G

Gast

  • #271
Zitat von Philippa:
Ja, warum denn nicht? Habe ich heute geschrieben.
Die Gedichte, die ich in den letzten Tagen gepostet habe, sind alle von mir, alle kürzlich entstanden, ausser das über die Freiheit, das ist schon älter, das kam mir nur wieder in den Sinn wegen des Schopenhauer-Zitats.

das ist toll. Hast du mal daran gedacht in einen Autorenkreis zu gehen?

Das mit der Freiheit gefällt mir aber auch sehr gut.
 
P

Philippa

  • #272
G

Gast

  • #273
Zitat von Philippa:
Nein, ich mag Autorennen nicht sonderlich. :)

Schreiben braucht für mich Stille. Oder meinst du zum Vortragen?

Mir gefallen im Moment die "questions to a grumpy life" am Besten.

sie schreiben alle dort, wo sie es können und wann sie es können. Sie treffen sich und sprechen über ihre Werke, tragen sie einander vor und manchmal auch bei kleinen Lesungen. Du kannst dann auch mit anderen zusammen etwas veröffentlichen, wenn du magst. Es ist eben ein Austausch von Interesierten und Praktizierenden. Es sind teils sehr interesante Leute dabei.
 
P

Philippa

  • #274
Zitat von evelina:
sie schreiben alle dort, wo sie es können und wann sie es können. Sie treffen sich und sprechen über ihre Werke, tragen sie einander vor und manchmal auch bei kleinen Lesungen. Du kannst dann auch mit anderen zusammen etwas veröffentlichen, wenn du magst. Es ist eben ein Austausch von Interesierten und Praktizierenden. Es sind teils sehr interesante Leute dabei.
Hm. Das wäre vielleicht eine Überlegung wert. Danke für die Idee! Weiss jemand, ob es sowas in Zürich gibt?
 
Beiträge
2
Likes
0
  • #276
Zitat von Schreiberin:
AW: Ein Gedicht




Jetzt ist es passiert : Parship hält Einzug in deutsche Prosa !!!... :)
Mal gleich überlegen, was sich auf "Profil", "Verabschiedung" oder "Matching-Punkte" reimt...
In die Lyrik, bitte! Die Prosa wäre ja wohl zu prosaisch.

Als unbedeutendes Spiel
Erstellte ich ein Profil.
Während ich am PC Chips in Ketchup tunkte,
checkte ich meine Matching-Punkte.
Meine Gefühle gerieten allmählich in Zapp-Siedung.
Ich zappte wie wild, betrachtete alle,
doch landete schließlich in einer Falle.
Unprätentiös kam's jedoch zur Verabschiedung.
 
G

Gast

  • #277
Das reicht schon an die Qualität des "Schlesischen Schwans"heran.:)
 
G

Gast

  • #279
Letzte Worte

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ewiger Tag!
Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euren Schmerz will ich erflehen.
Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß ich euch!

Rüschhaus 1846 Annette von Droste-Hülshoff
 
F

Flip- Flop

  • #280
@Dominicus,

mir fehlen die Worte,

Morgen ist ein neuer Tag ................ ganz gewiss ................ auch für Dich
 
G

Gast

  • #281
Zitat von Flip- Flop:
@Dominicus,

mir fehlen die Worte,

Morgen ist ein neuer Tag ................ ganz gewiss ................ auch für Dich
Schön gesagt!

Hast einen Reim
Hau ihn klein :)

Annette von Droste-Hülsdorf ist tot.
Meine Zeit ist noch nicht gekommen, aber ich bin vorbereitet.
Es gibt Tage, so wie heute, da sehne ich den Tod so herbei,
dass ich das Leben am liebsten auskotzen würde.
Alles was micht tröstet, ist der Geist der Birne.


Das Ende wird so wie der Anfang sein

Das Ende wird so wie der Anfang sein.
Wir werden gehen, wie wir sind gekommen.
Wie man im Traum durch fremde Wege schreitet,
auf nackter Heide, endlos hingeweitet,
ein Fünkchen flackert, geisternd hergeschwommen,
gelb, tanzend, quirlend, leis und heiß erglommen:
Wie du auch zweifelst, du vertraust dem Schein.

Du gehst mit ihm, dir ist nicht mehr so schwer,
dir ist, als ob dich große Flügel decken,
als ob du stiegst und fühltest nicht das Steigen,
als ob du schwiegst und redetest im Schweigen,
als ob dich, nachtbeklemmt, Gesichte schrecken,
als ob dich, früh am Morgen, Lerchen wecken –
Doch was du siehst, ist nicht die Erde mehr

Gustav Schüler . 1868-1938
 
Zuletzt bearbeitet:
F

Flip- Flop

  • #282
"Es gibt Tage, so wie heute, da sehne ich den Tod so herbei,
dass ich das Leben am liebsten auskotzen würde."

Hab ich gespürt und deine Gefühle sind mir nicht fremd, manchal ist das Leben beschissen und klein, es zwingt uns oft in die Kniee. Wieder gerade stehn, dass braucht mehr Kraft und ne menge Mut!
Davon wünsche ich dir einen ganzen Sack voll.
Gute Nacht ;)
 
G

Gast

  • #283
Zitat von Flip- Flop:
"Es gibt Tage, so wie heute, da sehne ich den Tod so herbei,
dass ich das Leben am liebsten auskotzen würde."

Hab ich gespürt und deine Gefühle sind mir nicht fremd, manchal ist das Leben beschissen und klein, es zwingt uns oft in die Kniee. Wieder gerade stehn, dass braucht mehr Kraft und ne menge Mut!
Davon wünsche ich dir einen ganzen Sack voll.
Gute Nacht ;)
Hallo Flip-Flop,
ich weiß nicht wie alt du bist. Ich bin schon ein ziemlich alter Knacker.
aber wenn es dir wirklich oft so geht, hoffe ich, du hast sehr gute sehr enge Freunde oder besser noch eine gute psychosoziale Anbindung.
Ich habe eine riesige Menge Humor, Selbstironie und Sarkasmus. Das hält mich am Leben.
und obwohl ich eine Neigung zum Eremitentum habe, bin ich sozial hervorragend vernetzt Mein bester Kumpel ist auch noch Psychiaterin, Psychotherapeutin und Traumatherapeutin. (Die braucht mich als Labormaus :) )
 
F

Flip- Flop

  • #284
Ich hab von allem genung, auch an Lebensjahren.
Das Leben hat mir ganz oft eine reingehauen und dafür bin ich null Dankbar. Ich kämpfe mich durch, denn es gibt noch schlimmere Schicksale.
Aber, ich muss auch nicht mehr alles Verstehen was sich meinem Verständniss verschließt. Zu viele Fragen, Antworten??? selten bis keine.
So, und nu noch eine Ziggi und dann geh ich ins Bett.
Dir eine Gute Nachtruhe gewünscht!
 
F

Flip- Flop

  • #285
Ein winterliches Gedicht

Erst gestern war es, denkst du daran?
Es ging der Tag zur Neige.
Ein böser Schneesturm da begann
und brach die dürren Zweige.

Der Sturmwind blies die Sterne weg,
die Lichter, die wir lieben.
Vom Monde gar war nur ein Fleck,
ein gelber Schein geblieben.

Und jetzt? So schau doch nur hinaus:
Die Welt ertrinkt in Wonne.
Ein weißer Teppich liegt jetzt aus.
Es strahlt und lacht die Sonne.

Wohin du siehst: Ganz puderweiß
geschmückt sind alle Felder.
Der Bach rauscht lustig unterm Eis.
Nur finster steh'n die Wälder.


Alexander Puschkin (1799-1837)