Beiträge
33
Likes
1
  • #16
meinst du seelenverwandt?
dann würde ich es kennen. also quasi eine person, die einem selber in eigenarten, denken, hobbies o.ä. sehr ähnlich ist.
ansonsten würden mir die begriffe nichts sagen...
 
G

Gast

  • #17
Ah ja, chiller, meine Antwort bzw. meine Gadanken dazu sind noch offen. Für mich ist das so:
die Unendlichkeit und die Endlichkeit haben für mich die gleiche Qualität und sind genauso Hilfsbegriffe wie die Seele, für etwas, was ich nicht mehr denken kann. Dieses Nicht-Denken-Können ist Gott, nur ein Hilfsmittel, eigentlich "Nichts" oder "Alles". Ich, als irdisches Wesen habe Anteil daran, gerade, weil ich diesen unbekannten Faktor, diese Schranke in mir erfahre. Dahinter liegt das Geheimnis, ich weiß nur, dass es eines geben muss. Meine Seele ist die Verbindung zu diesem Geheimnis, zu Gott, mein Anteil an dieser ungelösten Frage. Deswegen hat sie für mich keine Eigenschaften. Oder - sie hat alle.
 
G

Gast

  • #18
Jedenfalls redest Du noch mit mir. Ich weiß, es ist etwas unfair, Glauben mit Logik zu hinterfragen.
Aber auch Glaube muss für mich eine Plausibiltät haben, wenngleich es nicht unbedingt Logik zu sein hat. Ich denke auch, dass es Zusammenhänge gibt, die sich mittels menschlichem Intellekt nicht erschließen. Der Mensch (als Leib) denkt innerhalb seiner Dimensionen und da gibt es die Ursache-Wirkungsprinzipien, Kausalität and all that stuff.
Seine Rätselhaftigkeit, so sehe ich das, gibt ihm aber Würde, Geheimnis und Poesie.
 
G

Gast

  • #19
Es gibt ne Menge Zeug, das man "allein mit Logik" nicht erfassen kann. Etwa den Geschmack von Gyros Pita oder Kartoffeln mit Speck. Man braucht Geschmacksempfindungen dazu, und die kann man auch nicht in vollem Umfang verbalisieren.
Auffällig am Esoterischen ist, daß da wenig geschmeckt, dafür umso mehr herumverstandelt wird. Es wird eine Menge kategorisiert, gezählt, rationalisiert usw. Immer mit der Aussage, der Verstand reiche nicht so weit. Als würde das Übermaß an wenig gekonntem Herumdenken irgendwie zu etwas Höherem führen.
Und das will man ja: das Höhere.
Ich bevorzuge da den einfachen Weg: einfach in ein Gyros Pita oder Kartoffeln mit Speck beißen, da ist man näher dran. Und alternativ einmal in der Woche ein bißchen besser nachdenken. Arbeit am Begriff oder so hat das jemand mal genannt. Arbeit ist aber anstrengender als Reinbeißen.
 
G

Gast

  • #20
Visualisieren ist ebenso schwer, da Interpretation und Sprache zusammengehörig sind.
Was den Geschmack angeht, halte ich es wie Oscar Wilde und seinen red roses.
Der Brite und der Franzose sind den Rosen zugetan. Schon mal Eis mit Rosenblättern probiert?
 
G

Gast

  • #21
Ja. So ein crossover ist manchmal ganz schön.
An der Rose ist schade, daß sie so als Symbol vernutzt ist. Wäre ich eine Rose, würde ich auch solche Zitate wie das von Wilde als Zwangsjacke empfinden.
 
G

Gast

  • #22
Oh, da unterschätzt Du seine und meine Spitzfindigkeit. Das Erhabene und der Mainstream liegen immer nahe beeiander. Der Zwang der Jacke. Jacke wie Hose.
 
G

Gast

  • #23
Der Mainstream wäre so etwas wie der Bachelor. Stell dir vor, deine Existenz bestünde darin, von ihm einer der Kandidatinnen überreicht zu werden. Ich glaub, mir würde das nicht so gefallen. Da wär mir der Mainstream ebenso gleich wie das Höhere. Ich würde nicht für irgendwas stehen wollen, sondern würde blühen, weil ich blühe.
 
G

Gast

  • #24
Zitat von chiller7:
Jedenfalls redest Du noch mit mir. Ich weiß, es ist etwas unfair, Glauben mit Logik zu hinterfragen.
Aber auch Glaube muss für mich eine Plausibiltät haben, wenngleich es nicht unbedingt Logik zu sein hat. Ich denke auch, dass es Zusammenhänge gibt, die sich mittels menschlichem Intellekt nicht erschließen. Der Mensch (als Leib) denkt innerhalb seiner Dimensionen und da gibt es die Ursache-Wirkungsprinzipien, Kausalität and all that stuff.
Seine Rätselhaftigkeit, so sehe ich das, gibt ihm aber Würde, Geheimnis und Poesie.
Natürlich rede ich noch mit Dir. Ich dachte, Du redest nicht mehr mit mir! Wegen meines Kommentars im "frausingle"-thread und wegen Medea und Penthesilea.......
Ich wusste schon, dass ich meinen Seelen - Begriff nicht richtig in Worte fassen kann. Hölderlin hat das mal gut versucht zu beschreiben:
"Es ist immer ein Tod für unsre stille Seligkeit, wenn sie zur Sprache werden muß.
Ich gehe lieber so hin in fröhlichem schönen Frieden, wie ein Kind, ohne zu überrechnen, was ich habe und bin, denn was ich habe, fast ja doch kein Gedanke nicht ganz." (16. Februar 1797)
 
G

Gast

  • #25
Apollinisch, hellenistisch.
Ja, aber es doch wichtig, dass wir eigene Worte finden.
Mir gefiel Buttes Bemerkung mit der Rose gut.
 
G

Gast

  • #26
Eigene Worte finden, ja das ist wichtig. Annähernd etwas beschreiben können, sich selbst annähern, da sind wir wieder bei der Kunst. Am Besten geht das halt mit Musik, Malerei, Poesie.
 
G

Gast

  • #27
Die Kunst kann meistens alles auch nur unzulänglich beschreiben. Kunst ist kein Qualitätskriterium, kein Synonym für besonders gut. Sie ist ein Metier, so wie Sport oder Wissenschaft.
 
G

Gast

  • #28
Ich finde Deine Frage interessant. Konventionell und unkonventionell. Meines Erachtens hebt sich das gegenseitig auf oder die Differenz ist es dann oder irgend so etwas.
Ist wie mit Freud und Jung. Zumindest so ähnlich.
Es gibt auch ein "seelisches Gleichgewicht". Was das sein soll, ist mir nicht klar.
 
Zuletzt bearbeitet:

hmm

Beiträge
928
Likes
49
  • #29
Zitat von soulvoice:
Wem ist dies schon begegnet? Wer beschäftigt sich noch mit dem Thema?

Ich beschäftige mich nur mit dem Thema, weil ich in meinem Freundeskreis schlimme Fälle kenne, wo diese vermeintliche Seelenverwandtschaft, die sie plötzlich ereilte, ihre Ehen von einem Tag auf den anderen sprengte. Später wollten sie dann doch meist wieder zurück, weil die Seelenverwandtschaft mit der Zeit Brüche aufwies und tatsächlich Unterschiede sichtbar wurden. Das wurde dann nicht verkraftet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Beiträge
299
Likes
26
  • #30
Seelenverwandte und Dualseelen sind zwei unterschiedliche Dinge!