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apfelstrudel

  • #137
... wie wär's mit intellektueller 'Augenhöhe'? Das scheint mir zentrale Voraussetzung für einen Diskurs auf gleicher Ebene, was es im Einzelfall bedeutet, ist eine ganz andere Frage.
Und wer reklamiert die dann? Der Dümmere, oder der Gscheitere?
Oder der, der meint gscheiter zu sein? Weil zwei bekennende Dumme hab ich noch nie diskutieren sehen :)
Immer nur einen Gscheiten mit einem Gscheiteren. Aber selbst die waren sich darüber nicht einig, sonst würdens nicht diskutieren, sondern in harmonischem Konsens schwelgen ~~~~
 
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  • #138
Als Patient bin ich richtig froh wenn mein Arzt des Vertrauens Kenntnis besitzt über die ich nicht verfüge. Ob der Patient dadurch tatsächlich einen dummen Kenntnisstand einnimmt, das bezweifle ich...könnte aber gefühlt so sein. Es kann auch sein, dass der Arzt den Patienten als gefühlt dumm ansieht. Das wäre dann die Ebene der Ansichtssache.
 
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  • #139
Als Patient bin ich richtig froh wenn mein Arzt des Vertrauens Kenntnis besitzt über die ich nicht verfüge. Ob der Patient dadurch tatsächlich einen dummen Kenntnisstand einnimmt, das bezweifle ich...könnte aber gefühlt so sein. Es kann auch sein, dass der Arzt den Patienten als gefühlt dumm ansieht. Das wäre dann die Ebene der Ansichtssache.
Warum sollte er? Meine "Berufssprache" versteht auch keiner. Das ist doch nix ungewöhnliches. Warum sollte ich medizinische Begriffe auswendig lernen, hätte ich ja gleich Arzt werden können.
 
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Deleted member 25487

  • #140
Und wer reklamiert die dann? Der Dümmere, oder der Gscheitere?
Oder der, der meint gscheiter zu sein? Weil zwei bekennende Dumme hab ich noch nie diskutieren sehen :)
Immer nur einen Gscheiten mit einem Gscheiteren. Aber selbst die waren sich darüber nicht einig, sonst würdens nicht diskutieren, sondern in harmonischem Konsens schwelgen ~~~~
Warum muss eigentlich immer einer gewinnen, dümmer oder klüger sein? Ist es nicht vorstellbar, dass der eine Stärken hat, die der andere nicht hat? Dafür hat dann der andere Stärken, die der eine nicht hat?

Ich kann mir vorstellen, dass jeder seine Stärken einbringt und der jeweils andere neidlos die Stärken anerkennt und sogar einen gewissen Stolz auf den Partner entwickelt - ohne sich herabgesetzt zu fühlen. Dann kann sich auch jeder zu seinen eigenen Schwächen bekennen.
 
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  • #141
Warum sollte er? Meine "Berufssprache" versteht auch keiner. Das ist doch nix ungewöhnliches. Warum sollte ich medizinische Begriffe auswendig lernen, hätte ich ja gleich Arzt werden können.
Das Problem sind ja selten die Unwissenden. Probleme haben wir eher mit denen, die sich furchtbar klug und informiert vorkommen, weil sie ihre Symptome gegoogelt, zwei Sendungen mit Herrn Hirschhausen geguckt und sich nun für so interessiert, mündig und informiert halten, daß wir ihnen alles fünfmal erklären müssen. Die Zeit und Aufmerksamkeit, die wir da aufwenden müssen, fehlt dann an anderen Ecken.

Mit der Dummheit ists ähnlich. Mit jemandem, der um seine Fähigkeiten weiß, läßt sich in der Regel viel leichter und besser umgehen, als mit jemandem, der sich wahnsinnig viel vormacht. Heraus kommen dann häufig solche Diskussionsverläufe, wie man sie hier dann liest.
 
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  • #142
Warum sollte er? Meine "Berufssprache" versteht auch keiner. Das ist doch nix ungewöhnliches. Warum sollte ich medizinische Begriffe auswendig lernen, hätte ich ja gleich Arzt werden können.
er "sollte" die Stellung des Patienten berücksichtigen, dass der Patient genauso gescheit und dumm sein kann wie der Arzt, jenseits der Behandlungssituation. Beim Zahnarzt frag ich mich immer, wenn der sagt "sie brauchen keine Angst haben, sagen sie wenn sie etwas stört" ob er meine Situation "eben nix sagen zu können" mitbedenkt und ein uummmuu versteht :D.
 
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  • #143
er "sollte" die Stellung des Patienten berücksichtigen, dass der Patient genauso gescheit und dumm sein kann wie der Arzt, jenseits der Behandlungssituation. Beim Zahnarzt frag ich mich immer, wenn der sagt "sie brauchen keine Angst haben, sagen sie wenn sie etwas stört" ob er meine Situation "eben nix sagen zu können" mitbedenkt und ein uummmuu versteht :D.
Meiner hatte mal, als ich dann bei ner Wurzelbehandlung doch deutlich zeigte, dass es nicht gut ist, nur gemeint " jetzt nicht". :D
Verlogenes Pack. Aber ich soll Handzeichen geben, das sieht er.
 
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  • #144
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  • #145
Mit jemandem, der um seine Fähigkeiten weiß, läßt sich in der Regel viel leichter und besser umgehen, als mit jemandem, der sich wahnsinnig viel vormacht.
Selbstbewusste Menschen brauchen sich da ja wenig vormachen...man kann nicht alles wissen, am einfachsten ist es wenn intelligente Menschen Wissen in interessanter Art und Weise zusammensetzen können und danach fragen oder suchen, was sie noch dazu benötigen.
 
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  • #146
Selbstbewusste Menschen brauchen sich da ja wenig vormachen...man kann nicht alles wissen, am einfachsten ist es wenn intelligente Menschen Wissen in interessanter Art und Weise zusammensetzen können und danach fragen oder suchen, was sie noch dazu benötigen.
Ja, und wenn man nicht so ein Gedöhns um Intelligenz veranstalten würde. Täte man das nicht, müßten sich die Leute nicht so viel drüber vormachen. Dann wärs halt einfach eine Sache unter mehreren, die bei unterschiedlichen Leuten in unterschiedlichem Maß vorkommt, mit Vor- und Nachteilen. Würde realistischere Selbsteinschätzungen erlauben. Stattdessen aber wird die Zuschreibung tabuisiert oder als Beschimpfung vollzogen/aufgefaßt, versichert, man könne das ja nicht messen, und wer solle das denn beurteilen, und es gebe doch so viel Wichtigeres, und zugleich sich dann doch soviel davon zugeschrieben, daß es alles Lügen straft.
 
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  • #147
Würde realistischere Selbsteinschätzungen erlauben. Stattdessen aber wird die Zuschreibung tabuisiert oder als Beschimpfung vollzogen/aufgefaßt, versichert, man könne das ja nicht messen, und wer solle das denn beurteilen, und es gebe doch so viel Wichtigeres, und zugleich sich dann doch soviel davon zugeschrieben, daß es alles Lügen straft.
ja, oft pure Faulheit oder einfach mit dem Pflichtschulabschluss das Konzept "man lernt nicht für die Schule, sondern für das Leben" abgeschlossen und irgendwohin gestellt. Intelligenz kann man messen, die angeborene Möglichkeit eines Menschen...oft wird diese angeborene Möglichkeit aber nicht oder nicht mehr trainiert, dann hilft Intelligenz natürlich gar nichts.