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  • #46
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Lieber Baier, ich versuche mich jetzt mal als Profilberater ...

1. Ich oute mich als überzeugter Dialektsprecher. Anscheinend gibt es Frauen, die das primitiv finden.

Als "primitiv" dürfte das kaum wahrgenommen werden, aber es ist eben etwas speziell und schlichtweg nicht jederfraus Sache. Man muss das mögen und das ist keine Frage von Toleranz, sondern von persönlichem Geschmack. (Für mich wäre eine Frau, die sich als überzeugte (!) Dialektsprecherin beschreibt (und d.h. eben auch im Partnerschaftsalltag), immer ein No-Go gewesen. Dass man auch (!) Dialekt beherrscht und vielleicht auch eine leichte sprachliche Einfärbung zeigt, kann dagegen (aus meiner Sicht) durchaus ein attraktives Plus sein.) Aber wenn Frau etwa auf Biermösl Blosn abfährt und die Fraunhofer Saitenmusik heiß und innig liebt, dann ...


2. Ich oute mich als Absolvent zweier Studiengänge, also als ehemaliger "ewiger Student" (erst 13, dann nochmal 6 Semester, um genau zu sein). Aus Sicht mancher Frauen also ein beruflicher Versager.

Ist das denn wirklich eine relevante Info für ein Profil? Was ist deine Absicht dabei, möchtest du auf die Breite deiner Allgemeinbildung aufmerksam machen? (Dafür gibt's auch andere Möglichkeiten, sollte dir nicht schwer fallen ;-)). Legst du denn besonderen Wert auf die Anerkennung von Menschen (Frauen), die sich einen Partner nur als stromlinienförmigen Karrieristen vorstellen können?


3. Außerdem bin ich Naturwissenschaftler, nichts für die Anhängerinnen des intellektuellen Diskurses.

Zweifellos kann ein "überzeugter" Naturwissenschaftler Anhängerinnen des intellektuellen Diskurses abschrecken - aber möchtest du dich denn tatsächlich auf die Bedürfnisse und Interessen kulturbeflissener Geisteswissenschaftlerinen einstellen?


4. Ich verdiene mir meine Brötchen außerdem als Lehrer, für viele Frauen ein absolutes "NoGo" (kurioserweise anscheinend nicht zuletzt für viele Kolleginnen).

Lehrer-Bashing ist nun mal ein beliebter Sport und Lehrer gelten - manchmal sogar zu unrecht - als sicherheitsorientiert, langweilig und vom Mief des Beamtentums umgeben. Frau, die öffentlich oder heimlich von aufregenden und exotischen Abenteuern träumt, wird Lehrern gegenüber ebenso skeptisch sein, wie Frau, die sich ein Leben in Luxus und im Schatten eines Gatten mit hoher Sozialreputation ersehnt.

Ad 2, 3 und 4: Über berufliche Tätigkeiten und Studium hatte ich bei meinem PS-Profil insgesamt eher wenig geschrieben, eine etwas kryptische Berufsbezeichnung bot allerdings oft Anlass für Fragen. Neugierige Interessentinnen mit entsprechendem Hintergrund hatten in der Regel die richtige Spur und die anderen fanden's oft witzig. Und was nun speziell den Lehrerberuf betrifft: ich kenne einige Kunstschaffende, für die teilzeitige Lehrtätigkeit einfach solide Basis ihres Auskommens ist, allerdings verstehen die sich in erster Linie eben als Künstler. Es ist allerdings eine Frage des Blickwinkels. Ich habe den Eindruck, du verstehst dich insgeheim doch (sogar mehr?) als Musiker, also, warum das nicht auch zum Ausdruck bringen?


5. Ich schreibe auch ein paar Sachen, auf die ich (im übertragenen Sinne) allergisch reagiere; eigentlich nichts schlimmes dabei (...) Übrigens befindet sich unter meinen "Allergien" auch die auf rassistische und rechtsradikale Anschauungen.

Interessanterweise hatte ich gerade mit diesem Punkt gar keine schlechten Erfahrungen gemacht, trotz sehr eindeutiger Aussagen (z.B. Pauschalabwertungen hinsichtlich bestimmter Musikrichtungen, PorschefahrerInnen, der leider noch immer amtierenden Bundesregierung etc.). Klar schließt das automatisch bestimmte Leute aus
- glücklicherweise.


6. Inwiefern andere Angaben von mir ebenfalls abschreckend wirken, weiß ich nicht; ich interessiere mich nur für ganz normale Dinge und habe nur ganz normale Hobbys. Gut, ich habe bei den Instrumenten, die ich spiele, absolut wahrheitsgemäß angegeben, dass das ziemlich viele sind ...

Vielleicht ist's ja gerade die von dir so nachdrücklich betonte Normalität? Ich hatte einige sehr deutliche Vorstellungen zum äußeren Erscheinungsbild einer potentiellen Partnerin (vgl. meinen Einstiegs-Thread vom Dez. letzten Jahres) entwickelt, die wirklich nicht auf jederfraus Akzeptanz stießen, konnte mich aber über Zuschriften bzw. Antworten nicht beklagen.


Und:
- der Anspruch in einem Profil alles richtig zu machen, ist eben wie gut gemeint ...
- Matching Punkte ?! forget about it, das ist Psychologie für Landwirte!
 
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  • #47
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Zitat von Baier:
Leider ist es offensichtlich ziemlich egal, was ich in meinem Profil schreibe, weil es schlichtweg fast überhaupt keine Frau besucht. Sogar die Frauen, die ich anschreibe, schauen es oft nicht an. Manche lesen noch nicht mal meine Nachricht. Von daher dürfte mich eine Profilberatung nicht wirklich weiterbringen.
Hmmm. Lebst Du vielleicht (zu) tief in der bayerischen Provinz? Wo sich evtl. keine guten Jobs für gut ausgebildete Frauen finden lassen.
Raucher?
 
S

Sid_geloescht

  • #48
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

@equinox

Also langsam wäre ich richtig neugierig auf Deine Zeilen.
 
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  • #49
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

na, die armen Landwirte;-) Aber die waren beim Vorurteile durchkauen bisher
auch noch etwas unterrepräsentiert.....;-)

Heute habe ich bei PS zum Thema Fotos auch irgendwie eine seltsame Erfahrung gemacht.
Ich hatte einen ganz netten Kontakt, aber der meldet sich seit einiger Zeit nicht mehr,
leider weiß ich nicht warum. Aber nach 2 Monaten bin ich da jetzt schon so abgestumpft
und nehme das halt mal so hin.
Also habe ich meine Favorien angesehen und mal drei Lächeln mit Bild und eine kurzen
Nachricht auf den Weg geschickt.
Alle drei haben zurückgelächelt......und alle drei haben weder eine Nachricht zurückgeschrieben
noch Ihr Foto auch mir zu sehen gegeben. Sehr Schade! Nu bin ich so schlau wie vorher...
Also was wollen Sie mir damit sagen? Na vielleicht ergibt sich der Sinn dahinter ja noch.
Wünsche allen einen schönen Abend und viel Spaß beim Sieg des BVB gleich.

@Baier wenn Du es mit den "anderen" hältst natürlich auch Dir einen schönen Abend;-)
 
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  • #50
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Lieber Baier,

ob du dich nun mit i oder y schreibst, ist glaube ich ziemlich egal. Trotzdem Danke für die interessanten kultur- und sprachhistorischen Ausführungen. Sooo eingeschränkt scheinst du in deinen Naturwissenschaftler-Dasein ja nicht zu sein!

Apropos: Mit Anfang zwanzig (das ist schon ein paar Tage her ;-) ) habe ich in Freiburg studiert. Mit meiner besten Freundin bin ich immer viel lieber in die Mensa bei den Natur- als bei den Geisteswissenschaftlern gegangen. Wir fanden einfach, dass dort die interessanteren Männer rumlaufen! :) Ein bisschen finde ich das noch heute. Mal platt gesagt: Naturwissenschaftler sind eher gezwungen, sich auch mit anderen (kulturellen, politischen, gesellschaftlichen etc.) Fragen zu befassen - da kommt man ja im Leben kaum dran vorbei. Geisteswissenschaftler dagegen können sich, wenn sie wollen, zurück lehnen und sich 'nen Sch... um alles kümmern, was technisch, physikalisch, biologisch oder sonstwie naturwissenschaftlich ist.

Und Lehrer? Ich habe bisher noch keinen hier getroffen (mir wurde auch noch fast keiner vorgeschlagen - und wenn, dann hat's aus anderen Gründen für mich nicht gepasst), aber ich hätte da null Vorurteile. Ich finde den Beruf sogar recht attraktiv. Bin vielleicht nicht so deine Altersklasse, wohne auch nicht im Süden, und mir sind andere Dinge wichtig, die man hier auch nur selten findet. Was ich nur sagen will, ist: Was der/die eine uninteressant findet, gefällt dem/der anderen vielleicht besonders gut. Und wenn es da um seltene (oder selten als besonders positiv eingestufte) Eigenschaften geht, dauert es halt etwas länger. Ist blöd, aber da hilft nur Geduld. Und nicht zu hohe Erwartungen an eine Plattform wie diese stellen ... ist auch nicht mehr als ein Querschnitt des 'realen' Lebens. Da passen ja die meisten auch nicht zu einem ...

Zurück zu deinem eigentlichen Thema: Ja, die Stille finde ich auch frustrierend. Selbst wenn man nicht auf drölfzig Dates hofft ... wenn einfach nichts passiert, verbessert das nicht gerade die Laune. Das einzige, was mir da hilft, ist (siehe oben) : PS und ähnliches nur als Ergänzung sehen. Nach eigener Lust und Laune handeln (mal jemandem schreiben - mal auch nicht) und möglichst nichts Besonderes erwarten.

Auf diese Weise habe ich hier vor knapp anderthalb Jahren (nach vier Monaten rumdümpeln) sogar meinen vermeintlichen Traumprinzen gefunden. Es hielt ein wunderschönes Jahr - dann war er plötzlich weg. Hat sich auf die blödmöglichste Art aus der Beziehung rauskatapultiert. Auch nicht gerade schön. Hab mich nun trotzdem wieder angemeldet, erwarte aber wenig. Das Geld ... sei's drum, ist 'abgeschrieben'. Vielleicht ergibt sich was, vielleicht auch nicht. Noch weniger ergibt sich jedenfalls, wenn ich hier nicht bin. Das meine ich mit "Ergänzung".

In diesem Sinn: Pragmatische Grüße von
Lisita
 
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  • #51
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Hallo equinox,

meine Beschreibung möglicherweise abschreckender Stellen meines Profils war durchaus ironisch angehaucht und mit gewissen Übertreibungen versehen...

Eigentlich schreibe ich in meinem Profil nur, dass ich allergisch auf Menschen reagiere, die Dialektsprecher für dümmer oder weniger weltoffen halten. Ich habe auch nichts gegen Menschen, die keinen Dialekt sprechen, aber sehr wohl etwas gegen solche, die keinen sprechen und sich deshalb einbilden, etwas besseres zu sein. Übrigens spricht man nicht "auch" Dialekt; wer privat nicht Dialekt spricht, wird vielleicht den Dialekt nachahmen können, so dass ein Mensch, der den Dialekt nicht genau kennt, glaubt, er könnte ihn sprechen. Der "Muttersprachler" bemerkt jedoch sofort, dass da irgendwas nicht richtig klingt...

Mein Erststudium erwähne ich an den Stellen "Eine schräge Angewohnheit von mir" und beim "unvergesslichen Urlaub". Ich habe nämlich eine für den Laien (und was mein Erststudium betrifft, gibt es praktisch nur Laien, da das wirklich ein exotischer Studiengang war) skurrile Angewohnheit aus meinem Erststudium bewahrt. Und mein unvergesslichster Urlaub war kein Urlaub im eigentlichen Sinn, sondern eine wirklich nicht nur den fachlichen Horizont erweiternde Exkursion in meinem Erststudium.

Lehrer bin ich und dazu stehe ich und wer Vorurteile gegen Lehrer hat, ist aus meiner Sicht (um es mal so hart auszudrücken) ungefähr auf der gleichen geistigen Stufe wie Menschen mit anderen dummen Vorurteilen, etwa Rassismus. (Im Übrigen kann ich sowohl aus naturwissenschaftlicher als auch geschichtlich-sprachwissenschaftlicher Sicht sachlich begründen, warum Rassismus dumm ist - falls großes Interesse daran besteht, kann ich das ja noch irgendwann mal schreiben. Wie man sehr einfach Vorurteile über gewisse Berufsgruppen angehen kann, habe ich schon im Thread über Soldaten geschrieben, das gilt für Lehrer genauso.) Ich sehe jedenfalls keinen Grund, so zu tun, als ob ich ja "eigentlich" Musiker wäre, auch wenn das in gewisser Weise sogar richtig ist. Als Lehrer verdiene ich nämlich Geld, als Musiker gebe ich es (überwiegend) aus!

Nun, und was die kulturbeflissenen Geisteswissenschaftlerinnen angeht - meiner Erfahrung nach weiß ich oft mehr über kulturelle und geisteswissenschaftliche Dinge als viele Geisteswissenschaftler außerhalb ihres eigenen eng umgrenzten Fachgebietes wissen. Ich halte halt wenig von Menschen, die einen auf intellektuell machen und z.B. ganz schlau über klassische Musik daherreden, aber beim "Happy Birthday"-Singen komplett falsch singen und es nicht mal merken, oder die mir erzählen, dass naturwissenschaftliche Erkenntnisse ja nichts mit Bildung zu tun haben und nur als Hilfswissenschaften taugen und in ihrer großen, von naturwissenschaftlichem Geschwafel unbefleckten Weisheit gleichzeitig z.B. glauben, ein Mensch sollte sich hauptsächlich von Eiweiß ernähren, weil er ja auch viel mehr Eiweiß als Kohlenhydrate enthält (wenn das die Kühe wüssten, die auch kaum Kohlenhydrate enthalten...).

Oder lass es mich mal so sagen: Es gibt Menschen, die viel wissen, aber trotzdem kapiert haben, dass sie noch viel mehr auch nicht wissen. Und es gibt solche, die sicher auch nicht mehr wissen, aber glauben, sie hätten die Weisheit mit dem Löffel gefressen (wie man das in Bayern so sagt.) Für Menschen dieser "Glaubensrichtung" gab es mal so ein Buch, das behauptet hat, alles zu enthalten, was man wissen muss, um in Deutschland als gebildet zu gelten. Zu Naturwissenschaften enthielt es nur ein paar Sätze ("Was man nicht wissen muss"), da ist komplettes Nichtwissen in "intellektuellen" Kreisen offensichtlich nicht nur akzeptabel, sondern sogar gewünscht. (Ich habe das Buch natürlich nicht gekauft!) Manche beeindruckt so ein intellektuell-kulturbeflissen-geisteswissenschaftliches Selbstbild vielleicht, ich finde es (höflich ausgedrückt) albern und würde es nicht gerade als ein Zeichen hoher Intelligenz betrachten. Und ich habe eine ausgeprägte Vorliebe für (wirklich) intelligente Frauen.

Um nach diesen weltanschaulichen Aussagen (die natürlich wieder mal nichts mit Partnersuche zu tun haben) noch zum Punkt "Normalität" zu kommen. Mir kann man viel nachsagen, aber nicht, dass ich besonders durchschnittlich wäre oder mich dem Durchschnittsgeschmack anbiedere - wirklich nicht. Ich komme wohl auch in meinem Profil eher ungewöhnlich rüber, insbesondere, wenn ich es mit den größtenteils nichtssagenden Profilen meiner Partnervorschläge vergleiche. Und weil die meisten Frauen eben so 08/15-Profile haben, habe ich versucht, nicht ganz so ungewöhnlich in meinem Profil zu wirken, um sie nicht gleich alle zu verschrecken... (So nebenbei: Wer weiß OHNE nachzulesen, woher die Bezeichnung 08/15 kommt? Ist das ein Bestandteil intellektueller Bildung? Na, egal, ich weiß es jedenfalls, obwohl es nichts mit Naturwissenschaften zu tun hat.)

Was ich an meinem Profil wirklich geändert habe, sind die Bilder - vielleicht hilft das ja was.

Habe ich eigentlich schon mal geschrieben, dass es nicht mein Ziel ist, zu möglichst vielen Dates zu kommen, sondern eine Frau zu finden, die mich so mag, wie ich bin? Ein geschöntes Profil kommt für mich daher nicht in Frage. Daneben finde ich Unehrlichkeit auch anstrengend, denn dann müsste ich mir ja merken, wem ich was vorgeschwindelt habe. Unehrlichkeit kommt irgendwann außerdem immer ans Licht... ich fange gar nicht erst damit an.

Viele Grüße

Ein Baier (der keine Bayern-Fan ist und deshalb zu dieser Uhrzeit an diesem Tag etwas im Forum schreibt)

PS: Wenn du kein Anhänger der momentanen Bundesregierung bist, equinox (dann haben wir ja doch eine Gemeinsamkeit...), solltest du die Biermösl-Blosn eigentlich gut finden... Wusstest du, dass eines ihrer Mitglieder Trompete studiert und ein paar Jahre als Solotrompeter in einem klassischen Orchester gearbeitet hat?
 
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  • #52
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Zitat von Kreative:

"Hmmm. Lebst Du vielleicht (zu) tief in der bayerischen Provinz? Wo sich evtl. keine guten Jobs für gut ausgebildete Frauen finden lassen.
Raucher?"

Hallo Kreative,

das erste ist vielleicht ein bisschen richtig. Ich habe aktuell insgesamt etwa 600 Partnervorschläge aus ganz Bayern, die zu meinen Suchkriterien passen, aber nur 18, die in einer Entfernung unter 50km leben. Ein paar weitere Partnervorschläge aus der Nähe habe ich schon erfolglos kontaktiert. Seltsamerweise ist mein bisher erfolgreichster Kontakt ausgerechnet die Frau, die am allerweitesten von mir entfernt lebt... Fast die Hälfte der Frauen, die mir vorgeschlagen werden, sind aus dem Großraum München. Die schreibe ich folglich auch am öftesten an; so weit von München entfernt wohne ich jetzt eigentlich auch nicht. Zugegebenermaßen würde ich nicht in München leben und vor allem nicht arbeiten wollen, aber das wissen die Frauen ja (noch) nicht, wenn ich sie das erste Mal anschreibe.

Ansonsten bin ich (1000%iger) Nichtraucher; da es mehr Nichtraucherinnen als Raucherinnen gibt, ist das sicher nicht von Nachteil.

Viele Grüße

Ein Baier
 
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  • #53
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

... tja, lieber Baier,
da sieht man mal wieder, wie schwierig die Interpretation von Andeutungen sein kann. Mein Halbsatz "Aber wenn Frau etwa auf Biermösl Blosn abfährt und die Fraunhofer Saitenmusik heiß und innig liebt, dann ..." war nicht als Abwertung einer überzeugten Dialektsprecherin gedacht, sondern als Beschreibung möglicher Interessenkongruenzen einer zu dir passenden Frau. (Im Übrigen finde ich Biermösl Blosn super (insbes. die Zusammenarbeit mit Polt war schlichtweg genial) und ich kannte die Fraunhofen Saitenmusik auch schon, als sie noch unter Fraunhofer Stubenmusik firmierten.)

Aber was mir in deinen Antworten auffällt: du rechtfertigst deine Positionen oft sehr (!) ausführlich - wozu überhaupt keine Notwendigkeit besteht. Denn wer eine weltanschaulich grundsätzlich andere Position vertritt, wird sich auch dadurch nicht überzeugen lassen.

Du schreibst im Thread zu "Was ist nur mit den Frauen los?":
"Ich schreibe anscheinend auch immer Frauen mit viel zu rigoroser Kategorisierung an. Vielleicht sind bei Parship (...) ja einfach hauptsächlich Menschen, Männer wie Frauen, angemeldet, die unrealistisch hohe Ansprüche an eine(n) Partner(in) stellen und genau deshalb bisher auch keine(n) gefunden haben?"

Den Eindruck, dass du eher die falschen Personen anschreibst, hattest du aufgrund deiner Klagen auch schon vermittelt. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass du dir vielleicht überlegen solltest, in welchen Lebens- und Berufskontexten sich Personen befinden, die zu dir passen. In den Selbstdarstellungen bei PS gibt es zwar immer nur beschränkte Anhaltspunkte, aber die lassen sich doch zumindest zu einer groben Einschätzung verwenden. Berufliche Tätigkeit (und vor allem die Art, WIE sie angeführt und beschrieben wird) ist m.E. dabei recht aussagekräftig. Hast du schon mal gute Freunde/Freundinnen gefragt, wie sie eine Frau beschreiben würden (nicht vom Äußeren), die zu dir passen könnte? Was die z.B. beruflich macht, wofür sie sich interessiert? So etwas kann durchaus hilfreich sein.
 
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  • #54
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Lieber equinox,

ich zweifle mal nicht an deinen guten Absichten, schließlich denke ich zunächst einmal immer positiv über andere Menschen. Das ist auch eine der wenigen charakterlichen Eigenschaften, die man von einem Lehrer immer erwarten kann, sonst wäre er für seinen Beruf nicht wirklich geeignet.

Dass ich meine Ansichten sehr ausführlich begründe, liegt im Wesentlichen an der Kombination Ferien/besch... Wetter. Außerdem bin ich ja Naturwissenschaftler und im naturwissenschaftlichen Bereich ist es relativ häufig, dass Argumente irgendwann dazu führen, dass sich Meinungen zu bestimmten Themen ändern, manchmal in kurzer Zeit, wie das in den 60er Jahren bei der Plattentektonik war, manchmal auch sehr, sehr langsam. Und außerdem, wenn auch nur einer von 10000 Lesern des Forums aufgrund meiner Argumentation seine festgefahrenen Meinungen zumindest hinterfragt, ist mir das auch schon was wert.

Ich gehe mal davon aus, dass deine Ratschläge ernst und aufrichtig gemeint sind. Dummerweise gehst du dabei von Voraussetzungen aus, die zumindest meiner Lebenserfahrung widersprechen - und mit großer Wahrscheinlichkeit eben ganz allgemein nicht zutreffen. Du meinst ja offensichtlich, dass die verschiedenen Eigenschaften von Menschen allgemein immer in ähnlicher Weise zusammenhängen. Z.B. gehst du ja anscheinend davon aus, dass jemand, der Bairisch spricht, häufiger bestimmte Musikrichtungen bevorzugen oder jemand, der sich für Kultur interessiert, häufiger einen bestimmten Beruf ergreifen würde. Wenn das so wäre, müsste man ja auch erwarten, dass Radiosender in Bayern andere Musik spielen würden als in anderen Teilen Deutschlands. Dem ist aber natürlich nicht so, von ein paar wenigen, zu unmöglichen Tageszeiten versteckten Beiträgen in Spartenprogrammen, die fast keine Hörer haben, mal abgesehen. Im Übrigen sprechen mindestens 2/3 der Menschen, die ich kenne, Bairisch, beruflich von der Ärztin mit 1,0-Abitur oder der promovierten Biochemikerin über fast alle Lehrerkollegen, die Künstler, Lebenskünstler und Studenten im 20. Semester ohne Abschluss, die Verwaltungbeamten, Handwerker, Arbeiter, Gärtner, Bauern, Verkäuferinnen und Putzfrauen, von den Interessen her die Fußballfans, die Computerfreaks, die Spitzensportler und Sesselfu..., die Fans von Heavy Metal oder Klassik, die Leser von BILD oder SZ, die Weitgereisten und die Balkonienfans - wo ich herkomme, reden einfach alle erwachsenen Einheimischen Bairisch, weil wir es als Kinder alle so gelernt haben. Daraus kann man überhaupt nichts über den Beruf oder die Interessen schließen, wirklich gar nichts. Und natürlich ist es auch nicht so, dass die, die studiert haben, andere Musik hören würden. Es ist allenfalls so, dass die Studierten etwas (aber wirklich nur etwas) häufiger ins Theater, in Ausstellungen oder in klassische Konzerte gehen, aber da gibt es auch mehr als genug Ausnahmen. Ich kenne auch Frauen, die wirklich sehr gute Schülerinnen waren, aber dann noch nicht einmal ihr Studium abgeschlossen haben, sondern die Uni nur dazu gebraucht haben, einen Mann zum Heiraten zu finden und dann ein Leben auf dem Dorf als Vollzeit-Hausfrau und Mutter einer großen Kinderschar zu verbringen. Die Lebensplanung hat mit Intelligenz einfach nur sehr wenig zu tun!

Was die Interessen angeht, die eine zu mir passende Frau haben könnte: Ich interessiere mich für sehr viele Dinge, wahrscheinlich für deutlich mehr als der Durchschnitt der deutschen Bevölkerung. Ich bin auch jederzeit bereit, mich mit neuen Themen auseinanderzusetzen. Wenn du aber glaubst, anhand des Umstandes, dass ich ein bairischsprachiger Lehrer für naturwissenschaftliche Fächer bin (bzw. behaupte, das zu sein), irgendetwas über meinen sonstigen Bildungshintergrund schließen zu können, kann ich dir versichern: Du kannst es nicht. Eigentlich müsste das auch aus meinen Beiträgen hier im Forum ersichtlich sein.

Ganz nebenbei ist mir auch nicht klar, warum es Voraussetzung für eine Partnerschaft sein sollte, von vornherein möglichst alle Interessen zu teilen. Erstens gibt es ja auch noch ein eigenes Leben beider Partner und zweitens ist es doch nie verkehrt, seinen eigenen Interessenshorizont immer mal wieder zu erweitern. Das einzige Interesse, das beide teilen müssen, ist das an ihrer Beziehung.

Wenn ich mir jetzt so die Profile meiner Partnervorschläge ansehe, muss ich sagen, dass aus den allermeisten schlichtweg nicht ersichtlich ist, welche Persönlichkeit dahinter steckt. (Der Kalauer sei hier erlaubt: Es sind profillose Profile.) Die meisten machen ausschließlich sozial erwünschte Angaben, wollen fliegen, zaubern, Gedanken lesen oder durch die Zeit reisen, haben Interessen, die sie in keiner Weise weiter ausführen, ihnen ist ihre Familie oder Musik oder sonst etwas wichtig, was auch vielen anderen wichtig ist, sie haben deutlich häufiger keine Haustiere, haben fast alle 2 oder 3 Striche bei der Bedeutung von Sport, ihr unvergesslicher Urlaub war irgendwo, egal ob Neuseeland, Norwegen, Kanada oder Thailand, aber dort waren immer die Landschaft, die Kultur und die Menschen interessant, an einem perfekten Tag scheint die Sonne und sie sind mit Menschen zusammen, die sie mögen etc., etc. ... Die einzige Angabe, die manchmal auftaucht und manche Männer (z.B. mich) ein wenig abschreckt, ist die, dass die Frau gerne shoppen geht.

Zur Berufsangabe: Bei mir geben die Lehrerinnen "Lehrerin", manchmal auch "Studienrätin" an, die Juristinnen "Juristin" oder "Anwältin", die BWLerinnen "Betriebswirtschaftlerin" oder "Managerin", die Angestellten "Angestellte", die Architektinnen "Architektin", die Ärztinnen "Ärztin" usw. Sie nennen ihren Beruf halt beim Namen, so wie ich das auch mache. Alles andere finde ich auch eher albern.

Kurioserweise schreibt überhaupt keine meiner Partnervorschläge, dass sie Dialekt spricht, obwohl es sicher viele tun - scheint fast so, als ob sie glauben würden, dass das nicht positiv aufgenommen würde. Unter den Frauen, die mir vorgeschlagen werden, befindet sich auch keine einzige, die geschrieben hat, dass sie die Birmösln gut findet und höchstens 2 oder 3, denen Gerhard Polt gefällt. Ich habe mal eine gefunden, die auf Volker Pispers steht, aber so etwas ist sehr selten, nur nichts über die (politischen) Anschauungen preisgeben... So sind die meisten Profile: Nur nicht negativ auffallen, im Zweifelsfall also besser gar nicht auffallen. Das macht es schon verdammt schwer für mich, eine sinnvolle Vorauswahl zu treffen. Also bleibt für mich nur eine Möglichkeit, im Trüben fischen und auf den Zufallstreffer hoffen... (und damit habe ich jetzt endlich auch noch etwas zum Thema "Umgang mit Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche" geschrieben.)

Wieder verdammt viel geschrieben, aber wenn ich mal anfange...

Viele Grüße

Ein Baier
 
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  • #55
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

@ Baier

Bei Dir könnte ich mir vorstellen, dass eine Dame beim ersten Date nach der Begrüßung fragt: "Wie war dein Tag?" und Du dozierst daraufhin 2 Stunden lang, bis Du vom Kellner unterbrochen wirst, der Dir mitteilt: "die Dame an ihrem Tisch hat schon vor eineinhalb Stunden das Lokal verlassen!" ;-)

Vielleicht liegt da dein Problem.
 
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  • #56
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Hallo Ingenieur,

glaub mir, da liegst du völlig verkehrt - es ist wohl eher anders herum. Vor allem habe ich ja auch einen Beruf, in dem man gezwungen ist, viel zu reden. Vordozieren muss ich schon in der Schule genug. (Wer auch ein Lehrer ist, weiß auch, dass der Einwand, man könnte ja auch einen nichtfrontalen Unterricht mit Gruppenarbeit oder Schülerübungen oder so machen, nicht so ganz weiterhilft; der ist für den Lehrer meist deutlich anstrengender, das kann man daher auch nur in manchen Stunden machen...) Jedenfalls bin ich froh, wenn ich auch mal zuhören kann. Ich bevorzuge auch ganz klar Frauen, die von sich aus viel reden.
Zwischen dem Schreiben im Internet und dem Verhalten im echten Leben besteht eben (nicht nur bei mir) oft ein himmelweiter Unterschied.

Ein Baier (der angesichts des heutigen endlich schönen Wetters dem Forum jetzt mal eine Zeit lang entsagt)
 
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  • #57
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Hallo Baier,

wenn es Dir ein Trost ist: Auch bei den Männern scheint eine Lehrerin abschreckende Wirkung zu haben. Und wenn sie noch alleinerziehend mit zwei Kindern ist, umso mehr.

Ansonsten kann ich nichts Schlimmes an Deinen Punkten finden. Nur bestimmte Dialekte mag ich nicht wirklich. Wenn allerdings alles andere stimmt, ist das wohl eher nebensächlich. Es gibt leider viele "kleinkarierte" Leute. Schade, sonst wären wohl mehr Erfolge hier zu verzeichnen:eek:)

Also nicht verzagen und einfach weitermachen.
 
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  • #58
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Hallo zusammen,

jetzt gibt es noch eine Sache, die ich loswerden muss. Dass viele Frauen und anscheinend auch Männer bei Parship sind, die regelmäßig Kontaktanfragen nicht beantworten, ist offensichtlich ganz einfach so und braucht vermutlich oft gar keinen besonderen Grund. Also wäre es vergebene Mühe, sich darüber zu ärgern oder in Selbstzweifel zu verfallen.

Es gibt aber eine Gruppe von Frauen, bei denen ich mich über das unhöfliche Ignorieren von mails dann doch nach wie vor ärgere. Das sind meine Lehrerkolleginnen. Immerhin haben sie einen Erziehungsauftrag ihren Schülern gegenüber und ein Teil davon ist es auch, die Schüler zu höflichem Verhalten anzuleiten. Erziehung beinhaltet immer auch, selbst ein gutes Vorbild zu sein. Wenn sich eine Lehrerin im Internet unhöflich verhält, stellt sich mir schon die Frage, ob sie überhaupt fähig ist, irgendeinen Beitrag zu diesem Teil ihres Berufs zu leisten.

Viele Grüße

Ein Baier
 
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  • #59
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Da darf ich Dir an dieser Stelle, auch als Mann, Trost zusprechen.
Mir geht es da nicht anders, meistens ist die Entfernung zu groß und schon war es das.
Auch kam es noch zu keinem Treffen ,vielleicht liegt es an meinem Aussehen oder meinem Profil, dass mittlerweile etliche Male aufgepeppt wurde.
Sehe ja nicht unbedingt wie Tarzan aus, habe auch keinen Waschbrettbauch, sondern eher einen Waschbärbauch, aber so bin ich halt.
Du musst das in etwa mit der Suche nach einem Job vergleichen, wobei ebenso Ablehnungen zu verkraften sind.
Leider steht man im Wettbewerb und präsentiert sich doch einer breiten Öffentlichkeit.
Vielleicht ist die Gesellschaft ja insgesamt anspruchsvoller geworden, zumindest kommt mir das bei den Frauen so vor.
Des Öfteren musste ich mich auch schon hinsichtlich meiner Seriösität, bzw. den gehegten Absichten erklären, obwohl hierbei keinerlei Sorge sein muss, aber die Menschen sind eben misstrauisch...
Obwohl ich mittlerweile schon das 44.Lebensjahr erreiche, habe ich keine Torschlusspanik, denn Geduld ist das Mittel der Wahl.
Man lehne sich also zurück und betrachte, was da so vor sich geht, denn erzwingen lässt sich absolut nichts.
Somit möchte ich Dir weiterhin Glück und Ausdauer bei Deiner Suche wünschen.
 
S

Sid_geloescht

  • #60
AW: Enttäuschungen bei der Online-Partnersuche - wie geht ihr damit um?

Zitat von Baier:
Hallo zusammen,

jetzt gibt es noch eine Sache, die ich loswerden muss. Dass viele Frauen und anscheinend auch Männer bei Parship sind, die regelmäßig Kontaktanfragen nicht beantworten, ist offensichtlich ganz einfach so und braucht vermutlich oft gar keinen besonderen Grund. Also wäre es vergebene Mühe, sich darüber zu ärgern oder in Selbstzweifel zu verfallen.

Es gibt aber eine Gruppe von Frauen, bei denen ich mich über das unhöfliche Ignorieren von mails dann doch nach wie vor ärgere. Das sind meine Lehrerkolleginnen. Immerhin haben sie einen Erziehungsauftrag ihren Schülern gegenüber und ein Teil davon ist es auch, die Schüler zu höflichem Verhalten anzuleiten. Erziehung beinhaltet immer auch, selbst ein gutes Vorbild zu sein. Wenn sich eine Lehrerin im Internet unhöflich verhält, stellt sich mir schon die Frage, ob sie überhaupt fähig ist, irgendeinen Beitrag zu diesem Teil ihres Berufs zu leisten.

Viele Grüße

Ein Baier

Ich bin zwar keine Lehrerin, aber mir ist aufgefallen, daß Du mich in diesem Forum auch ignorierst, wenn ich auf Dich Bezug nehme.
Meinst Du nicht, daß es hilfreich wäre, die Forderung, die ich an Andere stelle, selbst zu erfüllen?