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  • #571
Wenn Stille in dir Einzug hält
Und wie vergessen ist die Welt,
Dann warst du doch ein Teil von ihr
Und sie ein großer Teil von dir.

Du gehst und kommst doch bei dir an
Und siehst im Angesicht des Seins
Dass Ich und Welt nicht fremd sein kann
Es ist und war noch immer Eins
 
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Solutréen

  • #572
Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.


Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.


Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse
 
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  • #573
Ein Versuch

Ich habe versucht
zu versuchen
während ich arbeiten muß
an meine Arbeit zu denken
und nicht an dich
Und ich bin glücklich
daß der Versuch
nicht geglückt ist

Erich Fried
 
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  • #574
Dich

Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist

Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter

Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist

Erich Fried
 
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  • #575
Nideriu minne heizet diu sô swachet,
daz der lîp nâch kranker liebe ringet.
diu minne tuot unlobelîche wê.
hôhiu minne heizet diu daz machet,
daz der muot nâch hôher wirde űf swinget.
diu winket mir nű, daz ich mit ir gê.
mich wundert wes diu mâze beitet:
kumet diu herzeliebe, ich bin iedoch verleitet.
mîn ougen hânt ein wîp ersehen,
swie minneclîche ir rede sî,
mir mac wol schade von ir geschehen.

Nied're Minne kann dich zwar erregen,
Dass der Leib in kranker Lust sich windet,
Diese Minne macht nur schwach und leer.
Hohe Minne kann dich neu bewegen,
Dass der Geist nur edle Ziele findet,
Doch Erfüllung, die winkt nimmermehr.
Mäßigung, wohin wollt Ihr mich führen?
Wird die Liebe neu mein Herz berühren?
Mein Aug. das hat ein Weib gesehen,
So lieblich sie nun auch sprechen mag -
Ach, wird mir ein Leid nun durch sie geschehn?

Walther von der Vogelweide (ca.1170 - ca.1230)
 
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  • #576
Bunte Kleckse, weiter Schwung.
Tanzschuh im Delirium.
Lachen, Tränen, traute Ringe.
Liebeslanges Glück, beschwinge.
 
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  • #577
Muss ein Gedicht eigentlich einen Titel bekommen (bei Kunstwerken stellt sich das gleiche Problem).
MIT bekommt das Ganze direkt einen Deutungsrahmen und kann eher im Sinn des Schreibers verstanden werden.
OHNE bleiben viel mehr Deutungsmöglichkeiten für den Lesenden.
*grübel
 
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  • #578
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  • #580
GEWITTER

Der Boden bebt, die Luft vibriert
am Himmel zucken Blitze
der Mensch im Auto sich chauffiert
und fährt durch manche Pfütze.

Die Menschen hasten, eilen, rennen
und suchen vor dem Nass ‚nen Schutz
manch‘ Kind fängt angstvoll an zu flennen
Radfahrer’s Hosen voll mit Schmutz.

Der Regen fällt mit viel Geprassel
den Bauern freut’s – den Boden auch
für die Familie ‚n Schlamassel
und völlig unbeschirmt der Bauch.

Die Bürgersteige leer gefegt,
die Menschen sind aus Zucker
kein Mensch sich auf den Straßen regt
im Rinnstein schwillt Geglucker.

Doch kommt auch wieder helle Zeit
und einer schreibt auf Twitter:
#wir hatten schlimm „Unwetter“ heut
und meint dabei – Gewitter.

(IMHO)
 
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  • #581
Auf der Alm, da ist gut lieben
denn jeden Herbst wird abgetrieben.

Ingrid Steeger in "Klimbim"
Herr Mahlzahn distanziert sich prophylaktisch schon mal vom umstrittenen Inhalt
 
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  • #582
Es war einmal und ist nicht mehr
ein vollgefressner Teddybär
der aß am Tag ein halbes Brot
und als er starb, da war er tot.

Direkt an meinem linken Hoden
kratz ich mich. Das ist verboten.


Der Main ist trüb,
die Luft ist rein
Herr Gauland muß ertrunken sein.
 
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  • #583
Stabat mater
anonymus (1200 – 1300) original in Latein


Gereimte Übertragung

Heinrich Bone 1847

Christi Mutter stand mit Schmerzen
bei dem Kreuz und weint von Herzen,
als ihr lieber Sohn da hing.
Durch die Seele voller Trauer,
schneidend unter Todesschauer,
jetzt das Schwert des Leidens ging.

Welch ein Schmerz der Auserkornen,
da sie sah den Eingebornen,
wie er mit dem Tode rang.
Angst und Jammer, Qual und Bangen,
alles Leid hielt sie umfangen,
das nur je ein Herz durchdrang.

Ist ein Mensch auf aller Erden,
der nicht muss erweichet werden,
wenn er Christi Mutter denkt,
wie sie, ganz von Weh zerschlagen,
bleich da steht, ohn alles Klagen,
nur ins Leid des Sohns versenkt?

Ach, für seiner Brüder Schulden
sah sie ihn die Marter dulden,
Geißeln, Dornen, Spott und Hohn;
sah ihn trostlos und verlassen
an dem blutgen Kreuz erblassen,
ihren lieben einzgen Sohn.

O du Mutter, Brunn der Liebe,
mich erfüll mit gleichem Triebe,
dass ich fühl die Schmerzen dein;
dass mein Herz, im Leid entzündet,
sich mit deiner Lieb verbindet,
um zu lieben Gott allein.

Drücke deines Sohnes Wunden,
so wie du sie selbst empfunden,
heilge Mutter, in mein Herz!
Dass ich weiß, was ich verschuldet,
was dein Sohn für mich erduldet,
gib mir Teil an seinem Schmerz!

Lass mich wahrhaft mit dir weinen,
mich mit Christi Leid vereinen,
so lang mir das Leben währt!
An dem Kreuz mit dir zu stehen,
unverwandt hinaufzusehen,
ist’s, wonach mein Herz begehrt.

O du Jungfrau der Jungfrauen,
woll auf mich in Liebe schauen,
dass ich teile deinen Schmerz,
dass ich Christi Tod und Leiden,
Marter, Angst und bittres Scheiden
fühle wie dein Mutterherz!

Alle Wunden, ihm geschlagen,
Schmach und Kreuz mit ihm zu tragen,
das sei fortan mein Gewinn!
Dass mein Herz, von Lieb entzündet,
Gnade im Gerichte findet,
sei du meine Schützerin!

Mach, dass mich sein Kreuz bewache,
dass sein Tod mich selig mache,
mich erwärm sein Gnadenlicht,
dass die Seel sich mög erheben
frei zu Gott in ewgem Leben,
wann mein sterbend Auge bricht!
 
D

Deleted member 24797

  • #584
Zarter Beginn

So fein und sanft,
was mich da berührte.
Zärtlich hätte es sein können.
Und doch!
Es wurde zum Mückenstich,
der noch eine Weile böse juckt.
 
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  • #585
"Der Wunsch nach der Landschaft
jenseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht. (...)

Es taugt die Bitte, (...),
daß wir aus der Flut,
daß wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden."

Hilde Domin ("eine Sterbende, die gegen das Sterben anschrieb")
 
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Deleted member 23363

  • #586
Mittelwert und Streuung

Ein Mensch, der von Statistik hört,
denkt dabei nur an Mittelwert.
Er glaubt nicht dran und ist dagegen,
ein Beispiel soll es gleich belegen:

Ein Jäger auf der Entenjagd
hat einen ersten Schuß gewagt.
Der Schuß, zu hastig aus dem Rohr,
lag eine gute Handbreit' vor.

Der zweite Schuß mit lautem Krach
lag eine gute Handbreit' nach.
Der Jäger spricht ganz unbeschwert
voll Glauben an den Mittelwert:
Statistisch ist die Ente tot!

Doch wär er klug und nähme Schrot
- dies sei gesagt ihn zu belehren -
er würde seine Chancen mehren:
Der Schuß geht ab, die Ente stürzt,
weil Streuung ihr das Leben kürzt!

P.H. List
 
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  • #587
@Baudolino ists gewesen
treibt Schabernak mit Lebewesen
tötet Enten ohne Not
statt Zahlen nimmt er hartes Schrot
und Flinten statt dem Rechenschieber
doch wär es Adam Riese lieber
er schösse nur mit blanken Zahlen
erspart es Enten Tod und Qualen.


Johann Wolfgang von Griebenschmalz
 
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  • #588
Es gab eine Frau mal in Sachsen,
die wollte die Härchen sich wachsen,
sie nahm ein paar Kerzen,
ertrug alle Schmerzen
und sah nicht mehr aus wie erwachsen.
 
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  • #590
Tulpen sind rot
Schwarz-Gelb sind die Bienen
Ich kann nicht dichten
Blaue Bohrmaschinen.
 
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  • #591
Abend



Über die Felder weht zitternd die Luft,
Am grünlichen Himmel weiße Sterne,
Der kraftvollen, schwarzbraunen Erde Duft,
Ein verhallender Glockenschlag in der Ferne.
Weit hinten glitzert gespenstisch das Meer,
Mir ist, als lockt es, um mich zu fangen.
Eine Möwe fliegt kreischend hin und her –
Mehr kann man doch wirklich nicht verlangen.
Und verzweiflungsvoll stehe ich an der Küste,
Wenn ich doch bloß eine Pointe wüßte.

Kurt Tucholski
 
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  • #592
Kleines Solo

Einsam bist du sehr alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Träumst von Liebe. Glaubst an keine.
Kennst das Leben. Weißt Bescheid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Wünsche gehen auf die Freite.
Glück ist ein verhexter Ort.
Kommt dir nahe. Weicht zur Seite.
Sucht vor Suchenden das Weite.
Ist nie hier. Ist immer dort.
Stehst am Fenster. Starrst auf Steine.
Sehnsucht krallt sich in dein Kleid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

Schenkst dich hin. Mit Haut und Haaren.
Magst nicht bleiben, wer du bist.
Liebe treibt die Welt zu Paaren.
Wirst getrieben. Mußt erfahren,
daß es nicht die Liebe ist ...
Bist sogar im Kuß alleine.
Aus der Wanduhr tropft die Zeit.
Gehst ans Fenster. Starrst auf Steine.
Brauchtest Liebe. Findest keine.
Träumst vom Glück. Und lebst im Leid.
Einsam bist du sehr alleine -
und am schlimmsten ist die Einsamkeit zu zweit.

(Erich Kästner)
 
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  • #593
Wandlung

Einsamkeit
ist die Mauer
in uns drin
unterkühlt die Herzenswärme
lässt uns erstarren

Traurigkeit
will zu Tränen werden
zum Loslassen dessen
das nicht sein konnte
das nicht sein wird

Schmerz
wenn du ihn nicht mehr fliehst
sondern deinem Schatten entgegensiehst
lässt abfallen
von der Mauer
einen Stein nach dem andern

Wunden
wenn du sie annehmen kannst
hören auf
dein Leben zu bestimmen
transformieren sich
vielleicht
langsam
ohne dass du die Absicht hättest
in einen Erfahrungsschatz

Narben
bleiben
doch sie ermöglichen
dein tiefes Verständnis
für andere

Dankbarkeit
wird spürbar
dafür
überlebt zu haben
und für alle Wunder
des Lebens
wie klein
sie auch scheinen mögen

Vertrauen
kann wachsen
und das Herz öffnen
uns dazu bewegen
anderen
die Hand zu reichen

Glück
ist plötzlich da
unverhofft
wie ein Sonnenstrahl
ganz hell
der durch die Gewitterwolken
bricht

Liebe
kannst du nun
jederzeit
leben
mit allen
um dich herum
ganz einfach
es braucht nur
deinen Entscheid dazu
immer wieder

Zuversicht
erstarkt
dafür
irgendwann auch
den für dich bestimmten
Menschen
zu finden
 
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  • #594
Wandlung

Einsamkeit
ist die Mauer
in uns drin
unterkühlt die Herzenswärme
lässt uns erstarren

Traurigkeit
will zu Tränen werden
zum Loslassen dessen
das nicht sein konnte
das nicht sein wird

Schmerz
wenn du ihn nicht mehr fliehst
sondern deinem Schatten entgegensiehst
lässt abfallen
von der Mauer
einen Stein nach dem andern

Wunden
wenn du sie annehmen kannst
hören auf
dein Leben zu bestimmen
transformieren sich
vielleicht
langsam
ohne dass du die Absicht hättest
in einen Erfahrungsschatz

Narben
bleiben
doch sie ermöglichen
dein tiefes Verständnis
für andere

Dankbarkeit
wird spürbar
dafür
überlebt zu haben
und für alle Wunder
des Lebens
wie klein
sie auch scheinen mögen

Vertrauen
kann wachsen
und das Herz öffnen
uns dazu bewegen
anderen
die Hand zu reichen

Glück
ist plötzlich da
unverhofft
wie ein Sonnenstrahl
ganz hell
der durch die Gewitterwolken
bricht

Liebe
kannst du nun
jederzeit
leben
mit allen
um dich herum
ganz einfach
es braucht nur
deinen Entscheid dazu
immer wieder

Zuversicht
erstarkt
dafür
irgendwann auch
den für dich bestimmten
Menschen
zu finden
Danke!:rolleyes:
 
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  • #595
Es war einmal ‚ne Wüste,
die rannte schnell und düste,
weil Trockenheit war ihr ‚ne Pein
sie wollte einfach feuchter sein
zum Baumarkt hin, dort fragte sie
nach Linderung, es war bei „Obi“.
 
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  • #596
Kleines Beispiel

Auch ungelebtes Leben geht zu Ende
zwar vielleicht langsamer wie eine Batterie
in einer Taschenlampe

Aber das hilft nicht viel:
Wenn man (sagen wir einmal)
diese Taschenlampe
nach so- und so vielen Jahren anknipsen will
kommt kein Atemzug Licht mehr heraus
und wenn Du sie aufmachst
findest Du nur Deine Knochen
und falls Du Pech hast auch diese
schon ganz zerfressen

Da hättest Du genau so gut
leuchten können

(Erich Fried)
 
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  • #597
Lieben

I.
Und wie mag die Liebe dir kommen sein?
Kam sie wie ein Sonnen-, ein Blütenschein,
kam sie wie ein Beten? – Erzähle:

Ein Glück löste leuchtend aus Himmeln sich los
und hing mit gefalteten Schwingen groß
an meiner blühenden Seele….

II.
Das war der Tag der weißen Chrysanthemen, –
mir bangte fast vor seiner schweren Pracht…
Und dann, dann kamst du mir die Seele nehmen
tief in der Nacht.

Mir war so bang, und du kamst lieb und leise, –
ich hatte grad im Traum an dich gedacht.
Du kamst, und leis wie eine Märchenweise
erklang die Nacht….
(Rainer Maria Rilke)
 

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  • #598
Das ist sehr berührend, es klingt jedoch auch sehr privat.
Also schweige ich weiterhin staunend und diskret.
 
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  • #600
Das ist sehr berührend, es klingt jedoch auch sehr privat.
Also schweige ich weiterhin staunend und diskret.
ja, sehr berührend....den mag ich gern :)

Hätte ich!
Hätte ich gewusst wie süß du lachst.
Niemals hätte ich dich angesehen.
Das du so ein Feuer tief in mir entfachst,
dass wird niemals mehr vergehen.

Hätte ich geahnt wie deine Haut sich anfühlt,
Ich hätte dich niemals berührt.
Nie hat mich eine Berührung so aufgewühlt,
Niemals zuvor so etwas Zartes gespürt.

Hätte ich vermutet wie dein süß dein Duft.
Zu atmen hätte ich sofort aufgehört.
Denn im Bann deiner Atemluft,
war ich wie im Rausch betört

Hätte ich gespürt wie sehr du liebst.
Ich hätte mich von allem los gerissen.
Denn wenn du liebst, du alles von dir gibst.
Das alles werde ich für immer vermissen.