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  • #421
Ich kann nicht singen, schreiben oder dichten. Ich tu es trotzdem alles, weil das Leben kurz ist. Ein Gedicht aus einer Zeit, in der ich noch weniger geschlafen habe als heute und das mir wieder einfiel, als ich ein bestimmtes Lied im Radio hörte heute.

Die Sonne sinkt, der Tag kommt zur Ruh
Kleinen Kindern fallen die Augen zu
Alte Leute schauen Tagesschau
Junger Mann trifft junge Frau
Verliebte Paare trinken roten Wein
Ich bleib' Abends lieber allein

Die Nacht beginnt, die Welt ist still
Weiß ich eigentlich, was ich will?
Und muss ich immer alles wissen?
Kann ich dich nicht einfach so vermissen?
Klar doch, ja das könnte ich
Nur wollen, wollen tu ich's nicht

Denn es ist so, wenn sich der Mond erhellt
Und kaltes Licht ins Zimmer fällt
Dann kehrst du zurück in jeder Nacht
Wenn du wüsstest, was das mit mir macht!
Wie ein Geist, der mich berührt
Und in mir die Sehnsucht schürt

Mir zärtlich durch die Haare streicht
Mir nicht von der Seite weicht
Und mit mir die Träume träumt
Die ich schon lange weggeräumt
Der mir alle meine Wunden näht
Und mir sagt: Es ist nie zu spät!

Das Dunkel weicht, dein Geist, er lacht
Ein Hund bellt! Ich bin aufgewacht.
Da ist niemand, nur der Kühlschrank summt
Die Glieder schmerzen, mein Kopf, er brummt
Mondlicht spiegelt sich im Hafen
Will nicht träumen, will nicht schlafen

Weiche Geist, lass mich in Frieden!
Will einfach nur allein hier liegen!
Du willst nicht? Du willst nicht gehen?
Soll ich dich jede Nacht nun sehen?
Bist erst zufrieden wenn ich fleh:
Bitte! Bitte! Nun endlich, geh!

Bis die Erschöpfung mich fortnimmt
Die nächste Nacht, sie kommt bestimmt.
 
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  • #422
DU und ICH


Du Herz, du Seele, du Geist.

Ich will von dir keinen Sex,

will nicht knutschen, küssen oder schmusen.

Du bist für mich kein Sexualobjekt.

weder im positiven noch im negativen Sinn.

Wir sind keine Siebzehn mehr.

Ich sehne mich nach Unterhaltungen mit intellektuellem Anspruch,

nach gemeinsamen Staunen über die Natur und das Leben.

Es gibt so viel zu entdecken.

Ich möchte tiefsinnige Gespräche bei Tee oder Wein.

Ich will mit dir gemeinsam über das Leben, die Welt, und über uns selbst lachen,

und ich möchte auch gemeinsam mit dir hemmungslos weinen können.

Ich suche bei dir menschliche Wärme, innere Nähe und gleichzeitig intellektuelle Anregung.

Ich möchte nicht mehr nur allein im kalten Wind des Lebens stehen.

Ich möchte dir von meinen Talenten geben und von den deinen profitieren.

Ich werde langsam alt, aber seit ich dich kenne geht es langsamer.

Ich möchte gemeinsam mit dir alt werden.

Alt und weise,

und glücklich.
 
D

Dr. Bean

  • #423
jetzt hab ich mir ein wenig auf die Hand gekotzt
 
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  • #425
jetzt hab ich mir ein wenig auf die Hand gekotzt
Tzz, Tzz - lieber Bohne,
ich finde das Gedicht wunderschön, es berührt mich.
Eine Ode an die Freundschaft
in einem Forum, in dem viel Liebe fehlt,
in dem viel von Leid und Kummer und
Enttäuschungen geschrieben wird,
in dem manchmal heftigst kritisiert wird,
teilweise Unverständnis herrscht,
aber auch sehr viel Mitgefühl, Hilfen,
und unendlich viel Anteilnahme
und sehr viel freundliches Klönen,
Smalltalk, herzliches Miteinander
- da darf man herzlich gerne mal
etwas über Freundschaft dichten,
über Dankbarkeit und ein
ganz anderes Glücksgefühl
als es eben in der Liebe herrscht.
Auch wenn das Leben nicht immer schön ist
es liegt an jedem selber
doch noch etwas draus zu machen
und das anzunehmen und zu genießen,
was einem auf dem langen Weg begegnet.
Und andere s.o. dran teilnehmen zu lassen.
 
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  • #426
DU und ICH


Du Herz, du Seele, du Geist.

Ich will von dir keinen Sex,

will nicht knutschen, küssen oder schmusen.

Du bist für mich kein Sexualobjekt.

weder im positiven noch im negativen Sinn.

Wir sind keine Siebzehn mehr.

Ich sehne mich nach Unterhaltungen mit intellektuellem Anspruch,

nach gemeinsamen Staunen über die Natur und das Leben.

Es gibt so viel zu entdecken.

Ich möchte tiefsinnige Gespräche bei Tee oder Wein.

Ich will mit dir gemeinsam über das Leben, die Welt, und über uns selbst lachen,

und ich möchte auch gemeinsam mit dir hemmungslos weinen können.

Ich suche bei dir menschliche Wärme, innere Nähe und gleichzeitig intellektuelle Anregung.

Ich möchte nicht mehr nur allein im kalten Wind des Lebens stehen.

Ich möchte dir von meinen Talenten geben und von den deinen profitieren.

Ich werde langsam alt, aber seit ich dich kenne geht es langsamer.

Ich möchte gemeinsam mit dir alt werden.

Alt und weise,

und glücklich.
Sehr schön geschrieben und wenn ich Chavas Interpretation richtig verstehe, dann ist es eine Ode an die Freundschaft. Ich finde allerdings, dass das tiefer geht als Freundschaft und platonische Liebe ist es doch nicht, was wir suchen, also nur berührt sein, sondern berührt werden.
 
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  • #427
Sehr schön geschrieben und wenn ich Chavas Interpretation richtig verstehe, dann ist es eine Ode an die Freundschaft. Ich finde allerdings, dass das tiefer geht als Freundschaft und platonische Liebe ist es doch nicht, was wir suchen, also nur berührt sein, sondern berührt werden.
Es ist etwas Besonderes an @chava . Sie hat ihre ganz eigenen, persönlichen Interpretationen. Mit ihr erlebt man täglich wieder eine neue Welt.
 
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  • #428
ich finde das Gedicht wunderschön, es berührt mich.
Eine Ode an die Freundschaft
Ja, eben, es geht um Freundschaft, nicht um Liebe.
Für ein Liebesgedicht ist es mir zu kitschig und auch zu unrealistisch, da Streicheln, Kuscheln und letztlich Sex vollkommen und explizit ausgeschlossen wird.
Kommt mir so vor, als wenn hier ein Mann der Frau gegenüber seine AUSSCHLIEßLICH hehren und ehrenhaften Absichen darstellen will, um die Dame auf keinen Fall mit den "tatsächlichen" Wünschen und Begierden möglicherweise zu verprellen.
Motto: Ich lulle sie erstmal ein, aber dann "lasse ich die Sau raus".
 
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  • #429
Hm, mein selbst verfasstes Gedicht wurde ohne jeglichen Kommentar offensichtlich einfach von der Redaktion entfernt.
Das empfinde ich als ziemlich respektlos und vor allem kann ich nichts daraus lernen, da mir meine möglicherweise vorhandene "Verfehlung" überhaupt nicht dargelegt wird, sodass ich den "Fehler" (so es denn einer war), zukünftig nicht vermeiden kann.
 
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  • #430
Hm, mein selbst verfasstes Gedicht wurde ohne jeglichen Kommentar offensichtlich einfach von der Redaktion entfernt.
Das empfinde ich als ziemlich respektlos und vor allem kann ich nichts daraus lernen, da mir meine möglicherweise vorhandene "Verfehlung" überhaupt nicht dargelegt wird, sodass ich den "Fehler" (so es denn einer war), zukünftig nicht vermeiden kann.
??????????
Hab ich was verpasst?????
 
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  • #432
Ja, eben, es geht um Freundschaft, nicht um Liebe.
Für ein Liebesgedicht ist es mir zu kitschig und auch zu unrealistisch, da Streicheln, Kuscheln und letztlich Sex vollkommen und explizit ausgeschlossen wird.
Kommt mir so vor, als wenn hier ein Mann der Frau gegenüber seine AUSSCHLIEßLICH hehren und ehrenhaften Absichen darstellen will, um die Dame auf keinen Fall mit den "tatsächlichen" Wünschen und Begierden möglicherweise zu verprellen.
Motto: Ich lulle sie erstmal ein, aber dann "lasse ich die Sau raus".
Ich werf mich weg.
Erst dachte ich, du spielst auf die mittelalterliche Kultur des Minnesangs an, und dann kommt das Motto als Pointe.
Obwohl?! Es könnte auch eine Interpretation desMinnesangs sein, die durchaus einen Wahrheitsgehalt haben könnte.
 
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  • #434
Hat sich schon geklärt.

IMHO hat es gefunden, wo ich es auch schon vermutet habe.

Das Gedicht wurde hier verfasst: https://www.parship.de/forum/thema/liebesgedicht.9800/#post-307727

Grüße von Eureka
DAS ist mir jetzt etwas peinlich, weil es so aussehen könnte, als ob ich das Ganze inszeniert hätte, um mehr Beachtung zu erhalten. Ich stehe mit meinen Beiträgen nicht so gerne dermaßen im Fokus.........:oops:
 
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  • #435