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  • #1

Emanzipation - Wie weit ist sie schon fortgeschritten?

Wie weit ist die Emanzipation schon fortgeschritten? Ich habe den Eindruck, Deutschland zählt zu den emanzipiertesten Nationen der Welt.

Es gibt jedoch eine Situation, wo man merken kann, dass die Emanzipation bestenfalls noch in den Kinderschuhen steckt: Wenn der Mann auf Partnersuche ist. Der Mann muss meistens den ersten Schritt machen (Real und virtuell), der Mann soll einen besseren Beruf als die Frau haben (auch bekannt unter dem Begriff "Downdating"), bei Dates in gastronomischen Betrieben soll häufig der Mann die Rechnung bezahlen. Außerdem gilt immer noch der uralte Grundsatz "Ladies First". Da stellt sich doch die Frage: Ist tatsächlich vor etwa 40 Jahren die Emanzipation gestartet?
 
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  • #2
Seufz... :-/
 
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  • #3
Gestern kam auf arte ein Film über Näherinnen bei einem Automobilkonzern. Da ging es um Löhne.
Er spielte Ende der 60er Jahre. Vielleicht mal ansehen...
 
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Philippa

  • #4
Manchmal könnte man tatsächlich meinen, sie sei schon wieder fort geschritten... Bei manchen ist sie auch nie angekommen. Aber es gibt auch eigenständige Frauen und Männer.
 
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  • #5
Wer bezahlt die Rechnung und wer macht wem die Tür auf oder lässt sich finden und all das ist Firlefanz.
Solche Diskussionen habe ich außerhalb dieses Forums nie erlebt. Ich kenne aber hauptsächlich Paare im Freundes- und Bekanntenkreis, denen das vorher schon egal war. Es musste nicht endlos geklärt werden.
 
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  • #6
Zitat von Ed Single:
Da stellt sich doch die Frage: Ist tatsächlich vor etwa 40 Jahren die Emanzipation gestartet?
Die Emanzipation begann nicht vor 40 Jahren (das war bereits die 3. Welle) sondern im 12. Jahrhundert (wenn auch nur als Versuch. Belgien Bewegung).



Zitat von Ed Single:
Wie weit ist die Emanzipation schon fortgeschritten? Ich habe den Eindruck, Deutschland zählt zu den emanzipiertesten Nationen der Welt.
In Bezug zu welchen anderen Ländern?
Ich hoffe mal nicht Asien.
 
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fleurdelis

  • #7
Zitat von Ed Single:
Es gibt jedoch eine Situation, wo man merken kann

Also ich hätte da grammatikalisch geschrieben: 1. "Es gibt Situationen" ... weil, du hast 3 insgesamt aufgeführt, und 2.: "Es gibt Situationen, in denen man" ... oder "Es gibt eine Situation in der man ....." das mit dem "wo man merken kann" ... hört sich nicht so vorteilhaft an. .... Insofern sucht Frau einen Mann nicht nur nach dem Beruf aus .... da gibts auch noch andere Prioritäten.
 
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  • #9
Ich enthalte mich meiner Meinung weil ich sonst (wieder) böse anecken würde.
Nur so viel, ich mache einer Dame gerne die Tür auf.
 
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  • #10
Zitat von IPv6:
in Asien ist sie teilweise weiter als in Europa. Dem Grant Thornton International Business Report zufolge betrug der Anteil von Firmen mit Frauen in gehobenen Managementpositionen auf den Philippinen 97 Prozent, in der Volksrepublik China 91 Prozent, in Malaysia 95 Prozent und in Hongkong sowie Thailand je 83 Prozent. Zum Vergleich: In den USA liegt dieser Anteil bei 63 Prozent. Der Anteil von Frauen im Topmanagement beträgt auf den Philippinen 50 Prozent, in Thailand 39 Prozent, in Hongkong sind es 35 und in China 32 Prozent (USA und Deutschland je 23 Prozent).
 
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  • #11
Aber dennoch unterm Strich nur 25% aller "leadership roles". Mann könnte auch sagen, das Segment wird noch vom Mann beherrscht.

Interessant wäre zu wissen, wieviele der Positionen entsprechenden Gesetzen zu verdanken sind.
 
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  • #12
Zitat von m0rph3us:
Ich enthalte mich meiner Meinung weil ich sonst (wieder) böse anecken würde.
Nur so viel, ich mache einer Dame gerne die Tür auf.

Das ist doch auch kein Problem. Es ist ein kultureller Brauch, ähnlich dem Essen mit Messer und Gabel oder dem Verneigen in anderen Ländern. Es wäre unhöflich, dem nicht Rechnung zu tragen. Mir fiel nur auf, dass Emanzipation häufig an diesen Dingen festgemacht wird und dann die Schlüssigkeit angezweifelt wird. Weibliche Emanzipation somit Mist wäre. Als ob es nicht wichtigere gäbe. Truppenursel sprach weit Wichtigeres an.
 
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  • #13
Hallo Ed,
da kann ich dich beruhigen, ich (weiblich) habe die selben Erfahrungen mit Männern hier im Forum gemacht. Angeschrieben wird man so gut wie nie (oder ich zumindest?! *grins), wenn ich jemanden anschreibe, kommt in 90% der Fälle nichts retour ... kein "muh", kein "mäh", kein "kontakt verabschiedet" ... schön langsam zweifle ich an unserer Kultur wo gegenseitiger Respekt und Wertschätzung noch etwas weiter verbreitet war ,-)
 
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  • #14
Interessant wäre zu erörtern, weshalb es Gesetze zur Gleichberechtigung und Beauftragte braucht? Weshalb hat der Mann die Rolle, die hat und nicht die Frau? Seit 100.000+ Jahren? Das dürfte kein Zufall sein...

Stichwort: Brainsex
 
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  • #16
European Parliament President Antonio Tajani today launched an investigation against far-right Polish MEP Janusz Korwin-Mikke for sexist remarks made during a plenary speech Wednesday night, according to a statement issued by the European Parliament.

Korwin-Mikke told MEPs that “Of course women must earn less than men because they are weaker, they are smaller, they are less intelligent and they must earn less.”

http://www.politico.eu/blogs/playbo...ates-far-right-polish-mep-for-sexist-remarks/
 
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  • #17
Ich mag Korwin-Mikke. In der Regel spricht er vielen aus der Seele. Manchmal übertreibt er, aber er sch*** auf political correctness was vielen gefällt und was das verweichlichte Europa braucht um aus dem Dornröschenschlaf aufzuwachen.
Und mal ehrlich, je nach Beruf kann eine Frau nicht die gleiche Leistung bringen wie ein Mann. Überall dort wo die Kraft und körperliche Leistung abverlangt wird, ist es eben so. In puncto Intelligenz stimmt es so nicht, würde ich in meiner kindlichen Naivität behaupten.
Es gibt doch so viele Berufszweige in denen Frauen einfach besser sind, da verstehe ich dieses Herumgeeiere nicht.
 
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  • #18
Zitat von IPv6:
Interessant wäre zu erörtern, weshalb es Gesetze zur Gleichberechtigung und Beauftragte braucht? Weshalb hat der Mann die Rolle, die hat und nicht die Frau? Seit 100.000+ Jahren? Das dürfte kein Zufall sein...

Stichwort: Brainsex

Zufälle sind sicherlich selten. Ob der große Gegenspieler des Zufalls allerdings das sogenannte Brain sein muß, ist ne andere Frage.
Steht das eigentlich auch was über das Homosexuellenbrain? Ist ein männliches Homosexuellenbrain in der Erklärungskraft 100000jähriger Herrschaft eher von der Art eines männlichen Brains oder eines weiblichen Brains?
Und wie ist es mit den ganzen Frauen, die zunehmend in irgendwelche Vorstandsetagen wandern: haben deren Brains ne Evolution durchgemacht oder sind die alle einfach wider die Natur?
Und wie ist das mit so manch anderen ehemals oder auch heute noch unterdrückten Bevölkerungsschichten? Gibts da ne Literaturempfehlung? Brain race oder so?
Das sind keine polemischen Fragen. Und wenn sie sich doch für jemanden komisch anhören sollten, sollte sich doch das, wozu sie parallel gebildet sind, auch komisch anhören. Nicht?
 
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  • #21
Zitat von Heike:
Nein, die Fragen waren schon ernst gemeint. Viele deiner sonstigen Beiträge finde ich gut. Da interessierts mich schon, diese Begeisterung fürs Geschlechterhirn.

Meins war auch ernst gemeint. Das Buch "Brainsex" von von Anne Moir (Autor), David Jessel (Autor) .
Das Buch ist mir die Tage beim Aufräumen wieder unter die Finger gekommen. Ausserdem noch ein Vortrag von der Birkenbihl. den Link hatte gwen in einem Thread eingeschmissen.
 
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  • #22
Zitat von IPv6:
Meins war auch ernst gemeint. Das Buch "Brainsex" von von Anne Moir (Autor), David Jessel (Autor) .
Das Buch ist mir die Tage beim Aufräumen wieder unter die Finger gekommen. Ausserdem noch ein Vortrag von der Birkenbihl.

Ich kenne dergleichen ja rudimentär. Wie würdest du aus dem rechten Geist des Buches meine Fragen beantworten?
 
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  • #24
Toll, sollen wir jetzt das Buch kaufen und lesen oder rückst du mit der "Wahrheit des Unterschieds zwischen Mann und Frau" raus?
Vielleicht erklärst du dann auch, was das mit weiblicher Emanzipation zu tun haben soll.
 
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  • #26
Stichwort "Brainsex". Was soll man damit anfangen, wenn man es nicht gelesen hat? Immer diese Verweise auf irgendwelche Bücher. Am besten jeder veröffentlicht Literaturlisten, dann kann man sich jede Diskussion sparen und schreibt nur noch: Stichwort dieses Buch. Der andere dann: Ja, aber Stichwort jenes Buch. Sehr sinnvoll.
 
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  • #27
Ich finde der Begriff "Emanzipation" ist inzwischen recht negativ behaftet (ob nun zu Unrecht oder nicht).
In Norwegen und Dänemark finde ich die "echte Emanzipation" (also nicht die negativ behaftete). Da wird "Gleichberechtigung" gelebt, nicht darüber diskutiert. Frauen verdienen dasselbe wie Männer (in der gleichen Position). Aber das liegt wohl auch dran, dass dort flache Hierchien herrschen. Da kocht auch mal der Chef den Kaffee für seine Angestellten. Außerdem "du´zt" man sich überlicherweise. Produktivität wird nicht an "Zeitstunden" gemessen. Wer früher fertig ist, darf auch früher nach Hause (z.b. weil die Kinder von der Schule abgeholt werden müssen). Irgendwie ist es da entspannter und lockerer. Familie lässt sich auf ganz natürliche Weise mit dem Beruf vereinbaren. Davon sind wir in Deutschland weit entfernt. Es geht also gar nicht direkt um Emanzipation. Es geht nur um (geschlechtsunabhängige) Gerechtigkeit. Die Frage, ob der Mann den Tisch aussucht oder die Frau, ist individuell je nach Neigung. Darum geht es doch letztlich gar nicht.
 
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  • #28
Noch was: Ich kann jedem den Vorschlag machen, mal bewusst auf "geschlechtsspezifische Produkte" im Supermarkt (oder sonst wo) zu achten. Das ist nämlich krasses Marketing.
Ein Journalist (männlich) hat mal darüber einen sehr guten Artikel verfasst. Sein Beispiel dazu: Stellt euch vor, ihr wollt Zahnpasta kaufen. Da steht auf der einen Tube "für Menschen unter 1,70 m" und auf der anderen Tube "für Menschen über 1,70 m". Was passiert? Statt darüber nachzudenken, welche Zahnpasta man möchte, denkt man automatisch darüber nach, welche Körpergröße man besitzt. So funktioniert Geschlechter-Marketing-Manipulation. Dabei hat das Geschlecht bei der Auswahl eines Produktes überhaupt nichts verloren (Nivea for men?).
 
H

Hafensänger

  • #29
Zitat von Julianna:
Dabei hat das Geschlecht bei der Auswahl eines Produktes überhaupt nichts verloren (Nivea for men?).
Ich lasse mich ja gerne anregen, obiges tut es auch, aber wenn ich um keinen Unterschied weiß, dann um den des Geruchs. Der ist offensichtlich für beide Geschlechter verschieden. Stellt sich die Frage, ist das Ausdruck unterschiedlicher Vorlieben oder den Geschlechtern oktroyiert?
Vermutlich eine Zuweisung/Selbstzuweisung.
 
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  • #30
Zitat von BoiledFrog:
Ich lasse mich ja gerne anregen, obiges tut es auch, aber wenn ich um keinen Unterschied weiß, dann um den des Geruchs. Der ist offensichtlich für beide Geschlechter verschieden. Stellt sich die Frage, ist das Ausdruck unterschiedlicher Vorlieben oder den Geschlechtern oktroyiert?
Vermutlich eine Zuweisung/Selbstzuweisung.
Nach dem Ende der letzten Beziehung hab ich das restliche Frauenduschzeugs einfach selbst verbraucht. Aber ich bin halt der mit dem hohen Pragmatismuswert.

Geschadet hatte es jedenfalls nicht und komisch angesehen hat mich auch niemand. :)