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  • #196
AW: Ein Gedicht

@ Rabenschwester

Danke!

Das wird in meinen Schatz aufgenommen :)

Carlo
 
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  • #197
AW: Ein Gedicht

Dank zurück dafür dass Du die "Stufen" hier aufgenommen hast. Das ist einfach ein großartiges Lebensgedicht.
 
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  • #198
AW: Ein Gedicht

"Fremder Hunger langweilt. Fremdes Glück reizt."

Kurt Tucholsky
 
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  • #199
AW: Ein Gedicht

Den Wert eines Menschen erkennt man zuverlässig daran,
was er mit seiner Freizeit anfängt.

Karl Heinrich Waggerl
 
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  • #200
AW: Ein Gedicht

In der Ehe stammen Drehbuch und Regie vom Mann, Dialoge und Ton von der Frau.

Frederico Fellini
 
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  • #201
AW: Ein Gedicht

Mühsam, Fried, Tucholsky ...ich finds klasse, ganz dickes gefällt mir

und deshalb

Berthold Brecht

Die Liebenden

Seht jene Kraniche in großem Bogen!
Die Wolken, welche ihnen beigegeben
Zogen mit ihnen schon als sie entflogen
Aus einem Leben in ein anderes Leben.
In gleicher Höhe und mit gleicher Eile
Scheinen sie alle beide nur daneben.
Daß so der Kranich mit der Wolke teile
Den schönen Himmel, den sie kurz befliegen
Daß also keines länger hier verweile
Und keines anderes sehe als das Wiegen
Des andern in dem Wind, den beide spüren
Die jetzt im Fluge beieinander liegen:
So mag der Wind sie in das Nichts entführen.
Wenn sie nur nicht vergehen und sich bleiben
So lange kann sie beide nichts berühren
So lange kann man sie von jedem Ort vertreiben
Wo Regen drohen oder Schüsse schallen.
So unter Sonn und Monds verschiedenen Scheiben
Fliegen sie hin, einander ganz verfallen.
Wohin ihr? - Nirgend hin. Von wem davon? - Von allen.
Ihr fragt, wie lange sind sie schon beisammen?
Seit kurzem. - Und wann werden sie sich trennen? - Bald.
So scheint die Liebe Liebenden ein Halt.

(ich habe übrigens zwei Versionen vorliegen, im Hundert Gedichte von der BFDS von 51 fehlen die letzten drei Zeilen)
 
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  • #202
AW: Ein Gedicht

Männern und Straßenbahnen sollte man nicht nachlaufen, es kommen immer wieder neue.

Eva Zeller
 
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  • #203
AW: Ein Gedicht

Hoffnung

ist nicht die Überzeugung,
dass etwas gut ausgeht,
sondern die Gewissheit,
dass etwas Sinn hat,
egal wie es ausgeht.

Vaclav Havel
 
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  • #204
AW: Ein Gedicht

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
ist nichts im Vergleich zu dem,
was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt
nach außen in die Welt tragen,
geschehen Wunder.

Henry David Thoreau
 
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Deleted member 4363

  • #205
AW: Ein Gedicht

Dagmar Scherf

Erst wenn

Erst wenn ich schreibe,
öffne ich ungeahnte Verstecke.
Erst wenn ich weine,
entdecke ich die großen Trauerseen.
Erst wenn ich schwimme,
erinnere ich mich an die Zärtlichkeit des Wassers.
Erst wenn ich in deinen Armen liege,
überschwemmt mich die Sehnsucht.
Vorher immer
das genügsame, glatte
Mir-fehlt-nichts,
An-sich-geht’s-mir-gut.
Das Atemholen dann,
Mut fassen,
der Anlauf,
Sprung ins -
sieh da, das Wasser ist warm!
 
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Deleted member 4363

  • #206
AW: Ein Gedicht

ich warte
auf dich
schließe kurz die augen
und lächle ein
lächeln
als wärst du schon da


flemming
 
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Deleted member 4363

  • #207
AW: Ein Gedicht

Aufstehen

Wenn du
wieder einmal
zweifelnd vor dir selbst sitzt
und nicht mehr so recht
weiterweißt
nimm deine Träume beim Wort
ehe sie in deinem Zimmer ersticken
ohne ein einziges Mal
geatmet zu haben.

Heiner Neidig
 
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Deleted member 4363

  • #208
AW: Ein Gedicht

Wenn ich dir etwas
geben könnte, dann würde
ich dir die Fähigkeit geben,
dich selber so zu sehen,
wie andere dich sehen -
damit du erkennen kannst,
was für ein besonderer
Mensch du bist.

Barbara A. Billings
 
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  • #209
AW: Ein Gedicht

liegen, bei dir

ich liege bei dir. deine arme
halten mich. deine arme
halten mehr als ich bin.

deine arme halten, was ich bin
wenn ich bei dir liege und
deine arme mich halten.

Ernst Jandl
 
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  • #210
AW: Ein Gedicht

weich wau wicht
mich dich nicht
tau mich trich
ter kranich tollen
unter der hand
im tränensee.