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  • #91
AW: Ein Gedicht

Die höheren Gnadengaben - das Hohelied der Liebe

1 Kor 13,1 - 13,13

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüsste / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße / und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte / und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, / hätte aber die Liebe nicht, / nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, / sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, / lässt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, / Zungenrede verstummt, / Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; / doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, 1980
 
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  • #92
AW: Ein Gedicht

Danke Akamausi für obigen Text.

Jahr für Jahr hörte ich
von jener Liebe predigen -
Kind noch ward ich genannt.

Kein Mensch sagte mir,
daß dies die Liebe Gottes sei,
wie meine Kirche sie verstand.

Jahr für Jahr sucht ich nun
eine Liebe zu leben,
wie ich sie nun verstand.

Jahr für Jahr scheiterte ich
eine Liebe zu leben
die göttlich sollt genannt.

Was für ein Irrtum.
Was für eine Überfrachtung.
Für des armen Menschen Kraft.

Kein Mensch glauben dürfte
göttliches zu sollen,
göttliches zu wollen.

Darum habe ich aus jener Liebe
nun jenen Teil heraus geschält,
der – glaub ich - menschlich Maß enthält.

Ich weiß, als Ingenieur sollte ich nicht unbedingt dichten. Aber obige „Versform“ entspricht dennoch meinem Empfinden von inhaltlicher Gliederung.

Und jetzt der Rest des von Akamausi zitierten Textes, wie er mir auch für ein irdisches Leben noch erstrebenswert und zuträglich erscheint:



Zitat von akamausi:
Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht,
sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
lässt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
 
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  • #93
AW: Ein Gedicht

Könntet ihr vielleicht einen anderen Thread mit religiösem Thema aufmachen ? Mich schüttelt es beim Lesen.
Hart gesagt, aber ich habe es mir schon ein paar Mal verkniffen und jetzt war es einmal zu viel.... :)
 
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  • #94
AW: Ein Gedicht

Danke Schreiberin, für Deine Antwort

Und jetzt kurz in Prosa:

Ich wollte darauf aufmerksam machen, wie sehr in unserem sogenannten christlich westlichen Abendland mit dem (früher) noch unentrinnbaren Religionsunterricht der staatlichen Schulen in in der staatlichen Schulpflicht der Begriff der Liebe religiös überfrachtet wurde.

Und ich wollte auf die Tragik hinweisen, für den Fall daß ein kleines noch unerfahrenes Kind eine wie auch immer geartete „göttliche Liebe“ auch als Mensch für gefälligst anzustreben sehen würde.

Unter Umständen könnte dies das Maß des menschlich Möglichen übersteigen. - Und damit die Liebe zu Lebzeiten unnötig belasten.
 
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  • #95
AW: Ein Gedicht

Zitat von Schmusehannes:
Danke Schreiberin, für Deine Antwort

Und jetzt kurz in Prosa:

Ich wollte darauf aufmerksam machen, wie sehr in unserem sogenannten christlich westlichen Abendland mit dem (früher) noch unentrinnbaren Religionsunterricht der staatlichen Schulen in in der staatlichen Schulpflicht der Begriff der Liebe religiös überfrachtet wurde.

Und ich wollte auf die Tragik hinweisen, für den Fall daß ein kleines noch unerfahrenes Kind eine wie auch immer geartete „göttliche Liebe“ auch als Mensch für gefälligst anzustreben sehen würde.

Unter Umständen könnte dies das Maß des menschlich Möglichen übersteigen. - Und damit die Liebe zu Lebzeiten unnötig belasten.
Hallo Schmusehannes !
Meine Bemerkung war (für mich) unvermeidlich, aber auch unverschämt und respektlos - da braucht sich niemand für bedanken.

Und ich wollte auf die Tragik hinweisen, für den Fall dass ein bestimmter sehr spezieller Forist eine wie auch immer geartete "offentliche" Kommunikation mit mir als Mensch für sinnvollst anzustreben sehen würde.

Verstanden ? Siehst du - so geht es mir auch, wenn ich deine Beiträge lese. Das ist jetzt nicht gemein gemeint, aber wenn ich etwas von dir lese, weiß ich nicht, ob ich mich total verarscht fühlen oder totlachen soll. Zwischen uns liegen bestimmt Welten die größer sind als jede Art von göttlicher, wahrer oder was auch immer Liebe.

Deshalb mein Fazit : lass uns lieber nicht kommunizieren. Da kommt NICHTS Gutes oder Sinnvolles bei rum, für keinen von uns. Ignorier mich einfach.

Ich glaube, es liegt daran, dass ich heute morgen im Radio gehört habe, dass die Kindesmissbräuche in der katholischen Kirche nicht aufgeklärt werden (welche Überraschung !). Das macht mich heute extrem dünnhäutig gegenüber ALLEM Religiösen.
 
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  • #96
AW: Ein Gedicht

Zitat von Schreiberin:
Ich glaube, es liegt daran, dass ich heute morgen im Radio gehört habe, dass die Kindesmissbräuche in der katholischen Kirche nicht aufgeklärt werden (welche Überraschung !). Das macht mich heute extrem dünnhäutig gegenüber ALLEM Religiösen.
So stimmt es nicht. Die katholische Kirche hat in manchen Diözesen Akten vernichtet, die älter sind als 10 Jahre (laut Kirchengesetz zulässig) und will die Fragebögen des kfn nicht an die Missbrauchsopfer weiterleiten. Somit ist der geplanten Untersuchung die Möglichkeit der wissenschaftlichen Fundierung genommen. Außerdem möchte sie dann auch Einfluss nehmen auf die Veröffentlichung möglicher Forschungsergebnisse. Woraufhin Christian Pfeiffer zu Recht die Sinnhaftigkeit des Unterfangens bezweifelt, aber betont weiter forschen zu wollen.
Das alles wirft wiederholt ein sehr schlechtes Licht speziell auf die katholische Kirche. Da ich in dieser Hinsicht (Missbrauch) sehr sensibel bin, kann ich gar nicht in Worte fassen wie zum Kotzen ich das finde.
 
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  • #97
AW: Ein Gedicht

Du bist mal wieder besser informiert als ich, Else. Unser Fazit scheint aber wohl das Gleiche zu sein....
 
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  • #98
AW: Ein Gedicht

In diesem Thread geht es um Gedichte, die die Poster berühren oder ihnen gefallen. Woher diese stammen, ist doch dabei erstmal irrelevant. Es käme doch auch keiner auf die Idee, sich bestimmte Gedichte zu verbitten, weil er den Verfasser menschlich gesehen für ein A*loch hält.

@Schreiberin: Die Kirchendiskussion hast du angefangen.
Es wäre jedenfalls schade, wenn der Spass an diesem Thread dadurch "verdorben" würde.

P.S. ich bin weder Christ noch sonst religiös.
 
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  • #99
AW: Ein Gedicht

Ja,ja ja, ich bin ja schon still.... ;-)
 
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  • #100
AW: Ein Gedicht

Ich find es schon OK.

Über Gedichte kann man reden.
Und über das was einem so dabei einfällt.
Schließlich wollten die Gedichte (oder die Verfasser der Gedichte) ja auch mal was bewegen.

In übrigen ist mir schon klar, daß ich nicht immer leicht zu verstehen bin. Und ich freue mich, wenn es einige dennoch tun.
 
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  • #101
AW: Ein Gedicht

Da war mal ne Frau aus Metz
Die suchte nen Mann im Netz
Schlau war er und reich
Fast so wie ein Scheich
Doch er roch leider stark nach Briketts....
 
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  • #102
AW: Ein Gedicht

IMMER WIEDER

Mit dir wag ich das Unwägbare,
gehe über meine Grenzen
und schicke mein Schicksal
auf den Weg zu sich selbst.

Mit dir kann ich nicht fehlen,
denn nichts fehlt mir
in deiner Nähe.

Wenn du an meiner Seite bist,
ist die Zeit auf meiner Seite -

und nichts und niemand
kann mir das Lächeln nehmen,
das ich dir immer
wieder schenken will.

von Hans Kruppa
 
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  • #103
AW: Ein Gedicht

ABER

Scheitern,
aber nicht verbittern.

Betrogen werden,
aber nicht betrügen.

Illusionen aufgeben,
aber nicht die Hoffnung.

Enttäuschungen erleiden,
aber nicht resignieren.

Sich abfinden,
aber nicht abstumpfen.

Belogen werden,
aber aufrichtig bleiben.

Träume verlieren,
aber nicht das Träumen.

von Hans Kruppa
 
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  • #104
AW: Ein Gedicht

Verabredung

Du reist mit deinen,
ich reise mit meinen Erwartungen an.
Da stehen wir dann
und alles ist anders.
Und bei der Abreise
hast du deine
und habe ich meine Erinnerungen
im Handgepäck.

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #105
AW: Ein Gedicht

Verliebt

Deine Worte,
deine Gesten
fallen
in mein Herz
wie Samenkörner.

Und ich
spüre es
in meinem Herzen
wachsen.

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #106
AW: Ein Gedicht

Ausradiert?

Ich habe eben
deine Telefonnummer
aus meinem Notizbuch radiert.

Jetzt suche ich
im Branchenfernsprechbuch
nach jemandem,
der Radiergummis anbietet,
mit denen man

Gefühle ausradieren kann.

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #107
AW: Ein Gedicht

In den eigenen vier Wänden

Die Lüge scheint aus jeder Lampe.
Die Langeweile kuschelt sich ins Bett.
Die Gewöhnung sitzt lässig im Wohnzimmersessel,
und aus dem Wasserhahn tropft Monotonie.

Die Wände sind oft mit Unfreiheit tapeziert.
Der Streitgeist sitzt im Gummibaum.
Und auf dem Herd wird immer wieder
die gleiche Suppe aufgekocht.

Liebe Worte klingen nicht viel öfter
als die Türglocke, wenn sie mal läutet
und die Melodie der Isolation spielt:

...Muß Liebe so enden...

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #108
AW: Ein Gedicht

Zuneigung

Ich möchte zu dir fliegen,
doch meine Propeller sind zerbrochen
an den Felsen der Angst.

Ich möchte dein Herz finden,
doch irre ich umher
in den Nebelbänken der Unsicherheit.

Ich möchte dich streicheln,
aber ich habe keine Landeerlaubnis;
die Hemmungen im Tower
geben die Landebahn nicht frei.

Wenn ich eines Tages doch ankomme,
will ich dir Liebe und Wärme geben.

Werde ich dann schon zu kalt sein,
durchgefroren vom scharfen Wind der
Enttäuschung?

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #109
AW: Ein Gedicht

Liebe

...voneinander gefesselt sein
und doch keine Ketten anlegen.

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #110
AW: Ein Gedicht

An einen Freund
(du weißt schon, wen ich meine)

Als eine schillernde Kugel,
die Versprechen in sich trägt,
begegnetest du mir –
und ich berührte dich.

Von der Vielfalt deiner Farben fasziniert,
bemerkte ich nicht
die Distanz,
die du wahrtest.

Gerade als ich dir
mein Vertrauen schenken wollte,
bist du zerplatzt.

Ade, liebe Seifenblase.

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #111
AW: Ein Gedicht

Ein frohes Liebesgedicht

Ich hab dich lieb
und doch muß ich manchmal
von dir fortgehen.
Und du weißt ja selber,
daß auch du nicht stets
nur bei mir bleiben kannst.

Es ist immer ein Abschied,
aber niemals ein Verlassen.

Es ist immer ein Wiedersehn,
aber niemals ein Zurückkommen.

Ich hab dich lieb
und möchte mit dir
leben ... lieben
und nicht im Wechselspiel
aneinander rumkürzen,
zerstören und streiten.

von Kristiane Allert-Wybranietz
 
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  • #112
AW: Ein Gedicht

"Mama, stimmt es, dass in einigen Teilen Afrikas die Frauen ihre Männer vor der Ehe nicht kennen?" "Das ist in jedem Land so, Kleines." Anonym
 
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  • #113
AW: Ein Gedicht

Ich hasse Krieg auf Feld und Flur
Mag Ruhm mir dabei winken.
Ich bleib' zu Haus und werd' dort nur
In Venus' Arme sinken.
Die Gottheiten, die ich verehr'
Sind Freiheit, Frieden, Fülle.
Viel lieber mach' ich einen mehr
Als dass ich zwanzig kille.

Robert Burns, Schottland's Nationalheld

Leider habe ich die Originalfassung nicht.
 
W

winzling_geloescht

  • #114
AW: Ein Gedicht

Morgens und abends zu lesen

Der, den ich liebe
Hat mir gesagt
Daß er mich braucht.

Darum
Gebe ich auf mich acht
Sehe auf meinen Weg und
Fürchte von jedem Regentropfen
Daß er mich erschlagen könnte.

Bertolt Brecht
 
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  • #115
AW: Ein Gedicht

Sehr schön.

Studien zeigen, dass dem Klugen die Liebe besser gelingt....
 
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  • #116
AW: Ein Gedicht

So saß ich schon einmal
auf einem Stein
die Arme um die Knie geschlungen
den Kopf gesenkt
und einer hielt mich im Bild fest
Auf einem anderen Stein
an einem anderen Meer
ein anderer machte das Bild
von einem anderen Ich

(Christine Brückner)

aus dem Buch "aber besoffen bin ich von dir"
 
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  • #117
AW: Ein Gedicht

"Manche Männer bemühen sich lebenslang,
das Wesen einer Frau zu verstehen.

Andere befassen sich mit weniger schwierigen Dingen,
z. B. der Relativitätstheorie."

Albert Einstein
 
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  • #118
AW: Ein Gedicht

Zitat von Polly:
Das dürfte eine recht freie Übersetzung von "Lines on War" sein:

I MURDER hate, by field or flood,
Tho' glory's name may screen us;
In wars at hame I'll spend my blood,
Life-giving wars of Venus.
The deities that I adore,
Are social peace and plenty;
I'm better pleas'd to make one more,
Than be the death o' twenty.

Grrr, jetzt habe ich wieder den halben Abend Melodie und Text von Auld Lang Syne im Ohr/Kopf.... ;-)
 
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  • #119
AW: Ein Gedicht

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Fantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben.
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben.
Sie haben mich erwachsen werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben.
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem aber danke ich all denen, die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben! Danke.

Paulo Coelho
 
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  • #120
AW: Ein Gedicht

Das ist der Sinn

Meine Augen sind da für das Licht,
für das Grün des Frühlings,
für das Weiß des Schnees,
für das Grau der Wolken,
für das Blau des Himmels,
für die Sterne der Nacht.
Mein Mund ist da für das Wort,
für das gute Wort,
auf das einer wartet.
Meine Lippen sind da für den Kuß
und meine Hände,
um zärtlich und sanft zu sein,
um zu streicheln
und Trost zu spenden,
und meine Füße,
um den Weg zu meinem Nächsten zu gehen.
Mein Herz ist da für die Liebe,
für die Wärme,
für jene, die in Kälte
und Einsamkeit leben.
Ohne Leib bin ich nirgends,
ohne Sinn bin ich nichts.
Alles das hat Bedeutung.
Alles das ist da
für das unvorstellbare Wunder,
daß es soviel wunderbare Menschen um mich gibt…
Warum begreife ich dann nicht,
daß ich für die Freude gemacht bin?

Phil Bosmans