Mentalista

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  • #91
Ich möchte ihn ja wie gesagt nicht drängen und habe ha auch Verständnis dafür, dass er sich sammeln und nachdenken muss oder etwas verarbeiten..
Würde ihn da auch total unterstützen aber ich kann ihn eben nicht einschätzen gerade weil doch noch alles sehr frisch war/ist.

Liebe Männer hier im Forum. Habt ihr schon mal so gedacht, wie 493dani geschrieben hat?
 
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apfelstrudel

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  • #95
Nee, gibts m.E. nicht.

Also, wie lautet deine Antwort?:D
Ja.
Aber um aufs konkrete beispiel und meinen vorigen beitrag zurückzukommen:
Ein mann/eine frau, der/die nach einem kennenlernen von freunden und familie noch nicht weiß, was er/sie will und ob er/sie bereit ist soviel zu geben, wie es für eine beziehung vonnöten wäre und sich dann mit EINEM KUSS in eine nachdenkphase verabschiedet, ist ein weichei, das seinesgleichen an keinem hotelbuffet wiederfindet. Da sind die dreiminuteneier hart dagegen...
Vor allem, weil er/sie sich gedanklich wahrscheinlich schon lange verabschiedet hat, aber nicht die eier hatte es zu sagen. So ein kuss ist auch viel einfacher als die wahrheit. Und eine sms ist einfacher, als einem menschen den man mag, aber eben nicht liebt, in die augen zu sehen dabei.
Ich wünsche ihr von ganzem herzen, dass ich falsch lieg...
 
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Sevilla21

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  • #96
Liebe @493dani ,
Dein Beitrag liest sich für mich recht klar: Er hat kein bzw. zuwenig Interesse.
Ich wünsche Dir, dass ich mich irre, aber der kommt nicht mehr zurück.
 
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maxim

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  • #97
Wenn man manche Beiträge hier liest, entsteht der Eindruck, dass man innerhalb einer gewissen Verarbeitungszeit wieder alles auf Null stellen könne und dann wieder ein völlig unbelasteter und wunderbarer Mensch sein könne.

Vollkommen richtig. Wir sind alle im Leben verletzt worden, meist sogar mehrfach. Wollen wir wirklich eine neue Beziehung, muss es uns gelingen, die "Reset" Taste zu drücken und etwaige Bedenken aufgrund negativer Vorerfahrungen hintanzustellen. Ich weiß, wovon ich spreche und ich weiß auch, dass das nicht einfach ist. Der/die neue Partner/in hat einen erheblichen Vertrauensvorschuss verdient. Wer den nicht geben kann, sollte davon absehen, andere hinzuhalten wie @493dani
 
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Anthara

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  • #98
Vollkommen richtig. Wir sind alle im Leben verletzt worden, meist sogar mehrfach. Wollen wir wirklich eine neue Beziehung, muss es uns gelingen, die "Reset" Taste zu drücken und etwaige Bedenken aufgrund negativer Vorerfahrungen hintanzustellen. Ich weiß, wovon ich spreche und ich weiß auch, dass das nicht einfach ist. Der/die neue Partner/in hat einen erheblichen Vertrauensvorschuss verdient. Wer den nicht geben kann, sollte davon absehen, andere hinzuhalten wie @493dani
Und genau das wird mit der Zahl der Verletzungen immer schwieriger. Aber es muss gelingen, denn der neue Partner oder die neue Partnerin hat es verdient, daß sie nicht für die Verfehlungen der Vorgänger "haftbar" gemacht wird.
 
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  • #99
Und genau das wird mit der Zahl der Verletzungen immer schwieriger. Aber es muss gelingen, denn der neue Partner oder die neue Partnerin hat es verdient, daß sie nicht für die Verfehlungen der Vorgänger "haftbar" gemacht wird.
Das klingt auf den ersten Blick prima, halte ich aber für eine Illusion. Man kann doch nicht einfach seine Erfahrungen und deren Folgen irgendwie auslöschen oder so.
Hm, ob dieser zu hohe Anspruch auch vielen im Weg steht und das Finden erschwert?
 
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Ursina60

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  • #100
Das klingt auf den ersten Blick prima, halte ich aber für eine Illusion. Man kann doch nicht einfach seine Erfahrungen und deren Folgen irgendwie auslöschen oder so.


Hm, ob dieser zu hohe Anspruch auch vielen im Weg steht und das Finden erschwert?
Auslöschen nicht, aber verarbeiten und einem neuen Menschen den man kennenlernt neutral begegnen, nicht gleich in eine Schublade stecken, die man aus den eigenen gemachten Erfahrungen öffnet.

Das Finden erschwert es, aber wenn man genügend reflektiert ist, sollte es möglich sein.
 
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  • #101
Auslöschen nicht, aber verarbeiten und einem neuen Menschen den man kennenlernt neutral begegnen, nicht gleich in eine Schublade stecken, die man aus den eigenen gemachten Erfahrungen öffnet.

Das Finden erschwert es, aber wenn man genügend reflektiert ist, sollte es möglich sein.
Ja, so erwartet es 'jeder' und glaubt, dass er selbst das macht. Und wie ist die Realität? ;)
 
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Ursina60

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  • #102
Ja, so erwartet es 'jeder' und glaubt, dass er selbst das macht. Und wie ist die Realität? ;)

Leider sieht es in der Realität nicht so aus. Klar unterläuft man selber Fehlern, es gibt aber auch solche, die denken, sie schubladisieren nicht und gehen immer unvoreingenommen beim Kennenlernen vor. Aber meist kommt von denen dann gleich ein Spruch im Sinne von: "Frauen sind ....." und schon steckt man in der Schublade drin.
 
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  • #103
Leider sieht es in der Realität nicht so aus.
Genau da komme ich her. Wir kämen doch weiter, wenn wir mal akzeptieren, dass wir uns alle und eben auch alle anderen mit diesen Ansprüchen überfordern. Wir könnten doch auch akzeptieren, dass es den meisten nicht gelingt, und dann Wege suchen, damit umzugehen. Das würde auch dazu beitragen, nicht immer so ein verzerrtes Eigenbild zu zeichnen, um den eigenen Ansprüchen angeblich zu genügen.
 
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apfelstrudel

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  • #104
Tut man denn dem armen Verletzten *geschlechtsneutral* einen Gefallen, wenn man ihm immer ein Hintertürchen zur Flucht offenhält?
Sehen wir den Verletzten als Kind. Wer würde sein Kind dermaßen verwöhnen? Was, wenn er sich dann auf eine Beziehung einläßt, wie lange sollte man diesen Modus beibehalten... diese Lüge aufrechterhalten? Was versteckt sich dahinter? Und was liebt derjenigen an dem Verletzten.... die Verletzung und wie man sie zu lindern versucht? Oder doch den Menschen, der sich dahinter versteckt?

Man will, oder man will nicht. Man kann, oder man kann nicht. Und wer sich dessen nicht bewußt ist, der sollte es einfach bleiben lassen und sich nicht Ausreden diktieren lassen. Zeugt aber auch irgendwie vom Charakter...
 
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  • #105
Auslöschen nicht, aber verarbeiten und einem neuen Menschen den man kennenlernt neutral begegnen, nicht gleich in eine Schublade stecken, die man aus den eigenen gemachten Erfahrungen öffnet.

Das Finden erschwert es, aber wenn man genügend reflektiert ist, sollte es möglich sein.

Jein. Ich denke, es bedarf da jemand Gegenüber, der einen ähnlichen Weg gegangen ist. Es nützt ja nichts, wenn man findet, aber der Gefundene auf einem anderen Level der Reflexion ist.
 
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Ursina60

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  • #106
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apfelstrudel

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  • #108
Genau da komme ich her. Wir kämen doch weiter, wenn wir mal akzeptieren, dass wir uns alle und eben auch alle anderen mit diesen Ansprüchen überfordern. Wir könnten doch auch akzeptieren, dass es den meisten nicht gelingt, und dann Wege suchen, damit umzugehen. Das würde auch dazu beitragen, nicht immer so ein verzerrtes Eigenbild zu zeichnen, um den eigenen Ansprüchen angeblich zu genügen.
Bin ich ein bisschen deiner Meinung... wir könnten versuchen nicht den Verletzten wahrzunehmen, sondern den Menschen dahinter. Und als solcher zu suchen was ich als Mensch brauche... und nicht als Verletzter. Und ein Stück weit ist man als Verletzter in der Verantwortung, nicht einfach den Krankenschwester-Mama-Modus bei der Frau zu triggern.
 
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  • #109
Dem stimme ich zu. Es gehört halt eine Menge an Lebenserfahrung und differenziertem Denken dazu, dass man reflektiert sein kann. Mir gelingt es auch nicht immer.

Reflektieren zur können, in jedem Lebensbereich, privat wie beruflich ist für mich eine hohe Kunst und hat m.E. auch was mit emotionaler Intelligenz, Glück, Zeit dazu haben zu können, sich nehmen zu wollen, zu tun.

Gerade in der zurück liegenden Weihnachtszeit konnte man sehr gut da draussen sehen, wer diese Zeit für was nutzt.

Ich denke aber, es gibt Menschen, die sind um einiges jünger und viel besser drauf im reflektieren als ich.
 
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Mentalista

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  • #110
Und ein Stück weit ist man als Verletzter in der Verantwortung, nicht einfach den Krankenschwester-Mama-Modus bei der Frau zu triggern.

Wird schwierig, wenn Mann nie eine liebevolle Mama hatte und seine Sehnsucht nach dem Mama-Krankenschwester-Modus so gross ist, dass er so eine Frau heiratet, aber diese Frau nur als Mama-Krankenschwester ansehen kann, aber nicht als seine Frau. Daher gehen m.E. auch viele Männer fremd usw.
 
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Maron

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  • #111
@Mentalista....du erwähnst hier nie deine Eltern, seht ihr euch noch und seid ihr gemeinsam in den Westen oder bist du alleine losgezogen?
 
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  • #112
Tut man denn dem armen Verletzten *geschlechtsneutral* einen Gefallen, wenn man ihm immer ein Hintertürchen zur Flucht offenhält?
Ja, dieses Hintertürchen steht jedem jederzeit zu. Und ob es ihm um Flucht geht, ist ja nicht bewiesen.
Sehen wir den Verletzten als Kind. Wer würde sein Kind dermaßen verwöhnen?
Ich. Ich habe mal so ziemlich alle Glaubenssätze in Sachen Erziehung hinterfragt und mich für einen immer liebevollen und zugeneigten Umgang entschieden. Hat klasse funktioniert, mit sehr viel Harmonie und mit einem großartigen "Resultat".
Man will, oder man will nicht. Man kann, oder man kann nicht. Und wer sich dessen nicht bewußt ist, der sollte es einfach bleiben lassen und sich nicht Ausreden diktieren lassen. Zeugt aber auch irgendwie vom Charakter...
Ich finde schon, dass Menschen etwas komplexer ticken.
Ich hatte am Anfang unserer Partnerschaft auch ein paar "Themen" und bin froh, dass meine Freundin mir immer mit Verständnis begegnet ist. Menschen haben Ängste.
 
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  • #114
:)
wir könnten versuchen nicht den Verletzten wahrzunehmen, sondern den Menschen dahinter.
Irritierend ... Ist es nicht gerade besonders menschlich, verletzt zu sein?
Und ein Stück weit ist man als Verletzter in der Verantwortung, nicht einfach den Krankenschwester-Mama-Modus bei der Frau zu triggern.
Darum geht’s doch eh nicht, sondern einfach darum, wie man als Paar mit den mitgebrachten Päckchen umgeht.
 
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