Keks

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  • #1

Drei gute Gründe fürs Heiraten

Eine meiner Freundinnen wird demnächst zum dritten Mal heiraten. Ich kenne keinen guten Grund für eine Heirat. Weder für eine erste noch für eine zweite, gar dritte. Ihr vielleicht? Was veranlasst euch/ hat euch veranlasst zu heiraten? Sollte ich es unbedingt mal versuchen? Was verpasse ich, wenn ich nie heirate?
 
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  • #2
Du verpasst nichts, ausser einen Ring am Finger und eine Heiratsurkunde. Die Heirat schützt Dich nicht vor Ehebruch und hält auch nicht ab. Und wenns soweit kommt, dann kostet es, wenn die Scheidung ansteht :) Man kann auch ohne Trauschein glücklich sein, manche Paare sind es sogar ohne viel eher als mit. Habe schon Paare erlebt, da lief es unverheiratet super. Dann kam die Heirat und schnell das aus. Hut ab, eine 3. Ehe steht da an? Da denke ich nur, sie glaubt diesmal den richtigen zu haben, denn aller guten Dinge sind 3.
 

Mentalista

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  • #3
Zitat von Keks:

Naja, den Heiratsantrag, den Verlobungsring, den Stress mit den Hochzeitsvorbereitungen, die Trauung, die Hochzeitsfeier, die Hochzeitsnacht, den Stress danach, falls einer den Anderen betrügt, man sich auseinander lebt, oder was auch immer, dann die Trennung ausspricht, dann wieder Stress mit Rechtsanwalt usw. ,-)
 
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  • #4
Liebe Keks
Ich war auch nie verheiratet, habe es auch fast mein ganzes Leben vehement abgelehnt. Was ich in meiner Kindheit als Ehen beobachten durfte, das erschien mir eher gruselig bis verlogen, ich habe einfach nicht an dieses "für immer" glauben können.
Der Mann, mit dem ich viele Jahre zusammen war, wollte mich heiraten, aber zu dem Zeitpunkt hatte ich das Misstrauen gegen diese Institution noch nicht ganz abgelegt und das Zusammentreffen mit einem gemeinsamen Kind kam mir auch eher unromantisch vor (rechtlich absichern und Geld sparen...).
Der letzte Mann, der mich heiraten wollte, war zwar absolut vertrauenswürdig - aber da ging die Liebe nicht tief genug, auf meiner Seite.

Früher habe ich auch eher abwertend auf andere Leute reagiert, die (wiederholt) geheiratet haben, mittlerweile sehe ich das etwas gelassener, bzw. muss ich gestehen, dass es einen gewissen Reiz auf mich ausübt.
Wenn ich volles Rohr verliebt wäre und das ganze nach dauerhaft riechen würde - völlig ablehnend stehe ich dem nicht mehr gegenüber.
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben, aber vieles geht so seinen alltäglichen bis hektischen Gang, das eine kommt zum anderen... Ich kann mir einfach vorstellen, dass es schön sein kann, einfach innezuhalten und ganz bewusst zu sagen : ja, jetzt fängt noch mal etwas besonderes an und ich freue mich sehr und will das feiern. Religion, Behördenkram, ewige Dauer oder nicht - das ist mir alles egal. Aber irgendeine Art Ritual zu finden, bei dem ich einfach mal die Liebe feier - das kann ich mir schön vorstellen.
Wahrscheinlich werde ich einfach alt und sentimental.... ;-)))
 
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  • #5
Vor 24 Jahren, hätte ich Dich mit Gründen erschlagen! :))

Letztendlich, wenn es schief geht, muss ich Mentalista in einem Punkt Recht geben. Eine Scheidung kostet nicht nur Geld. Schlimmer ist die Kraft - und Energie, die einen manchmal aussaugt. Heiraten für mich persönlich, ein zweites Mal!? Never!!!
 
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  • #6
es heiraten mehr Leute, als dass sie sich scheiden lassen. Sollte das nicht Grund genug sein?
Nur weil einige frustrierte Menschlein Pech hatten, vielleicht blauäugig herangegangen sind, muss es nicht schlecht sein.
 
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  • #7
Du Menschlein. Solltest nicht urteilen über Menschen, die Dir eine Erfahrung voraus haben. Immer erst mitreden, wenn Erfahrung gemacht!
 

IPv6

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  • #8
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  • #9
Zitat von Pea:
Du Menschlein. Solltest nicht urteilen über Menschen, die Dir eine Erfahrung voraus haben. Immer erst mitreden, wenn Erfahrung gemacht!

Woher willst du wissen, dass Truppenursel nicht verheiratet ist /war ?....
Und der Rest ist ein bisschen Totschlagargument..... Du hast sicher auch eine Meinung zu Kriegen, auch, wenn du noch in keinem warst....
 

t.b.d.

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  • #11
Aktuell (2015) liegt die Scheidungsrate angeblich bei 36% und die Dauer bei 15 Jahre.
Was die Zahl nicht aussagt ist, wie viele Menschen sich mehrmals scheiden lassen.

Letzendlich entscheidet aber nicht die Statistik über Dauer und Glück einer Ehe, sondern die jeweiligen Ehepartner.
 

Mentalista

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  • #13
Zitat von Pea:
Vor 24 Jahren, hätte ich Dich mit Gründen erschlagen! :))

Letztendlich, wenn es schief geht, muss ich Mentalista in einem Punkt Recht geben. Eine Scheidung kostet nicht nur Geld. Schlimmer ist die Kraft - und Energie, die einen manchmal aussaugt. Heiraten für mich persönlich, ein zweites Mal!? Never!!!

Mir war schon sehr früh klar, dass ich wahrscheinlich nicht heiraten werde. Ich habe sehr früh erkannt, das die Ehen meiner Schwestern und die 2. Ehe meiner Mutter scheitern wird. So kam es auch. Irgendwie hatte ich den Blick dafür. Früher war ich über meine Erkenntniss traurig, heute bin ich so dankbar dafür, dass es so kam, wie es kam. Ich habe mir einiges erspart.

Denen, die anders denken und ticken, die Glück oder welch Begabung auch immer hataten/haben, wünsche ich viel Glück und gutes Gelingen für ihre Ehe.

Wenn ich doch noch mal einen zu mir passenden Mann finden würde, der mich unbedingt heiraten will, dann nur aus finanziellen Gründen zum Wohle beider Seiten. Ansonsten nicht.
 
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  • #15
Über die Bedeutung der Ehe (im historischen Prozess und über Ländergrenzen hinweg) gibt es ein interessantes Buch: "Das Ja-Wort" von Elizabeth Gilbert.
Für mich ist die Ehe auch ein Geschenk, das wir einem Menschen machen können: ihn ganz zu akzeptieren, mit allen Mängeln und Fehlern. Ich kann mit meinem Eheversprechen die Fehler meines Partners ehrlich ansehen und sagen, damit kann ich umgehen. Oder werde ich mich immer bemühen umzugehen...

Es gibt in dem oben genannten Roman eine kleine Geschichte über einen Edelsteinhändler: Leg die perfekten Edelsteine weg, ignoriere sie. Nimm dir die wirklich schlechten Steine vor. Sieh sie dir an und frage dich dann ehrlich: kann ich damit arbeiten? Kann ich was daraus machen?

Darum geht es bei einem Eheversprechen.

Über die bürokratische, rechtliche Seite der Ehe lasse ich mich lieber mal nicht aus...
 

lone rider

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  • #16
Zusammen Mann und Frau zu sein, einen gemeinsamen Namen zu haben, eine Ehe zu führen - ich finde das schön, es ist verbindlich, loyal, ernst. Ich stelle es mir sehr schön vor, im Alter im übertragenen Sinne auf der Bank vor dem Haus zu sitzen und auf ein Leben zurückzublicken, das Krisen souverän überstand und von Zärtlichkeit und Achtung geprägt war.
Jede Falte zu lieben und auch ihr Lächeln, das oft noch mädchenhaft wie früher ist zu lieben. Ich bin ein hoffnungsvoller Romantiker.
 
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Keks

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  • #17
Zitat von Schreiberin:
.......................................................................... mittlerweile sehe ich das etwas gelassener, bzw. muss ich gestehen, dass es einen gewissen Reiz auf mich ausübt.
Wenn ich volles Rohr verliebt wäre und das ganze nach dauerhaft riechen würde - völlig ablehnend stehe ich dem nicht mehr gegenüber. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Leben, aber vieles geht so seinen alltäglichen bis hektischen Gang, das eine kommt zum anderen... Ich kann mir einfach vorstellen, dass es schön sein kann, einfach innezuhalten und ganz bewusst zu sagen : ja, jetzt fängt noch mal etwas besonderes an und ich freue mich sehr und will das feiern. Religion, Behördenkram, ewige Dauer oder nicht - das ist mir alles egal. Aber irgendeine Art Ritual zu finden, bei dem ich einfach mal die Liebe feier - das kann ich mir schön vorstellen.
Wahrscheinlich werde ich einfach alt und sentimental.... ;-)))

Eine sehr schöne Idee! danke :))

Deine Ideen zum Heiraten kommen mir sehr bekannt vor. Ich habe es auch immer abgelehnt. Nicht, dass es keine Angebote gegeben hätte. Eine Beziehung, die mir sehr am Herzen lag, ist sogar letztendlich daran gescheitert.
 

Keks

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  • #19
Zitat von lone rider:
Zusammen Mann und Frau zu sein, einen gemeinsamen Namen zu haben, eine Ehe zu führen - ich finde das schön, es ist verbindlich, loyal, ernst. Ich stelle es mir sehr schön vor, im Alter im übertragenen Sinne auf der Bank vor dem Haus zu sitzen und auf ein Leben zurückzublicken, das Krisen souverän überstand und von Zärtlichkeit und Achtung geprägt war.
Jede Falte zu lieben und auch ihr Lächeln, das oft noch mädchenhaft wie früher ist zu lieben. Ich bin ein hoffnungsvoller Romantiker.

Danke lone rider, genau das wollte ich wissen.
 

Aitutaki

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  • #20
Zitat von fafner:
- Steuern
- Ab einem gewissen Alter sieht es im PS-Profil besser aus, wenn da "geschieden" steht und nicht "ledig". :)


Wie sieht es aus mit der sogenannten wilden Ehe? Zusammen leben mit allem was dazu gehört, alles miteinander teilen, auch wenn das kein deutscher Beamter gefragt und gesagt hat "möchtest Du......aus freiem Willen.....so antworte mit Ja, ich will"

Ich kann mich erinnern, es gab keine Möglichkeit auf dem Profil das zu kennzeichnen.

Ich kann mir vorstellen Fafner, was du damit ausdrücken möchtest. Es könnte den Beigeschmack haben gesellschaftlich nicht konform zu sein, es nicht geschafft zu haben, keine/n abbekommen zu haben, vielleicht nicht die große Liebe erlebt zu haben usw.
 

Keks

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  • #21
@ all, mich interessieren wirklich eure Gründe und nicht aus voyeuristischem. Hintergrund. Ich möchte einfach wissen, warum Menschen heiraten.
 

Keks

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  • #22
Zitat von balle:
Über die Bedeutung der Ehe (im historischen Prozess und über Ländergrenzen hinweg) gibt es ein interessantes Buch: "Das Ja-Wort" von Elizabeth Gilbert.
Für mich ist die Ehe auch ein Geschenk, das wir einem Menschen machen können: ihn ganz zu akzeptieren, mit allen Mängeln und Fehlern. Ich kann mit meinem Eheversprechen die Fehler meines Partners ehrlich ansehen und sagen, damit kann ich umgehen. Oder werde ich mich immer bemühen umzugehen...

Es gibt in dem oben genannten Roman eine kleine Geschichte über einen Edelsteinhändler: Leg die perfekten Edelsteine weg, ignoriere sie. Nimm dir die wirklich schlechten Steine vor. Sieh sie dir an und frage dich dann ehrlich: kann ich damit arbeiten? Kann ich was daraus machen?

Darum geht es bei einem Eheversprechen.

Über die bürokratische, rechtliche Seite der Ehe lasse ich mich lieber mal nicht aus...

Danke für den Buchtip! Werd mal reinschauen. :)
 
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  • #23
Ja was soll ich Dir sagen Keks. Damals habe ich geheiratet, weils an der Zeit war. War auch voll unromantisch. Wurde einfach beschlossen. Bin mit einem schlechten Gefühl in die Ehe gegangen, hatte zweifel ob er der richtige ist. Letztlich habe ich es doch getan, weil die anderen Umstände (nein nicht IN anderen Umständen) mich so handeln liessen. Liebesheirat war es nicht, also jetzt nicht diese romantische Sache wie: Das ist die Krönung unserer Liebe, wir müssen die Liebe besiegeln. Nicht das. Gut, bin auch seit langer Zeit geschieden. Diese Erfahrung war für mich eine negative. Heute denke ich, wenn ich den Schritt noch einmal wagen sollte, dann nur aus Liebe + Krönung der Liebe. Aber ich komme auch ohne Trauschein klar. Das ist kein Muss für mich.
 

Dreamerin

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  • #24
Ich war ja schon zweimal verheiratet. Beide Male aus Liebe. Aber auch beide Male mit pragmatischen Anlässen, die heute nicht mehr nötig sind. Beim ersten Mal war ich schwanger. Und ohne Heirat gab es keine Wohnung. Und es gab Zusatzurlaub für ihn, er war beim Grundwehrdienst weit weg. Und das Kind sollte ehelich geboren werden. Beim zweiten Mal war wieder die Wohnung der Hintergrund.Um eine bessere, größere Wohnung zu bekommen, war wieder eine Heirat dafür "nötig". Zumal wir uns auch noch ein gemeinsames Kind wünschten. Ein Zusammenleben ohne Trauschein war damals einfach noch nicht vorgesehen. Und meine beiden Männer und ich fanden es auch immer eine logische Schlussfolgerung, zu heiraten und den Rest des Lebens miteinander zu verbringen. Hat leider nicht geklappt.
 

Flux-us

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  • #26
Zitat von HarryA:
Also gut, dass mit den Steuern kann ich ja im Einzelfall nachvollziehen ... aber warum soll "geschieden" besser aussehen als "ledig"?

Ein wenig skeptisch war ich da schon, wenn da ein Mann 40-50 Jahre alt, ledig ohne Kind im Profil hatte. Einige habe ich kennengelernt.
Es gab dann schon auch welche, bei denen schnell klar war...die sind so mit sich beschäftigt, mussten nie Kompromisse machen, wären total überfordert, wenn sie evtl. Zusammenleben könnten.Und es gab Männer, da war nie der richtige Zeitpunkt, die richtige Frau oder ein gnädiges Schicksal zur Stelle. Ich schau immer noch etwas misstrauischer hin, bei ledig ohne Kind.
 

lone rider

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  • #27
Hm. "Ein gnädiges Schicksal oder die richtige Frau zur Stelle".
Ich sah bei Frauen, geschieden mit Kindern, sehr genau hin und war skeptisch. Ab einem gewissen Alter (damit meine ich meines) hatte ich da keine Lust mehr darauf. Mag verwerflich sein, aber warum sich anderer Leute Schuhe anziehen und ein Leben leben, das nicht meines ist. Ist das so schlimm? Es gibt Männer, die geschieden sind und Kinder haben, da ließe sich doch eine Patchworkfamilie gründen.
"About a boy" ist ein Film. Nur ein Film.
 

Flux-us

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  • #28
Heiraten war jetzt auch nie etwas, was ich unbedingt wollte. Meine wilde Ehe dauerte 15 Jahre,, bis wir dann doch geheiratet haben.
Mein Sohn war damals 16 Monate alt und es waren tatsächlich eher rationale Gründe die uns den Trauschein brachten.
Was ich völlig unterschätzt hatte, wie emotional dieser bürokratische Akt für mich war.
Es ist etwas besonderes, sich auch auf dem Papier zueinander zu bekennen. Wir hatten eine schwierige Zeiten überstanden und
es war eine Feier des "Zusammen schaffen wir alles". Wir haben im klitzekleinen Kreis geheiratet (sein Wunsch) und später sollte es dann ein großes zwangloses Fest geben (mein Wunsch). Dazu kam es dann aber nie, dafür kam noch ein Kind:). Ich war dann 6 Jahre verheiratet.Bereuen tu ich es nicht, es war alles zu seiner Zeit gut.
Ein Zitat meines Religionslehrers in der 8 Klasse:" Hochzeit bedeutet HOCH-Zeit...danach geht es Berg ab."
Nochmal zu heiraten kann ich mir nicht vorstellen, für mich hat es doch etwas einmaliges. Romantikerin...eine individuelle Zeremonie, mit
​der Gewissheit, wir sind RICHTIG füreinander und den liebsten Freunden/Familie würde mir gefallen.
 

Flux-us

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  • #29
Zitat von lone rider:
Hm. "Ein gnädiges Schicksal oder die richtige Frau zur Stelle".
Ich sah bei Frauen, geschieden mit Kindern, sehr genau hin und war skeptisch. Ab einem gewissen Alter (damit meine ich meines) hatte ich da keine Lust mehr darauf. Mag verwerflich sein, aber warum sich anderer Leute Schuhe anziehen und ein Leben leben, das nicht meines ist. Ist das so schlimm?
NEIN, an Deiner Stelle würde ich es genauso machen ;-)
 

lone rider

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  • #30
Mir gefiel, wie die in "Braveheart" heirateten. Ein großer Film über eine große Liebe.