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  • #661
Danke @Megara Ich habe den Band
"Das mit uns das fängt ja erst an"
gerade bei Medimops für 3,06 Euro erstanden. Sonst hatten sie leider nix von ihr.:(
Der Maron isses wohl nicht flach genug;)
 
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  • #666
"Wer hamstert so spät bei Nacht und Wind, es ist der Österreicher, der wieder spinnt. Er hat die Nudeln wohl in dem Arm, und Klopapier für seinen Darm. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? Siehst Vater, du, denn die Nachrichten nicht? Die Pandemie von Corona, sie naht. Mein Sohn, Hygiene dich bewahrt. Mein Vater, mein Vater, doch hörest du nicht, wie die Grundversorgung zusammenbricht? Sei ruhig, bleib ruhig mein Sohn. Es reicht die Seife zur Desinfektion. Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort? Mehl und auch Nudeln, sind längst schon fort. Mein Sohn, mein Sohn, bedenke, wir geh’n nicht gleich für Jahrzehnte in die Quarantän’. Bleib ruhig, bleib besonnen mein Kind, wenn wir beim Händewaschen sorgsam sind, dann leiden wir alle auch keine Not. Drum horte nicht Klopapier wie ein Idiot."
 
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  • #667
Oh Maron du Corona-Muse
jetzt gibts Gedichte statt Geschmuse
Keiner fasst den andern an
nun entzieht sich Frau von Mann
auch brauch ganz Wien und Österreich
sehr viel Mehl für seine Speis.
Selbst Optimisten sagen barsch
die Erde ist im Nu am Arsch
und geht die Welt bald unter, hier
dann braucht es eben Klopapier.
 
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Deleted member 23363

  • #668
 
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  • #669
frühling


die erde bricht auf
leben quillt
aus allen poren

kater schwängern
katzen zuhauf

das eis hat
den kampf gegen
die sonne
verloren




A. Müller ( von sinnen )
 
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Deleted member 23363

  • #674
An sich

Sey dennoch unverzagt. Gieb dennoch unverlohren.
Weich keinem Glücke nicht. Steh’ höher als der Neid.
Vergnüge dich an dir und acht es für kein Leid
Hat sich gleich wider dich Glück’ Ort und Zeit verschworen.

Was dich betrübt und labt, halt alles für erkohren.
Nim dein Verhängnüß an. Laß’ alles unbereut.
Thu, was gethan muß seyn, und eh man dirs gebeut (befiehlt).
Was du noch hoffen kanst, das wird noch stets gebohren.

Was klagt, was lobt man doch? Sein Unglück und sein Glücke
ist ihm ein jeder selbst. Schau alle Sachen an.
Dieß alles ist in dir. Llaß deinen eiteln Wahn.

Und eh du förder gehst, so geh’ in dich zu rücke.
Wer sein selbst Meister ist und sich beherrschen kann,
Dem ist die weite Welt und alles unterthan.

Paul Fleming
 
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  • #675
Emanuel Geibel (1815-1884)
Hoffnung
Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
Und streut er Eis und Schnee umher,
Es muß d o c h Frühling werden.

Und drängen die Nebel noch so dicht
Sich vor den Blick der Sonne,
Sie wecket doch mit ihrem Licht
Einmal die Welt zur Wonne.

Blast nur ihr Stürme, blast mit Macht,
Mir soll darob nicht bangen,
Auf leisen Sohlen über Nacht
Kommt doch der Lenz gegangen.

Da wacht die Erde grünend auf,
Weiß nicht, wie ihr geschehen,
Und lacht in den sonnigen Himmel hinauf,
Und möchte vor Lust vergehen.

Sie flicht sich blühende Kränze ins Haar
Und schmückt sich mit Rosen und Ähren,
Und läßt die Brünnlein rieseln klar,
Als wären es Freudenzähren.

Drum still! Und wie es frieren mag,
O Herz, gib dich zufrieden;
Es ist ein großer Maientag
Der ganzen Welt beschieden.

Und wenn dir oft auch bangt und graut,
Als sei die Höll' auf Erden,
Nur unverzagt auf Gott vertraut!
Es muß d o c h Frühling werden..