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  • #1

Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

wow, ich sollte doch mal öfter ins Forum schauen. Nach 2 Tagen hatte ich noch keinen Komentar dann hab ich jetzt lange nicht mehr reingeschaut. Jetzt 42. Danke euch allen für die nette Diskussion. Ich hätte da noch eine abschließende Bemerkung zu machen. Die Lady hat sich inzwischen wieder gemeldet und wollte dann doch einen intensiveren Kontakt, da ich das auf ein schiefgegangenes anderes Date zurückführen konnte hab ich den Kontakt abgebrochen. Nur als 5. Rad am Wagen bin ich mir zu schade. Meine Erfahrung ist, auch wenn mein erster Kommentar nicht so klinkt. Jeder will eigentlich mehr, mehr als eine Nacht! Nur führen tausend verschiedene Einflussfaktoren dazu, dass man es vielleicht nur ausprobiert, dass man sehen will was da noch kommt. Danach kommt die Angst, als player als Sch...angesehen zu werden. Komischerweise hab ich den Eindruck, dass genau das dann dazu führt es auch dabei bewenden zu lassen.
Kurzes Intermezzo: Ich komme aus einer Großfamilie, die in früheren Zeiten sehr konservativ geprägt war..ist! Meine Eltern haben die Ehe für ihr Leben gelebt. Auch meine älteren Geschwister leben alle in einer glücklichen Ehe, Kinder, Haus!
Mein Wunsch ist das auch schon lange. Jedoch musste ich feststellen das die Leichtlebigkeit, welche heute in so vielen Bereichen des eigenen Lebens gelebt wird, auch Einzug in das Partnerverhalten der Menschen genommen hat.
Heute ist alles Möglich, man hat alle Freiheiten, ist das der Grund warum es immer weniger monogame, dauerhafte Beziehungen gibt? Konsumdenken vs. Treue???

Grüße tastatur
 
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  • #2
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von tastatur:
Heute ist alles Möglich, man hat alle Freiheiten, ist das der Grund warum es immer weniger monogame, dauerhafte Beziehungen gibt? Konsumdenken vs. Treue???

Grüße tastatur
Ja, das ist sicher der Grund! Aber dies bedeutet nicht, dass früher die Menschen glücklicher waren, sondern eher sozial und finanziell an einander gefesselt waren als heute. Natürlich lässt sich leider nicht der Gegenschluss ableiten, dass wir heute per se glücklicher sind - es ist halt so wie es ist! Auf alle Fälle sind wir selbstbestimmter und infolgedessen auch für unser Glück verstärkt verantwortlich! So sehr wir hier auch über unser Singledasein jammern, so sehr werden wir auch heute noch von vielen, an monogame dauerhafte Beziehungen gekettete Menschen beneidet - es ist bei weitem nicht alles Gold was glänzt, vor allem nicht in dauerhaften Beziehungen ...
 
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  • #3
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von tastatur:
Kurzes Intermezzo: Ich komme aus einer Großfamilie, die in früheren Zeiten sehr konservativ geprägt war..ist! Meine Eltern haben die Ehe für ihr Leben gelebt. Auch meine älteren Geschwister leben alle in einer glücklichen Ehe, Kinder, Haus!
Mein Wunsch ist das auch schon lange. Jedoch musste ich feststellen das die Leichtlebigkeit, welche heute in so vielen Bereichen des eigenen Lebens gelebt wird, auch Einzug in das Partnerverhalten der Menschen genommen hat.
Heute ist alles Möglich, man hat alle Freiheiten, ist das der Grund warum es immer weniger monogame, dauerhafte Beziehungen gibt? Konsumdenken vs. Treue???

Grüße tastatur
das beobachte ich auch immer öfter, und dann schleicht sich bei mir der Gedanke ein, dass in der jetztigen Zeit immer weniger "Verantwortung" für eine Beziehung übernommen wird. Beziehung ist Arbeit damit sie über die Zeit Bestand haben kann und glücklich sein kann .. dazu gehört aber auch Verantwortung übernehmen.. und in dem Zeitalter von Internet.. ist jeder sehr schnell austauschbar, klappt es hier nicht, geh ich halt wieder online und dann ist doch hier schon wieder die/der Nächste... schade drum :-/
 
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  • #4
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von iceage:
Ja, das ist sicher der Grund! Aber dies bedeutet nicht, dass früher die Menschen glücklicher waren, sondern eher sozial und finanziell an einander gefesselt waren als heute. Natürlich lässt sich leider nicht der Gegenschluss ableiten, dass wir heute per se glücklicher sind - es ist halt so wie es ist! Auf alle Fälle sind wir selbstbestimmter und infolgedessen auch für unser Glück verstärkt verantwortlich! So sehr wir hier auch über unser Singledasein jammern, so sehr werden wir auch heute noch von vielen, an monogame dauerhafte Beziehungen gekettete Menschen beneidet - es ist bei weitem nicht alles Gold was glänzt, vor allem nicht in dauerhaften Beziehungen ...
Ich möchte sicherlich nicht über mein Singledasein jammern bin mir der Vorteile durchaus bewusst. Ich kann es genießen wieder daten zu gehen, wieder ungehemmt zu flirten. Nur hab ich es satt, dass Beziehungen heute ein Ablaufdatum zu haben scheinen! Der erste größere Streit, die erste wirkliche Hürde und man wirft es weg. Ich habe das selber schon so gemacht und bereue das heute unglaublich. Nicht das ich zu derjenigen wieder zurück wollen würde aber ich habe erkannt, dass ich einfach viel zu schnell aufgegeben hatte. Ich stimme dir nicht zu wenn du sagst früher seien solche Beziehungen nur auf gegenseitiger Abhängigkeit aufgebaut gewesen. Ja vor 100 Jahren vielleicht noch aber nicht mehr in den letzten 50!
Im Gegensatz dazu glaube ich das Beziehungen immer Abhängigkeiten mit sich bringen. Diese Abhängigkeiten kann man lieben, sei es denn das nicht alleine aufwachen oder ins Bett zu gehen, man kann sich jedoch auch eingeengt fühlen wenn man bei seiner Terminplanung z.B. nicht mehr die Freiheiten hat wie als Single. Das genau ist meiner Ansicht nach das Problem, viele Menschen sind heute nicht mehr bereit eine Entscheidung zu treffen zu welcher sie auch stehen. Die Entscheidung ist der Punkt, kann ich mich für einen Menschen entscheiden und dafür mit ihm mein Leben zu durchschreiten. Heute werden immer gerne die Nachteile einer solchen Beziehung gesehen, jedoch hat es auch unglaublich viele Vorteile. Zwei Menschen die sich gegenseitig unterstützen, sich gegenseitig in ihrem Leben weiterbringen, in schweren Zeiten stützen und trösten! Ich für mich bin bereit dafür einiges an Freiheit und unbefangenheit zu opfern!

Grüße tastatur
 
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  • #5
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

. Die Lady hat sich inzwischen wieder gemeldet und wollte dann doch einen intensiveren Kontakt, da ich das auf ein schiefgegangenes anderes Date zurückführen konnte hab ich den Kontakt abgebrochen. Nur als 5. Rad am Wagen bin ich mir zu schade.

...das denke ich, ist doch das Hauptproblem. Wir projizieren, weil wir eben so viele schlechte Erfahrungen gemacht haben, alte Erlebnisse auf neue. Und fallen ins gleiche Verhaltensschema zurück. Ist superschwer - gerade im hohen Alter ; ). Aber hey, Festplatte löschen und neu bespielen. Jeder Mensch /Frau/Mann tickt anders und in der Schnelllebigkeit des Gedankenaustausches via Internet ist spontan mehr erschlagen als gewonnen. Früher gabs kein Telefon und da waren die Menschen froh, irgendwann mal wieder was vom Angebeteten zu hören.
Wenn wir wirklich an jemandem interessiert sind, dann sollten wir uns vielleicht mal mehr bemühen - mit gutem Beispiel voran gehen und dranbleiben wenn da ein Knistern zu erkennen ist. Klar ist die Gefahr dabei, dass das Gegenüber anders tickt. Aber grundsätzlich haben wir doch nichts zu verlieren - es stirbt keiner dran, wenn man/frau ausgetauscht wird (kann ich nach 20 Ehejahren bestätigen). Man sollte sich einfach nur selbst treu bleiben und kommunizieren und ehrlich bleiben. Irgendwann wirds honoriert, bis dahin sind es einfach mehr oder weniger wertvolle menschliche Begegnungen.......
 
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  • #6
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von tastatur:
Ich möchte sicherlich nicht über mein Singledasein jammern bin mir der Vorteile durchaus bewusst. Ich kann es genießen wieder daten zu gehen, wieder ungehemmt zu flirten. Nur hab ich es satt, dass Beziehungen heute ein Ablaufdatum zu haben scheinen! Der erste größere Streit, die erste wirkliche Hürde und man wirft es weg. Ich habe das selber schon so gemacht und bereue das heute unglaublich. Nicht das ich zu derjenigen wieder zurück wollen würde aber ich habe erkannt, dass ich einfach viel zu schnell aufgegeben hatte. Ich stimme dir nicht zu wenn du sagst früher seien solche Beziehungen nur auf gegenseitiger Abhängigkeit aufgebaut gewesen. Ja vor 100 Jahren vielleicht noch aber nicht mehr in den letzten 50!
Im Gegensatz dazu glaube ich das Beziehungen immer Abhängigkeiten mit sich bringen. Diese Abhängigkeiten kann man lieben, sei es denn das nicht alleine aufwachen oder ins Bett zu gehen, man kann sich jedoch auch eingeengt fühlen wenn man bei seiner Terminplanung z.B. nicht mehr die Freiheiten hat wie als Single. Das genau ist meiner Ansicht nach das Problem, viele Menschen sind heute nicht mehr bereit eine Entscheidung zu treffen zu welcher sie auch stehen. Die Entscheidung ist der Punkt, kann ich mich für einen Menschen entscheiden und dafür mit ihm mein Leben zu durchschreiten. Heute werden immer gerne die Nachteile einer solchen Beziehung gesehen, jedoch hat es auch unglaublich viele Vorteile. Zwei Menschen die sich gegenseitig unterstützen, sich gegenseitig in ihrem Leben weiterbringen, in schweren Zeiten stützen und trösten! Ich für mich bin bereit dafür einiges an Freiheit und unbefangenheit zu opfern!

Grüße tastatur
Bist Du tatsächlich ein Mann??? ;-) Wow!
 
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  • #7
Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Hallo! Na mir ist dann da auch was Nachdenkenswürdiges passiert......
Tolle Mails, inspirierende Telefonate, zwei Dates...dann zwei Nächte - heißer Sex, tolles Bettgeflüster und zwischendrin immer wieder Änderungen in der "Sprechblase" - ständiges Online sein. Bei Gesprächen dann immer die Aussagen, nein, ich fahre nicht mehrgleisig, ich schreib nur so hin und her.( Grins, jaja.)
Dann ein bisschen Druck meinerseits, im Nachhinein wohl dann zu früh für den Mann. Ich habe gesagt, dass ich das toll finde mit uns, von ihm kamen auch täglich liebe SMS, Kuss hier und da usw. Dann hatte ich ein dringendes Gesprächsbedürfnis wg. was für mich Wichtigem und habe eine SMS geschrieben, dass ich gern reden würde. Dann: Funkstille. Mehrere Tage habe ich um ein Telefonat gebeten. Nix.
Dann eine Gedanken-mail von mir, in der ich versucht habe darzustellen, dass Reden wohl ein wichtiger Bestandteil eines Kennenlernens sein sollte. Und in der ich geschrieben habe, wie ich mich gefühlt habe, als ich nach der zweiten Nacht in der Sprechblase lesen musste so ähnlich wie: suche weiterhin (ich weiß nicht ob ich den Herrn jetzt wörtlich zitieren sollte) eine Frau in meiner Nähe.... Seitdem ist absolutes Totstellen angesagt. Ich hab auch nicht weiter nachgehakt. Meine Erklärung hierzu:
Wie zwei Kometen - zu schnell - zu schön - zu heiß aneinander vorbeigerauscht und wortlos in der Atmosphäre verglüht. Schade drum.
Tja, was soll ich sagen, das Konsumdenken geht wahrhaftig weiter.
Ist bei Männern tatsächlich die heimliche Sucht immer auf der Suche nach was Besserem im Internet vorhanden???
 
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  • #8
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Abby:
...das Konsumdenken geht wahrhaftig weiter.
Ist bei Männern tatsächlich die heimliche Sucht immer auf der Suche nach was Besserem im Internet vorhanden???
Es tut mir leid, das zu lesen. Finde es so schade, dass es so viele dieser Geschichten hier gibt. Aber ist das auf das Internet beschränkt, weil man sich ggf. wieder schneller und vielleicht "unbekannter" aus dem Staub machen kann? Ich frage mich, ob diese Männer nur solche kurzen Abenteuer beabsichtigen oder es sich immer für sie so ergibt, weil irgendwelche Erwartungen nicht erfüllt werden. Und eine weitere Frage stellt sich: sind es vorrangig Männer, die so handeln oder gibt es auch Frauen in gleichem Maße, die sich nach ein oder zwei heißen Nächten nicht mehr melden?
Ich frage mich immer wieder, wie sowas geht.Wie kann man einen Menschen, mit dem man kurze Zeit sehr eng verbunden war (und Sex ist für mich sehr enge Verbundenheit), so wortlos aus seinem Leben streichen. Für mich absolut nicht verständlich und nachvollziehbar!
 
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  • #9
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Abby:
dann zwei Nächte - heißer Sex, tolles Bettgeflüster

als ich nach der zweiten Nacht in der Sprechblase lesen musste so ähnlich wie: suche weiterhin (ich weiß nicht ob ich den Herrn jetzt wörtlich zitieren sollte) eine Frau in meiner Nähe....
was hat er dir denn geflüstert?
 
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  • #10
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Freitag:
....du bist aber neugierig, tststs
dass er es toll findet und dass es nicht so schön wäre, wenn wir uns nicht so nahe stünden.....einfach liebe und nette Komplimente gemacht...es war halt auch für mich richtig schön. Seufts...
ich denke er hat einfach Panik gekriegt, weil ich ihm geschrieben habe, dass ich die Sprechblase in seinem Profil wie eine Ohrfeige nach dieser Nacht empfunden habe.
Na, zukünftig Finger weg von Männern die Ü 50, noch nie verheiratet waren und keine Kinder haben. Ich stell mal die These auf, dass solche Menschen noch nie wirklich Verantwortung getragen haben.....oder auch Angst davor haben
 
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  • #11
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Abby:
.Na, zukünftig Finger weg von Männern die Ü 50, noch nie verheiratet waren und keine Kinder haben. Ich stell mal die These auf, dass solche Menschen noch nie wirklich Verantwortung getragen haben.....oder auch Angst davor haben
Wenn man jemand liebt, fällt einem ein wohlwollenderer Umgang mit dessen Ängsten oft leichter.
 
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  • #12
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Heike:
Wenn man jemand liebt, fällt einem ein wohlwollenderer Umgang mit dessen Ängsten oft leichter.
Selbstverständlich - wenn das Liebenlassen zugelassen wird.....ich bin die Letzte die kein Verständnis für Sorgen und Ängste und viele "Unzulänglichkeiten" hat. Nur in diesem Fall habe ich ja noch nicht mal die Chance zu einem letzten Gespräch bekommen. Das finde ich so traurig. "Foolishly laying my heart on the table...and stumblin in" heißt es so schön in einem Lied.......ich habs dann mal wieder eingepackt.
 
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  • #13
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Abby:
Selbstverständlich - wenn das Liebenlassen zugelassen wird.....ich bin die Letzte die kein Verständnis für Sorgen und Ängste und viele "Unzulänglichkeiten" hat. Nur in diesem Fall habe ich ja noch nicht mal die Chance zu einem letzten Gespräch bekommen. Das finde ich so traurig. "Foolishly laying my heart on the table...and stumblin in" heißt es so schön in einem Lied.......ich habs dann mal wieder eingepackt.
Ja, das versteh ich. Vielleicht haben die Schwierigkeiten etwas mit dem "Zeitplan" zu tun. Ihr habt ja recht schnell miteinander geschlafen und dich hat dann sehr gestört, daß er in seiner Sprechblase das Gegenteil von "ich bin angekommen" hat verlauten lassen. Und zugleich habt ihr euch offenbar noch gar nicht so sehr gekannt und einander verstanden.
 
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  • #14
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von rubinchen:
das beobachte ich auch immer öfter, und dann schleicht sich bei mir der Gedanke ein, dass in der jetztigen Zeit immer weniger "Verantwortung" für eine Beziehung übernommen wird. Beziehung ist Arbeit damit sie über die Zeit Bestand haben kann und glücklich sein kann .. dazu gehört aber auch Verantwortung übernehmen.. und in dem Zeitalter von Internet.. ist jeder sehr schnell austauschbar, klappt es hier nicht, geh ich halt wieder online und dann ist doch hier schon wieder die/der Nächste... schade drum :-/
lieber tastatur,
möchte dir nicht zu nahetreten, aber dennoch was kritisches anmerken: was du beklagst, nämlich schnell mal eine heisse nummer zu konsumieren und bei der ersten hürde aufzugeben, hast du das nicht selbst auch so gehandhabt? wenn ich deine posts richtig gelesen hab, hat sie sich doch wieder gemeldet und du hast sie "weggeklickt". das könnte man ja auch als eine hürde verstehen, die man überwinden könnte (wenn man will!): von der persönlichen gekränktheit anscheinend zunächst 2. wahl gewesen zu sein runterzukommen? und damit meine ich nicht, dass man so handhaben muss. ich finde es nur überlegenswert, aber vielleicht bin ich ja auch völlig auf dem holzweg ;)
lg
 
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  • #15
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Heike:
Und zugleich habt ihr euch offenbar noch gar nicht so sehr gekannt und einander verstanden.

Genau das war es wohl. Nach 5 Wochen SMS+Mail und Tel.und 4x Treffen kann man sich nicht kennen... Ich hab mich auf den Schlips getreten gefühlt und hab ihm das in einer Mail versucht zu erklären - und habe nur ich-Botschaften verwendet. Er hat sich sicher auch angegriffen gefühlt, aber wenn seine Art von Konfliktbewältigung totstellen heißt, dann kann ich auch nicht mehr tun, als es zu akzeptieren. Letztlich ist dann seine Botschaft, dass er nicht auf mich steht. Schade nur, dass er nicht den Mut hat es mir zu sagen.

UPDATE:(auch ein witziges Wort - zu diesem Thema) ich habe gestern Abend eine Mail bekommen, in der er sich zu meinen Gedanken äußert...ich hab ihn wohl etwas überfordert. Aber wir kommunizieren nach längerer Pause wieder. Mal sehen, ich bin gespannt!
Da hab ich ihm wohl unrecht getan.
 
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  • #16
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von rubinchen:
das beobachte ich auch immer öfter, und dann schleicht sich bei mir der Gedanke ein, dass in der jetztigen Zeit immer weniger "Verantwortung" für eine Beziehung übernommen wird. Beziehung ist Arbeit ...
Und bei mir schleicht sich der Gedanke ein, dass "Beziehung" immer weniger mit Liebe zu tun hat. Arbeit, Verantwortung -- soll alles sein, aber wenn Lieben und Geliebtwerden nicht absolut und ohne Umschweife an erster Stelle kommt, dann muss sich niemand wundern, wenn andere die Flucht ergreifen.

Ich glaube nicht, dass Beziehungen heute deswegen (vermeintlich oder tatsächlich) nicht halten, weil heutzutage niemand mehr Verantwortung übernehmen oder Geduld haben will. Wer liebt, kann das und will das. Dem muss man das nicht erst gouvernantenhaft unter die Nase reiben.

Deswegen glaube ich auch nicht, das irgendwas immer weniger wird. Ich glaube eher umgekehrt, dass der Begriff "Beziehung" nur immer anspruchsvoller definiert wird, so dass immer mehr Leute das Gefühl bekommen, diesen Ansprüchen und Erwartungen nicht gewachsen zu sein. Parallel zur Liste der Ansprüche wird auch die Liste der No-Gos immer länger. Und da wir nur normale Menschenkinder sind, findet sich in der Liste der No-Gos auch immer irgendwas, was auf uns zutrifft.

Hinzukommt vielleicht noch, wenn man das Gefühl hat, dass der andere nicht bereit ist, seinen Anforderungskatalog überhaupt infrage stellen zu lassen und mit einem konkreten Partner auf Gegenseitigkeit abzugleichen oder von gewissen Punkten Abstand zu nehmen, weil man dafür etwas anderes schönes bekommt. Und insbesondere schonmal gar nicht, wenn in dem Anforderungskatalog der Punkt "Liebe" nicht an erster Stelle steht.

Aber wir sind ja heute wer, da haben wir natürlich gehobene Ansprüche, da steht uns natürlich nur das beste zu, wir wollen Leistung sehen! Von Liebe (gern auch "Luft und Liebe" genannt) können wir uns nichts kaufen, die können wir uns nicht in die Vitrine stellen, und vor allem: Liebe ist ja gar keine Arbeit! Arbeit muss hart sein, Arbeit muss anstrengen, Arbeit muss schweißtreiben, Arbeit darf auf keinen Fall Spaß machen, denn wir bezahlen die Leute ja nicht fürs Spaßhaben!
 
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  • #17
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von tastatur:
...nicht mehr die Freiheiten hat wie als Single. Das genau ist meiner Ansicht nach das Problem, viele Menschen sind heute nicht mehr bereit eine Entscheidung zu treffen zu welcher sie auch stehen.
Dieses Problem ist in meinen Augen nur deshalb so groß, weil zwischen Singleleben und Beziehung so ein extremer Gegensatz konstruiert wird, weil die "Merkmale" des Singledaseins und die "Merkmale" des Beziehungsdaseins sich angeblich gegenseitig auf voller Breite ausschließen.

Es hört sich immer so an, als sei Single-Dasein nur faul im Bett rumliegen und Beziehung den ganzen Tag Schweiß vergießen. Manche Singles tragen mehr Verantwortung und vergießen mehr Schweiß als so manches gutsituierte Pärchen. Fragt einfach mal alleinerziehende Mütter (oder Väter, die gibts ja auch, aber denen wird ja hier schnell unterstellt, dass ihr Kind ihnen wichtiger ist als eine neue Frau Prinzessin).

Und was ich überhaupt nicht ausstehen kann, wenn Singledasein geradezu als Charakterdefizit hingestellt wird. Erstens kann sich nicht jeder seine Daseinsform aussuchen, und zweitens, wenn man mir so käme, fände ich auch genügend Beziehungsdefinitionen, die ich als Charakterdefizit hinstellen könnte. Wer im Glashaus sitzt ...

Zitat von tastatur:
Zwei Menschen die sich gegenseitig unterstützen, sich gegenseitig in ihrem Leben weiterbringen, in schweren Zeiten stützen und trösten!
"Zwei Menschen, die sich lieben..." So hätte der Satz bei mir angefangen. Alles andere folgt daraus, aber umgekehrt wird nie ein Schuh draus.
 
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  • #18
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Abby:
....du bist aber neugierig, tststs
dass er es toll findet und dass es nicht so schön wäre, wenn wir uns nicht so nahe stünden.....einfach liebe und nette Komplimente gemacht...es war halt auch für mich richtig schön. Seufts...
er flüsterte dir also keine liebesschwüre sondern raspelte nur etwas höfliches süßholz damit du noch mehr in fahrt kommst.
 
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  • #19
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von Andre:
Dieses Problem ist in meinen Augen nur deshalb so groß, weil zwischen Singleleben und Beziehung so ein extremer Gegensatz konstruiert wird, weil die "Merkmale" des Singledaseins und die "Merkmale" des Beziehungsdaseins sich angeblich gegenseitig auf voller Breite ausschließen.

Es hört sich immer so an, als sei Single-Dasein nur faul im Bett rumliegen und Beziehung den ganzen Tag Schweiß vergießen. .
wenn ich im forum lese was alles erwartet wird in beziehungen (ganz schnell zusammenziehen, bloß keine getrennten schlafzimmer) kann einem auch angst und bange werden vor so viel erwartungen :)
 
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  • #20
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von Freitag:
wenn ich im forum lese was alles erwartet wird in beziehungen (ganz schnell zusammenziehen, bloß keine getrennten schlafzimmer) kann einem auch angst und bange werden vor so viel erwartungen :)
Das ist doch auch nur ein Ausschnitt von Erwartungen. Wichtig ist nur, dass die Erwartungen geklärt sind und man gemeinsam einen Weg findet, wie man mit nicht übereinstimmenden Erwartungen umgeht.
 
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  • #21
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von Else:
Das ist doch auch nur ein Ausschnitt von Erwartungen. Wichtig ist nur, dass die Erwartungen geklärt sind und man gemeinsam einen Weg findet, wie man mit nicht übereinstimmenden Erwartungen umgeht.
ja. jedoch scheinen bei vielen forianern die erwartungen fest in stein gemeißelt zu sein.
 
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  • #22
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von Freitag:
ja. jedoch scheinen bei vielen forianern die erwartungen fest in stein gemeißelt zu sein.
Wahrscheinlich hat jede/r von uns wo er/sie keinen Zentimeter zurückweichen will (Schnarchen, Kuscheln, Rauchen .....). Ich denke von mir immer, dass ich einigermaßen kompromissbereit bin, aber wer weiß, ob das wirklich stimmt
 
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  • #23
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Zitat von Else:
Wahrscheinlich hat jede/r von uns wo er/sie keinen Zentimeter zurückweichen will (Schnarchen, Kuscheln, Rauchen .....). Ich denke von mir immer, dass ich einigermaßen kompromissbereit bin, aber wer weiß, ob das wirklich stimmt
Du machst auf jeden Fall immer wohltuend den Eindruck ! :)
 
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  • #24
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Freitag:
er flüsterte dir also keine liebesschwüre sondern raspelte nur etwas höfliches süßholz damit du noch mehr in fahrt kommst.
Dachte ich auch so bei mir. Ich bin ja nun alles andere als ein Süßholzraspler, aber einmal, da wollte ich es wissen. Da wollte ich wissen, ob ich das auch kann, was ich schon bei anderen beobachtet hatte, also dass man damit eine Frau ins Bett kriegt. Und war hinterher selber erschrocken, wie einfach das geht. Und über 20 Jahre später gruselt es mich immer noch ein bisschen. Du musst nichts sein, du musst nur toll labern. Und selbst wenn du was bist, der Laberer gewinnt. Eine der unschönen, aber völlig logischen Folgen der "Rule", dass der Mann um so mehr erhört werden sollte, je demonstrativer er sein "Interesse" an der Frau heraushängen lässt.

Aber der Hammer kommt erst noch. Ich hab diese Geschichte später meiner damaligen Freundin erzählt, worauf sie meinte, dass sie das auch kenne, worauf ich sie fragte, ob ihr solche Süßholzraspelei und Aufschneiderei denn nicht auffalle, worauf sie wiederum meinte, ja klar, aber ich erkenne darin das Interesse des Mannes an mir.

Wie schrieb Benutzer letztens? "Als Mann steige ich an dieser Stelle aus." Und das bin ich auch. Schon vor sehr langer Zeit, schon vor dem o.g. Test.

Mein Mitleid mit den "Opfern" hält sich in Grenzen.
 
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  • #25
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Andre:
worauf ich sie fragte, ob ihr solche Süßholzraspelei und Aufschneiderei denn nicht auffalle, worauf sie wiederum meinte, ja klar, aber ich erkenne darin das Interesse des Mannes an mir.
deine freundin irrte, wahres interesse zeigt sich an ganz anderen dingen und nicht an sprüchen wie: du machst mich heiß, deine haut riecht so gut, du bist die schönste von allen.
 
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  • #27
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Andre:
Dachte ich auch so bei mir. Ich bin ja nun alles andere als ein Süßholzraspler, aber einmal, da wollte ich es wissen. Da wollte ich wissen, ob ich das auch kann, was ich schon bei anderen beobachtet hatte, also dass man damit eine Frau ins Bett kriegt. Und war hinterher selber erschrocken, wie einfach das geht. Und über 20 Jahre später gruselt es mich immer noch ein bisschen. Du musst nichts sein, du musst nur toll labern. Und selbst wenn du was bist, der Laberer gewinnt. Eine der unschönen, aber völlig logischen Folgen der "Rule", dass der Mann um so mehr erhört werden sollte, je demonstrativer er sein "Interesse" an der Frau heraushängen lässt.
...

Wie schrieb Benutzer letztens? "Als Mann steige ich an dieser Stelle aus." Und das bin ich auch. Schon vor sehr langer Zeit, schon vor dem o.g. Test.

Mein Mitleid mit den "Opfern" hält sich in Grenzen.
Moment mal!! Süßholzraspeln ist ja nun was, was Frauen auch gerne tun. Ist doch grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Ich sehe es auch als Komplimente machen. Wieso wird das als so moralisch fragwürdig dargestellt?
Wenn eine Frau mit einem Mann ins Bett will, was ich zu diesem Zeitpunkt in meiner Geschichte selbstverständlich auch wollte, dann geschieht das doch auch freien Stücken und weil ihr der Mann gefällt, und auch was ist und nicht nur weil er ihr Honig aufs M... schmiert. Dass es in meinem Fall nicht so weiter läuft, wie ich es mir gewünscht hätte - gut, jeder ist seines Glückes Schmied... zumindest hat der Mann sich in einer Mail dazu geäußert, dass er sich über seine Gefühle nicht im Klaren ist, ich eine attraktive interessante Frau bin, ihm meine Menschlichkeit, meine Seele etc.zusagt. Das kann jetzt auch Süßholzraspeln sein, aber das werde ich vielleicht später oder nie erfahren. Alles offen.

Grundsätzlich glaube ich weiterhin an das Gute im Menschen, ich kann mich nur daran erinnern, dass meine Generation (50 + - ) auch in meinen Teen- und Twen-Zeiten andere moralische Grundsätze hatte. Da ich Ehe bedingt 20 Jahre vom Markt war, ist aber doch diese Generation mit mir gewachsen und älter geworden. Sicher gabs immer irgendwo die Idioten, die nur auf ONS aus waren.
Der Lehrfilm, der uns aber als Kindern von unseren Eltern vorgelebt wurde, sieht so aus, wie wir uns eine Beziehung im Großen und Ganzen wünschen....füreinander da sein, Krisen bewältigen ohne gleich das Handtuch zu werfen und Konsumdenken im Bezug auf den Verlust der Menschlichkeit nicht in den Vordergrund zu stellen. Eine weitere Erklärung für dieses Verhalten "Konsumdenken" und weiter clicken ist in meinen Augen vielleicht auch die Tatsache, dass Männer in der Midlifecrises einfach nochmal gucken wollen was geht. Pech für die Frauen, die drauf reinfallen oder anders ausgedrückt:
Zitat der Rose aus "Der kleine Prinz" "Ich muss wohl ein paar Raupen aushalten, wenn ich die Schmetterlinge kennen lernen will!"
 
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  • #28
AW: Eine Nacht und jetzt? Konsumdenken!?

Ja bin ich, wieso????
 
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  • #29
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Freitag:
deine freundin irrte, wahres interesse zeigt sich an ganz anderen dingen und nicht an sprüchen wie: du machst mich heiß, deine haut riecht so gut, du bist die schönste von allen.
Das wissen wir, das wusste auch meine damalige Freundin und auch andere "einigermaßen sortierte Frauen". Aber beim "Erstbaggern" will es wohl nicht jeder so genau wissen, zumal die "Bagger"-Möglichkeiten ja auch begrenzt sind. -- Unschöner Nebeneffekt ist halt nur, wenn einem so ein Süßholzraspler die Süße ausspannt.
 
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  • #30
AW: Zwei Nächte und dann Funkstille!? und immer online.....

Zitat von Abby:
Moment mal!! Süßholzraspeln ist ja nun was, was Frauen auch gerne tun. Ist doch grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden. Ich sehe es auch als Komplimente machen. Wieso wird das als so moralisch fragwürdig dargestellt?
Moral können wir sowieso draußen lassen. Ich finde nur das Phänomen -- ganz allgemein -- interessant (und ärgerlich), wie es so zugeht auf der Welt, also dass die Schönsprecher und Aufschneider hofiert werden.