Beiträge
3.935
Likes
266
  • #1

Eine Parabel zu Werten

Inge ist 21 Jahre alt. Seit mehreren Monaten ist sie mit einem jungen Mann namens Karl verlobt. Das Problem der beiden ist, dass sie durch einen breiten, tiefen Fluss voller hungriger Krokodile getrennt sind. Inge überlegt, wie sie den Fluss überqueren kann. Sie denkt an einen Mann namens Peter, der ein Boot besitzt.
Sie fragt ihn, ob er sie über den Fluss setze. Er ist einverstanden - unter der Bedingung, dass Inge eine Nacht mit ihm verbringt. Entsetzt wendet sich Inge an Ernst, einen anderen Bekannten, dem sie die Geschichte erzählt. Ernst meint : "Natürlich verstehe ich Dein Problem - aber was geht das mich an ?"
Inge entschließt sich, die Nacht mit Peter zu verbringen, der sie am nächsten Morgen über den Fluss setzt.
Das Treffen mit Karl wird überaus innig. Aber am Abend vor der Hochzeit gesteht sie ihm, was sie machen musste, um zu ihm zu kommen. Angewidert meint Karl, er würde Inge nicht heiraten, auch wenn sie die letzte Frau auf der Welt wäre. Zuletzt wendet sich Inge an Franz, dem sie die ganze Geschichte erzählt. Der meint : Also, Inge... ich liebe dich nicht, aber ich möchte dich heiraten.
- Das ist alles, was wir von der Geschichte wissen.

Habe ich von einer Fortbildung. Du sollst die fünf Personen in eine Sympathie-Reihenfolge bringen und dich anschließend mit ein paar anderen Leuten auf eine Reihenfolge einigen. Viel Spaß...
 
Beiträge
389
Likes
57
  • #2
Welche Rolle spielt Gerd?
 
Beiträge
3.935
Likes
266
  • #3
Gerd gibbet nich. Vielleicht dein innerer Scherzkeks...
 
G

Gast

  • #4
Mir ist Inge am sympathischsten. Sie ist bereit das äusserste zu tun, um ihr Ziel zu erlangen. Sie ist flexibel und findet Alternativen und geht sogar soweit die Nacht mit Peter zu verbringen, damit sie zu Karl kommen kann. Danach kommt Franz. Er hat ein Helfersyndrom und möchte Inge aus dem Dilemma mit der Hochzeit retten. Obwohl er sie nicht liebt, aber das kann ja noch werden. Nun Karl, aber er ist mir zu ich - bezogen, da er
nicht sieht, welches Opfer Inge für ihn gebracht hat, in dem sie mit Peter die Nacht verbrachte. Als letzter Franz. Das ist kein echter Freund, weil er die Hilfe verweigert mit der Begründung, dass ihr Problem nicht seines ist. Er ist der egoistischste aller Personen und Inge die Person, die sich selbst opfert.
 
G

Gast

  • #7
Hallo ? Krokooodiiiiile
 
Beiträge
216
Likes
23
  • #8
Alle doof. Ich mag die Krokodile :)
 
G

Gast

  • #9
Meinst du, Inge hätte allein bleiben sollen und Herrn Krodokil heiraten? :)
 
Beiträge
3.935
Likes
266
  • #10
Ich merke, dass mir einerseits Inge sympathisch ist, weil sie die einzige Frau ist und ich auch manchmal pragmatisch-impulsiv entscheide und über die Folgen zu wenig nachdenke. Andererseits finde ich es bescheuert, dass sie Karl anscheinend so wenig kennt, dass sie seine Reaktion so wenig erahnen konnte. Hat sie viele Alternativen probiert ? Nur Peter gefragt und los... vielleicht hätte Karl ja eine bessere Idee gehabt...
Karl reagiert hart. Aber er ist völlig klar und konsequent in seiner Haltung und eiert nicht rum. Das finde ich auch nicht schlecht...
Ernst .... nur ein Bekannter, er hält sich raus.... eigentlich okay und sein gutes Recht. Hat sie ihn um Hilfe gebeten oder um Wertung ? Das ist wichtig für seine Reaktion..
Peter.... er hat einen Deal angeboten... Hat er das ernst gemeint ? War ihm der Ernst der Lage klar ? Ein mieser Ausnutzer oder ein lebenslustiger Scherzbold ?
Franz ... wirkt auf mich konturlos oder Helfersyndrom...
Meine Reihenfolge wäre also.... schwierig. Ich hätte eher ein Identifizier-Reihenfolge und eine Bewert-Reihenfolge....
 
Beiträge
1.557
Likes
1.987
  • #12
Die sind mir alle nicht besonders sympathisch.
Inge hätte mit Karl reden können statt mit Ernst. Verloben ging schließlich auch trotz Fluss. Oder sie bietet ihm Geld an. Muss ja nicht gleich so viel sein, dass es für eine Nacht mit ner Professionellen reicht.
Karl hätte an Inges statt mit Peter reden können. Hat er aber nicht, sondern bloß abgewartet was passiert und anschließend herum moralisiert.
Peter ist eh eine Sau, weil er Inges Notlage schamlos ausnutzt. Wenn man für solche Gefälligkeiten schon was nimmt, dann eher symbolisch. Ein Päckchen Kaffee oder ne Pulle Ruß.
Ernst ist ein Ignorant. Auch er hätte Inge beistehen und mit Peter reden können.
Dann hätten wir also ein Flittchen, einen Hurenbock, einen Ignoranten und einen Moralapostel.
Ach und Franz den Wulff unter den Abstaubern.

Schwierig, da einen über den anderen zu stellen.
 
Beiträge
3.935
Likes
266
  • #14
Sehr lustig.... Ich finde eigentlich auch alle eher peinlich, aber es wird interessant, wenn man Butter bei die Fische (nicht Inge bei die Krokodile) geben muss und die Reihenfolge Pflicht ist..
Is heute eigentlich Feiertag und keiner arbeitet ??
 
G

Gast

  • #15
Ernst, hab ich den überlesen.

Und Drachen: Die sind niedlich :)
 
Beiträge
389
Likes
57
  • #16
ICH ICH ICH - ich kenn auch eine Parabel:

Also, Fuchs und Wolf lungerten völlig gelangweilt im Busch rum. Fuchs zum Wolf: "Lass uns zum Hasen gehen. Wenn er eine Mütze auf hat lassen wir Ihn in Ruhe, wenn nicht hauen wir Ihm mörderisch eine in die Fresse".
Beide tappen also los. Nur, Hasilein hat das zufälligerweise mitbekommen, rennt nach Hause und setzt sich die Mütze auf. Die Herren Finsterlinge klingeln beim Hasen -> der mit Mütze raus und beide trollen sich wieder in Langeweile. Paar Tage später hat Herr Fuchs wieder eine geniale Idee "los ab zum Hasen und fragen diesmal nach Zigaretten". Hase ja nicht dämlich, hat die beiden überwachen lassen, spurtet zum nächsten Späti und kauft gross ein. Die beiden Finsterlinge klingeln, Hase präsentiert Zigarren, Zigaretten, Tabak usw..
Daraufhin der Fuchs zum Wolf "Hat der Kerl überhaupt eine Mütze auf?"
 
G

Gast

  • #17
Kleider machen Leute? Das war das spontanste was mir dazu einfiel.
 
G

Gast

  • #18
Natürlich arbeite ich, habe zwischendurch mal Leerlauf, Sommerloch und ich tippe mit 10 Fingern, was natürlich eine Antwort sehr schnell zulässt :) Herr Krokodil war mal mein Nachbar...
 
Beiträge
3.083
Likes
2.060
  • #19
Schreiberin, das ist so Dingens aus einer Welt, zu der ich keinen Zutritt habe. Warum soll mir einer sympathisch sein? Außer einer hölzernen Geschichte weiß ich doch nichts über das reitende Personal. Also gut. ich nehm's dann als Aufgabe, aus der Kategorie angenommen Du könntest einen Planeten besuchen -- lieber Venus oder lieber Saturn? Aber davon habe ich auch nichts.

Soll das Gedankenexperiment etwas schulen? Etwas beleuchten, hervorheben, problematisieren? Den Kommunikationsprozess bei der abschließenden Gemeinschaftswertung? Sei so freundlich und zerstöre meinen Eindruck, es handle sich um geistige und emotionale Flachwichserei.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
216
Likes
23
  • #20
Zitat von Schreiberin:
Sehr lustig.... Ich finde eigentlich auch alle eher peinlich, aber es wird interessant, wenn man Butter bei die Fische (nicht Inge bei die Krokodile) geben muss und die Reihenfolge Pflicht ist..
Du also, ich kann meine Wahl sogar begründen: Die Krokodile sind die einzigen, die keinen vermeidbaren Fehler machen sondern einfach nur, ganz zweckmäßig, durch ihre Präsenz Fakten schaffen. Find ich super :) Den Rest würde ich wahrscheinlich auswürfeln wenn man mich zwingt...

Wer jetzt unbedingt den "Ernst" treffen will kriegt folgendes von mir:
- Inge mangelt es an Stolz
- Karl ist selbstgerecht
- Peter hat keine Würde
- Ernst ist charakterlos
- Franz fehlt es an Prinzipien

Was davon jetzt die schlimmste Verfehlung ist kann man ganz individuell beurteilen -- oder es eben lassen ;)
 
Beiträge
3.083
Likes
2.060
  • #21
Ich habe mir überlegt, an was mich das erinnert. Jetzt weiß ich's wieder:

CUT TO: INT. RICK'S CAFE—GAMBLING ROOM—NIGHT
Jan sits at the roulette table. He has only three chips left and seems bewildered. As Rick comes up the croupier speaks to Jan.
CROUPIER: Do you wish to place another bet, sir?
JAN: No, no, I guess not.
Rick stands behind Jan.
RICK (to Jan): Have you tried twenty-two tonight? I said, twenty-two.
Jan looks at Rick, then at the chips in his hand. He pauses, then puts the chips on twenty-two. Rick and the croupier exchange looks. The croupier understands what Rick wants him to do. He spins the wheel. Carl follows the proceedings, fascinated. The wheel stops spinning.
CROUPIER (in French): Twenty-two, black, twenty-two. A winner.
Renault, at a nearby table, takes notice of what is happening. The croupier pushes a pile of chips onto twenty-two and Jan reaches for it.
RICK (not even looking at Jan): Leave it there.
Jan hesitates, then withdraws his hands. Carl continues to watch. The wheel spins. Nobody speaks while it spins. It stops.
CROUPIER: Twenty-two, black. Another winner.
The croupier shoves a pile of chips toward Jan.
RICK (to Jan): Cash it in and don't come back.
Jan rises to go to the cashier.
A CUSTOMER complains to Carl: Say, are you sure this place is honest?
CARL (fervently): Honest! As honest as the day is long!
Meanwhile, Rick has walked over to the croupier.
RICK: How we doing tonight?
CROUPIER: Well, a couple of thousand less than I thought there would be.
Rick smiles slightly and goes toward the door. Annina runs up to him and hugs him.
ANNINA: Monsieur Rick, I —
RICK: — He's just a lucky guy.
CARL (solicitously): Monsieur Rick, may I get you a cup of coffee?
RICK: No thanks, Carl.
CARL: Monsieur Rick!
Renault, seeing that Jan has won, gets up from his table to follow Rick. Jan and Annina stop him on the way.
JAN: Captain Renault, may I —
RENAULT: — Oh, not here, please. Come to my office in the morning. We'll do everything business-like.
JAN: We'll be there at six.
RENAULT: I'll be there at ten. I am very happy for both of you. Still, it's very strange that you won.
He looks over and sees Rick.
RENAULT: Well, maybe not so strange. I'll see you in the morning.
ANNINA: Thank you so much, Captain Renault.
CUT TO: INT. RICK'S CAFE—MAIN ROOM—NIGHT
At the bar, Carl whispers in Sacha's ear. Sacha says "No!" and runs to Rick.
SACHA: Boss, you've done a beautiful thing.
He kisses Rick on both cheeks.
RICK: Go away, you crazy Russian!
Carl pours a brandy for Rick. …
Renault comes up to him.
RENAULT: As I suspected, you're a rank sentimentalist.
RICK: Yeah? Why?
RENAULT (chidingly): Why do you interfere with my little romances?
RICK: Put it down as a gesture to love.
 
Beiträge
216
Likes
23
  • #22
Hmm ... diese DVD hab ich blöderweise in Casablanca liegenlassen (kein Witz) und weiß nur noch so grob, um was es in der Szene geht. Toller Film. Zusammenhang ist mir allerdings gerade ein bisschen unklar (vielleicht wegen der unscharfen Erinnerung).
 
Beiträge
3.083
Likes
2.060
  • #23
Ersetze Renault durch Peter und Rick durch Ernst, dann wird's.
 
Beiträge
216
Likes
23
  • #24
Zitat von Pit Brett:
Ersetze Renault durch Peter und Rick durch Ernst, dann wird's.
Das, zusammen mit der Lektüre einer Inhaltsangabe, lässt den Groschen fallen. Allerdings nicht hundertprozentig, denn Rick handelt hier rein altruistisch, da habe ich (ohne weiteren Kontext) bei Ernst so meine Zweifel :)
 
Beiträge
2.466
Likes
1.543
  • #25
auf einer Skala von 1-10, wobei 1 völlig unsymphatisch und 10 sehr symphatisch ist, wäre dies meine Reihenfolge
1 Peter
2 Karl
3 Inge
4 Franz
5 Ernst
9 Krokodile
10 Schreiberin
 
Beiträge
4.001
Likes
2.923
  • #26
Inge ist cool, weil sie unbeirrt ihr Ziel verfolgt. Andererseits ist sie schön blöd, "es" Karl zu erzählen. Hätte sie das nicht getan, wären sie jetzt vielleicht glücklich bis ans Ende ihrer Tage!
 
Beiträge
4.001
Likes
2.923
  • #27
Die Aufgabe hat ja sicher einen Hintergrund. Ich hätte bestimmt ganz schlecht abgeschnitten, weil ich gleich spontan eine persönliche Bewertung der Situation aus meiner Sicht abgegeben habe. Aufgabenstellung war aber, eine Reihenfolge der Sympathie festzulegen. also wohl: Thema verfehlt.... ;-)
 
G

Gast

  • #28
Inge hätte es verheimlichen sollen und die Ehe mit ner dicken Lüge beginnen? Ich finde gut, daß sie es getan hat. So wusste sie endlich was fürn, sorry, A.... Karl ist.
 
Beiträge
3.083
Likes
2.060
  • #29
welche Lüge?
 
G

Gast

  • #30
Sie ist mit Peter in die Kiste. Aus Not, aber für mich ist so was ein no Go.