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  • #16
Zitat von fleurdelis:
Der grausamste fürchterlichste Kuchen, den es überhaupt gibt: schrecklich viel schmierig fettige Buttercreme …….. brrrr
Genau, und um die geht es: diese besondere Creme, die kann eben nicht jeder herstellen. Meine Großmutter konnte sie perfekt und duldete keine Panscherei. Besonders beeindruckt war ich von der eigenen Herstellung des Krokants. Wie konnte sie nur aus den kleinen Mandelstiften diese Krümel herstellen und daraus dieses fürchterlich leckere Krokant machen? Das war mir als Kind ein Rätsel. Als ich es dann wußte, war es, als würde ich in eines der 7 Weltwunder eingeweiht. :)
 
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  • #17
Zitat von Eli:
Bitte was ist ein Frankfurter Kranz ?

Und leider hatte ich keine liebevollen Großeltern.....da habe ich kaum was mitgenommen, wir waren auch nur in den Ferien auf dem Land bei ihnen und nur im Beisein meiner Eltern.

Die Mutter meiner Mutter war sehr arm, vielleicht habe ich da mitbekommen - Sparen ist was Wichtiges ?

Aber ja , sie hat oft Biskuit gebacken ohne Mixer, einfach mit dem Schneebesen . Eier gabs auf dem Land ja immer .
Kennst du das Rezept? Wurde es dir vererbt?
 
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  • #18
"Meine Oma hat mir beigebracht, wie man richtigen Frankfurter Kranz herstellt, so mit allem drum und dran (echte Buttercreme, Krokant selber rösten, etc.)."

Meine Oma hat den auch ständig gebacken, aber ich mag den nicht und es liegt NICHT an der Buttercreme! Von daher hätte sie mir keinen Gefallen damit getan, mir das beizubringen.

Allerdings hat sie mich während der ersten anderthalb Jahre zu sich genommen - Elternzeit gab es damals noch nicht - und so stand mir meine Oma immer näher als meine Mutter ...
Wenn ich etwas von ihr gelernt habe: Niemals den Kopf hängen lassen, und daß auf Regen Sonnenschein folgt...

Und meine andere Oma - an die habe ich weniger Erinnerungen... Rückblickend de
 
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  • #19
Arghhhh. Das tippen auf dem Handy ist ganz schlecht. Ständig komme ich auf die falsche Taste..

Also, Oma #2 war im Rückblick vielleicht etwas lebensuntüchtig. Nicht im Sinne von "dumm", aber sie entstammte noch einer Generation, in der noch nicht so Wert darauf gelegt wurde, den Mädchen Schulbildung zu vermitteln, sie wurde mit vierzehn dann als Dienstmädchen zu "Herrschaften" geschickt. Generell war sie sehr liebevoll und großherzig, sie war nur immer überfordert, wenn sie eigene Entscheidungen treffen mußte... Mich hat sie immer sehr verwöhnt und als Älteste hatte ich im Gegensatz zu meinen Brüdern das große Glück, noch recht viel von meinen beiden Omas zu haben und von beiden am meisten verhätschelt zu werden...
 

Eli

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  • #20
Danke...nee fettige Buttercreme muss ich auch nicht haben.

Biskuit...das gibt's in tausenden Kochbüchern...ist irgendwie ganz einfach und da ist kein Fett drinnen. Fast Diät ggg
 
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  • #21
Zitat von Eli:
Danke...nee fettige Buttercreme muss ich auch nicht haben.

Biskuit...das gibt's in tausenden Kochbüchern...ist irgendwie ganz einfach und da ist kein Fett drinnen. Fast Diät ggg
Eli, es ging mir nicht darum, ein Rezept aus irgendeinem Backbuch zu kopieren - schau dir nochmal den Titel dieses threads an :)
Und auch die Bewertung finde ich etwas seltsam - auch im Hinblick auf den Titel. Überleg doch mal, was das früher bedeutet hat. Das war etwas sehr wertvolles - die Leute / auch meine Großmutter - hatten doch nicht viel. Es ging nicht um Kalorien sparen, weissgott nicht.
 

Eli

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  • #22
Ich weiß schon, daß es nicht um ein Rezept aus dem Kochbuch geht, aber ihr Rezept habe ich nicht bekommen. Ich glaube, sie hats aus dem Kopf gebacken. Und natürlich gings damals nicht um Kalorien. Was meinst du Ivette welche Bewertung im speziellen ?

Vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. Ich kann nicht an richtiges Kochen von meiner Oma erinnern, eben nur an dieses Biskuit.
Waren wir in den Ferien auf dem Land hatte meine Mutter gekocht und das ´sehr gut,

Das mit der Diät habe ich auf heute bezogen, ich muss sehr darauf achten , was ICH esse.

Und meine Eltern hatten auch nicht viel, ich bin eher bescheiden aufgewachsen und schätze noch sehr vieles in meinem heutigen Leben und kann mich an Kleinigkeiten erfreuen.
 
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  • #23
Die nahezu bedingungslose Liebe der Großeltern ist durch nichts zu ersetzen.
 
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  • #24
Zitat von Frau M:
Die nahezu bedingungslose Liebe der Großeltern ist durch nichts zu ersetzen.
Was warst du FrauM? Melancholisch?

Ich habe meine Großmutter Mama genannt, weil ich lange und häufig die ganzen Ferien bei ihr verbrachte. Sie war meine soziale Mutter - soviel an dieser Stelle - nur kurz - zu dem Thema ... es hat unglaublich lange gedauert, das zu begreifen. Aber: Es gibt kein "offizielles" Bild von meiner Mutter, das irgendwo rumsteht, sondern von ihr, meiner Großmutter, eine wunderbare starke, autarke, mit ihren Werten absolut in sich ruhende Frau. Sie wurde 90 Jahre alt, dennoch brach für mich eine Welt zusammen.
 
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  • #25
Yvette, wenn ich das von Dir lese, bekomme ich den Eindruck, Worte können heilen. Das hast Du wunderbar ausgedrückt.
Die Klugheit, Weisheit und Liebe von unseren Großmüttern kann man in keiner Apotheke kaufen.
 
G

Gast

  • #26
An alle, bei denen die Großeltern vor allem toll sind: seid ihr auch selbst ähnlich toll?
Wenn nicht, was haben die Großeltern angestellt, daß sie solche Enkel haben? :)
 
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  • #27
Gibt es hier auch Grosseltern, die damals nicht den rechten Arm hochgerissen haben?
 
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  • #28
Selbstverständlich.
 
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  • #29
An meiner Oma habe ich ihre Großzügigkeit bewundert. Meine Großeltern hatten nach dem Krieg selber nicht viel, haben aber Menschen, die noch schlechter dran waren als sie selbst, Obdach und zu essen gegeben. Auch Hausierer bekamen oft etwas an der Tür.

Außerdem hat sie es klaglos an der Seite ihres teilweise tyrannischen Mannes ausgehalten und versucht, immer das Beste draus zu machen. Sie war liebevoll und hatte immer ein Ohr für die Sorgen anderer Leute.

Mit anderen Worten: Sie war eine äußerst warmherzige und mitfühlende, aber auch tatkräftige Frau, der keine Arbeit zu schwer war.
Sie ist mit 92 Jahren (hoffentlich) sanft eingeschlafen.
 
P

Philippa

  • #30
Zitat von IMHO:
Außerdem hat sie es klaglos an der Seite ihres teilweise tyrannischen Mannes ausgehalten
Ist das eine Stärke?
Manchmal denke ich, es ist nicht nur für sich selbst, sondern auch für den Partner eine Chance vertan, wenn frau jahrelang unter schwer erträglichem Verhalten leidet, ohne sich dagegen zu wehren. Und irgendwie ist die Beziehung dann auch nicht auf Augenhöhe. Gegenseitig. Er bestimmt, was geschieht, sie traut ihm nicht zu, wie ein Erwachsener zu reagieren und fühlt sich insgeheim stärker, weil sie seine Launen klaglos erträgt...
Aber klar, es war eine andere Zeit.