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  • #92
Liebe Männerwelt,

ja was meint sie denn mit Augenhöhe?
Das ist doch ganz klar. Für mich gibts zwei Möglichkeiten:

Erste Möglichkeit:
Eine Frau hat keine Lust darauf, einen Boss zum Partner zu haben.
Bedeutet im konkreten Fall: Sie wünscht sich, dass er die Bereitschaft mitbringt, Themen und Probleme fair miteinander auszuhandeln, statt Machtspiele und dergleichen anzuwenden. Außerdem wünscht sie sich, dass der Partner Kritik und Anregungen aufnehmen kann, ohne gleich aus dem Ruder geworfen zu sein. Sie wünscht sich, dass der Partner ihre Interessen und Bedürfnisse so ernst nimmt wie seine eigenen. Sie wünscht sich, dass er keine Entscheidungen über ihren Kopf hinweg trifft. Diese Liste kann beliebig ergänzt werden.

Zweite Möglichkeit:
Die Frau drückt aus, dass sie einen ihr ebenbürtigen - also nicht unterlegenen Partner sucht. Damit kann z.B. ihr gesellschaftlicher Status gemeint sein, ihre Attraktivität, ihr Bildungsniveau, ihr Einkommen o.ä.. Also ein ganz normaler Wunsch.

Ich finde es komisch, dass Männer beim Thema Augenhöhe so schnell die Krise kriegen. Entweder stürzt gleich der Selbstwert in sich zusammen oder
es wird gleich mal eine Aktion gestartet, die zeigt, wo hier der Hammer hängt.
(Leider meine Erfahrung).

Ich denke, ihr habt euch an die Privilegien des Mannseins so sehr gewöhnt, dass es euch ungemütlich wird, wenn eine potentielle Partnerin freundlich, aber bestimmt darauf aufmerksam macht, dass dies nicht die Grundlage einer Beziehung mit ihr sein wird.
hallo winterlily. du hast genau auf den punkt gebracht...
 

syntagma

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  • #95
Wenn wir uns direkt gerade in die Augen schauen wollen, müssen sich unsere Köpfe (den Rest lasse ich einmal außen vor) auf gleicher Höhe befinden. Jeder hat den gleichen Blickwinkel, die gleichen Vor- und Nachteile. Das war die Idee.
Ach so. So geometrisch können sich auch zwei in die Augen schauen, die völlig unterschiedlich groß sind. Oder auch der eine auf dem Boden liegt und der andere steht.

Ein Mann, der mich Kindchen nennt, würde sich in die Eltern-Rolle begeben.
Rolle eben. Das wäre ja die Frage, wieweit das Betonen der "Augenhöhe" unterschiedliches (dynamisches) Rollenverhalten ausschließt oder eben auch aushält, gar auch so ein Unterlegenheitsding, wie @Vergnügt es angesprochen hat.
 
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  • #96
Ich erlebe den Wunsch nach Augenhöhe oft bei Männern, die eine Scheidung durch haben, der Ex viel zahlen müssen und nun leicht frustriert sind. Sie möchten dann nichts mehr in eine neue Partnerschaft investieren (weder zuviele Gefühle noch Geld), sie wollen einfach unverbindlichen und billigen Sex... (das Mineralwasser zahlt die Frau natürlich selber).
 
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  • #97
Ich erlebe den Wunsch nach Augenhöhe oft bei Männern, die eine Scheidung durch haben, der Ex viel zahlen müssen und nun leicht frustriert sind. Sie möchten dann nichts mehr in eine neue Partnerschaft investieren (weder zuviele Gefühle noch Geld), sie wollen einfach unverbindlichen und billigen Sex... (das Mineralwasser zahlt die Frau natürlich selber).

Für Männer ist Augenhöhe also die Höhe des Bettes? :D
 

AnnaConda

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  • #99
Hallo an die Damenwelt,

ich lese hier oft in den Profilen:

Ich wünsche mir ein respektvoller Umgang miteinander, auf Augenhöhe.

Für mich ist ein respektvoller Umgang mit Menschen selbstverständlich.
Ich habe auch kein Thema damit, wenn Mitmenschen vielleicht einen nicht so hohen Bildungsabschluss, ein hohes Einkommen haben, oder sonst eine Einschränkung etc.

Ich bemühe mich dies zu respektieren und zu akzeptieren, da alle Menschen etwas zum Gelingen unser Gesellschaft, oder der Partner in einer Beziehung beiträgt.

Jeder Mensch kann etwas besser als ein anderer, und die Mischung macht es das Leben funktioniert.

Mir ist also nicht klar, was dann mit auf Augenhöhe gemeint ist, wenn es unterschiedliche Wissens- oder Fähigkeitsebenen gibt.

Ich würde mich daher über eine Erklärung freuen.

Und Humor haben hier dann auch nicht viele, wenn ich schreibe:

"Auf Augenhöhe funktioniert doch nicht bei 20 cm Größenunterschied oder :)"
Augenhöhe ist eigentlich ganz einfach, zumindest für mein Empfinden.

Heißt für mich, gleichwertig akzeptiert zu sein unabhängig von Wissen, Bildung usw.

Auf Augenhöhe zu diskutieren lernt man (auch) mit Kindern, die klarerweise nicht den gleichen Entwickkungs-, Wissens- oder Bildungsstand haben wie Erwachsene. Sie ernst zu nehmen und auf ihrem Level zu diskutieren ist für Kinder essentiell wichtig. Aussagen wie "du kapierst es nicht, lies richtig" usw. richten da Schäden an.

Auf Augenhöhe diskutiert man im Job mit Kunden, Patienten, Mandanten usw. Zumindest wenn man verstanden hat, dass man so weiter kommt und mehr Verständigung erreicht, wenn man sich verbal dem Gegenüber anpaßt. Natürlich haben ganz viele einen enormen Wissensvorsprung in ihrem Fachgebiet, die Kunst ist es, den so zu vermitteln, dass der Andere versteht.

Schönes Beispiel sind Ärzte, die entweder auf ihrem Level mit Fachchinesisch um sich werfen oder Diagnosen so erklären können, dass der Patient erfassen kann, worum es geht. Derjenige, der verstehen soll, wird im günstigen Fall trotz Ahnungslosigkeit als gleichwertiger Gesprächspartner akzeptiert und bekommt nicht das Gefühl vermittelt, zu blöde zu sein, um zu kapieren.

Ich denke, unbewußt macht das jeder, wenn er Erfolg haben möchte. Wenn ich etwas nicht so vermitteln kann, dass ich verstanden werde, bekomme ich uU den Auftrag nicht. Natürlich muss ich mich da meinem Gegenüber anpassen, meist nach unten, logisch, der hat das nicht gelernt, studiert, whatever.

Bei Kindern wie gesagt lernt man das auch schnell, dass von oben herab nicht funktioniert sondern nur Augenhöhe, wenn sich ein Kind gesund entwickeln soll.

Auf die Partnerschaft übertragen heißt es für mich, sich gleichwertig zu akzeptieren und so miteinander umzugehen. Tagtäglich hat man damit zu tun, dass jemand besser weiß als der Andere, wie was funktioniert. Und das kann man so oder so rüberbringen. Man kann klugscheißen und sich insgeheim daran erfreuen, dass der Andere einem nicht folgen kann. Sowas zieht sich meist auch in die Partnerschaft durch, dass der Eine den Anderen nicht als gleichwertigen Partner betrachtet und ihn auch so behandelt. Mag sicher auch Menschen geben, die nicht wahrnehmen, dass sie Augenhöhe nicht können, ohne Absicht.

Einkommen und Bildungsstand usw hat für mich damit eher wenig zu tun, da fast jeder über irgendein Wissen verfügt, das andere nicht haben. Kann aber sein, dass manche das trotzdem bei der Partnersuche so meinen, wenn es da so inflationär verwendet wird. Mir selbst ist es da eher nicht begegnet, ich hätte es nicht hinschreiben müssen, da ich finde, dass man schnell merkt, wie jemand in diesem Punkt tickt, erzählen kann man viel. Dass sich vermutlich jeder einen Partner wünscht, der den Anderen als gleichwertig annimmt, ungeachtet der äußeren Umstände, setze ich mal einfach voraus.
 
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syntagma

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  • #100
Die Betonung von Augenhöhe bei der Partnersuche dürfte wohl selten bedeuten, daß man sich wie im Gespräch mit Kindern oder Kunden, dienen man was verkaufen möchte, einseitig immer arg bemühen will, deren Sprache zu sprechen u.ä.
Eher das Gegenteil. Es dürfte auch eine gewisse Vorstellung von Symmetrie darin mitschwingen.
 
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AnnaConda

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  • #101
Die Betonung von Augenhöhe bei der Partnersuche dürfte wohl selten bedeuten, daß man sich wie im Gespräch mit Kindern oder Kunden, dienen man was verkaufen möchte, einseitig immer arg bemühen will, deren Sprache zu sprechen u.ä.
Eher das Gegenteil. Es dürfte auch eine gewisse Vorstellung von Symmetrie darin mitschwingen.
Mit Sicherheit gibt es da Vorstellungen von Symmetrie. Was der Einzelne damit meint kann man aber nur spekulieren. Für Manche mag der Lebensstandard den Ausschlag geben, andere meinen den Bildungsstand und wieder andere, und da verorte ich die Mehrheit, den Umgang miteinander. Daran kann es hapern, egal wie groß sonst die Gemeinsamkeiten sind.

Ich glaube, Augenhöhe kann man nicht "lernen". Deine Aussage arg bemühen ist mir völlig fremd. Ich musste mich weder mit Kindern arg bemühen, sofern sie ein gewisses Alter erreicht haben, noch muss ich das mit Kunden. Aber ich beobachte im Umfeld schon immer, dass die, die das mit den Kindern und jobmäßig nicht können, auch partnerschaftlich da Defizite haben. Da wird dann tatsächlich erstmal arg bemüht rumdiskutiert bis zu dem Punkt, wo dann unbedingt raus muß, dass man sich arg bemühen muss und das ja eh sinnlos ist weil der Andere...

Und es gibt nicht wenige Partnerschaften, die oberflächlich betrachtet erstmal nicht sooo viel Symmetrie haben und dennoch wird ein Umgang auf Augenhöhe gepflegt. Daher glaube ich, dass der Fokus bei vielen Partnersuchenden genau darauf liegt und nicht vordergründig bei anderen Maßstäben. Nutzt ja nix, wenn das Zwischenmenschliche nicht passt, auch wenn man sonst auf einem Level erscheint.
 
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syntagma

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  • #102
Na, die Fixierung von allem und jedem auf die Frage moralischen, wertschätzenden Verhaltens, mit Betonung, wie sehr selbst man die an den Tag legt und wie wenig andere, ist doch vielleicht eher Merkmal der Forumskommunikation.
Kann aber grundsätzlich natürlich auch an der Börse gemeint sein, wenn jemand da von "Augenhöhe" spricht, daß er da vor allem auf ethisches Wohlverhalten abhebt. Ich glaubs für die überwiegenden Fälle aber eher nicht. Da halte ich es für möglich, daß Leute da einfach so etwas wie ähnliches Niveau in für sie wichtigen Bereichen meinen, Bildungsstand, Beruf, soziales Standing u.ä.
Aber vermutlich vermischen auch viele beides.

Eine sinnvolle Unterscheidung wäre "Partner auf Augenhöhe" und "Kommunikation auf Augenhöhe". Man mag mit seinem Wellensittich auf Augenhöhe kommunzieren können und ganz achtsam und respektvoll mit ihm umgehen. Ne Liebespartnerschaft auf Augenhöhe geht man damit aber vermutlich nicht ein.
 
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  • #103
Ich glaube, Augenhöhe kann man nicht "lernen".
Finde ich sogar ein sehr schönes Beispiel: wie etwas Relationales (Augenhöhe zwischen zwei Menschen, im Sinne auch von Passen) als ein Wesensmerkmal eines einzelnen Menschen mißverstanden wird.
Womöglich, um es sich dann sich dann selbst als Komptenz zuzuschreiben und anderen abzusprechen. :)

Es gab hier auch mal jemanden, der hat die Matchingpunkte nicht-relational verstanden. Also so, daß es Menschen gibt, die gewissermaßen als Merkmal an sich und nicht in Beziehung zu einem anderen Profil 90 Punkte haben, andere 115.
 

AnnaConda

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  • #104
Na, die Fixierung von allem und jedem auf die Frage moralischen, wertschätzenden Verhaltens, mit Betonung, wie sehr selbst man die an den Tag legt und wie wenig andere, ist doch vielleicht eher Merkmal der Forumskommunikation.
Kann aber grundsätzlich natürlich auch an der Börse gemeint sein, wenn jemand da von "Augenhöhe" spricht, daß er da vor allem auf ethisches Wohlverhalten abhebt. Ich glaubs für die überwiegenden Fälle aber eher nicht. Da halte ich es für möglich, daß Leute da einfach so etwas wie ähnliches Niveau in für sie wichtigen Bereichen meinen, Bildungsstand, Beruf, soziales Standing u.ä.
Aber vermutlich vermischen auch viele beides.

Eine sinnvolle Unterscheidung wäre "Partner auf Augenhöhe" und "Kommunikation auf Augenhöhe". Man mag mit seinem Wellensittich auf Augenhöhe kommunzieren können und ganz achtsam und respektvoll mit ihm umgehen. Ne Liebespartnerschaft auf Augenhöhe geht man damit aber vermutlich nicht ein.
Hm, das was du meinst kann man doch eh filtern. Einkommen, Beruf, daraus vermutlich resultierende soziales Standing. Eine Ärztin muss einem Schreiner nicht mal antworten, da braucht es nicht den Hinweis auf Augenhöhe.

Die Diskussionen hier im Forum sehe ich grundsätzlich völlig losgelöst von normalem Miteinander im RL, man kennt sich nicht mal, ob man da wertschätzend ist oder nicht ist letztlich der berühmte Sack Reis, auch wenn man es durchaus sicher oft empfindet, dass gerade da weniger Wert drauf gelegt wird. Aber ich denke, davon ist fast jeder hier mal betroffen, auch beim eigenen Diskussionsverhalten. Inwieweit der Einzelne sich so im RL verhält würde ich daraus nicht herleiten wollen.

Ethisches Wohlverhalten klingt etwas abschätzig, Augenhöhe sagt das jedenfalls nicht aus. Es muss sich nicht jeder immer wohlverhalten, schafft eh keiner, aber der Umgang bei Unstimmigkeiten oder sonstigen Schieflagen in einer Beziehung ist eklatant wichtig für das Gelingen einer harmonischen Partnerschaft. Ich sehe im RL Beziehungen ohne Augenhöhe allerdings eher in der Generation der Eltern. Die haben oft nicht gelernt, auf sowas wertzulegen und sind da festgefahren. In meiner Generation macht man eher einen Cut, wenn es nicht passt diesbezüglich. Und ich sehe eigentlich fast nur Beziehungen scheitern, die Augenhöhe vermissen ließen als welche, wo Bildungsstand oder Beruf nicht gepaßt haben. Von daher wäre das zumindest nicht meine Priorität gewesen, nach diesen Kriterien einen Partner zu suchen. Aber das ist halt meine ganz persönliche Sichtweise.
 

AnnaConda

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  • #105
Finde ich sogar ein sehr schönes Beispiel: wie etwas Relationales (Augenhöhe zwischen zwei Menschen, im Sinne auch von Passen) als ein Wesensmerkmal eines einzelnen Menschen mißverstanden wird.
Womöglich, um es sich dann sich dann selbst als Komptenz zuzuschreiben und anderen abzusprechen. :)

Es gab hier auch mal jemanden, der hat die Matchingpunkte nicht-relational verstanden. Also so, daß es Menschen gibt, die gewissermaßen als Merkmal an sich und nicht in Beziehung zu einem anderen Profil 90 Punkte haben, andere 115.
Ja sicher spricht man das Einigen ab, warum denn nicht? Kennst du sowas nicht aus deinem Umfeld, dass jemand Augenhöhe wirklich nicht kann oder will? Ich schon. Ob ich zB darin kompetent bin kann nur mein Umfeld beurteilen. Ich glaube schon, dafür fehlen mir aber sicher andere Kompetenzen, keine Sorge. o_O

Ob so jemand mit einem Partner trotzdem auf Augenhöhe passt, ich weiß es nicht. Kann natürlich sein, aber eher legt der Partner dann auf andere Dinge Wert und nimmt das so hin. Oder auch nicht.

Das mit den MP ist schräg. :eek:
 
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syntagma

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  • #106
Ja sicher spricht man das Einigen ab, warum denn nicht? Kennst du sowas nicht aus deinem Umfeld, dass jemand Augenhöhe wirklich nicht kann oder will?
Ich selbst hab keinen Grund, Augenhöhe, was eine Relation zwischen zwei Menschen beschreibt, in eine Kompetenz eines Individuums umzudeuten.
Dafür brauchts wohl eine bestimmte Motivation, die ich offensichtlich nicht habe.
 
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Deleted member 25487

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  • #107
Ach so. So geometrisch können sich auch zwei in die Augen schauen, die völlig unterschiedlich groß sind. Oder auch der eine auf dem Boden liegt und der andere steht.


Rolle eben. Das wäre ja die Frage, wieweit das Betonen der "Augenhöhe" unterschiedliches (dynamisches) Rollenverhalten ausschließt oder eben auch aushält, gar auch so ein Unterlegenheitsding, wie @Vergnügt es angesprochen hat.
Ich würde auch zunächst Augenhöhe in Bezug auf die Partnerschaft und in Bezug auf Kommunikation unterscheiden.

Auch in einer Partnerschaft auf Augenhöhe können die beiden Partner m.E. immer wieder unterschiedliche Rollen einnehmen. Ich vermute, dass es aber in der Summe ausgeglichen sein wird und die Kommunikation überwiegend in der Erwachsenenrolle stattfindet.

Wenn einer der Partner den anderen aber überwiegend in die Kind- oder Elternrolle zu drängen versucht, spricht das aus meiner Sicht dann nicht mehr für eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Entweder der andere fügt sich dann in die ihm zugedachte Kommunikationsrolle oder aber es wird wohl ständig zu Konflikten kommen.
 
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AnnaConda

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  • #109
Ich selbst hab keinen Grund, Augenhöhe, was eine Relation zwischen zwei Menschen beschreibt, in eine Kompetenz eines Individuums umzudeuten.
Dafür brauchts wohl eine bestimmte Motivation, die ich offensichtlich nicht habe.
Nein, eben nicht nur zwischen 2 Menschen. Der Arzt zB, der dem Patienten die Diagnose in Fachchinesisch runterrattert anstatt verständlich zu erklären, legt auch keinen Wert auf Augenhöhe, mit seinem Umfeld und nicht nur mit der Partnerin. Das ist es, was ich eingangs meinte. Für mich ist das ein Charakterzug. Was sich auch oft bestätigt. Oft wird nicht nur mit der Partnerin oder dem Partner so umgegangen.

Was meinst du mit Motivation? Ich brauche mir doch einfach so einen Partner nicht suchen. Fertig.
 

elve

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  • #113
in eine Kompetenz eines Individuums umzudeuten.
Es geht ihr schon um die Fähigkeit eines Einzelnen.
Was die sie ausdrücken möchte, ist die Fähigkeit, sich auf andere einzulassen und sich ihnen wohlwollend anzupassen, um Augenhöhe herzustellen, wenn sich diese anderen unterhalb des eigenen Niveaus befinden. Sie hat es nur etwas extrem verkürzt, und damit unglücklich, ausgedrückt.
Sich auf eine Stufe über einen flexibel einlassen, wird eher als unmöglich erachtet, weil es dazu an Kapazität/ Status/ Wissen fehlt und es auch beim besten Willen nicht gelingen kann.
Daher ist dieses Augenhöhe herstellen v.a. in "gehobenen" Kreisen sehr wichtig und ein Reputationsmerkmal, weil es zeigt, dass man nicht elitär abgehoben ist, sondern dass man auch mit den "einfachen Leuten" ganz hervorragend kann, weil man die Kompetenz hat, die Augenhöhe aktiv herzustellen, d.h. sich nach unten zu begeben und damut seine Flexibilität und gewandtheit demonstriert. Wird auch sehr gern berichet, sollten es seinesgleichen nicht direkt beobachten können: man kann ja sooooooo gut mit dem Gärtner und dem Reinigungspersonal....
 
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apfelstrudel

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  • #114
Das mit dem Einkommen, ja, dass Frauen da oft nicht so viel verdienen, wie Männer, trotz gleicher Tätigkeit, dafür können Frauen oft nix. Irgend ein Forist hat hier mal genaue Zahlen gschrieben, wie es da in Deutschland leider aussieht.

Männerarbeit machen viele Frauen, manche Tätigkeiten können Frauen einfach nicht machen, weil sie körperlich dazu nicht in der Lage sind. Siehe die beiden grossen starken Männer, die mir heute in die Firma einen neuen Büroschrank geliefert haben.

Zudem Frauen immer noch die meiste Hausarbeit in den Familien machen und das ist oft schwerste körperliche Arbeit, schlecht bezahlt und viel zu wenig gewertschätzt.

Schlussendlich bekommen Frauen Kinder, das ist allerhöchste Schwerstarbeit. Soll mal ein Mann machen, die sterben ja schon bei einem Männerschnupfen:D.

ja da bin ich bei dir.
Eine Münze hat nur immer zwei Seiten und wenn man sie in die Hand nimmt dann eben nicht nur die eine Seite von ihr.
Augenhöhe? Gerne.
Im Grunde kann man sämtliche Personen bei der Online-Partnersuche ausschließen, die das im Profil stehen haben. Die versuchen mit Zwang einen Ausgleich von ..... wasweißich... herzustellen. Von ihrer gefühlten Benachteiligung. Worin die auch immer bestehen mag. Da hast ohnehin keine Chance eine ordentliche Partnerschaft zu leben, wenn sich einer ständig benachteiligt fühlt.
Ich seh das wie @Vergnügt
In Summe muß es passen - um jeden Preis Ausgleich zu schaffen.... das geht nicht gut. Alles Erbsenzähler, @WolkeVier , was meinst du?
=)
Mehr Gedanken mit Harmonie füllen, als, wenn nötig mit Waffengewalt einen Ausgleich herzustellen.
In diesem Sinne:
Peace on Earth (@Sevilla21 ) :)

Alles Gute und einen schönen Abend!

PS: über Augenhöhe spricht man nicht. Die lebt man.
 
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AnnaConda

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  • #116
Ja, das stimmt. Aber viele kriegen das schon hin.
Was genau? Im Job wird kein Wert auf Augenhöhe gelegt, aber in der Partnerschaft? Oder andersrum?

Wer das in der Partnerschaft selbstverständlich lebt kann es natürlich meist auch in allen anderen Bereichen.

Naja, verallgemeinern kann man es trotzdem nicht, klar. Ist nur das, was ich so beobachtet habe in den Jahren.
 
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Ursina60

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  • #117
ja da bin ich bei dir.
Eine Münze hat nur immer zwei Seiten und wenn man sie in die Hand nimmt dann eben nicht nur die eine Seite von ihr.
Augenhöhe? Gerne.
Im Grunde kann man sämtliche Personen bei der Online-Partnersuche ausschließen, die das im Profil stehen haben. Die versuchen mit Zwang einen Ausgleich von ..... wasweißich... herzustellen. Von ihrer gefühlten Benachteiligung. Worin die auch immer bestehen mag. Da hast ohnehin keine Chance eine ordentliche Partnerschaft zu leben, wenn sich einer ständig benachteiligt fühlt.

Genau die Erfahrung habe ich bei den paar Männern auch gemacht, die das Wort "Augenhöhe" im Profil haben. Seit dem halte ich Abstand, denn, entweder jemand hat das in sich drin und lebt es automatisch oder eben nicht. Erlenen geht wohl nicht so gut.
 
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syntagma

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  • #118
Wenn einer der Partner den anderen aber überwiegend in die Kind- oder Elternrolle zu drängen versucht, spricht das aus meiner Sicht dann nicht mehr für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.
Ja, so würd ichs auch verstehen.
Was ja nicht heißt, daß so eine Partnerschaft nicht völlig ok und gut für die Beteiligten sein könnte. Aber die Augenhöhe-Vokabel würd ich da zur Kennzeichnung dann auch nicht wählen.

Was meinst du mit Motivation? Ich brauche mir doch einfach so einen Partner nicht suchen. Fertig.
Es ging um die Motivation, unter Augenhöhe nicht etwas Relationales, sondern einen Charakterzug eines Individuums zu verstehen.
 
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AnnaConda

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  • #120
Zu lernen, wie man Augenhöhe herstellt. Also wie man seinem Partner wertschätzend und liebevoll begegnet.
Ich glaub allerdings auch, dass man das in allen Bereichen kann oder eben nicht, ganz so sicher bin ich da allerdings nicht ...
Das Risiko würde ich nicht eingehen wollen, ob das funktioniert, wenn ich auf Partnersuche bin. Daher vermutlich der Wunsch bei Einigen nach Augenhöhe, vielleicht basierend auf schlechten Erfahrungen.