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  • #19
noch ein Ansatz. Ist die schlimme Situation von Frauen in anderen Ländern ein Grund, hier nachzugeben oder zurückzustecken? Es gibt immer welche, denen es schlechter geht. Wenn wir uns daran ausrichten herrscht Stillstand.
Welche? Es geht allen schlechter ausser Skandinavien und Zentraleuropa (wir). Wir reiten allgemein auf einem hohen Ross und etwas neue Bescheidenheit tut vielen Frauen gut.
Frage am Rande: Wie hoch ist hierzulande wohl der Anteil an Männern (nicht nur, aber auch in Führungspositionen), die sich nachdrücklich dafür einsetzen (und dabei auch Konflikte in Kauf nehmen), dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können? (Ach ja, in Schweden ist Elternteilzeit für Männer mittlerweile verpflichtend.)
Finde ich gut und würde es als Mann gerne tun, Schweden ist uns einfach voraus.
"Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?"
Verallgemeinerungen mag ich nicht so sehr, denn das was am Ende zählt ist das Ergebnis. Sprich ob sich danach neue Strukturen daraus ergeben können wie z.B. Downdating/Hausmann. Wenn nicht dann rennen wir da in einen unlösbaren Konflikt. Die steigende Anzahl Kita-Kinder ist nur ein Vorgeschmack davon. Schweden aber auch andere skandinavische Länder sind hier klar weiter.

 
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  • #20
In Deutschland möchten viele Karrierefrauen gar keine Kinder mehr und überlassen es der untersten gesellschaftliche Schicht. Nicht unbedingt produktiv da diese Kinder oft benachteiligt sind im Potential. Gäbe es da ähnliche Mentalitäts-Strukturen wie in Schweden könnten auch Karrierefrauen noch gut das mit den Kindern "unter ein Haus" bringen.
 
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Deleted member 21128

  • #21
Das glaube ich nicht. Ich denke tatsächlich, dass die meisten Frauen tatsächlich gerne ein paar Jahre zuhause bleiben, um sich um Kinder zu kümmern und die meisten Männer das eher widerwillig machen. Vielleicht täusche ich mich aber auch.
Was das gewähren von Elternurlaub angeht, sehe ich es eben auch von der anderen Seite, was nicht heißt, dass ich das Konzept nicht gut finde. Es ist halt leider nicht ganz so einfach, jemanden eine Stelle für zwei, drei, sechs oder neun Jahre freizuhalten, vor allem nicht in Führungspositionen. Was machst du denn mit demjenigen, den du befristet eingestellt bzw. auf diese Position gesetzt hast? Und wieviele findest du wohl, die sich für diese Position bewerben, wenn sie nicht wissen, für wieviele Jahre das ist?
Und was das Finanzielle angeht, klar kannst du sagen, dass die Verbraucher das bezahlen sollen, aber du musst dann die Preise an einem (u. U. globalen!) Markt auch erzielen können.
Und was bedeutet das dann für die Führungskraft? Die Grenzen dessen, was im Moment bezahlt wird, liegt bei meines Wissens bei 1.800. Da ist der Anreiz für eine gutbezahlte Führungskraft nicht sehr hoch, zumal davon die laufenden Kosten in der Regel nicht bezahlt werden können. IMHO ein Konzept für Reiche oder Doppeltverdiener mit hohem Einkommen.
Es gibt viele tolle Ideen, aber die sind nicht immer so einfach umsetzbar, weil man mit Menschen "spielt". Und man muss sie sich leisten können.
 
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  • #22
Ist die Partnersuche durch die Emanzipation schwieriger geworden?
Ja, weil Anspruch und Wirklichkeit oft hinterher hinken.

Wenn ja für wen? Für die Männer, weil Frauen stärker geworden sind? Oder auch für die Frauen?
Frauen sind stärker bevorteilt, sowohl im Real Life als auch im Internet.

Muss der Mann mehr bieten bei der Partnersuche – erhält er dafür auch mehr (im Vgl. zu früher)?
Er muss mehr bieten und kann froh sein, wenn er überhaupt etwas erhält (außer Körben). Es besteht keine Augenhöhe.

Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?
Das ist das Kischeeargument der Emanzenbefürworter. Quatsch, Männer können sich teilweise nicht fortbewegen, werden gar ausgebremst. Einige, wie ich, gehen aber auch einfach nur in die Verweigerung, weil sie diesen Blödsinn nicht mehr mitmachen.

Darf der Mann von den Frauen etwas einfordern, eine Art Zugeständnis wie z.B. dass Frauen nun auch Männer ansprechen, weil er ihnen die Emanzipation «erlaubt»?
Im Grunde schon, ja. Frauen können sich nicht nur die Rosinen rauspicken, sie müssen auch die Pflichten und Normen und Werte diesbezüglich annehmen oder sie müssten auf Emanzipation verzichten. Wer A sagt, muss auch B sagen. Ich könnte Frauen, die männl. Emanzengegner als weinerliche Männer bezeichnen, genauso die Frauen in diesem Falle als weinerliche Musen bezeichnen.

Ja, und nicht nur heutzutage, auch früher schon.

Sind die Bedenken, wie man(n) eine Frau nun ansprechen kann, ohne gleich eine Anzeige am Hals zu haben, Bullshit?
Natürlich nicht, wie ich schon mal schrieb, ich kenne Fälle aus meinem Bekanntenkreis und bei meinen ehemaligen Klienten zuhauf!

Und wie ist es mit alten «Denkmustern»? Wenn ich sage «wow, wir haben eine Kanzlerin», bin ich dann altmodisch, gar frauenfeindlich?
Nein, in den USA hat es ja auch lange gedauert, bis mal ein Farbiger ein Präsident wurde. Dort z.B. gab es noch keine Mrs Präsident!

Ist die schlimme Situation von Frauen in anderen Ländern ein Grund, hier nachzugeben oder zurückzustecken? Es gibt immer welche, denen es schlechter geht. Wenn wir uns daran ausrichten herrscht Stillstand.
Man muss Unterdrückung ja nicht zu seinem "Steppenpferd" machen. Besser wäre es, sich mal an die REALITÄT zu orientieren und einfach praktikable und geschlechterunabhängige Lösungen anzubieten. Dann wäre vieles einfacher.

L.G.
 
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Observer

  • #23
Deine Suggestivfragen lassen bei mir den Eindruck entstehen, dass du die Richtung der Diskussion vorgeben willst.
Ist doch normal, dass der TE das Thema vorgibt. Suggestivfragen können diskutiert werden und auch angezweifelt. Das war das Ziel. Am Ende steht ein "tbc". Es können also neue Aspekte eingebracht werden. Versteh' dein Problem nicht - wenn es Dir nicht passt, hättest Du auf meine "Suggestivfragen", die ja offensichtlich der Manipulation der Diskussion gelten sollten, nicht eingehen müssen.

Es gibt auf jeden Fall gute kulturelle Gründe, warum ein Mann das tun und eine Frau das lassen sollte.
Welche? Machen es Frauen, die aktiv sind demnach verkehrt? Ü40 gibt es da ja einige hier.
 
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Observer

  • #24
Und deshalb (u.a.) ist auch der Prozess der Emanzipation noch lange nicht abgeschlossen. Mit all seinen entsetzlichen Folgen für die Obeservers und wie sie sonst noch heißen ...
die grässlichen Folgen sind, dass ich hier einen Strang eröffnet habe. Herrgottnochmal!!! Ich bin in einer Beziehung und habe solche Probleme im real life nicht. Ich finde einfach die Gedankenansätze interessant und kann beide Seiten ein Stück weit nachvollziehen.
 
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Deleted member 21128

  • #27
Ich glaube, dass diese Form des aktiven Interesses an einer Person, die mit dem ersten Schritt beginnt und dann entsprechend aktiv fortgesetzt wird, den Frauen signalisiert, dass der Mann es ernst meint. Außerdem zeigt er von Beginn an, dass er ...
... bereit ist, sich um die Frau und um die Beziehung zu bemühen
... ein aktiver Mensch ist, der etwas unternimmt, um etwas zu erreichen
... selbstbewusst ist
... offen und beziehungsfähig ist
... beziehungsbereit ist

Wohlgemerkt keine Garantien, aber immerhin Indizien, die der Frau helfen, die Motivation und die Intention des Mannes zu erkennen.
Machen es Frauen, die aktiv sind demnach verkehrt?
Oh nein, die Frau darf durchaus auch aktiv sein, aber anders.
Und natürlich hängt es auch davon ab, wen sie sucht und mit wem sie es zu tun hat. Wenn sie merkt, dass der Mann Interesse hat, aber unsicher oder schüchtern ist, und sie nicht unbedingt ein Alphamännchen sucht, macht sie gar nix falsch, wenn sie aktiver wird.
Ja, und es spricht für sie, dass sie 'groß' genug sind, aktiv zu werden. Für die Ü40-Männer spricht es IMHO nicht, wenn man sie zum Jagen tragen muss. (Ich weiß, gewagte Formulierung in dem Kontext...).
die grässlichen Folgen sind, dass ich hier einen Strang eröffnet habe.
Mimimi... (ist nicht böse gemeint, aber...
, du hast schon einen Hang zum Jammern.)
Ausserdem ist sie ja mit mir zusammen, also wird sie wohl ähnlich wie ich ticken.;)
Das muss ja nicht sein. Kennst du ihre Meinung zu diesen Fragen? Oder glaubst du nur,...
Gerade denen täte es gut, ihre kulturell erworbene Bescheidenheit mal abzulegen. Dann gäbe es mE auch ein paar Frauen mehr, die gleiche Positionen und Einkommen hätten, wie die meist völlig unbescheidenen Männer.
 
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  • #28
Weil Frauen schon untereinander neidisch sind. Die eine hat das, was die Andere hat, die Andere ist dann wieder neidisch drauf und bekämpft bzw. will diese Frau runter machen. Lesen wir hier im Forum, erlebte ich im beruflichen Bereich, im familären Bereich, erzählen mir Männer, was unter Männer so abgeht, schrecklich. Irgendwie scheinen die Deutschen ständig kämpfen zu müssen, zu wollen, die Parteien kämpfen gegeneinander. dann gibt es eine relativ neue Partei, die die Deutschen gegen die Flüchtlinge aufhetzen usw. und so fort.

Es wäre tatsächlich im Interesse, wenn Frauen und Männer, Parteien usw. miteinandert gemeinsam dafür eintreten, dass es allen ausgeglichen gut geht, aber das ist nicht das Interesse von denen, die wirklich die Macht in Deutschland haben.
Und da sieht man: wir sind immer noch nur eine Schimpansenherde.
Ich finde das Hauptproblem ist, dass man uns gerade in vielen Bereichen eine Traumwelt uberstülpeln will, die einfach nicht zur Natur der Menschheit passt.
 
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  • #30
Als es das Wort Emanzipation noch nicht gab, gabs auch weniger Singlefrauen...