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  • #61
Zitat von Schreiberin:
Inge ist 21 Jahre alt. Seit mehreren Monaten ist sie mit einem jungen Mann namens Karl verlobt. Das Problem der beiden ist, dass sie durch einen breiten, tiefen Fluss voller hungriger Krokodile getrennt sind. Inge überlegt, wie sie den Fluss überqueren kann. Sie denkt an einen Mann namens Peter, der ein Boot besitzt.
Sie fragt ihn, ob er sie über den Fluss setze. Er ist einverstanden - unter der Bedingung, dass Inge eine Nacht mit ihm verbringt. Entsetzt wendet sich Inge an Ernst, einen anderen Bekannten, dem sie die Geschichte erzählt. Ernst meint : "Natürlich verstehe ich Dein Problem - aber was geht das mich an ?"
Inge entschließt sich, die Nacht mit Peter zu verbringen, der sie am nächsten Morgen über den Fluss setzt.
Das Treffen mit Karl wird überaus innig. Aber am Abend vor der Hochzeit gesteht sie ihm, was sie machen musste, um zu ihm zu kommen. Angewidert meint Karl, er würde Inge nicht heiraten, auch wenn sie die letzte Frau auf der Welt wäre. Zuletzt wendet sich Inge an Franz, dem sie die ganze Geschichte erzählt. Der meint : Also, Inge... ich liebe dich nicht, aber ich möchte dich heiraten.
- Das ist alles, was wir von der Geschichte wissen.

Habe ich von einer Fortbildung. Du sollst die fünf Personen in eine Sympathie-Reihenfolge bringen und dich anschließend mit ein paar anderen Leuten auf eine Reihenfolge einigen. Viel Spaß...
Inge hätte Peter heiraten sollen, denn der betreibt ein einträgliches Geschäft und hat gute Aussichten in der multimodalen Welt zukünftig mithalten zu können. Außerdem ist er ihr nicht so unsympathisch, als dass sie nicht mit ihm das Bett hätte teilen wollen.

Ernst repräsentiert den Großteil der Bevölkerung, der vor allem mit sich selbst beschäftigt ist und sich einen Sch... um andere kümmert.
Aber was hätter er auch sagen/machen können? Handwerklich völlig untalentiert, kann er kein Boot bauen. Und die paar tröstenden Worte, die er für Inge übrig gehabt hätte, wären auch nicht die Lösung des Problems gewesen.

Franz ist der verzweifelte Single, der bereits alle Partnerbörsen durchhat und befürchtet, auf seine alten Tage in Einsamkeit zu versinken und "der nehmen muss, was er kriegen kann", da er keine Auswahl an Frauen mehr zu haben glaubt.

Karl ist der Spießer und Prinzipienreiter, der immerhin "seiner Linie" treu bleibt; dem es wichtiger ist, was andere von ihm denken, als dass er erkennt, welches Opfer Inge für ihn und die gemeinsame Liebe erbracht hat. Dabei hängt er sich an der "Kleinigkeit" einer einzigen mit einem anderen Mann verbrachten Nacht von Inge auf, ohne zu bedenken, dass er bis dass der Tod die beiden scheidet, JEDE weitere Nacht mit ihr hätte verbringen können.

And so they DIDN'T live happily ever after..............
 
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  • #62
Zitat von equinox:
und ad schreiberin: ' ... dass Menschen Werte haben, die "subjektiv, historisch und kulturell variieren" ' - wo in der geschichte historisch oder kulturell variierende 'werte' aufscheinen, erschließt sich mir nicht. werte sind hier allenfalls projektionen, um nicht gleich zu sagen spekulation.
Nicht in der Geschichte erscheinen die Werte - sondern bei denen, die über die Geschichte schreiben und versuchen, die Personen der Geschichte zu bewerten.
Die Werte zeigen sich bei den Projektionen/Spekulationen, sozusagen...
 
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  • #63
Zitat von Schreiberin:
Nicht in der Geschichte erscheinen die Werte - sondern bei denen, die über die Geschichte schreiben und versuchen, die Personen der Geschichte zu bewerten.
Die Werte zeigen sich bei den Projektionen/Spekulationen, sozusagen...
Und wann erhalte ich meine vernichtende Auswertung?
 
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  • #64
Zitat von equinox:
... dass die männlichen protagonisten allesamt a...löcher oder luschen sind, ist ja schon aufgefallen. aber inge und tragisch oder gar irgendwie sympathisch?
Ich merke, dass es bei mir zwei Ebenen hat. Einerseits finde ich Inge auch eher peinlich, aus vielerlei Gründen. Aber ein kleiner Rest von mir identifiziert sich, weil sie die einzige Frau ist - ist nur ein Gefühl, aber es ist da.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es den Männern ähnlich geht - die Männer in der Geschichte sind ja nun auch nicht die Helden - aber vielleicht habt ihr doch ein kleines bisschen Mitleid, einfach nur, weil sie Männer sind ? ... Geschlechterbonus sozusagen ?
 
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  • #65
Ich find's immer noch zu holzschnittig. Lass uns doch mal annehmen, Peter sei eine Frau. Sie möge Maria heißen.
 
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  • #66
Zitat von Pit Brett:
Lass uns doch mal annehmen, Peter sei eine Frau. Sie möge Maria heißen.
... gute idee. möglicherweise würden erste intime erfahrungen mit maria inge so neugierig machen, dass sie ihren karl erst mal an anderen ufer belässt und ihre nähere zukunft versuchsweise mit einer geschäftstüchtigen frau gestaltet. das könnte ihren horizont erweitern und sollte zumindest angesichts der auswahl an luschen wie karl oder franz, gar nicht erst zu reden von ernst, eine interessante alternative sein.

allerdings tauchte eine figur wie crocodile dundee auf, hätte es wohl sogar maria schwer.
 
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  • #67
Zitat von IMHO:
Und wann erhalte ich meine vernichtende Auswertung?

Garnicht..um Auswertung geht es nicht. Es ist ein Spiel.
Resümee dieses Spiels wird sein, dass wir uns keine Meinung machen sollten, wenn wir nicht die Hintergründe für ein menschliches Verhalten kennen. Wir sind zu komplex, leben jeder in seiner eigenen Welt, die von außen nur schwer zu erfassen ist. Wir sollten offen sein und nicht voreilig verurteilen, wenn wir uns nicht intensiv mit einem Menschen beschäftigt haben und dessen Gefühle genau nachvollziehen (nacherleben) können.
Das ist aber nur eine gedankliche Erkenntnis. Real wird es den meisten Menschen nicht möglich sein, sich vollständig in sein Gegenüber zu versetzen. Was kann man daraus schließen?...
 
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  • #69
Es gibt noch tausende von Möglchkeiten, ein Ranking aufzustellen.

Was, wenn die Hochzeit arrangiert war? Inge von ihrem Clan unter Druck gesetzt worden ist, den reichen Karl zu heiraten und damit die Familie zu retten?
Was, wenn sie als Kind versprochen wurde, Karl nicht ausstehen konnte, aber die Familie in Unehre gestürzt hätte, wenn sie nicht versucht hätte ihn zu heiraten? Und Franz war ihr bester Freund, mit dem sie sich zum Schluss - glückselig- eine rettende Variante für die Familie ausdachte?...Da wäre sogar das Happyend...
Oder was, wenn Karl sie sowieso nie geliebt hat und sie sich ihm nur aufgedrängt hat? Karl wäre plötzlich sehr sympatisch.
 
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  • #71
Zitat von equinox:
... gute idee. möglicherweise würden erste intime erfahrungen mit maria inge so neugierig machen, dass sie ihren karl erst mal an anderen ufer belässt und ihre nähere zukunft versuchsweise mit einer geschäftstüchtigen frau gestaltet. das könnte ihren horizont erweitern und sollte zumindest angesichts der auswahl an luschen wie karl oder franz, gar nicht erst zu reden von ernst, eine interessante alternative sein.

allerdings tauchte eine figur wie crocodile dundee auf, hätte es wohl sogar maria schwer.

ja...Echte Kerle ohne Angst haben schon was..:) ...sind aber extrem selten...


http://www.cartoonland.de/archiv/3-maenner-gegen-15-hungrige-loewen/
 
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  • #72
Zitat von Sieben:
ja...Echte Kerle ohne Angst haben schon was..:) ...sind aber extrem selten...
Kerle die keine Angst haben sind klinische Psychopathen. So was wünscht Du Dir nicht wirklich. Kerle die Angst haben, das wissen und damit umgehen können - das sind die die überleben.
 
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  • #74
Aus einer Fortbildung ist das? Fortbildung zu was?
 
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  • #75
Es heißt "über" Werte, nicht "zu" Werten. Das weiß ich aus einer Grammatikfortbildung. Fortbildung in Form von Parabeln. Das hat vermutlich mit Padägogik zu tun.