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  • #151
Nein, ganz einfach und definitiv ist es nicht. Zunächst ja, die Vereinsautonomie steht dem entgegen, sofern es um Mitgliedsanträge (und nicht Stellenbewerbungen) geht. Das ist ganz richtig. Auf die erstreckt sich das AGG nicht, also nicht direkt. Es kann Konfliktfälle geben, Abwägen mit anderen, eingeschränkten Rechten. Und wenn es prominente Fälle von solchem Ausmaß gäbe, ist es nicht unwahrscheinlich, daß gesetzlich nachgearbeitet wird. Daß ein Verein, der so vorginge, höchstwahrscheinlich ein Problem bekäme, heißt nicht notwendig, daß im Falle eines juristischen Verfahrens einer Klage klarer Erfolg beschieden wäre. Das ist gegenwärtig nicht unbedingt zu erwarten.
Aber ich lese gerne, was dein Vereinsjurist schreibt.
@babe
doch, manchmal ist es einfach.

von oben nach unten immer weniger "wichtig", im Sinne von: die unteren müssen mit den oberen konform sein, sonst kommen ja die Gerichte zum Zug.
mit anderen Worten geht es hier um über- und untergeordnetes Recht.

1.internationale Verträge, Konventionen (wie EMRK, Genfer Konvention, etc.)
2.Verfassung (in den meisten Nationalstaaten, ausser GB) /Grundgesetz (in Deutschland), etc.
3. nationale Gesetzgebung (Bundesstaat, Föderation, Monarchien, etc.)
4. Gesetze der Bundesländer (oder anderer grösseren Einheiten eines Staates)
5. Verordnungen, etc. von Gemeinden (Stadt, Dorf, etc.)
...........
und weiter unten (welche Ziffer, wüsste ich jetzt nicht sofort): Vereinssatzungen/ -statuen

Ich weiss, alle wissen das eigentlich. Aber manchmal verliert man diese Eleganz aus den Augen.;)
 
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  • #152
Es kann Konfliktfälle geben, Abwägen mit anderen, eingeschränkten Rechten. Und wenn es prominente Fälle von solchem Ausmaß gäbe, ist es nicht unwahrscheinlich, daß gesetzlich nachgearbeitet wird. .
ja, es müsste "gesetzlich nachgearbeitet" werden, weil es momentan tatsächlich so ist, dass ein Verein aufnehmen kann, wen er möchte. Ausnahme sind "Monopolvereine". So muss z.B. der Deutsche Fußballbund alle Fußballvereine grundsätzlich aufnehmen, weil die sonst nicht am Wettbewerbsbetrieb teilnehmen können.
Ausführlich zum Thema
http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/imverein.pdf
S. 12ff. Die Publikation wurde u.a. vom Bundesfamilienministerium gefördert, ich gehe davon aus, dass das stimmt.
 
S

Sandbank

  • #153
seeehr interessant, @Rakkaus !
....und nicht erst ab S.12ff. :) ...wieder was gelernt, danke!
Mit Blick auf mögliche Schwierigkeiten beim Ausschluß war die Entscheidung selbst vielleicht doch nicht ganz so dämlich. Die Öffentlichkeitswirkung ohne all dies Hintergrundwissen ist halt ungeschickterweise einladend für Verzerrungen.:(
 
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  • #154
ja, es müsste "gesetzlich nachgearbeitet" werden, weil es momentan tatsächlich so ist, dass ein Verein aufnehmen kann, wen er möchte. Ausnahme sind "Monopolvereine". So muss z.B. der Deutsche Fußballbund alle Fußballvereine grundsätzlich aufnehmen, weil die sonst nicht am Wettbewerbsbetrieb teilnehmen können.
Ausführlich zum Thema
http://www.vereinsknowhow.de/kurzinfos/imverein.pdf
S. 12ff. Die Publikation wurde u.a. vom Bundesfamilienministerium gefördert, ich gehe davon aus, dass das stimmt.
Das betrifft die Gemeinnützigkeit. Das ist noch mal ein besonderer Punkt, der systematische Ausgrenzung einer bestimmten Gruppe von Mitgliedskandidaten weiter (wenn auch weiterhin nur wenig) erschwert. Die mit der Gemeinnützigkeit verbundenen Vorteile (Steuer) können entzogen werden, wenn der Verein halt nicht wirklich der Allgemeinheit dient. So hat der BFH letztes Jahr ner Freimaurerloge die Gemeinnützigkeit entzogen, weil Frauen nicht Mitglieder werden dürfen.
Wie gesagt, das ist kompliziert. In anderen Fällen ist so ein Ausschluß kein hinreichender Grund für Verlust der Gemeinnützigkeit. Vereine nützen ja auch nicht nicht notwendig nur den Gruppen, die als Mitglieder zugelassen werden.

Was findige Juristen alles in Gang setzen könnten, wenn ein Großsportverein tatsächlich alle dunkelhäutigen muslimischen Kandidaten als Mitglieder ablehnen würde, und unter welchen politischen Druck Gerichte kämen, das läßt sich hier gar nicht absehen. Ne Ahnung vom Ausmaß des Problems, das ein solcher Verein bekäme, könnte der ein oder andere aber vielleicht schon haben.
 
D

Deleted member 21128

  • #156
Weshalb sollte er? Weil Kandidaten dunkelhäutig sind? Weil sie Muslime sind?
Ist Dunkelhäutigkeit etwas, was einer Satzung widersprechen könnte?
Btw. Es gibt auch hellhäutige Muslime.
Das fällt einem aber nicht auf, wenn man so voller Ressentiments gegen fremde Kulturen Ist. Merkst du erst jetzt, welch brauner Mief mit dieser abscheulichen Polemik daherkommt? Ich muss bei babes posts oft an Bob Dylan's "Idiot wind" denken.
 
D

Deleted member 21128

  • #160
nein. Offengestanden erschreckt mich das permanent Schleichende, das verwendete Vokabular immer wieder.
Umso neugieriger bin ich auf ihre inhaltsbezogenen Antworten.
Lies mal die wiederkehrenden Auslassungen über Menschen, die sich kritisch gegenüber rechtsextremem Gedankengut (stellvertretend gegen die AfD) äußern. Achte dabei auf die ständige, raffinierte Interpretation und die Unterstellungen, die da sehr geschickt vorgenommen werden. Und bring das in Verbindung mit der harschen und unsachlichen Kritik an dir. @babe ist schlau, und die Verbindung aus dialektischem Geschick und feinem Gespür für die Knöpfe, die man bei anderen drücken muss, machen Personen wie sie brandgefährlich.
 
A

aberbittemitsahne

  • #161
DO:
- bereit sein, sich an unkonventionellen Orten zu treffen, z.B. mitten im Nirgendwo zwischen Groß- und Kleinstadt
- bereit sein, unkonventionelle Dinge zu tun, z.B. Zeitung lesen bei Date Null, wenn beide k.o. sind vom vorangegangenen ausdauernden Ausstellungsbesuch
- galant sein (dem Anderen die Tür aufhalten / das Salz reichen / ein Lächeln schenken / gut zuhören etc.)
- das Date als gemeinsames Abenteuer betrachten

DON'T:
- Körpergrößenschummelei (wenn man sich gegenüber steht, fällt es doch eh auf!!)
- Mackertum (e.g. in Großstadt mit Protzauto Vorfahren, zu dessen weit entferntem Parkplatz dann noch dringend gepilgert werden muss oder Namedropping von schon besuchten tollen Restaurants etc. etc. zum Beweis der Coolness)
- das Date als möglichst effizient abzuhakenden Punkt auf der "in-zehn-Schritten-zum-Traumpartner"-Liste betrachten

...to be continued...
 
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  • #162
DON'T:
- Körpergrößenschummelei (wenn man sich gegenüber steht, fällt es doch eh auf!!)
DON´T
- Figurangabe "Normal" und dann plötzlich eher korpulent.
(scheinen Frauen sich schwer mit zu tun, in den meisten Profilen wird da keine Angabe zu gemacht. Warum?)
- Schminke bis unters Dach.(Person vom Foto nicht wieder erkannt:D)
- In Parfúm baden.
- Beim reden auch mal ne Pause einlegen.
- Davon ausgehen das der Mann beim ersten Date zahlt.
(vertrete hier diese Ansicht. Steinigt mich :p)

DO

- Alles was nicht bei DON´T steht.:D
 
D

Deleted member 7532

  • #164
in den meisten Profilen wird da keine Angabe zu gemacht
Bei mir zum Beispiel ;)
Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Männer da große Klassifikationsunterschiede haben. Ich glaube, es war hier im Forum, wo sich einer echauffiert hat, dass eine Frau, sich als normal bezeichnet hat, doch das längst nicht mehr ist (für mein Empfinden war es auch normal - etwas weniger als Größe - 100).
Dem weiche ich aus, indem ich mich da gar nicht äußere :D.
 
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  • #165
Mir wurde kürzlich empfohlen, von "ein paar Kilo mehr" auf "normal" runterzugehen... :oops:

Weil es bei mir so 5 bis 7 kg sind, und nicht 30, wie anscheinend bei den meisten, welche die Angabe so haben...
 
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