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  • #1

Emanzipation – braucht die Frau Testosteron?

Disclaimer: es darf gejammert werden, also subjektive Wahrnehmungen eingebracht werden. Bitte respektvoll bleiben, hat ja im «Und wo bleiben am Ende die Männer?» - Strang gut geklappt.
Ausdrücke wie «die Frauen» und «die Männer» sind erlaubt, weil wir verstehen, dass nie alle gemeint sind.


Fragen und Ideen, die im «Und wo bleiben am Ende die Männer?» - Strang aufkamen:

  • Ist die Partnersuche durch die Emanzipation schwieriger geworden? Wenn ja für wen? Für die Männer, weil Frauen stärker geworden sind? Oder auch für die Frauen?
  • Muss der Mann mehr bieten bei der Partnersuche – erhält er dafür auch mehr (im Vgl. zu früher)?
  • Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?
  • Darf der Mann von den Frauen etwas einfordern, eine Art Zugeständnis wie z.B. dass Frauen nun auch Männer ansprechen, weil er ihnen die Emanzipation «erlaubt»?
  • Dass Frauen Männer ansprechen oder im OD anschreiben – wünscht sich das eine Mehrheit der Männer? Warum? Ist es am Mann dies zu tun? Wenn ja, warum? Gibt es dafür biologische / genetische / instinktive Programmierungen und Gründe oder ist es anerzogen? Fehlt es an Testosteron, wie so schön gesagt wurde (daher auch der Thementitel)?
  • Wird heutzutage mit zweierlei Mass gemessen? Sexismus-Debatten aufgrund der Legowerbung: Der Spruch "So kompliziert wie eine Frau. Aber mit Bedienungsanleitung." sorgte für Wirbel und die Werbekampagne wurde eingestellt https://www.stern.de/neon/wilde-wel...mus-vorwuerfe-nach-werbekampagne-8409078.html aber die Media-Markt-Werbung über die "Männertage" wo der Mann als "schwanzgetriebener Trottel" dargestellt wird, ist ok? https://www.youtube.com/watch?v=WN7Exag6TiM
  • Sind die Bedenken, wie man(n) eine Frau nun ansprechen kann, ohne gleich eine Anzeige am Hals zu haben, Bullshit? Es gibt ja gerade einen Strang mit dem Thema, ab wann es sexistisch wird. Verunsicherung scheint da zu sein.
  • Und wie ist es mit alten «Denkmustern»? Wenn ich sage «wow, wir haben eine Kanzlerin», bin ich dann altmodisch, gar frauenfeindlich? Warum ist es besonders, dass wir eine Kanzlerin haben? Sollte doch normal sein.
  • tbc
Bin gespannt auf Euren Input, wer mag.

Morgenstund hat Gold im Mund
die Emanzipation - ich hör sie schon
lautstarkes Männerklagen - sie sehnen sich nach alten Tagen
die Frau soll wieder an den Herd - denn das hat sich ja bewährt
so gab es damals ewig Lieb' - weil die Frau für immer blieb
heute ist sie rücksichtslos - egoistisch, stark und gross
strotzt mit ihrer Weibeskraft - Männer in der Sippenhaft
ist bevorteilt überall - der Mann versinkt im Jammertal
Emanzipationsmännerjammergedicht - O.
 
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Observer

  • #2
Wenn man sieht wie in manchen Ländern Frauen tagtäglich massiv vergewaltigt werden haben wir hierzulande ein echtes Luxusproblem wo die Frauen oft besser wegkommen, das sind harte Fakten.
noch ein Ansatz. Ist die schlimme Situation von Frauen in anderen Ländern ein Grund, hier nachzugeben oder zurückzustecken? Es gibt immer welche, denen es schlechter geht. Wenn wir uns daran ausrichten herrscht Stillstand.
 
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  • #3
"Warum ist es besonders, dass wir eine Kanzlerin haben?"

Besonders ist daran, dass die BRD da im europäischen Vergleich reichlich spät dran war. Besonders ist auch, dass in diesem unserem Lande die Voraussetzung dafür, dass Frau in der Politik erfolgreich ist, offensichtlich ein überwiegend - vorsichtig formuliert - eher unattraktives Erscheinungsbild ist. Warum wohl?

"Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?"

Ja. Definitiv. Zumindest ein Großteil davon.
Frage am Rande: Wie hoch ist hierzulande wohl der Anteil an Männern (nicht nur, aber auch in Führungspositionen), die sich nachdrücklich dafür einsetzen (und dabei auch Konflikte in Kauf nehmen), dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können? (Ach ja, in Schweden ist Elternteilzeit für Männer mittlerweile verpflichtend.)
 
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Deleted member 20013

  • #4
Frage am Rande: Wie hoch ist hierzulande wohl der Anteil an Männern (nicht nur, aber auch in Führungspositionen), die sich nachdrücklich dafür einsetzen (und dabei auch Konflikte in Kauf nehmen), dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können? (Ach ja, in Schweden ist Elternteilzeit für Männer mittlerweile verpflichtend.)

"Mich erinnert das an eine Diskussion, die ich vor Kurzem mit einem Freund hatte, der sich über die fehlende Familienfreundlichkeit in seinem Unternehmen beklagte. Wer als Vater länger in Elternzeit gehe oder gar die Stunden reduzieren wolle, würde keine Karriere mehr machen. Abends nicht mehr für Telkos zur Verfügung zu stehen? Undenkbar. Für ihn stand daher sein Entschluss fest, dass er, sobald er Familie habe, die Firma wechseln müsse, zu einer mit einer Unternehmenskultur, die auch Vätern zugestehe, für ihre Kinder da zu sein. Meinen Vorschlag, sich doch jetzt innerhalb seines Unternehmens dafür einzusetzen, dass Vereinbarkeit dort besser würde, schlug er halb entsetzt aus. Das würde ihm schaden – und davon abgesehen wolle er da ja eh weg. Auf meinen Einwand, dass er es damit auch den Männern leichter machen würde, die nach ihm in Elternzeit gehen wollten und für die jüngeren etwas verbessere, stieg er nicht ein. Diese Solidarität unter Männern – zumindest in Fragen des Familienlebens – scheint es kaum zu geben. Der „moderne Vater“ ist Einzelkämpfer. Er kämpft maximal die eigene Elternzeit und die 90-Prozent-Stelle durch – er kämpft nicht für andere Väter."
https://editionf.com/vaeter-gleichberechtigung-rolle-bedeutung
 
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Deleted member 21128

  • #5
Fragen und Ideen, die im «Und wo bleiben am Ende die Männer?» - Strang aufkamen:
Stimmt. Wozu machst du jetzt einen eigenen Thread auf? Deine Suggestivfragen lassen bei mir den Eindruck entstehen, dass du die Richtung der Diskussion vorgeben willst.
Ist die Partnersuche durch die Emanzipation schwieriger geworden? Wenn ja für wen? Für die Männer, weil Frauen stärker geworden sind? Oder auch für die Frau
Nein, sie ist für beide Geschlechter einfacher geworden, weil es einfacher wurde, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Das gilt übrigens auch für homosexuelle Beziehungen und alle anderen Formen.
Muss der Mann mehr bieten bei der Partnersuche – erhält er dafür auch mehr (im Vgl. zu früher)?
Ja. Ja.
Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?
Nein.
Darf der Mann von den Frauen etwas einfordern, eine Art Zugeständnis wie z.B. dass Frauen nun auch Männer ansprechen, weil er ihnen die Emanzipation «erlaubt»?
Ja, darf er. Und er darf auch im Forum rumjammern, dass er keine Partnerin findet.
Ich nicht.
Nein.
Hier fehlt die Frage "Wenn nein, warum nicht?"
Gibt es dafür biologische / genetische / instinktive Programmierungen und Gründe oder ist es anerzogen?
Es gibt auf jeden Fall gute kulturelle Gründe, warum ein Mann das tun und eine Frau das lassen sollte.
Nein, Männer sind nur verunsicherter und empfindlicher als Frauen. :rolleyes:
Sind die Bedenken, wie man(n) eine Frau nun ansprechen kann, ohne gleich eine Anzeige am Hals zu haben, Bullshit?
Absolut!
Warum ist es besonders, dass wir eine Kanzlerin haben? Sollte doch normal sein.
Es war halt gefühlte 100 Jahre nicht normal. Im Vergleich zu anderen Nationen ist es aber nichts besonderes.
Ist die schlimme Situation von Frauen in anderen Ländern ein Grund, hier nachzugeben oder zurückzustecken?
Nein. Die Erkenntnis, dass andere Frauen vergewaltigt werden, hilft der hier benachteiligten Frau wenig.
Und wenn einer, der hier unablässig damit prahlt, sich auf Kosten anderer von den erlesensten Köstlichkeiten zu ernähren, von einem "Luxusproblem" spricht, dann ... Ach ne, das ist mir keine Sperre wert.
offensichtlich ein überwiegend - vorsichtig formuliert - eher unattraktives Erscheinungsbild ist.
Was ja, wenn man die Herren Politiker anschaut auch wieder emanzipiert ist...
Wie hoch ist hierzulande wohl der Anteil an Männern (nicht nur, aber auch in Führungspositionen), die sich nachdrücklich dafür einsetzen (und dabei auch Konflikte in Kauf nehmen), dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können?
Ich kenne immer mehr junge Männer, die das für Monate machen, allerdings nur einen, der das zwei Jahre macht. Die meisten haben da gar keinen Bock drauf, die meisten Frauen dagegen schon. Warum muss das unbedingt geändert werden? Und in Führungspositionen ist das einfach unglaublich schwierig und kostspielig. Will der Verbraucher am Ende den Preis dafür bezahlen?
 
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  • #6
"Warum ist es besonders, dass wir eine Kanzlerin haben?"

Besonders ist daran, dass die BRD da im europäischen Vergleich reichlich spät dran war. Besonders ist auch, dass in diesem unserem Lande die Voraussetzung dafür, dass Frau in der Politik erfolgreich ist, offensichtlich ein überwiegend - vorsichtig formuliert - eher unattraktives Erscheinungsbild ist. Warum wohl?

"Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?"

Ja. Definitiv. Zumindest ein Großteil davon.
Frage am Rande: Wie hoch ist hierzulande wohl der Anteil an Männern (nicht nur, aber auch in Führungspositionen), die sich nachdrücklich dafür einsetzen (und dabei auch Konflikte in Kauf nehmen), dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können? (Ach ja, in Schweden ist Elternteilzeit für Männer mittlerweile verpflichtend.)

" dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können?"

Gering, weil dann die Familie in der Regel nichts zum Essen hat! Das geht nur dann, wenn die Frau gut verdient hat. Das passiert aber im Moment noch weniger oft.
Es gibt auch Frauen, die gar nicht wollen, dass ihr Mann zu Hause ist.
 
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  • #7
Stimmt. Wozu machst du jetzt einen eigenen Thread auf? Deine Suggestivfragen lassen bei mir den Eindruck entstehen, dass du die Richtung der Diskussion vorgeben willst.

Nein, sie ist für beide Geschlechter einfacher geworden, weil es einfacher wurde, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Das gilt übrigens auch für homosexuelle Beziehungen und alle anderen Formen.

Ja. Ja.

Nein.

Ja, darf er. Und er darf auch im Forum rumjammern, dass er keine Partnerin findet.

Ich nicht.

Nein.

Hier fehlt die Frage "Wenn nein, warum nicht?"

Es gibt auf jeden Fall gute kulturelle Gründe, warum ein Mann das tun und eine Frau das lassen sollte.

Nein, Männer sind nur verunsicherter und empfindlicher als Frauen. :rolleyes:

Absolut!

Es war halt gefühlte 100 Jahre nicht normal. Im Vergleich zu anderen Nationen ist es aber nichts besonderes.

Nein. Die Erkenntnis, dass andere Frauen vergewaltigt werden, hilft der hier benachteiligten Frau wenig.
Und wenn einer, der hier unablässig damit prahlt, sich auf Kosten anderer von den erlesensten Köstlichkeiten zu ernähren, von einem "Luxusproblem" spricht, dann ... Ach ne, das ist mir keine Sperre wert.

Was ja, wenn man die Herren Politiker anschaut auch wieder emanzipiert ist...

Ich kenne immer mehr junge Männer, die das für Monate machen, allerdings nur einen, der das zwei Jahre macht. Die meisten haben da gar keinen Bock drauf, die meisten Frauen dagegen schon. Warum muss das unbedingt geändert werden? Und in Führungspositionen ist das einfach unglaublich schwierig und kostspielig. Will der Verbraucher am Ende den Preis dafür bezahlen?

I agree.
 
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  • #8
  • Und wie ist es mit alten «Denkmustern»? Wenn ich sage «wow, wir haben eine Kanzlerin», bin ich dann altmodisch, gar frauenfeindlich? Warum ist es besonders, dass wir eine Kanzlerin haben? Sollte doch normal sein.
Es sollte normal sein, dass fähige Leute das Ruder in die Hand nehmen dürfen. Egal, ob Mann/Frau/*divers.
Wenn beispielsweise nach Quote besetzt würde, wäre das dem Allgemeinwohl nicht zuträglich. Leistung und Qualität sind die Zauberworte.
Nachdem wir in einem Land mit "Demokratie" leben, in dem wir wählen dürfen, wäre es durchaus möglich, dass es eine Mehrheit von Mann/Frau/*divers gibt, die beim nächsten Mal eher eine Partei wählen würden, die keine Spitzenkandidatin hat.
 
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  • #9
Emanzipieren müssen sich im gleichen Maße Männer, die sich von ihrem Anspruchsdenken lösen müssen, sich bei einer grundsätzlich paritätischen Verteilung von "Räumen" mehr Raum zu nehmen als ihnen zusteht. Dazu gehören Einsichten, dass solche Aneignungen Spannungen hervor rufen müssen.

Es sind geselschaftliche Strukturen, die solche Verwerfungen, d.h. die unterschiedliche Teilhabe der Geschlechter in vielen Bereichen, eindeutig zu Lasten der Frauen, als gewohnt, nicht in Frage zu stellen, sogar als richtig erscheinen lassen. Die Emanzipation im engeren Sinne als Frauenbewegung ist lediglich die Reaktion auf solche Ungleichgewichte und deren Bewertungen. Im weiteren Sinne wäre Emanzipation das sich Freimachen von gesellscheftlichen Verwerfungen, gleich ob zum eigenen Nach- oder Vorteil.

Wenn man die notwendige Emanzipation aller sinnvoll vorantriebe, dann über die Vermittlung der grundsätzlichen Einsicht, dass man sich nicht mehr nimmt als einem zusteht, im Grunde - auch wenn daraus wieder Zwänge entstehen - nicht mehr nimmt als man braucht. Auch wenn man das genauso gut verargumentieren kann wie die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgands mit der Ressource Natur, sind die derzeitigen Gesellschaftsstrukturen ein gewohntes, kaum mehr wahrgenommenes, ziemlich grundsätzliches Problem mit einem erheblichen Verharrungsmoment.
Daran arbeitet sich die Frauenbewegung, wie auch andere Bewegungen weitgehend vergeblich ab. Es ließe sich auch so ausdrücken, das bisschen Frauenbewegung bewirkt nur wenig, zu wenig.
Ich bin nicht optiistisch, dass sich etwas in den notwengigen kurzen Zeiträumen bewegen lässt. Die Gesellschaft mag für die meisten ausreichend bekömmlich sein, allerdings generiert die Gesellshaft als ganzes Probleme, wie zum Beispiel die Ausbeutung von Ressourcen, die Ausübung von Macht , d.h. Unterdückung, die dann irgendwann nicht nur vor der Tür stehen.

Die gleichen Probleme gibt es auch in der kleinsten Einheit von Gesellschaft, der Partnerschaft. Und wenn in Zusammenhang mit Partnerschaft die Probleme aus Emanzipation genannt werden, dann frage ich, wer kann sich denn angesichts gegebener Strukturen - im Sinne wie oben beschriebwn - überhaupt emanzipieren?
Einfach mal sich selbst fragen, lasse ich dem Anderen, vorbehaltlos wer das ist, was es betrifft, den Raum der im zusteht? Üerprüfe ich mich ständig selbst auf evtl. erforderlichen eigenen Verzicht, damit der andere seinen Raum bekommt?

Das werden nur sehr wenige sein, vergleichbar mit der Resilienz ganz weniger Kinder aus dem HartzIV-Adel, die es schaffen absehbare Lebenswege zu verlassen um neue einzuschlagen. Es ist schon schön auf die Einsicht des Einzelnen, seine Entwicklung zu verweisen/hoffen, nur, Lösung ist es keine, das zeigt die Praxis.

Emanzipation ist immer noch ein weitgehend ungelöstes Problem. Das notwendige Bewusstsein dafür ist in der Regel nicht vorhanden und die anzutreffende Unsicherhei bei Frauen/Männern ist das Resultat des ungelösten Problems, nicht der Emanzipation. Das kann nur in seiner Allgemeinheit akzeptiert werden und jeder muss das für sich individuell in seiner Partnerschaft regeln. Das ist genauso möglich wie - trotz Emanzipation - einen Partner zu finden. Und wer vorgibt wegen der Emanzipation keinen Partner zu finden, hat mutmaßlich andere, dringendere Probleme zu lösen. Testosteron löst die wohl nicht.

Grüße Cale
 
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Deleted member 21128

  • #10
@Älpi Wenn du den Text eines anderen markierst, sollte direkt unter dem markierten Bereich ein 'Schalter' "Zitieren" auftauchen. Wenn du den anklickst, wird der markierte Text direkt als korrektes Zitat in das Eingabefenster übernommen. :)
 
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  • #11
Gering, weil dann die Familie in der Regel nichts zum Essen hat! Das geht nur dann, wenn die Frau gut verdient hat.
... das mit der Schieflage in Sachen Bezahlung hatte ich bereits im anderen Thread erwähnt. (Zumindest im Öffentlichen Dienst ist an dieser Stelle weitgehend Gleichheit gegeben, ein kleiner Anfang.) "Verhungern" ist eine relative Angelegenheit in der Mittelschicht in der BRD (und von der sprechen wir ja, zumindest implizit). Auch wenn's nicht mehr für den Audi oder Daimler reichen sollte und stattdessen ein Dacia als Familenkutsche dienen muss, ist die Familie noch ein knappes Stück vom Hungertod entfernt. Nein, es ist ein Frage des Wollens seitens der Männer und der Bereitschaft, sich dafür einzusetzen - auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Und deshalb (u.a.) ist auch der Prozess der Emanzipation noch lange nicht abgeschlossen. Mit all seinen entsetzlichen Folgen für die Obeservers und wie sie sonst noch heißen ...
 
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  • #12
Ich kenne immer mehr junge Männer, die das für Monate machen, allerdings nur einen, der das zwei Jahre macht. Die meisten haben da gar keinen Bock drauf, die meisten Frauen dagegen schon. Warum muss das unbedingt geändert werden? Und in Führungspositionen ist das einfach unglaublich schwierig und kostspielig. Will der Verbraucher am Ende den Preis dafür bezahlen?
Ich denke, hier hast Du Dich vergaloppiert. Denn dass Frauen AUCH gerne Mütter sind UND einen qualifizierten Job möchten, ist doch das Argument, sie nicht in Führunspositionen zu lassen. Weil - angeblich zu teuer. Mit höheren Preisen zu argumentieren ist m.E. unsinnig. Die Verbraucher geben für soviel Mist Geld aus ...
Würden Männer UND Frauen in Führungspositionen ihre Elternzeit gleichermaßen einfordern (also im gesammelten Durchschnitt), dann gäbe es das Thema gar nicht.

DAS wäre Emanzipation. Warum treten Männer und Frauen nicht gemeinsam dafür ein? Es ist doch im gemeinsamen Interesse, dass es allen gut geht.
 
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  • #13
I
DAS wäre Emanzipation. Warum treten Männer und Frauen nicht gemeinsam dafür ein? Es ist doch im gemeinsamen Interesse, dass es allen gut geht.

Weil Frauen schon untereinander neidisch sind. Die eine hat das, was die Andere hat, die Andere ist dann wieder neidisch drauf und bekämpft bzw. will diese Frau runter machen. Lesen wir hier im Forum, erlebte ich im beruflichen Bereich, im familären Bereich, erzählen mir Männer, was unter Männer so abgeht, schrecklich. Irgendwie scheinen die Deutschen ständig kämpfen zu müssen, zu wollen, die Parteien kämpfen gegeneinander. dann gibt es eine relativ neue Partei, die die Deutschen gegen die Flüchtlinge aufhetzen usw. und so fort.

Es wäre tatsächlich im Interesse, wenn Frauen und Männer, Parteien usw. miteinandert gemeinsam dafür eintreten, dass es allen ausgeglichen gut geht, aber das ist nicht das Interesse von denen, die wirklich die Macht in Deutschland haben.
 
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  • #14
@Obeserver
Warum fragst Du zu dem Thema nicht einfach Deine eigene Frau?
 
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  • #15
Weil Frauen schon untereinander neidisch sind. Die eine hat das, was die Andere hat, die Andere ist dann wieder neidisch drauf und bekämpft bzw. will diese Frau runter machen. Lesen wir hier im Forum, erlebte ich im beruflichen Bereich, im familären Bereich, erzählen mir Männer, was unter Männer so abgeht, schrecklich. Irgendwie scheinen die Deutschen ständig kämpfen zu müssen, zu wollen, die Parteien kämpfen gegeneinander. dann gibt es eine relativ neue Partei, die die Deutschen gegen die Flüchtlinge aufhetzen usw. und so fort.

Es wäre tatsächlich im Interesse, wenn Frauen und Männer, Parteien usw. miteinandert gemeinsam dafür eintreten, dass es allen ausgeglichen gut geht, aber das ist nicht das Interesse von denen, die wirklich die Macht in Deutschland haben.
Sagt ausgerechnet eine Frau, der einer ab...., wenn ihr Männer hinterhergaffen und die Partnerinnen pikiert reagieren.

Desweiteren möchte ich aufgrund Deiner Posts lieber nicht spekulieren, was Du unter Solidarität verstehst.
 
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  • #19
noch ein Ansatz. Ist die schlimme Situation von Frauen in anderen Ländern ein Grund, hier nachzugeben oder zurückzustecken? Es gibt immer welche, denen es schlechter geht. Wenn wir uns daran ausrichten herrscht Stillstand.
Welche? Es geht allen schlechter ausser Skandinavien und Zentraleuropa (wir). Wir reiten allgemein auf einem hohen Ross und etwas neue Bescheidenheit tut vielen Frauen gut.
Frage am Rande: Wie hoch ist hierzulande wohl der Anteil an Männern (nicht nur, aber auch in Führungspositionen), die sich nachdrücklich dafür einsetzen (und dabei auch Konflikte in Kauf nehmen), dass sie über mehrere Jahre in Elternteilzeit gehen können? (Ach ja, in Schweden ist Elternteilzeit für Männer mittlerweile verpflichtend.)
Finde ich gut und würde es als Mann gerne tun, Schweden ist uns einfach voraus.
"Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?"
Verallgemeinerungen mag ich nicht so sehr, denn das was am Ende zählt ist das Ergebnis. Sprich ob sich danach neue Strukturen daraus ergeben können wie z.B. Downdating/Hausmann. Wenn nicht dann rennen wir da in einen unlösbaren Konflikt. Die steigende Anzahl Kita-Kinder ist nur ein Vorgeschmack davon. Schweden aber auch andere skandinavische Länder sind hier klar weiter.

 
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  • #20
In Deutschland möchten viele Karrierefrauen gar keine Kinder mehr und überlassen es der untersten gesellschaftliche Schicht. Nicht unbedingt produktiv da diese Kinder oft benachteiligt sind im Potential. Gäbe es da ähnliche Mentalitäts-Strukturen wie in Schweden könnten auch Karrierefrauen noch gut das mit den Kindern "unter ein Haus" bringen.
 
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  • #21
Das glaube ich nicht. Ich denke tatsächlich, dass die meisten Frauen tatsächlich gerne ein paar Jahre zuhause bleiben, um sich um Kinder zu kümmern und die meisten Männer das eher widerwillig machen. Vielleicht täusche ich mich aber auch.
Was das gewähren von Elternurlaub angeht, sehe ich es eben auch von der anderen Seite, was nicht heißt, dass ich das Konzept nicht gut finde. Es ist halt leider nicht ganz so einfach, jemanden eine Stelle für zwei, drei, sechs oder neun Jahre freizuhalten, vor allem nicht in Führungspositionen. Was machst du denn mit demjenigen, den du befristet eingestellt bzw. auf diese Position gesetzt hast? Und wieviele findest du wohl, die sich für diese Position bewerben, wenn sie nicht wissen, für wieviele Jahre das ist?
Und was das Finanzielle angeht, klar kannst du sagen, dass die Verbraucher das bezahlen sollen, aber du musst dann die Preise an einem (u. U. globalen!) Markt auch erzielen können.
Und was bedeutet das dann für die Führungskraft? Die Grenzen dessen, was im Moment bezahlt wird, liegt bei meines Wissens bei 1.800. Da ist der Anreiz für eine gutbezahlte Führungskraft nicht sehr hoch, zumal davon die laufenden Kosten in der Regel nicht bezahlt werden können. IMHO ein Konzept für Reiche oder Doppeltverdiener mit hohem Einkommen.
Es gibt viele tolle Ideen, aber die sind nicht immer so einfach umsetzbar, weil man mit Menschen "spielt". Und man muss sie sich leisten können.
 
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  • #22
Ist die Partnersuche durch die Emanzipation schwieriger geworden?

Ja, weil Anspruch und Wirklichkeit oft hinterher hinken.

Wenn ja für wen? Für die Männer, weil Frauen stärker geworden sind? Oder auch für die Frauen?

Frauen sind stärker bevorteilt, sowohl im Real Life als auch im Internet.

Muss der Mann mehr bieten bei der Partnersuche – erhält er dafür auch mehr (im Vgl. zu früher)?

Er muss mehr bieten und kann froh sein, wenn er überhaupt etwas erhält (außer Körben). Es besteht keine Augenhöhe.

Frauen haben für sie neue Bereiche erobert und haben sich «verbessert» – was ist mit dem Mann? Ist er stehengeblieben?

Das ist das Kischeeargument der Emanzenbefürworter. Quatsch, Männer können sich teilweise nicht fortbewegen, werden gar ausgebremst. Einige, wie ich, gehen aber auch einfach nur in die Verweigerung, weil sie diesen Blödsinn nicht mehr mitmachen.

Darf der Mann von den Frauen etwas einfordern, eine Art Zugeständnis wie z.B. dass Frauen nun auch Männer ansprechen, weil er ihnen die Emanzipation «erlaubt»?

Im Grunde schon, ja. Frauen können sich nicht nur die Rosinen rauspicken, sie müssen auch die Pflichten und Normen und Werte diesbezüglich annehmen oder sie müssten auf Emanzipation verzichten. Wer A sagt, muss auch B sagen. Ich könnte Frauen, die männl. Emanzengegner als weinerliche Männer bezeichnen, genauso die Frauen in diesem Falle als weinerliche Musen bezeichnen.


Ja, und nicht nur heutzutage, auch früher schon.

Sind die Bedenken, wie man(n) eine Frau nun ansprechen kann, ohne gleich eine Anzeige am Hals zu haben, Bullshit?

Natürlich nicht, wie ich schon mal schrieb, ich kenne Fälle aus meinem Bekanntenkreis und bei meinen ehemaligen Klienten zuhauf!

Und wie ist es mit alten «Denkmustern»? Wenn ich sage «wow, wir haben eine Kanzlerin», bin ich dann altmodisch, gar frauenfeindlich?

Nein, in den USA hat es ja auch lange gedauert, bis mal ein Farbiger ein Präsident wurde. Dort z.B. gab es noch keine Mrs Präsident!

Ist die schlimme Situation von Frauen in anderen Ländern ein Grund, hier nachzugeben oder zurückzustecken? Es gibt immer welche, denen es schlechter geht. Wenn wir uns daran ausrichten herrscht Stillstand.

Man muss Unterdrückung ja nicht zu seinem "Steppenpferd" machen. Besser wäre es, sich mal an die REALITÄT zu orientieren und einfach praktikable und geschlechterunabhängige Lösungen anzubieten. Dann wäre vieles einfacher.

L.G.
 
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  • #23
Deine Suggestivfragen lassen bei mir den Eindruck entstehen, dass du die Richtung der Diskussion vorgeben willst.
Ist doch normal, dass der TE das Thema vorgibt. Suggestivfragen können diskutiert werden und auch angezweifelt. Das war das Ziel. Am Ende steht ein "tbc". Es können also neue Aspekte eingebracht werden. Versteh' dein Problem nicht - wenn es Dir nicht passt, hättest Du auf meine "Suggestivfragen", die ja offensichtlich der Manipulation der Diskussion gelten sollten, nicht eingehen müssen.

Es gibt auf jeden Fall gute kulturelle Gründe, warum ein Mann das tun und eine Frau das lassen sollte.
Welche? Machen es Frauen, die aktiv sind demnach verkehrt? Ü40 gibt es da ja einige hier.
 
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  • #24
Und deshalb (u.a.) ist auch der Prozess der Emanzipation noch lange nicht abgeschlossen. Mit all seinen entsetzlichen Folgen für die Obeservers und wie sie sonst noch heißen ...
die grässlichen Folgen sind, dass ich hier einen Strang eröffnet habe. Herrgottnochmal!!! Ich bin in einer Beziehung und habe solche Probleme im real life nicht. Ich finde einfach die Gedankenansätze interessant und kann beide Seiten ein Stück weit nachvollziehen.
 
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Deleted member 21128

  • #27
Ich glaube, dass diese Form des aktiven Interesses an einer Person, die mit dem ersten Schritt beginnt und dann entsprechend aktiv fortgesetzt wird, den Frauen signalisiert, dass der Mann es ernst meint. Außerdem zeigt er von Beginn an, dass er ...
... bereit ist, sich um die Frau und um die Beziehung zu bemühen
... ein aktiver Mensch ist, der etwas unternimmt, um etwas zu erreichen
... selbstbewusst ist
... offen und beziehungsfähig ist
... beziehungsbereit ist

Wohlgemerkt keine Garantien, aber immerhin Indizien, die der Frau helfen, die Motivation und die Intention des Mannes zu erkennen.
Machen es Frauen, die aktiv sind demnach verkehrt?
Oh nein, die Frau darf durchaus auch aktiv sein, aber anders.
Und natürlich hängt es auch davon ab, wen sie sucht und mit wem sie es zu tun hat. Wenn sie merkt, dass der Mann Interesse hat, aber unsicher oder schüchtern ist, und sie nicht unbedingt ein Alphamännchen sucht, macht sie gar nix falsch, wenn sie aktiver wird.
Ja, und es spricht für sie, dass sie 'groß' genug sind, aktiv zu werden. Für die Ü40-Männer spricht es IMHO nicht, wenn man sie zum Jagen tragen muss. (Ich weiß, gewagte Formulierung in dem Kontext...).
die grässlichen Folgen sind, dass ich hier einen Strang eröffnet habe.
Mimimi... (ist nicht böse gemeint, aber...
, du hast schon einen Hang zum Jammern.)
Ausserdem ist sie ja mit mir zusammen, also wird sie wohl ähnlich wie ich ticken.;)
Das muss ja nicht sein. Kennst du ihre Meinung zu diesen Fragen? Oder glaubst du nur,...
Gerade denen täte es gut, ihre kulturell erworbene Bescheidenheit mal abzulegen. Dann gäbe es mE auch ein paar Frauen mehr, die gleiche Positionen und Einkommen hätten, wie die meist völlig unbescheidenen Männer.
 
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  • #28
Weil Frauen schon untereinander neidisch sind. Die eine hat das, was die Andere hat, die Andere ist dann wieder neidisch drauf und bekämpft bzw. will diese Frau runter machen. Lesen wir hier im Forum, erlebte ich im beruflichen Bereich, im familären Bereich, erzählen mir Männer, was unter Männer so abgeht, schrecklich. Irgendwie scheinen die Deutschen ständig kämpfen zu müssen, zu wollen, die Parteien kämpfen gegeneinander. dann gibt es eine relativ neue Partei, die die Deutschen gegen die Flüchtlinge aufhetzen usw. und so fort.

Es wäre tatsächlich im Interesse, wenn Frauen und Männer, Parteien usw. miteinandert gemeinsam dafür eintreten, dass es allen ausgeglichen gut geht, aber das ist nicht das Interesse von denen, die wirklich die Macht in Deutschland haben.

Und da sieht man: wir sind immer noch nur eine Schimpansenherde.
Ich finde das Hauptproblem ist, dass man uns gerade in vielen Bereichen eine Traumwelt uberstülpeln will, die einfach nicht zur Natur der Menschheit passt.
 
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  • #30
Als es das Wort Emanzipation noch nicht gab, gabs auch weniger Singlefrauen...