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  • #241
Lieber Gulliver, ich glaube zu 90% beneiden wir dich hier alle um deine Beziehung. Du hast dich vor kurzem dazu geäußert. Und ich dachte mir nur, gibt es diesen Mann noch einmal!? :))) Denn du bist eine Ausnahme. Vielleicht habe ich mich auch zu ungelenk ausgedrückt. Meine Kinder sind 18 und 24 Jahre alt. Das meinte ich mit dem gröbsten.

Ich bin Alleinerziehend, den Vater, oder Partner gab/gibt es nicht für mich, der mich dahingehend begleitete meine beiden Jungs durch eine pubertierende Zeit zu begleiten, umsorgen, mit allen Höhen und Tiefen. Mag sein, dass es für manch einen egoistisch klingen mag, vielleicht klingt es auch nach Jammern auf hohem Niveau, aber ich freue mich auf diese Zeit, meine Zeit.
 
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  • #242
Zitat von Pea:
Lieber Gulliver, ich glaube zu 90% beneiden wir dich hier alle um deine Beziehung. Du hast dich vor kurzem dazu geäußert. Und ich dachte mir nur, gibt es diesen Mann noch einmal!? :))) Denn du bist eine Ausnahme. Vielleicht habe ich mich auch zu ungelenk ausgedrückt. Meine Kinder sind 18 und 24 Jahre alt. Das meinte ich mit dem gröbsten.
Dem kann ich mich nur anschließen.Ich habe es gelesen.

Noch ein böder aber umso wahrer Spruch:"Kleine Kinder - kleine Sorgen. Große Kinder - große Sorgen" ...

Aber das kann nur jemand verstehen, der in der gleichen Situation steckt. Darum wäre mir ein Partner in ähnlicher Situation lieber, als jemand der "klein anfängt". Nicht weil ich dafür kein Verständnis hätte, eher weil ich mit anderen Problemen konfrontiert bin. Und es erleichtert eine Partnerschaft ungemein, wenn beide auf dem gleichen "Level" sind.
 
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  • #243
Ich möchte mich einmal bei allen Forumsteilnehmern entschuldigen, dass ich hauptsächlich Dinge sage, die auf meine Beziehung gerichtet sind. Ich mache das nicht um mich selbst zu beweihräuchern oder um andere vor den Kopf zu stoßen, sondern deswegen, um an praktischen Beispielen zeigen zu können, dass es auch ganz anders laufen kann als es die gängige Meinung zu sein scheint.

Im Forum bin ich deswegen, weil ich sie hier in PS kennen gelernt habe und diesem Medium einfach die Treue halten möchte. Eh viel mehr lesend, als schreibend. Außerdem bin ich kein überragender Tröster und daher halte ich mich mit emotions-basierten Kommentaren eher zurück.
 
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  • #244
Zitat von Gulliver:
Ich möchte mich einmal bei allen Forumsteilnehmern entschuldigen, dass ich hauptsächlich Dinge sage, die auf meine Beziehung gerichtet sind. Ich mache das nicht um mich selbst zu beweihräuchern oder um andere vor den Kopf zu stoßen, sondern deswegen, um an praktischen Beispielen zeigen zu können, dass es auch ganz anders laufen kann als es die gängige Meinung zu sein scheint.

Im Forum bin ich deswegen, weil ich sie hier in PS kennen gelernt habe und diesem Medium einfach die Treue halten möchte. Eh viel mehr lesend, als schreibend. Außerdem bin ich kein überragender Tröster und daher halte ich mich mit emotions-basierten Kommentaren eher zurück.
Du musst dich nicht entschuldigen ... und es kam für mich auch nicht als Beweihräucherung rüber. Deine praktischen Beispiele sind denke ich für jeden gut nachvollziehbar und somit eine Bereicherung. Punkt.
.... alles gut!
 
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  • #245
Ich finde nicht, dass hier eine Entschuldigung erforderlich ist. Ganz im Gegenteil. Mich motivieren deine Beiträge. Scheint dann doch nicht alles bei PS aus dem Ruder zu laufen. :))

Eine Zurückhaltung deinerseits halte ich auch nicht für erforderlich. Ich suche keinen Trost. Ich versuche nur, meine Einstellung zu gewissen Dingen zu erklären. Sollte es zu emotional sein, kann ich es leider nicht ändern, thats me!
 
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  • #246
Zitat von Gulliver:
Ich möchte mich einmal bei allen Forumsteilnehmern entschuldigen, (...)
Warum denn? habe gerade erst Deinen post entdeckt. Schreib weiter. Bitte.

Zitat von Gulliver:
Wir freuen uns schon sehr auf den Zeitpunkt, wenn (...) wir "alle Zeit" für uns haben werden.
Wo kämen wir denn hin, wenn hier nur noch Probleme, NoGos und Soll-soll-soll-Listen abgearbeitet, durchgekaut und hochgewürgt werden.

Und endlich auch mal einer der sagt: ja, ich habe SIE über PS kennen gelernt. Es ist vielleicht nicht immer einfach, aber ... wir schaffen das.
ich finds gut.
 
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  • #247
Zitat von Pea:
Mag sein, dass es für manch einen egoistisch klingen mag, vielleicht klingt es auch nach Jammern auf hohem Niveau, aber ich freue mich auf diese Zeit, meine Zeit.
Nein Pea, das ist nicht egoistisch und auch nicht jammern auf hohem Niveau. Die Vorfreude auf "diese, deine Zeit" ist ja ein wichtiger Grund, warum ich bei ihr bleibe. Du kannst als Mutter nicht anders, als für deine Kinder da zu sein. Das respektiere ich voll und ganz. Hätte ich aber eine Perspektive, dass das nie enden würde und ich sie nie ganz bekommen könnte, was sollte ich dann bei ihr?

Mein Leben für etwas sinnloses aufbrauchen? Nein sicher nicht!! Dafür ist es mir zu schade. Ich habe nur das Eine und das auch nur mehr eine absehbare Zeit. Ihr Bestreben, eigene Zeit freizuschaufeln und mit mir verbringen zu wollen ist schon ein starker Motor der Gemeinsamkeit. Es fehlt uns an nichts, wir lassen uns nichts entgehen, sind sehr viel zusammen und kleben nicht aufeinander.

"Deine eigene Zeit" ist überaus wichtig für eine funktionierende Beziehung.

Liebe Grüße
Gulliver
 
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  • #248
Hi, Ich bin fast 51. Sehe aber - angeblich - nicht so aus. Auch ich frage mich, was mit den Kerlen los ist. Mein Gott, man kann sich doch mal treffen, aber nein, immer Vorsicht. Nach "Stille" habe ich dann auch keine Lust mehr, die 2. Wahl zu sein. Wenn die keine 51-jährige, mit einem 51-jährigen Körper und 51-jähriger Erfahrung haben wollen, dann müssen sie sich eben eine Jüngere suchen. Und , mal ehrlich, sprechen wir von Mr. Universum oder von aufgeblähten 50ern? Mir muss keiner die Welt erklären, ich brauche auch keinen Versorger, möchte nur jemanden an meiner Seite haben, der mich nimmt, wie ich bin!
 
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  • #249
Zitat von Gulliver:
Nein Pea, das ist nicht egoistisch und auch nicht jammern auf hohem Niveau. Die Vorfreude auf "diese, deine Zeit" ist ja ein wichtiger Grund, warum ich bei ihr bleibe. Du kannst als Mutter nicht anders, als für deine Kinder da zu sein. Das respektiere ich voll und ganz. Hätte ich aber eine Perspektive, dass das nie enden würde und ich sie nie ganz bekommen könnte, was sollte ich dann bei ihr?

Mein Leben für etwas sinnloses aufbrauchen? Nein sicher nicht!! Dafür ist es mir zu schade. Ich habe nur das Eine und das auch nur mehr eine absehbare Zeit. Ihr Bestreben, eigene Zeit freizuschaufeln und mit mir verbringen zu wollen ist schon ein starker Motor der Gemeinsamkeit. Es fehlt uns an nichts, wir lassen uns nichts entgehen, sind sehr viel zusammen und kleben nicht aufeinander.

"Deine eigene Zeit" ist überaus wichtig für eine funktionierende Beziehung.

Liebe Grüße
Gulliver
Wie du schon geschrieben hast, wir leben nicht auf Probe! Und in meinem Alter, mir zumindest geht es so, wird man aufgeräumter, klarer. Deshalb freue ich mich darauf, was noch kommen wird.

Liebe Grüße
Petra
 
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  • #251
Zitat von Pea:
Ich bin Alleinerziehend, den Vater, oder Partner gab/gibt es nicht für mich, der mich dahingehend begleitete meine beiden Jungs durch eine pubertierende Zeit zu begleiten, umsorgen, mit allen Höhen und Tiefen. Mag sein, dass es für manch einen egoistisch klingen mag, vielleicht klingt es auch nach Jammern auf hohem Niveau, aber ich freue mich auf diese Zeit, meine Zeit.
Das liest sich überhaupt nicht egoistisch. Ich habe ein Jahr lang kapieren müssen, dass ich nun nicht mehr AE-Mutter bin, mein Kind ist Ü18, hat Abi, macht ne Ausbildung, wo ich bin ich da noch alleinerziehend?

Da stand ich da und plötzlich machte es Klick und eine Welle der Erleichterung, Freiheit und Freude überwältigte mich.

Eine neue Zeit, meine neue Zeit hat schon längst angefangen, ich hatte es nur noch nicht richtig verinnerlicht. Wie auch. Dann ging alles schnell, keine Blicke mehr nach Schulzeug und anderen Schüler-Kinder-Kram, sondern mehr Blicke auf mich, mehr Zeit für mich für Sport, Erholung, Seele baumeln lassen, den Kleiderschrank ausmisten und ergänzen, den Freundeskreis mehr pflegen usw.

Gestern nachmittag sass ich in der Sonne bei meiner Lieblingseisdiele, mit nem Eis in der Hand, lauter kleine Kinder mit Müttern herum, ich konnte entspannt zusehen und war mit mir und meinen Leben zufrieden.

Ich wünsche dir viel Vorfreude auf deine Zeit.
 
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  • #252
Zitat von Mentalista:
Das liest sich überhaupt nicht egoistisch. Ich habe ein Jahr lang kapieren müssen, dass ich nun nicht mehr AE-Mutter bin, mein Kind ist Ü18, hat Abi, macht ne Ausbildung, wo ich bin ich da noch alleinerziehend?

Da stand ich da und plötzlich machte es Klick und eine Welle der Erleichterung, Freiheit und Freude überwältigte mich.

Eine neue Zeit, meine neue Zeit hat schon längst angefangen, ich hatte es nur noch nicht richtig verinnerlicht. Wie auch. Dann ging alles schnell, keine Blicke mehr nach Schulzeug und anderen Schüler-Kinder-Kram, sondern mehr Blicke auf mich, mehr Zeit für mich für Sport, Erholung, Seele baumeln lassen, den Kleiderschrank ausmisten und ergänzen, den Freundeskreis mehr pflegen usw.

Gestern nachmittag sass ich in der Sonne bei meiner Lieblingseisdiele, mit nem Eis in der Hand, lauter kleine Kinder mit Müttern herum, ich konnte entspannt zusehen und war mit mir und meinen Leben zufrieden.

Ich wünsche dir viel Vorfreude auf deine Zeit.
Das Schulzeug habe ich leider noch nicht hinter mir. Ist aber absehbar! :))
 
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  • #253
Zitat von Nettmann:
Ich denke, wenn ich die ganzen Fragen beantworten wollte - und das nicht nur oberflächlich, müsste ich ziemlich viele Details hier ausbreiten, die ich nicht in die Öffentlichkeit stellen will.
Nein, das möchte ich auch gar nicht. Für mich kam es so rüber, als würdest du das "Scheitern" deiner Beziehung ausschließlich an ihrem AE-Status festmachen. Ich glaube halt nach wie vor, dass immer zwei dazugehören, z.B. bei
Mit jedem Tag, jeder Woche, in der der Alltagstrott sich wieder mehr einschlich

Kern meiner Aussage sollte eigentlich sein, dass sich aus Sicht vieler Männer Alleinerziehende in dem Alter (gerade in dem Alter mit Kindern, oft eben auch bei erfolgreichen Frauen, die diese Kinder ja meist später geboren haben) aus dem Gedanken an wenig Bereitschaft oder Zeit für gemeinsame Unternehmungen, spontane Aktionen,... eher kritisch betrachtet werden.
Da haben sie ja auch völlig recht. Das kommt halt auf die jeweiligen Ansprüche an. Wenn der Anspruch ist, nur noch "Spaß" zu haben ohne Verantwortung, spontan alles ausleben zu wollen usw. passt das mit Kindern nicht so gut zusammen. Dürftest du ja selbst wissen, du hast doch auch Kinder, soweit ich mich erinnere. Was hier allerdings teilweise geschrieben wird (was ich als "Mutteropferstatus" bezeichne), kann ich nicht so wirklich nachvollziehen. Die Probleme der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf treffen ja nicht nur AE, da sind verheiratete bzw. "verpartnerte" Mütter (ja, i.d.R. sind es auch heute noch die Mütter, wenn sich auch kleine Änderungen zeigen) genauso betroffen. Deine These, dass erfolgreiche Frauen (was immer das sein soll) Kinder meist später geboren haben, kann ich (in der Altersklasse 45+, zu der ich mich auch noch zähle ;)) nicht so nachvollziehen. Die Frauen aus meinem Freundeskreis, die ihr Kind nach 40 bekommen haben, haben das nicht aus Karrieregründen getan, sondern weil es sich vorher partnermäßig nicht ergeben hat. Und ich kenne etliche Karrierefrauen, die gar keine Kinder haben (einige sind auch wg. unerfülltem Kinderwunsch in die Karriere "geflüchtet"). Ich kenne wie gesagt keine gut ausgebildeten Frauen, die dann plötzlich einen Versorger suchend zum Muttertier mutiert sind (allerdings scheint's aber doch ne Menge davon zu geben, wie ich hier als große Männerangst lese). Es ist mir auch unerklärlich, wieso man als "erfolgreiche" Frau mit Kindern einen Arbeitstag von 6-23 Uhr hat und dann erst Zeit für den Partner. Das ist der schnellste Weg zum Burnout, da würde ich ja mal an den Fähigkeiten zur Work-Life-Balance bzw. Prioritätensetzung zweifeln. Z.B. (Mentalista, nichts gegen dich, dein Post bot sich gerade an)

Zitat von Mentalista:
Dann ging alles schnell, keine Blicke mehr nach Schulzeug und anderen Schüler-Kinder-Kram, sondern mehr Blicke auf mich, mehr Zeit für mich für Sport, Erholung, Seele baumeln lassen, den Kleiderschrank ausmisten und ergänzen, den Freundeskreis mehr pflegen usw.
Das ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso man Kindern im Abi-Alter noch Schulkram hinterhertragen muss - das dürften sie bis dahin ja selbst gelernt haben. Und wieso mit Kindern keine Zeit zum Kleiderschrank ausmisten oder für Freunde ist. Kinder müssen ja nicht bis zum Erwachsensein betüddelt werden und dann kommen sie plötzlich alleine klar; das können sie auch lernen, und auch Jugendliche sind in der Lage, mal die Waschmaschine anzuwerfen oder was zu kochen. Wenn man alles ständig hinterher trägt, kann ich nachvollziehen, wieso man dazu neigt, den Mann als drittes Kind zu betrachten.


Zitat von ENIT:
Während einer Ehe müssen beide bereit sein, "Opfer" zu bringen. Nur durch "Teamwirtschaft" klappt es gut. Springt einer aus der Rolle, zerbricht alles.
Aus meiner Sicht wäre es viel hilfreicher, sich aus der "Opfersicht" zu lösen. Meine Güte, als wenn Kinder nur Arbeit und Stress bedeuten. Opfer und Teamwirtschaft sind aus meiner Sicht zwei völlig verschiedene Ansätze.
 
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  • #254
Zitat von tina*:
Nein, das möchte ich auch gar nicht. Für mich kam es so rüber, als würdest du das "Scheitern" deiner Beziehung ausschließlich an ihrem AE-Status festmachen. Ich glaube halt nach wie vor, dass immer zwei dazugehören
Habe ich richtig gelesen, dass die letzte Beziehung von Nettmann leider beendet ist? Ich hatte ihm vor längerer Zeit meine Gedanken zu seiner Beziehung geschrieben. Ist nun doch eingetreten, was ich vermutete? Ach, schade.

Es ist mir auch unerklärlich, wieso man als "erfolgreiche" Frau mit Kindern einen Arbeitstag von 6-23 Uhr hat und dann erst Zeit für den Partner. Das ist der schnellste Weg zum Burnout, da würde ich ja mal an den Fähigkeiten zur Work-Life-Balance bzw. Prioritätensetzung zweifeln. Z.B. (Mentalista, nichts gegen dich, dein Post bot sich gerade an)
Ich nehms nicht persönlich, aber wenn Mutter berufstätig ist, dann einkaufen,, Haushalt, wie ich noch einen Nebenjob abends machen müssen, weil der Teilzeit-Job nicht ausreichend her gibt, dann ist vor 20.00 Uhr keine Ruhe. Dazu ist mein Kind eine Eule, die erst abends richtig aufgedreht hat, schon als Kleinkind, da war es nicht möglich, ihren Schalter auf Ruhe zu stellen. Da will man sich mal mit Freundinnen treffen, Arzttermine wahrnehmen usw., die Woche ist gut gefüllt. Wenn man sich auch noch ausreichend Zeit fürs Kind nehmen will, also zuhören, gemeinsam kochen usw., diskutieren, da zu sein, wenn Tochter sich reiben will, gerade in der Pubertät fand ich die persönliche Präsenz viel wichtiger, als in den entspannten Zeiten der Grundschulzeiten.

Das ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso man Kindern im Abi-Alter noch Schulkram hinterhertragen muss - das dürften sie bis dahin ja selbst gelernt haben. Und wieso mit Kindern keine Zeit zum Kleiderschrank ausmisten oder für Freunde ist. Kinder müssen ja nicht bis zum Erwachsensein betüddelt werden und dann kommen sie plötzlich alleine klar; das können sie auch lernen, und auch Jugendliche sind in der Lage, mal die Waschmaschine anzuwerfen oder was zu kochen. Wenn man alles ständig hinterher trägt, kann ich nachvollziehen, wieso man dazu neigt, den Mann als drittes Kind zu betrachten.
Nee, da hast was falsch gelesen bzw. interpretiert, so war es bei uns/mir nicht. Hilfreich finde ich, hier keinem eine Opferrolle zuschreiben zu wollen, ohne die Person ausreichend persönlich zu kennen, das steht keinem zu .-).
 
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  • #255
Zitat von Mentalista:
Da will man sich mal mit Freundinnen treffen, Arzttermine wahrnehmen usw., die Woche ist gut gefüllt. Wenn man sich auch noch ausreichend Zeit fürs Kind nehmen will, also zuhören, gemeinsam kochen usw., diskutieren, da zu sein, wenn Tochter sich reiben will, gerade in der Pubertät fand ich die persönliche Präsenz viel wichtiger, als in den entspannten Zeiten der Grundschulzeiten.
Wie gesagt, es sollte kein "Vorwurf" an dich sein. Ich bin mir sicher, du hast es so gemacht, wie es für dich am besten war und wie gut du konntest. DU hast deine Prioritäten anders gesetzt, das wirfst du ja auch nicht den Männern vor.
Allerdings kann ich in dem Fall auch Männer verstehen, die da keinen Platz für sich sehen.
 
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  • #256
Das mit dem 6 bis 23 Uhr ist mir auch aufgefallen, als ich Nettmanns Post gelesen hab. Ich hab mich gefragt, wieviel Stunden mein Tag so hat. Ich hab wieder und wieder gezählt, und ich kam immer auf 24 Stunden. Nun gehen ja nicht alle Uhren gleich, und ich hab hier schon sehr viel ABsonderliches gelesen im Forum. Ich nehme dennoch an, daß auch der Tag von der Frau, von der Nettmann schreibt, 24 Stunden hat.
Was ist dann die Zeitangabe 6 bis 23 Uhr? Arbeitszeit ja vermutlich nicht. Sondern irgendwie fest verplante Zeit? Zumindest eine Zeit, in die TElefonate mit Nettmann nicht mit eingerechnet sind. Der hat also nicht zum Tag dieser Frau gehört. Während Arbeit, Haushalt, Kind, Sport, oder was sie sonst so gemacht hat, vermutlich in die 6 bis 23 eingerechnet ist. Oftmals drückt ja so eine Kategorisierung was aus. Und mir beispielsweise wäre die fremd. Ich würde entweder von 24 Stunden sprechen oder von Arbeitszeit im engeren Sinne oder von allem, was nciht Schlafen ist. Aber nicht sagen, mein Tag dauere von 6 bis 23 Uhr, und danach hätte ich dann noch Zeit für Nagelpflege und Telefonate.
Ich frage mich also, was in dieser Angabe 6 bis 23 steckt. Nachdem das Wort "Opfer" hier oft vorkommt, versuche ich es mal mit der INterpretation "Opferzeit". 6 bis 23 Uhr ist Opferzeit. Danach herrscht Freiheit, so ein paar Minuten, für Nagelpflege und Telefonat. Und dann wird geschlafen.
Mir gehts ein bißchen wie Tina, also daß ich das mit dem Opfer seltsam finde. Man opfert sich für die Kinder, für die Arbeit, eigentlich auch für die anderen Foristen, wenn man hier - nach offizieller Sprachregelung - "helfen" will? Ich persönlich finde ja, wenn man schon abgesehen von Nagelpflege, die man nur für sich selbst macht, und Schlafen in eine fort nur opfert, dann doch auch mal für einen Partner opfern kann. Dann kann man den auch in 6 bis 23 Uhr einschließen und muß ihn nicht als das große Gegengewicht zum Opferleben auffassen. DAs wiegt nämlich so schwer, so dick kann der gar nicht sein, daß er das aufwiegt.
Also ich würd das mit dem Opfer ja etwas beschränken. Für mich ist nicht alles opfer, was ich tue und für andere tue. Ich habe den Eindruck "Opfer" hier beispielsweise meist eher dann, wenn jemand sich für sich opfert. Also Opfer seines Selbstbetrugs ist.
 
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  • #257
Zitat von tina*:
Wie gesagt, es sollte kein "Vorwurf" an dich sein. Ich bin mir sicher, du hast es so gemacht, wie es für dich am besten war und wie gut du konntest. DU hast deine Prioritäten anders gesetzt, das wirfst du ja auch nicht den Männern vor.
Allerdings kann ich in dem Fall auch Männer verstehen, die da keinen Platz für sich sehen.
Habe ich nicht so aufgefasst und selbstverständlich kann ich da die Männer verstehen, wenn die da keinen Platz für sich sehen. Ich frage mich allerdings nur, was die sich erhofft haben und nicht vorausschauend geahnt haben, dass es schwierig wird.

Das war mir bei meinem Pensum und meinem damaligen Energie-Level klar, dass ich einem Mann wenig Platz in meinem Leben derzeit geben kann. Das hat für mich auch was mit Respekt dem Mann gegenüber zu tun. Daher war ich eine Zeit lang mit Absicht aus dem Daten-Flirten raus.
 
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  • #258
Und in so manchem Falle möchte ich mir lieber nicht vorstellen müssen, wie es für die Kinder ist, wenn sie mitkriegen, daß ihre Eltern, gerne auch ein alleinerziehender Elternteil sich dermaßen für sie geopfert haben, daß ihr Leben erst nach ihrem Auszug stattfindet. Vermutlich stehen sie ihr Leben in der Schuld. Aber vielleicht ist das auch der tiefere Sinn des Sichopferns, es dahin zu bringen.
 
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  • #259
Wie kommt ihr denn hier auf Opfer!? Ich fühle mich nicht als Opfer, wenn ich mich um meine Kinder kümmere/gekümmert habe, egal welchen Alters. Und ich finde auch, dass es jedem selbst überlassen ist, in wie weit man für seine Kinder da ist. Was nicht bedeutet, dass man absolut unselbstständige, verwöhnte Kinder groß gezogen hat!!!
 
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  • #261
Zitat von Pea:
Wie kommt ihr denn hier auf Opfer!? Ich fühle mich nicht als Opfer, wenn ich mich um meine Kinder kümmere/gekümmert habe, egal welchen Alters. Und ich finde auch, dass es jedem selbst überlassen ist, in wie weit man für seine Kinder da ist. Was nicht bedeutet, dass man absolut unselbstständige, verwöhnte Kinder groß gezogen hat!!!
Korrekt, es kommt m.E. auf den Blickwinkel drauf an, wie man Mütter in eine angebliche Opferrolle reinschieben möchte oder nicht.
 
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  • #262
Sorry...das tun - nach meiner Erfahrung - aber einige Mütter schon selbst und von ganz alleine. Ob nun bewußt oder unbewußt sei mal dahingestellt.
 
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  • #263
Hallo zusammen,
6-23 Uhr:
Aufstehen, Frühstück richten, Bad, Kinder schnappen, in Schule fahren, in Büro, arbeiten, Kinder abholen, xxx (z.B. Einkaufen, Garten, Kinder zu Sport, Klavier...)
Abendessen, Küche klar machen, yyy (bei Schularbeiten helfen bzw. diese kontrollieren, Kinder von/zu Sport, Klavier, über Tag reden, Home-Office, private Korrespondenz, ...)
Nein, es waren nicht nur Telefonate nach 23:00 Uhr möglich. Wir haben auch zusammen Mittag gegessen, Abend gegessen, zusammen Haushalt gemacht, eingekauft, zusammen gespielt, ...
In der Mehrzahl waren die Tage aber ohne meine Beteiligung mit Phasen, in denen das mehr, mit anderen, in denen es mehr galt.

Noch etwas zum Thema "warum suchst du dir immer wieder solche Frauen aus?" (Mentalista, meine besten Freundinnen)
Ich hab die Frau nicht wegen der Kindern oder weil sie keine Zeit hat "ausgesucht", sondern habe sie über PS kennengelernt und mit ihr sehr, sehr viele Gemeinsamkeiten, Interessen. Wir haben viele gute und interessante Gespräche geführt, haben beide die geistige und körperliche Nähe genossen, Zeit allein, mit Kindern und mit Freunden verbracht. Dennoch hatte sie das Gefühl, dass das vom Volumen her nicht für eine Partnerschaft reicht, dass sie erst in vielleicht drei, vier,... Jahren für eine Partnerschaft den Kopf frei hat. Die Spanne war zwischenzeitlich aber auch bei 0 Tagen angelangt.
 
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  • #264
Zitat von Nettmann:
Noch etwas zum Thema "warum suchst du dir immer wieder solche Frauen aus?" (Mentalista, meine besten Freundinnen)
Ich hab die Frau nicht wegen der Kindern oder weil sie keine Zeit hat "ausgesucht", sondern habe sie über PS kennengelernt und mit ihr sehr, sehr viele Gemeinsamkeiten, Interessen. Wir haben viele gute und interessante Gespräche geführt, haben beide die geistige und körperliche Nähe genossen, Zeit allein, mit Kindern und mit Freunden verbracht. Dennoch hatte sie das Gefühl, dass das vom Volumen her nicht für eine Partnerschaft reicht, dass sie erst in vielleicht drei, vier,... Jahren für eine Partnerschaft den Kopf frei hat. Die Spanne war zwischenzeitlich aber auch bei 0 Tagen angelangt.
Tut mir leid, manchmal reicht es trotz aller Gemeinsamkeiten usw. dann doch nicht und manchmal ist es sinnvoll auf beste Freundinnen zu hören ,-). Manchmal ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Haben dir deine besten Freundinnen erklärt, warum sie das Ende voraus gesehen hatten?
 
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  • #265
Zitat von Nettmann:
Hallo zusammen,
6-23 Uhr:
Aufstehen, Frühstück richten, Bad, Kinder schnappen, in Schule fahren, in Büro, arbeiten, Kinder abholen, xxx (z.B. Einkaufen, Garten, Kinder zu Sport, Klavier...)
Abendessen, Küche klar machen, yyy (bei Schularbeiten helfen bzw. diese kontrollieren, Kinder von/zu Sport, Klavier, über Tag reden, Home-Office, private Korrespondenz, ...)
Wie sähe eine entsprechende Aufzählung für deinen eigenen "Tag" aus?
Irgendwas macht man ja immer, also mit irgendwas wird auch deine Zeit von 6 bis 23 Uhr gefüllt sein.
Wenn du jemanden kennenlernst, verschiebt sich vielleicht einiges. Tauchte er zunächst nicht auf in der Aufzählung, taucht er dann auf.
Mein Punkt war, daß du, entweder in ihrem Verständnis oder an deiner Sichtweise ihres Zeitverständnisses da nicht auftauchst.
Das kann man dann schnell mit "Sachnotwendigkeiten" erklären - oder sich mal anschauen.
 
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  • #266
Zitat von Mentalista:
... manchmal ist es sinnvoll auf beste Freundinnen zu hören. Haben dir deine besten Freundinnen erklärt, warum sie das Ende voraus gesehen hatten?
Wer macht denn, wenn er verliebt ist oder glaubt verliebt zu sein, sowas und das will man da ja auch nicht wissen oder hören. Also ich jedenfalls nicht.
 
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  • #267
Zitat von Mentalista:
Tut mir leid, manchmal reicht es trotz aller Gemeinsamkeiten usw. dann doch nicht und manchmal ist es sinnvoll auf beste Freundinnen zu hören ,-). Manchmal ist es einfach nicht der richtige Zeitpunkt.

Haben dir deine besten Freundinnen erklärt, warum sie das Ende voraus gesehen hatten?
Ja, haben sie. Eine ist in vergleichbarer Lage, wie "Sie". Sie meinte, dass sie gleichfalls zu Kindern, Haus, Beruf nicht noch Zeit für eine Partnerschaft hätte (konnte ich bei ihr "life" miterleben)
Die andere ist kinderlos, hat aber auch das sich immer wieder Annähern und Zurückziehen beobachtet.
 
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  • #268
Zitat von Nettmann:
Wir haben viele gute und interessante Gespräche geführt, haben beide die geistige und körperliche Nähe genossen, Zeit allein, mit Kindern und mit Freunden verbracht.
Das hört sich doch gut an.

Dennoch hatte sie das Gefühl, dass das vom Volumen her nicht für eine Partnerschaft reicht, dass sie erst in vielleicht drei, vier,... Jahren für eine Partnerschaft den Kopf frei hat. Die Spanne war zwischenzeitlich aber auch bei 0 Tagen angelangt.
Tja, das ist ja leider wohl häufiger, dass man es erst später merkt. Wenn man es erst gar nicht versucht, kann man es allerdings auch nicht feststellen.

Hast du denn jetzt das Gefühl, dass du (wieder) zurückgesteckt hast? (nur wenn es dir nicht zu persönlich ist). Gibt es dann noch einen Definitionsunterschied zwischen Partnerschaft und dem was ihr hattet - Gespräche, Nähe, Zeit.. (s.o.)?
 
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  • #269
Zitat von Blackangel:
Ich bin seit 15 Jahren alleinerziehend (meine Jungs bereits erwachsen), und ich habe in den letzten 10 Jahren eine Beziehung gepflegt. Ich freute mich wahnsinnig auf Zweisamkeit und hab mich in dieser wenigen Zeit, die uns zu Verfügung stand (wenig aber nicht wegen meiner Kinder, sondern wegen seiner Arbeit) fallen lassen können und mich auf ihn fokussiert. Für mich war es ein sehr guter Ausgleich zum "Mutter sein" und konnte dies auch geniessen, ohne dass die Erziehung oder die Kinder darunter gelitten haben.
Hallo Blackangel,
ich bin etwas über die Begrifflichkeiten 15 Jahre alleinerziehend und 10 Jahre Beziehung "gestolpert". Meinst du mit Beziehung dann eher "Liebhaber" (weil du es als "Ausgleich zum Muttersein" bezeichnet hast) oder gab es auch eine „Alltagsseite“?
 
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  • #270
Zitat von Heike:
Wie sähe eine entsprechende Aufzählung für deinen eigenen "Tag" aus?
Frühes Aufstehen (ab 6:00), Bad, Frühstück, Bad, Büro oder Kunde, nach Hause oder zu Einkauf/Sport, Spazieren Gehen, xxx (Abendessen, Besuch bei Freunden, Telefonate, Fernsehen, Korrespondenz, Musik Hören, Internet,...) Ende zwischen 23:00 Uhr und 1:00 Uhr
Das Ganze gilt für Wochentage.

Zitat von Heike:
Irgendwas macht man ja immer, also mit irgendwas wird auch deine Zeit von 6 bis 23 Uhr gefüllt sein.
Wenn du jemanden kennenlernst, verschiebt sich vielleicht einiges. Tauchte er zunächst nicht auf in der Aufzählung, taucht er dann auf.
Mein Punkt war, daß du, entweder in ihrem Verständnis oder an deiner Sichtweise ihres Zeitverständnisses da nicht auftauchst.
Das kann man dann schnell mit "Sachnotwendigkeiten" erklären - oder sich mal anschauen.
Ich bin bzgl. Tagesgestaltung stets flexibel, kann mich an fast jeden Ablauf anpassen. Was nicht geht, ist, den ganzen Tag drinnen oder im Bett als Standard.

Mischung aus Sachnotwendigkeiten und auch Ängsten.