch nicht stimmen. Wobei das schon mehr zeug zur selffulfilling prophecy hat als ersteres...
 
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  • #4
Mir war es einfach plötzlich klar, daß ich 57 Jahre alt bin

Ich hab´auch manchmal das Plötzlich Problem.
Plötzlich gibt es irgendeinen Auslöser und völlig unvorbereitet ist eine Realisierung s - Notwendigkeit in der Amygdala im Gange.

Das Filmzitat find ich so treffend....der umwerfende Hauptdarsteller hat das Motto dann auch selber gut gebrauchen können. Hast du eines?

man vertreibt die Dunkelheit nicht, in dem man das Wort Lampe ausspricht

das ist ein wirklich sehr passender Zusatz zum Zitat!!!
 
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  • #5
Es gab einen Augenblick... da habe ich den Mann angesehen, mit dem ich 29 Jahre meines Lebens verbracht habe und in dieser Sekunde habe ich begriffen, dass unsere Beziehung vorbei ist. Das war sehr schmerzhaft... aber ich konnte es nicht ignorieren.
 
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  • #6
Was meinst du denn damit? Fatalismus? Keine Bereitschaft mehr, dich zu ändern? Hoffnungslosigkeit?

Eigentlich spielt für meine ursprüngliche Frage keine Rolle. Nimm's einfach mal so hin, es sind primär ein paar Gedanken, die mir immer wieder durch den Kopf gehen.

Meinst du das Gefühl "das war's jetzt"?) (...)

Ja, das trifft's eigentlich ganz gut. Einfach als rein sachliche Feststellung, nicht als (emotionale) Wertung.
 
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  • #7
Es gab einen Augenblick... da habe ich den Mann angesehen, mit dem ich 29 Jahre meines Lebens verbracht habe und in dieser Sekunde habe ich begriffen, dass unsere Beziehung vorbei ist. Das war sehr schmerzhaft... aber ich konnte es nicht ignorieren.
Was ist da in dem Augenblick passiert ? Kannst Du das beschreiben ?
Und was hat das mit Dir gemacht ?
 
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Deleted member 20013

  • #8
Ich mag mich sehr wohl irren, aber meine Vermutung ist, dass diese AHA-Momente gar nicht so plötzlich eintreten, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Vielleicht kann es helfen im Nachgang die Entwicklung zu der plötzlichen Erleuchtung rückwirkend nachzuvollziehen, damit sie nicht mehr so überfallartig erscheint. Und vielleicht ist es damit dann leichter die Veränderung zu akzeptieren, oder eben gegenzusteuern, wenn man sich mit der neuen Richtung nicht wohlfühlt.
 
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  • #9
Ich mag mich sehr wohl irren, aber meine Vermutung ist, dass diese AHA-Momente gar nicht so plötzlich eintreten, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Das kann durchaus sein.

Vielleicht kann es helfen im Nachgang die Entwicklung zu der plötzlichen Erleuchtung rückwirkend nachzuvollziehen, damit sie nicht mehr so überfallartig erscheint. Und vielleicht ist es damit dann leichter zu akzeptieren, oder eben gegenzusteuern, wenn man sich mit der neuen Richtung nicht wohlfühlt.
Das wird schon schwieriger : Zum einen will mir das "Nachverfolgen" nicht gelingen, und ich habe durchaus auch nichts gegen die Richtung und kann das auch akzeptieren - es ist eher der Gedanke als solcher, der mich so beschäftigt, dieses, wie Tina* es nannte, "das war's dann!". Dieses Absolute, Unumkehrbare, das darin liegt.
 
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  • #10
@Traumichnich Mir geht es genauso. Ich glaube einfach nicht mehr daran :(
 
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Dr. Bean

  • #11
Ich hab mal Vodka getrunken und musste sofort kotzen, obwohl ich noch nüchtern war :/
 
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  • #12
@Traumichnich : Gibt nicht erst das Unumkehrbare dem Leben oder den Entscheidungen Bedeutung?
 
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Deleted member 20013

  • #13
Ist es vielleicht schlicht und ergreifend die schwanende Erkenntnis, dass das Leben endlich ist und (abgesehen von verschiedenen Glaubensrichtungen) nur ein Mal gelebt werden kann?

Mit diesen Wissen tue ich mich auch sehr schwer. Bin aber eher in der Phase, wo sich für das Eine oder Andere entschieden werden muss, weil nicht alle Lebensentwürfe, die ich ansprechend finde, gelebt werden können - weder seriell, noch parallel.
 
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Dr. Bean

  • #14
Ist es vielleicht schlicht und ergreifend die schwanende Erkenntnis, dass das Leben endlich ist und (abgesehen von verschiedenen Glaubensrichtungen) nur ein Mal gelebt werden kann?

Mit diesen Wissen tue ich mich auch sehr schwer. Bin aber eher in der Phase, wo sich für das Eine oder Andere entschieden werden muss, weil nicht alle Lebensentwürfe, die ich ansprechend finde, gelebt werden können - weder seriell, noch parallel.

Also ich weiss schon heute, dass ich nie in meinem Leben etwas bereuen werde. A) weil ich das noch nie getan habe und B) weil man immer das will, was man nicht hat (wenn man so denkt und so denken viele).

Mit 57 noch Kinder? Nein. Das hast du verpennt.
Die letzte Partnerin war die letzte? Mit 57? haha
Das ist Männerdrama und das weisst du auch !
*Körnchen rüberschieb*
 
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Dr. Bean

  • #15
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Deleted member 20013

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Deleted member 20013

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  • #23
Es gab einen Augenblick... da habe ich den Mann angesehen, mit dem ich 29 Jahre meines Lebens verbracht habe und in dieser Sekunde habe ich begriffen, dass unsere Beziehung vorbei ist. Das war sehr schmerzhaft... aber ich konnte es nicht ignorieren.
Bei mir waren es nur 17 Jahre. Ich hab es damals als die ultimative Katastrophe angesehen. Jetzt, bald drei Jahre später, hat das alles seinen Schrecken längst verloren.
Jetzt beschleicht mich das starke (und nicht minder schmerzhafte) Gefühl - von einer "Erkenntnis" mag ich (noch) nicht schreiben - daß meine letzte Beziehung in diesem Leben tatsächlich auch meine letzte gewesen sein könnte. Einen Grund für diese Annahme gibt es nicht, allenfalls Anhaltspunkte in meinem Denken und Handeln, die darauf hindeuten könnten.
Meine Ex-Frau äußert sich so ähnlich...
Aber diese Denkweise kannst Du ja auch wieder ändern. Zudem suchen so viele Frauen in dem Alter einen Partner... ;)
 
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  • #25
und geht nicht ist nicht!
 
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  • #27
nicht sein geht nicht
 
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  • #28
stimmt
 
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  • #29
gut :)
 
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