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  • #16
Ein Therapeut hat eine Verschwiegenheitspflicht, der darf dir nicht mal was sagen.
Es besteht die eine Möglichkeit, dass ihr gemeinsam zu ihrer Therapeutin geht, allerdings geht das nur auf ihr antreiben, ka wie man das jemanden beibringen will, der offensichtlich noch ziemlich am kämpfen ist mit sich selber.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, zu einem Arzt deines Vertrauens zu gehen (Hausarzt zb.) und dich dahingehend zu beraten.

der Rest ist eigentlich Mumpitz, der eher schadet als nutzt (bitte keine Selbst Diagnosen usw erstellen, dafür wissen wir alle Zuwenig darüber und schon gar nichts in dem speziellen fall)


Auch hierzu kann ich nur raten einen Psychiater aufzusuchen, es gibt mittlerweile mannigfaltig unterschiedliche Medics. Da tut sich bald monatlich was.

Ich sehe im Moment eigentlich nur eines, dass eine harte Zeit auf dich zukommt.
es tut mir leid, wenn ich nicht auf den restlichen teil deines Posts eingehe, ich sehe die Probleme von ihr einfach als essentiell und vorrangig.

Gemeinsam zur Therapeutin gehen würde nie in die Tüte kommen, vor allem jetzt nicht, da wir jetzt die Pause haben. Ich wäre stark dafür, aber sie würde das nicht wollen, deswegen hätte das keinen Sinn.

Sie ist sehr kritisch bezüglich der Medizin und vertraut ihr wenig bis kaum, deswegen nimmt sie auch keine Medikamente mehr. Sie ist teilweise ganz gut davon weggekommen, aber man merkt immer wieder wie es schnell wieder steil nach unten geht.

Ich höre hier viel Enttäuschung raus.
Es muss dir aber ganz einfach klar sein, dass sie so ist wie sie ist und das ändern sicherlich nicht von heute auf morgen geht, dass ist noch ein sehr langer und harter weg.
Ich habe Hochachtung vor deiner Freundin, dass sie deswegen in Therapie ist und auch vor dir, dass du dir das antust.
vielen dank... ich mache das auch weil ich sie liebe, mir ist bewusst, dass es ein steiniger Weg ist, bei dem ich leider auf 300 KM Entfernung nicht viel ausrichten kann.

Es ist die Frage, ob man etwas selbst erlebt haben muss, um es zu verstehen. Manche sagen ja, manche meinen, es muss nicht sein ... wäre auch ein wenig schwierig, und viel verlangt. Wenn du morgen vor einer Tankstelle stehst, und da rennt ein Typ raus, die Polizei ist da ... und der nimmt dich als Geisel und droht der Polizei, wenn sie ihm näher käme, dich zu erschießen ... da muss ich jetzt nicht unbedingt in der gleichen Situation sein, um mir vorzustellen, wie es dir dabei ergehen mag .... Und wenn ichs nicht verstehe, kann ich mich darüber informieren ....
Dies ist etwas an ihr, was mir - auch wenn es hart klingen mag - langsam auf die Nerven geht. Sie macht für alles was sie falsch oder inkonsequent macht ihre Vergangenheit verantwortlich und das ist meiner Meinung nach nicht sehr erwachsen, auch wenn ich verstehe, dass es hart ist. Wenn sie mir weh tut, dann war das ihre "Vergangenheit", weil sie nun mal so "ist" und sich das nicht bei ihr ändern kann. Das zerrt sehr an die Nerven.

Ob das alles jetzt als Erklärung für ihr Verhalten dienen mag, kann ja auch in Zweifel gezogen werden. Du hast den Satz geschrieben: "obwohl ich mir wirklich den Arsch aufgerissen habe" .... da hätte ich mehrere Fragen: wieso musstest du das? ... Was genau meinst du damit, weil du damit einen Preis offenbaren willst, den zu bezahlt hast, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht gepasst hat? .... Das würde mich skeptisch machen .... ich kann dir nicht sagen, ob der Kontaktabbruch richtig war oder nicht ... ich denke das was richtig wäre, wäre deine Beweggründe zu überprüfen, was du von ihr willst, was sie von dir will, was jeder für sich bereit ist zu geben .... aber wer anfängt zu handeln und dies oder jenes in die Waagschale wirft, wartet immer auf Abrechnung ... oder Gegenleistung ... es ist immer ein Handel ... und wer penibel darauf achtet seinen Einsatz erstattet zu bekommen, oder sogar Gewinn draus zu machen ........ jetzt schweife ich aber ab ... Sorry ... :)
Sie weiß ganz klar was ich will und was ich alles bereit bin zu tun für sie. Sie nutzt es zwar nicht aus, aber sie weiß, dass ich sie unheimlich gern mag. Sie will mit mir den Neustart auch machen, aber nicht in ihrer Stadt, sondern in Wien, wenn sie hierher kommen sollte zum studieren (was ja jetzt noch nicht fix ist). Ich habe mir den Arsch aufgerissen, weil ich normalerweise nicht der der so etwas für jemanden anderen tut. Ich beobachte eine ziemliche Veränderung in mir... die sie hervorgerufen hat und wofür ich sehr dankbar bin. Sie macht mich zu einem besseren Menschen... und das klingt vl. auch blöd, aber sie macht mich immer mehr zu dem Menschen den sie braucht und will und ich vertraue ihr da und will mich leiten lassen, da meine Beweggrund die Liebe ist. Ich bin mir dessen bewusst, dass sie mich nicht so sehr liebt wie ich sie liebe. Da herrscht keine Balance, so glaube ich, aber ich bin der festen Überzeugung, dass sich das ändern kann.. warum?


Nun, als ich gestern den ganzen Abend hier in diesem Faden verweilt bin habe ich plötzlich einen Anruf bekommen.. und ja, der Anruf kam von ihr. 3 Tage nach unserer "Vereinbarung", dass wir keinen Kontakt miteinander haben sollten. Wir haben unendlich viel geredet über allerlei Themen (4 Stunden telefoniert, so lange habe ich noch nie telefoniert), ihre Familie, dass sie sich mit ihrem Ex ausgesprochen hat und die Sache komplett hinter sich lassen kann, dass sie mit meiner Mutter in nächster Zeit was essen gehen wird, über mich, über uns, dass sie soviel Vertrauen in mich hat, über vergangenes...zusammen gesungen, es war wie als wären wir wieder in einer Beziehung. Sex war auch wieder ein Thema und wie sehr sie es vermisst. Sie hat mir auch ganz klar weiß gemacht, dass sie einfach nicht alleine sein kann.. dass sie es alleine nicht durchstehen kann und GENAU DAS war einer der Gründe, warum wir langsam auseinandergegangen sind, weil sie meinte, dass sie lernen muss ihre Probleme zu bewältigen. Sie wollte auch wieder zu mir nach Wien fahren und ich habe ihr das Angebot gemacht, dass sie das immer machen kann, weil ich für sie in der stressigen Zeit da bin. Sei meinte nur, dass sie sich nicht melden wird sondern einfach vor meiner Haustüre stehen würde... Sie hat mir auch wieder mehr Geheimnisse aus ihrem Leben erzählt, vor allem aus ihrer schwierigen Phase und dass sie niemals eine Kindheit oder Jugend hatte, geschweige denn Freunde.. teilweise sehr philosophisch, teilweise wurde es auch esoterisch. Zum Ende hin als wir im Bett lagen und nur noch miteinander flüsterten wurde es auch sehr romantisch....

Ich weiß nicht was ich davon halten soll. Ich komme mir manchmal vor wie ein Kummerkasten, aber ich weiß, dass das bei ihr unabdingbar ist und sie das braucht. Es setzt mir wirklich stark zu, vor allem, weil ich nicht damit gerechnet habe, dass sie sich schon schnell wieder meldet. Sie hat auch gestern ein Bier getrunken und erst danach mich angerufen, weil sie sich glaube ich sonst nicht getraut hätte, ich weiß nicht, wie ich das deuten soll.

Ich habe ihr ganz klar im Telefonat gesagt, dass ich meinen Arm immer noch ausgestreckt und sie fest in meiner Hand halte, aber ich weiß nicht wie lange ich das noch durchstehen kann. Sie meinte, dass wenn ich nicht mehr kann loslassen sollte aber hat mich darum gebeten ihr zu vertrauen, da sie mir nie weh tun würde und mich nicht anlügen würde und weiter nach ihr fassen sollte.

Ich habe mir nie gedacht, dass ich jemanden so unglaublich stark vermisse.. ich würde unheimlich viel tun, dass ich sie wieder in meine Arme schließen kann, aber ich werde nicht zu ihr fahren.. sie meinte auch, dass das keine gute Idee wäre und es besser wäre, wenn sie nach Wien kommt, was aber auch schwierig ist, da sie unter der Woche Pflichtkurse hat und am Wochenende eigentlich die Zeit nützen müsste zu lernen.

Es ist zum Haare raufen, wirklich. Vor allem nervt es mich, da ich weiß, dass sie in nächster Zeit andere Typen kennenlernen wird und ich kann rein gar nichts dagegen machen. Die Tatsache, dass sie nicht alleine sein kann und IMMER Gesellschaft braucht macht sie sehr verwundbar und das nutzen andere aus... im meisten Fall natürlich Kerle. Ich sitze derweil in Wien und kann nichts dagegen machen, weil alles was ich mache verstößt entweder gegen unsere Abmachung oder würde zeigen, dass ich zu sehr klette, wie oben hier schon angemerkt. Es ist eine unglaublich verzwickte Lage für sie und für mich, aber noch stärker für mich wie ich finde...
 

rac

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  • #17
@Surfabilly Ich möchte deine Euphorie nicht zu sehr dämpfen, aber Liebe kann auch blind machen...
Du solltest auch auf dich acht geben. Besonders wenn sie deine Hilfe nicht annehmen kann / will.
 
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  • #18
Liebe hat mich schon ordentlich blind gemacht in dieser Thematik, aber es ist ja nicht so, als würde nichts zurückkommen. Diese Gespräche und Anrufe sprechen eine deutliche Sprache. Alles was ich machen kann ist mich in der Zwischenzeit nicht zu melden und ihr zeigen, dass man mich auch verdienen muss. Sie bekommt ja Hilfe von mir.. genau diese Telefonate sind Hilfen, weil ich für sie ein Ruhepol bin, aber bis zum Sommer, wo ich dann wieder einige Schritte auf sie zugehen muss, einfach weil die Umstände dann wieder andere sind, werde ich in der passiven Haltung sein und mich ablenken müssen, fernab von ihr. Ich weiß, dass ich das kann. Ich bin mein ganzes Leben lang wie ein Gigolo mit Frauen umgegangen und habe sie nicht gebraucht. Ich schaffe das auch bei ihr, auch wenn es nur ein paar wenige Monate sind.

Mein Stolz gibt mir da ungemein viel Kraft und auf den vertraue ich da.
 
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  • #20
Irgendwie habe ihr keine gerade Linie in euren leben, quasi keine roten Faden an dem man sich orientieren konnte.

Ich lese mir deine Posts immer komplett durch, teils auch zwei mal im den Faden irgendwie zu finden.
Du springst sehr zwischen deinen Gefühlen hin und her.
Zuerst schreibst du was dich nicht alles nervt, dann, was du nicht alles machen musst (das du etwas musst kommt recht häufig vor) und zu guter letzt dann noch wie mies du dich fühlst.

Wo bleibt dein Verständnis für sie, wenn du ihr quasi Vorwürfe machst wenn sie wieder alles auf die Vergangenheit schiebt?
Ich habe fast den Verdacht, du bist die nicht im klaren was es bedeutet eine Freundin mit Ptps zu haben.
Da spielt sich nunmal sehr viel in dieser Zeit an wo das Trauma entstanden ist, die meisten ihrer Gedanken drehen sich darum.

Setzt sich mal zusammen und redet darüber. Höre ihr aber auch zu und vor allem nimm ihr Ängste ernst.
Probiere einfach mal dich in die zu versetzen, lass es dir erklären wie es für die ist, dann Urteile ...
Jammern hilft dir und ihr nicht wirklich, vielleicht solltest du dir in erster Linie klar werden was du möchtest.
Nutze doch die Zeit der Trennung dafur, einen besseren Zeitpunkt wirst wahrscheinlich nicht finden. Solltest du zu einer Entscheidung dann gekommen sein, dann ziehe das aber auch durch, mit all seine Konsequenzen.

LG
SeTi
 
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  • #21
Ich springe in meinen Gefühlen hin und her weil sie mich sehr unter Druck setzt mit diesen Telefonaten, mit diesem Hin und Her und mich in ein Gefühlschaos stürzt. Dieses "muss" in meiner Diktion hilft mir um eine klare Linie zu sehen und um mir einen Plan zu erstellen. Das tue ich für mich selber. Ich gehe bei ihr sehr analytisch vor. Mir ist es auch noch nicht im Klaren wie das ist mit einer Person so eng umzugehen die PTPS hat, war es mir bisher auch noch nicht, aber ich weiß nur, dass ich Verständnis zeigen muss und das ich daran arbeiten kann. Ich habe ihr nie gesagt, dass es mich ärgert wenn sie alles auf ihre Vergangenheit schiebt - ich würde das auch nie tun, da es sie verletzen würde.

Dein letzter Absatz hilft mir sehr und ich habe auch gestern darüber mit einem Freund geredet. Die Situation ist nicht fair und ich muss aufhören zu jammern und in dieser Zeit der Trennung das mindeste für sie tun und das ist für sie da zu sein, so gut es auch geht. Selbst in meinem Schlaf kann ich nicht entfliehen, da sie stetig eine tragende Rolle in meinen Träumen spielt.
 
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  • #22
Ich würde einfach sagen, dass man es rausholt aus deinenposts.
Du bist nicht glücklich mit der situation, das merkt man die sehr stark an.

Die Frage ist, warum ihr das nicht sagen, dass du unzufrieden bist mit der aktuellen Situation.
Natürlich mit ein paar erklärenden Sätzen warum und wieso.
Dein "muss" lässt das ganze aber nach einer erzwungenen Art und Weise zu schließen. Das kommt ganz stark in deinem Post rüber... Zumindest für mich

LG
SeTi
 
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  • #23
Ich habe ihr das schon gesagt, dass ich sehr unglücklich mit der Situation bin, aber sie meinte, dass sie es auch nicht ist und das ich ihr vertrauen sollte, was ich auch tue.

Sie hat mir gestern am Abend plötzlich geschrieben, dass sie mich sehr vermisst. Das war das erste mal seitdem wir uns nicht mehr gesehen haben, dass sie mir so etwas persönliches geschrieben hat. Das hat mich sehr gefreut, aber auch traurig gemacht.
 
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  • #24
Hallo liebe Parship-Gemeinde,

Ich dachte ich aktualisiere meinen Strang hier wiedermal... besonders für diejenigen, die an meiner Geschichte interessiert sind.

Nun gut, seitdem letzten mal wo ich hier geschrieben habe ist bisschen was passiert. Wir hatten für 3-4 Tage wieder Kontakt miteinander, gute Gespräche am Telefon, weil sie mich gebraucht hat und dann war für eine Woche Sendepause (sie hat sich nicht gemeldet, was ja eigentlich abgemacht war) bis letzten Donnerstag, wo sie mir geschrieben hat, dass sie zu meinem Geburtstag nicht nach Wien zu mir kommen wird, weil sie denkt, dass es "besser so ist, wenn sie bisschen zuhause feiert". Ich habe darauf bisschen angepisst reagiert und meinte, dass ich sie unbedingt am Wochenende sehen möchte, da ich kurz nach Salzburg gefahren bin um ihrer Nachbarin auch ihr Geburtstagsgeschenk zu geben. (was kleines, keine Sorge - habe ihr keine teuren Schuhe gekauft, wäre ja unpassend) - sie meinte nur nüchtern "vielleicht geht sich was aus".

Am nächsten Tag habe ich den Fehler den ich im angetrunkenen Zustand gemacht habe sofort erkannt und mich bei ihr entschuldigt, dass ich bisschen forsch reagiert habe und ihr alles schöne zu ihrem Geburtstagswochenende mit ihren liebsten gewünscht, da ich gewusst habe, dass wir uns sicherlich nicht sehen werden und es auch nicht passt. Sie hat nicht zurückgeschrieben und sich auch nicht für das Geschenk bedankt, welches sie seit gestern hat. (soll hier kein Vorwurf sein, ich denke, dass sie sich schon melden wird.)

Sie hat die letzten Tage vieles mit meiner Mutter gemacht, die im übrigen auch bei ihrer Geburtstagsfeier eingeladen war, was ich bisschen komisch fand, aber gut, ich habe mir nichts anmerken lassen.

Nun komme ich zum eigentlichen Punkt... ich erzähle euch das alles, weil ich das Gefühl habe, dass es ihr wieder besser geht und sie mich langsam aber sicher immer mehr und mehr in den Hintergrund rückt, deswegen meldet sie sich auch nicht mehr so wie noch vor 10 Tagen, wo sie mich teilweise unter Tränen angerufen hat. Die Matura steht ja jetzt auch schon bald am Programm und das Timing ist nicht schlecht. Mein Problem aber ist, dass ich mehr und mehr an der ganzen Sache zweifel. Ich sehe immer weniger den Sinn darin bis zum Sommer zu warten und es dann "neu" zu versuchen, vor allem da ich Bedenken darin habe, ob sie mich dann überhaupt noch braucht. Ich komme mir bisschen benutzt vor, da - wenn es ihr besser geht - sie keinen Mucks macht. Zudem scheint sie jetzt auch Tinder ausprobieren zu wollen, etwas, was sie nie gemacht hat bisher. Ein Freund von mir hat mir heute in der Früh ihr Profil auf whatsapp geschickt und ich war bisschen baff - Ich meine, natürlich ist sie eine selbstständige Frau und kann machen was sie will, da sie nicht mit mir zusammen ist, aber warum ausgerechnet Tinder? Und das sie mit ihrer Vergangenheit, die ja keine ONS mag und hat, wie sie mir gesagt hat?

Das alles ließ mich heute im Zug auf dem Weg nach Wien sehr stark zweifeln und ich dachte kurz nach ihr zu schreiben, dass wir es komplett lassen sollen und wir uns auch nicht mehr sehen oder hören sollten und das für immer. Kompletter Kontakt-Abbruch und raus aus meinem Leben und ich weg aus ihrem. Diese Gedanken schwirren gerade in meinem Kopf und ich weiß nicht ob ich das machen soll... wenn sie sich die nächsten 2 Wochen oder so nicht meldet und sich auch nicht für das Geschenk bedankt, dann ist die ganze Sache ja ziemlich eindeutig, oder nicht? Sollte ich wirklich darüber nachdenken sie aus meinem Leben zu verbannen? Mich vollends zu entsagen? Sie meinte desöfteren, dass sie das sehr verletzen würde, aber mein inneres Gefühl sagt mir, dass sie mich schon ziemlich abgehakt hat. Bei dieser Frau dreht sich die Welt um 180° und das binnen einer Woche, ein Wendehals in Reinkultur und genau das ist das, was mir meine Kraft raubt.
 
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  • #25
Hallo,

Das ganze hat etwas von heiss/kalt bei euch beiden.
Mal zieht sich der eine zurück, mal der andere und jedes mal bleibt einer zurück der schmollt.
Ein klein wenig gar viel Kindergarten würde ich sagen.

Warum geht ihr beide nicht endlich den Erwachsenen weg, redet miteinander endlich Tacheles?

Das hin und her tut keinen von euch beiden gut.
Noch dazu, da sie ja eine ptps hat, die ich glaube, nicht wirklich austherapiert ist, wäre es für sie enorm wichtig Beständigkeit zu haben.
Auch wenn es heisst beständig keinen Kontakt mehr.
Alles ist besser als das auf und ab was ihr beide habt.

Überlege dir, was DU mochtest, dann kontaktiere sie und diskutiert euch das aus.

LG
SeTi
 
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  • #26
Hi @Surfabilly

es tut mir sehr leid was du da erleben musst.
Meiner Meunung nach ist es unmöglich, nachzuempfinden, was ein Mensch mit einer PTBS durchmacht. Man kann es mittels der Psychologie erklären. Selber nachempfinden wohl kaum.

Mal objektiv gesehen, unabhängig von ihrer Störung ist ihr Verhalten dir gegenüber doch nicht ok. Es belastet dich. Ein Wechselspiel aus Nähe und Distanz welches du garnicht willst. Sie macht ihre Probleme zu deinen Problemen. Wie schlimm ihr Problem auch sein mag, es gibt ihr nicht das Recht sich so zu verhalten (auch wenn sie es psych. gesehen vielleicht garnicht anders kann, es nicht böse meint bzw das alles evtl unbewusst abläuft).
Ein Alkoholiker, der im Vollsuff seine Familie schlägt, hat grosse Probleme und benötigt Hilfe. Er hat jedoch trotzdem nicht das Recht seine Familie zu quälen. Die Familie muss sich schützen und gehen.

Das will ich sagen: du solltest dich selbst schützen. Solange sie ihre Probleme nicht aufgearbeitet hat (und die Symptome scheinen ja noch da zu sein), würde ich keine Beziehung mit einem solchen Menschen eingehen. Je nach Schwere ihres Traumas können diese Nähe-Distanz-Ambivalenzen noch viel schlimmere Ausmasse annehmen.
Eine klare Aussprache wäre sicher gut - jedoch abhängig davon, in welchem Status du sie erwischt könnte die Reaktion sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn du sie unter Druck setzt (was du ja musst, um endlich Klarheit in die Sache reinzubringen) könnte sie in Tränen ausbrechen oder aber verletzend werden. Ich würde trotzdem die Aussprache suchen, aber sehr vorsichtig herangehen. Ihr klarmachen, dass es dich verletzt und belastet.

Wenn ich das alles so lese kann ich nur sagen: raus da. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Bei Interesse bestell dir mal das Buch "Jein" von Stefanie Stahl. Da geht es um Bindungsstörungen und den Umgang damit.
Wünsche dir viel Kraft
 
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  • #27
Warum geht ihr beide nicht endlich den Erwachsenen weg, redet miteinander endlich Tacheles?

Das hin und her tut keinen von euch beiden gut.
Noch dazu, da sie ja eine ptps hat, die ich glaube, nicht wirklich austherapiert ist, wäre es für sie enorm wichtig Beständigkeit zu haben.
Auch wenn es heisst beständig keinen Kontakt mehr.
Alles ist besser als das auf und ab was ihr beide habt.

Überlege dir, was DU mochtest, dann kontaktiere sie und diskutiert euch das aus.

LG
SeTi
Wir haben schon Tacheles miteinander geredet - oftmals. Ich bin der Typ dafür, der schnell Tacheles redet, keine Sorge. Wir haben die Sache jetzt so für uns definiert, dass wir keinen Kontakt miteinander haben bis Sommer. Ich glaube, dass habe ich in diesem Strang schon erwähnt. Wir rufen und melden uns nur, wenn es uns scheisse geht oder wir total den Drang haben den anderen zu sprechen. Das war so ausgemacht und sie hat sich bei mir besonders im März des öfteren gemeldet, öfter als ich mich bei ihr gemeldet habe.

Das einzige was mir eben wie schon im Vorposting durch den Kopf geht ist die Tatsache, dass sie mich jetzt nicht so braucht und ihr es besser geht wie noch vor 10 Tagen+. Das ist eigentlich was gutes, aber gleichzeitig habe ich dann das Gefühl, dass wenn sie mich nicht braucht, die ganze Sache in Zukunft auch überhaupt keinen Sinn mehr macht... Sie hat ja andauernd wie für diese Störung üblich unglaubliche "Tiefs" wo sie nur zuhause sitzt und nichts auf die Reihe bringt. Der Müll stapelt sich in der Wohnung, die Küche wird voller und sie braucht jemanden der ihr hilft. Sie kann wenn sie diese Phasen hat den Alltag nicht bewältigen und dann ruft sie mich an. Wie du schon richtig gesagt hast, bevor ich sie kontaktiere oder irgendwas überstürze, überlege ich mir ganz genau was ich will oder ob ich es so belasse wie es gerade ist, bevor ich es im Nachhinein bereue.

Ad Beständigkeit: Ich denke, dass sie diese Beständigkeit mit mir gerade hat. Das ist nicht das Problem. Sie meldet sich ja, wenn sie mich hören will oder mich braucht und ich bin noch 3 Monate 300 KM weg. Was sie im beruflichen Leben zu tun hat ist auch klar: Matura schaffen! Unbeständigkeit ist das, was sie in den letzten Jahren kaum hatte. Mit Partner zusammen gelebt die sie ignoriert, ausgenutzt und geschlagen haben und das im Alter von 17-21.


Hi @Surfabilly

es tut mir sehr leid was du da erleben musst.
Meiner Meunung nach ist es unmöglich, nachzuempfinden, was ein Mensch mit einer PTBS durchmacht. Man kann es mittels der Psychologie erklären. Selber nachempfinden wohl kaum.

Mal objektiv gesehen, unabhängig von ihrer Störung ist ihr Verhalten dir gegenüber doch nicht ok. Es belastet dich. Ein Wechselspiel aus Nähe und Distanz welches du garnicht willst. Sie macht ihre Probleme zu deinen Problemen. Wie schlimm ihr Problem auch sein mag, es gibt ihr nicht das Recht sich so zu verhalten (auch wenn sie es psych. gesehen vielleicht garnicht anders kann, es nicht böse meint bzw das alles evtl unbewusst abläuft).
Ein Alkoholiker, der im Vollsuff seine Familie schlägt, hat grosse Probleme und benötigt Hilfe. Er hat jedoch trotzdem nicht das Recht seine Familie zu quälen. Die Familie muss sich schützen und gehen.

Das will ich sagen: du solltest dich selbst schützen. Solange sie ihre Probleme nicht aufgearbeitet hat (und die Symptome scheinen ja noch da zu sein), würde ich keine Beziehung mit einem solchen Menschen eingehen. Je nach Schwere ihres Traumas können diese Nähe-Distanz-Ambivalenzen noch viel schlimmere Ausmasse annehmen.
Eine klare Aussprache wäre sicher gut - jedoch abhängig davon, in welchem Status du sie erwischt könnte die Reaktion sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn du sie unter Druck setzt (was du ja musst, um endlich Klarheit in die Sache reinzubringen) könnte sie in Tränen ausbrechen oder aber verletzend werden. Ich würde trotzdem die Aussprache suchen, aber sehr vorsichtig herangehen. Ihr klarmachen, dass es dich verletzt und belastet.
Sie verhält sich so zu mir und belastet mich mit ihren Problemen weil sie denkt, dass ich einen sehr starken Charakter habe und mich nichts so schnell aus der Fassung bringt... immer wenn ich mit ihr rede und wir Zeit miteinander verbringen, drücke ich genau diese Stärke aus. Das imponiert ihr, aber es wird ihr auch schnell zu viel, wenn ich nur diese "Härte" zeige. Was mich belastet ist, dass ich sie nicht sehen und nicht spüren kann, da ich sie liebe, aber es ist besser so, weil es nach ihrem Wunsch so geht. Wir haben beide beruflich einiges um die Ohren zur Zeit und diese Auszeit kann nur positiv sein, als wenn ich zwanghaft versuche sie zu sehen.

Wenn ich sie unter Druck setze, dann macht sie sofort zu und zieht sich zurück. Die Aussprache zu suchen ist leider sehr schwierig, wenn ich 300 km weg bin, aber so ist die Lage. Ich kann mir vorstellen, dass eine Beziehung mit so einer Frau sehr schwierig ist, da hast du Recht.

Wenn ich das alles so lese kann ich nur sagen: raus da. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
Je mehr passiert und je mehr ich darüber nachdenke, was wir zusammen erlebt haben und was vor allem letztes Monat passiert ist denke ich mir, dass ich mir dieses "raus da" als Möglichkeit offen halten muss. Ich werde die nächste Zeit darüber nachdenken und vor allem auch meine Entscheidung von ihrem Verhalten abhängig machen. Meine Mutter hat mir gesagt, dass sie zu meiner Mum meinte, dass es immer noch Hoffnung gibt für uns beide, sie ganz klar betont hat, dass es nicht aus ist und wir gerade diese Auszeit brauchen und sie daran auch glaubt. Dies sind so Sachen wo ich mir denke, dass es keine gute Idee ist wenn ich es einfach so für immer beende, aber wir werden ja sehen.

Vielen Dank für den Buchtipp!
 
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