Beiträge
1.210
Likes
1.043
  • #76
Jo, stimme ich 1000% zu. Was meinst du zu diesen Gedanken, lieber Magneto73?
Ich stimme dem nicht zu. So eine Haltung erwächst ja oft aus der Arroganz, man hätte schon selber alle Probleme gelöst. Jeder trägt sein Päckchen mit sich herum und im gewissen Sinne hat eine Beziehung auch den Sinn, die Päckchen leichter su machen und sie gemeinsam zu tragen. Ich sehe das so. Man kann sich natürlich immer fragen, welche Päckchen man bereit ist mitzutragen. Aber diese Arroganz ist, glaube ich, beziehungsverhindernd oder führt zu eher Kurzzeitbeziehungen (max. 2Jahre ?). Ein wenig Demut wäre wohl sinnvoller.
 
Beiträge
15.994
Likes
8.058
  • #77
Ich stimme dem nicht zu. So eine Haltung erwächst ja oft aus der Arroganz, man hätte schon selber alle Probleme gelöst. Jeder trägt sein Päckchen mit sich herum und im gewissen Sinne hat eine Beziehung auch den Sinn, die Päckchen leichter su machen und sie gemeinsam zu tragen. Ich sehe das so. Man kann sich natürlich immer fragen, welche Päckchen man bereit ist mitzutragen. Aber diese Arroganz ist, glaube ich, beziehungsverhindernd oder führt zu eher Kurzzeitbeziehungen (max. 2Jahre ?). Ein wenig Demut wäre wohl sinnvoller.
Du verwendest die Begrifflichkeiten Arroganz für andere Meinungen und Erfahrungen und Demut. Spricht nicht für dich.:(

Beschreibe doch mal die Form der Demut, die du dir wünscht bzw. hoffentlich auch selber zeigst.
 
Beiträge
1.210
Likes
1.043
  • #78
Mentas Fragestil, wie man ihn kennt.
Zumindestens weiß ich, dass ich auch meine Päckchen mit mir rum trage und das ich nicht der allertollste Kerl auf Erden bin ... Das führt zu Toleranz bezüglich der Eigenarten und Päckchen des Partners in spe, wenn man sich damit noch wohl fühlt.
 
Zuletzt bearbeitet:
U

Ursina60

  • #79
Ein Päckchen mit sich rumtragen tun wir alle. Wichtig ist doch, wie wir damit umgehen, ob und wie es uns belastet. Aber dieses Päckchen kann man doch nicht mit handfesten Problemen/Altlasten vergleichen. Sich dabei gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam das Päckchen tragen ist in einer Beziehung selbstverständlich. Weniger selbstverständlich ist, wenn der eine denkt, der andere könne sein Paket mit all den Problemen drin lösen und ihm dieses Paket dann gleich noch auf die Schulter legt.
 
Beiträge
15.994
Likes
8.058
  • #80
Mentas Fragestil, wie man ihn kennt.
Zumindestens weiß ich, dass ich auch meine Päckchen mit mir rum trage und das ich nicht der allertollste Kerl auf Erden bin ... Das führt zu Toleranz bezüglich der Eigenarten und Päckchen des Partners in spe, wenn man sich damit noch wohl fühlt.
Guten Morgen!

Gut geschrieben...., wenn man sich damit noch wohl fühlt...... Was ist, wenn nicht?

Keine Frau hat hier m.E. geschrieben, dass sie die Tollste ist.

Selbst wenn hier ein Forist schreibt, dass er/sie sich selber toll findet, ist das zu aktzeptieren. Ist ja das Päckchen, was der Andere trägt und was nach deiner Meinung zu tolerieren ist. Oder in diesem Fall nicht?o_O
 
D

Deleted member 21128

  • #81
Guten Morgen!
Man nimmt doch aus jeder Partnerschaft (und überhaupt aus allen Lebenserfahrungen!) etwas mit, was einen prägt und verändert.
Wenn man manche Beiträge hier liest, entsteht der Eindruck, dass man innerhalb einer gewissen Verarbeitungszeit wieder alles auf Null stellen könne und dann wieder ein völlig unbelasteter und wunderbarer Mensch sein könne.
Aber es ist doch so, dass einen diese Erfahrungen prägen, und das ja auch nicht immer nur im negativen Sinn. Es wird sich nie vermeiden lassen, dass das auf spätere Beziehungen einwirkt, und natürlich wird der neue Partner dann damit "konfrontiert". Er begegnet einem eben mit all diesen Erfahrungen, die so gerne abwertend "Päckchen" genannt werden, weil sie zu uns gehören.
Das gilt imho übrigens auch für die "sachlichen" Aspekte, die da bitteschön geregelt sein sollen, vor allem mit Kindern und den Expartnern mit Kindern. Es ist imho recht naiv, zu glauben, man könne da alles regeln und dann ist es für immer prima. Meine Erfahrung ist, dass du damit mindestens bis die Kinder erwachsen sind immer wieder Dinge hast, mit denen du dich auseinandersetzen musst und die auch auf den neuen Partner ausstrahlen. Wahrscheinlich geht das bis ans Lebensende so.
Ich denke, es muss jeder selber einen Punkt finden, wo er die alte Beziehung als verarbeitet ansieht. Für mich ist das die vollendet vollzogene Trennung. Idealerweise ist man geschieden und die finanziellen Aspekte der Trennung sind geregelt. Und (noch wichtiger!) die Trennung ist auch emotional vollzogen. Das bedeutet für mich vor allem, dass man sich seiner Verantwortung für das, was gut und was schlecht gelaufen ist, bewusst ist.
Wobei ich das auch wieder nicht sehr dogmatisch sehen würde, zumal man das ja selber oft gar nicht so genau weiß. Manchmal kommen halt in einer Beziehung Dinge hoch, die man nicht auf dem Schirm hatte. Und es gibt ja durchaus Partner, die bereit und stark genug sind (und die Liebe tief genug ist), um das gemeinsam zu bewältigen. Und manchmal verliebt man sich halt einfach, dann muss es ja auch gehen.
Kurzum, wer mittleren Alters darauf setzt, jemanden zu finden, der völlig "sauber" in eine Beziehung geht, wird vermutlich ewig suchen. Das ist auch nicht anders als bei den anderen Kriterien, die so "hart" ausgelegt werden. Chancentöter.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
15.994
Likes
8.058
  • #82
Guten Morgen!
Man nimmt doch aus jeder Partnerschaft (und überhaupt aus allen Lebenserfahrungen!) etwas mit, was einen prägt und verändert.
Wenn man manche Beiträge hier liest, entsteht der Eindruck, dass man innerhalb einer gewissen Verarbeitungszeit wieder alles auf Null stellen könne und dann wieder ein völlig unbelasteter und wunderbarer Mensch sein könne.
Aber es ist doch so, dass einen diese Erfahrungen prägen, und das ja auch nicht immer nur im negativen Sinn. Es wird sich nie vermeiden lassen, dass das auf spätere Beziehungen einwirkt, und natürlich wird der neue Partner dann damit "konfrontiert". Er begegnet einem eben mit all diesen Erfahrungen, die so gerne abwertend "Päckchen" genannt werden, weil sie zu uns gehören.
Das gilt imho übrigens auch für die "sachlichen" Aspekte, die da bitteschön geregelt sein sollen, vor allem mit Kindern und den Expartnern mit Kindern. Es ist imho recht naiv, zu glauben, man könne da alles regeln und dann ist es für immer prima. Meine Erfahrung ist, dass du damit mindestens bis die Kinder erwachsen sind immer wieder Dinge hast, mit denen du dich auseinandersetzen musst und die auch auf den neuen Partner ausstrahlen. Wahrscheinlich geht das bis ans Lebensende so.
Ich denke, es muss jeder selber einen Punkt finden, wo er die alte Beziehung als verarbeitet ansieht. Für mich ist das die vollendet vollzogene Trennung. Idealerweise ist man geschieden und die finanziellen Aspekte der Trennung sind geregelt. Und (noch wichtiger!) die Trennung ist auch emotional vollzogen. Das bedeutet für mich vor allem, dass man sich seiner Verantwortung für das, was gut und was schlecht gelaufen ist, bewusst ist.
Wobei ich das auch wieder nicht sehr dogmatisch sehen würde, zumal man das ja selber oft gar nicht so genau weiß. Manchmal kommen halt in einer Beziehung Dinge hoch, die man nicht auf dem Schirm hatte. Und es gibt ja durchaus Partner, die bereit und stark genug sind (und die Liebe tief genug ist), um das gemeinsam zu bewältigen. Und manchmal verliebt man sich halt einfach, dann muss es ja auch gehen.
Kurzum, wer mittleren Alters darauf setzt, jemanden zu finden, der völlig "sauber" in eine Beziehung geht, wird vermutlich ewig suchen. Das ist auch nicht anders als bei den anderen Kriterien, die so "hart" ausgelegt werden. Chancentöter.
Ich sehe das genauso wie du! Es geht m.E. gar nicht um "sauber" auf Partnersuche zu gehen, sondern für mich als Frau darum, dass man sein Päckchen sich genau angeschaut hat, überlegt und gehandelt hat, was man in Ordnung bringen kann und was ggf. nicht in Ordnung gebracht werden kann, oder hat viel Zeit braucht, oder einen Anderen an der Seite, der genau dieses Päckchen als gar nicht so schlimm ansieht, wie man es selber tut.

Mein Anspruch war, mich für einen neuen Mann an meiner Seite attraktiv zu machen, indem ich mir meine Päckchen gut anschaue und das Negative soweit wie es geht, rauszunehmen. Das hat aber wohl dazu geführt, dass das Männer interessant fanden, deren Päckchen aus allen Nähten geplatzt sind und es quoll nix gutes raus. Die Männer, die ähnliche Päcken wie ich hatten, waren fest vergeben, oder haben sich Frauen mit nicht guten überquellenden Päckchen gesucht. Das Thema Gegensätze hatte ich hier ja schon mal erwähnt.

Das was ich selber bei Männern erlebt habe und was teilweise hier rüber kommt, ist genau das was Mangento73 gut findet und von einer Frau erwartet. Ist nicht meine Basis. Ich kenne Frauen, die so was genau mittragen, aber in der Beziehung nicht glücklich sind, mir das selber noch sagen, oft mit zu viel Essen und Konsum kompensieren, aber lieber das in Kauf nehmen, um nicht "alleine" zu sein, als einen anderen, für mich gesünderen Weg, zu gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Beiträge
13.159
Likes
6.571
  • #84
Mentas Fragestil, wie man ihn kennt.
Zumindestens weiß ich, dass ich auch meine Päckchen mit mir rum trage und das ich nicht der allertollste Kerl auf Erden bin ... Das führt zu Toleranz bezüglich der Eigenarten und Päckchen des Partners in spe, wenn man sich damit noch wohl fühlt.
ich finde du beschreibst deine Gedanken zum Thema persönliches Schicksal sehr sympathisch :), in diesem Zusammenhang würde ich aber weder den Begriff Demut noch das Bild der Geschenkpackung verwenden.
Wobei....wenn das mit dem DHL Paket problemlos und auf Anhieb klappt, dann bin ich auch immer sehr erleichtert.
;)
 
U

Ursina60

  • #85
@WolkeVier Dieses Päckchen ist für mich überhaupt nicht negativ bewertet. Die Erfahrungen die jeder in seinem Päckchen hat, sind das, was den Menschen ausmacht. Es kommt nun aber darauf an, wie mit dem Inhalt des Päckchens umgegangen wird. Und da ist mir definitiv ein Mann lieber der reflektiert ist und schön Ordnung in seinem Päckchen hat. Kommt während der Beziehung mit ihm ein neues Problem hinzu, dann helfe ich selbstverständlich. Aber wenn immer wieder die alten Sachen im Päckchen (oder Rucksack) hoch kommen, möchte ich nicht sein Kummerkasten sein und mich schlimmstenfalls mit ins Jammertal ziehen lassen.
 
D

Deleted member 21128

  • #86
@WolkeVier Dieses Päckchen ist für mich überhaupt nicht negativ bewertet. Die Erfahrungen die jeder in seinem Päckchen hat, sind das, was den Menschen ausmacht. Es kommt nun aber darauf an, wie mit dem Inhalt des Päckchens umgegangen wird. Und da ist mir definitiv ein Mann lieber der reflektiert ist und schön Ordnung in seinem Päckchen hat. Kommt während der Beziehung mit ihm ein neues Problem hinzu, dann helfe ich selbstverständlich. Aber wenn immer wieder die alten Sachen im Päckchen (oder Rucksack) hoch kommen, möchte ich nicht sein Kummerkasten sein und mich schlimmstenfalls mit ins Jammertal ziehen lassen.
Das ist verständlich, und wenn du so jemanden findest, umso besser.
Wie darf ich mir das denn praktisch vorstellen? Klopfst du das schon vor dem Treffen oder bei dem / den Treffen ab? Oder schießt du ihn ab, wenn sich das später zeigt?
 
U

Ursina60

  • #87
Das ist verständlich, und wenn du so jemanden findest, umso besser.
Wie darf ich mir das denn praktisch vorstellen? Klopfst du das schon vor dem Treffen oder bei dem / den Treffen ab? Oder schießt du ihn ab, wenn sich das später zeigt?
Das ist tatsächlich nicht einfach. Abklopfen würde ich nicht, sondern sehr sehr gut hinhören und versuchen zwischen den Worten zu lesen. Abgeschossen habe ich denjenigen, bei welchem die Leichen einige Monate nach dem Kennenlernen aus dem Keller kamen. Aber, die waren, wie geschrieben (Verlustangst, Eifersucht, Choleriker, Depression) so schlimm, dass ich mich getrennt habe. Zumal er Jahre zuvor schon daran gearbeitet hatte und dachte, er habe alles bereinigt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
D

Deleted member 21128

  • #88
Abgeschossen habe ich denjenigen, bei welchem die Leichen einige Monate nach dem Kennenlernen aus dem Keller kamen. Aber, die waren, wie geschrieben (Verlustangst, Eifersucht, Choleriker, Depression) so schlimm, dass ich mich getrennt habe. Zumal er Jahre zuvor schon daran gearbeitet hatte und dachte, er habe alles bereinigt.
Es gibt einfach eine Grenze, man ist ja Partner und kein Therapeut. Das wär mir auch zu viel.
 
Beiträge
13.159
Likes
6.571
  • #89
Das ist tatsächlich nicht einfach. Abklopfen würde ich nicht, sondern sehr sehr gut hinhören und versuchen zwischen den Worten zu lesen. Abgeschossen habe ich denjenigen, bei welchem die Leichen einige Monate nach dem Kennenlernen aus dem Keller kamen. Aber, die waren, wie geschrieben (Verlustangst, Eifersucht, Choleriker, Depression) so schlimm, dass ich mich getrennt habe. Zumal er Jahre zuvor schon daran gearbeitet hatte und dachte, er habe alles bereinigt.
das fällt unter die Rubrik....man kann ein sinkendes Schiff auch wieder verlassen .
 
A

apfelstrudel

  • #90
Hallo liebe Community,

ich habe vor ein paar Wochen einen Mann kennen gelernt mit dem ich bisher eine echt tolle Zeit hatte.

Wir haben uns für die Anfangsphase sehr viel gesehen und viel Zeit mit einander verbracht.
Ich hab seine Freunde kennen gelernt, er meine und er war sogar bei meiner Familie dabei.

Die letzten Wochen hatte ich aber fas Gefühl er distanziert sich und gestern habe ich dann mit ihm gesprochen:

Er meinte er genießt die gemeinsame Zeit und findet es super wenn wir zusammen sind aber dass er dich grade nicht klar ist, wo das hingeht.

Es ging ja alles sehr schnell und er sei gerade mit der Situation völlig überfordert.
Seine ex Freundin hat ihn eine Weile betrogen und damit kam er überhaupt nicht klar und konnte sich seither auch nicht mehr auf eine Beziehung so schnell einlassen weil er einfach Zeit braucht um sich zu öffnen.
Ich würde ihm diese Zeit gerne geben aber weiß nicht so wirklich wie ich mich verhalten/was ich denken soll.

Icj bin jetzt über die Feiertage und auch danach BEI Familie und Freunden und wir würden uns sowieso erst im Januar wieder sehen, was er auch gesagt hat, dass er mich nochmal sehen möchte damit wir all das mit einem gewissen Abstand nochmal klären können.

Er hat mich zum Abschied gestern lange in den Arm genommen und mich kurz geküsst und gemeint, wir bekommen das schon hin. Aber wie soll ich mich jetzt verhalten oder denkt ihr es hat gar keinen Sinn wobei er auch geweint hat und sicjtilcih durcheinander war..

Liebe Grüße
Gib ihm einen Arschtritt, der isses nicht wert.