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  • #31
Das macht man nicht wegen der Emotionen. Das Gehirn verbrämt u. a. Denke mit Emotion.
Dafür sind soziokulturelle Zusammenhänge verantwortlich. Die Koppelung an das Gefühl ist sozial erwünscht, gleichzeitig wird es der auch triebhaften Struktur von Lebewesen gerecht.
Spock wäre nicht fasziniert, hätte er keine Emotion. Sein Bezug zur Welt ist von Neugier geprägt. Das kommt einem Motiv gleich. Delta hat das nicht. Er begibt sich auf das Holodeck und trinkt Martini.
Nicht, weil er ein Motiv hat, sondern weil man das halt so macht.

Und wenn ich die Wahl hätte, mit wem von beiden ich als Frau (als Frau wohlgemerkt) den Abend und eventuell die Nacht verbringen möchte, dann wäre sie der amüsantere Delta.
 
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  • #32
Zitat von Eiterblase:
"Und die Frau? Kann alles allein, kann alles selbst, mittlerweile zu ihrem Leidwesen. Hat einmal zu oft geschnöselt, als ihr jemand die Tür aufhalten oder ihr aus dem Mantel helfen, ihren Koffer tragen oder das Kaminholz hacken wollte. Zeigt ihm, dass sie ihn nicht braucht, den Mann, der sie auch nicht braucht. In diesem luftleeren Raum hat in der Tat höchstens die Emotion Platz – aber warum gleich für eine kleine Ewigkeit, auf die sie nicht angelegt ist? Der Kinder wegen?"
Nö, man braucht einander nicht mehr! Es ist aber wohl ein verhängnisvoller Irrtum das einander Brauchen als Beziehungskit durch Emotionen ersetzen zu wollen, das kann die Liebe nur in den seltensten Fällen leisten. Das muss sie auch gar nicht, denn das Brauchen lässt sich durch das Wollen ersetzen und dann besteht die Chance über das Investieren und Vertrauen in den anderen zu erfahren, dass zwei zusammen - sehr erfüllend - erstaunlich viel besser können als eineR.

Damit will ich die Bedeutung von Emotionen nicht gering schätzen, aber relativieren. Die Liebe hat lediglich eine andere Basis und ist sie nicht selbst. Zwei zusammen zieht für die Beteiligten einen Zwang zu Kompromissen, ein Aufgeben von individuellen Freiheiten nach sich, zu denen immer ausgeprägtere Individuen kaum mehr bereit oder in der Lage sind. An der "hinderlichen" Individualität würde ich es aber nicht ursächlich festmachen, denn das sind wir immer.
 
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  • #33
Es gibt zu dem Thema interessante Untersuchungen.
Denen nach gewichten hochintelligente Menschen Emotionen anders. Eine Emotion ist die Summe/ein Konglomerat verschiedener Informationen, die das Gehirn produziert. Diesen Menschen fehlt es nicht an Emphatie. Ihre Schlüsse sind nur andere. Sie vermuten, dass das Fazit des Denkvorgangs der Emotion einen niedrigeren Stellenwert einräumt, als das für gewöhnlich der Fall ist. Auch sei das Denken nicht primär ergebnisorientiert angelegt.
Nur sehr kurz angerissen und sehr verkürzt wiedergegeben.
 
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  • #34
Zitat von lone rider:
... Delta hat das nicht. Er begibt sich auf das Holodeck und trinkt Martini.
Nicht, weil er ein Motiv hat, sondern weil man das halt so macht.

Und wenn ich die Wahl hätte, mit wem von beiden ich als Frau (als Frau wohlgemerkt) den Abend und eventuell die Nacht verbringen möchte, dann wäre sie der amüsantere Delta.
Data heißt der Androide.Und wenn ich bereit wäre mich wissentlich einer emotionalen Konserve zu ergeben, dann fragte ich mich sehr genau ob ich nicht schon aufgegeben hätte.
 
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  • #35
Ja, Data, nicht Delta. Bin keine besonderer Freund dieser Serie; mir ist nur aus einem Interview in Erinnerung geblieben, wie er die Figur angelegt hat. Mir schien es plausibel. Unglaubwürdig empfand ich immer diesen Spock. Gut, es ist dem Fernsehen geschuldet und dieses trieft sehr häufig von Halbgarem.

Übrigens, zum Sich-aufgeben gehört auch Emotion. Einem Ding ist es egal. Data trinkt Martini, weil es völlig wurscht ist. Sein Verhalten entspringt nicht einer Überzeugung. Er verhält sich nur zu jemanden oder zu etwas.
 
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  • #36
Manchmal wünsche ich, ich wäre ein Borg. ;-)
 
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  • #38
Zitat von Eiterblase:
Tschuldigung, wenn ich kurz einhake, aber Schmerz löst doch auch Emotionen aus, z.B. Verzweiflung, wenn er nicht aufhört, Kummer, wenn er wiederkommt, Freude, wenn er nachlässt,...
Genau, aber die hättest du nicht, wenn du keine Emotionen hättest.

Zitat von Eiterblase:
Was wären wir denn für Menschen, wenn wir Emotionen hätten? Wir würden vermutlich jede Menge Vorurteile bilden, uns selbst ständig im Recht sehen, Kriege entfachen, so Phänomene wie Rücksichtslosigkeit entwickeln,... achso, tun wir Menschen ja.
Also, wenn ich gucke, was wir mit unserem Planeten machen, weiß ich nicht, was du dir gar nicht ausdenken willst, aber für mich ist bereits vieles passiert und es passiert auch weiterhin massig von dem, was ich mir eigentlich niemals ausdenken mochte.
Also, ob mit Emotionen so viel besser ist? Naja, wir sinds halt und würden wir versuchen, komplett ohne Emotionen zu leben, würden wir krank werden. Ich denke, wir leben mit unseren Gefühlen, weil wir es müssen und nicht, weil das die bessere Variante ist.
Ja, es ist was dran, an dem was du schreibst. Allerdings nicht an deinem letzten Satz! Diese Einschätzung teile ich nicht!
Wir sollten alle lernen und üben mit Emotionen so umzugehen, dass sie kein Leid erzeugen.
Außerdem finde ich, dass du für die Vollständigkeit, die positiven Seiten der Emotionen: Mitgefühl, Freundschaft, Liebe , Neugier, Entwicklung, Tatendrang, Hilfe.......................etc. vergisst.
 
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  • #40
Diesen Data kannte ich bislang nicht. Er trinkt Martini? Da gibts doch noch einen anderen Martinitrinker, diesen Bond. Offenbar gibt es einen Zusammenhang zwischen Martinitrinken und Gefühllosigkeit. Der Bond ist ja auch als weitgehend ohne Gefühle angelegt. Kriegt "aber" recht viele Frauen ab.
 
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  • #41
Zitat von Mohnblume:
Ja, es ist was dran, an dem was du schreibst. Allerdings nicht an deinem letzten Satz! Diese Einschätzung teile ich nicht!
Dann sind wir da eben unterschiedlicher Meinung :)

Wir sollten alle lernen und üben mit Emotionen so umzugehen, dass sie kein Leid erzeugen.
Zustimmung!!!

Außerdem finde ich, dass du für die Vollständigkeit, die positiven Seiten der Emotionen: Mitgefühl, Freundschaft, Liebe , Neugier, Entwicklung, Tatendrang, Hilfe.......................etc. vergisst.
Ja. Ich wollte nur auf die Schattenseiten der Emotionalität hinweisen, weil es dann nämlich schwierig wird im gesamten Emotionen als etwas positives anzusehen. Es kann beides sein.
 
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  • #42
Battlestar Galactica hat mir gut gefallen. Die Serie zog mich in ihren Bann.

Martini trinken auch Femmes Fatales, zumindest in Filmen. Eine zurückgenommene Emotionalität hat etwas Erotisches. Weil sich da vieles im Kopf abspielt. Pure Nackheit ist eher unerotisch; Gefühlsduselei entspricht manchmal einer Art inneren Nacktheit und es wirkt nicht anziehend, wenn es sich anbiedert oder im Schmalz schwelgt.
Die Borg-Königin (eine Dame ohne Unterleib) hat auch eine starke erotische Ausstrahlung. Es ist ihr Gesicht und ihre Art.
 
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