C

Cosima

  • #16
AW: Direktes "Outing" als Single

Also ich glaube, ich hätte da ein Problem mit.
Es gibt ja sogar schon Scherz-Tshirts, auf denen eine solche Absicht aufgedruckt ist.

Nein, beim besten Willen.....das wäre nicht wirklich etwas für mich :))))
 
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Viban

  • #17
AW: Direktes "Outing" als Single

Zitat von Cosima:
Also ich glaube, ich hätte da ein Problem mit.
Es gibt ja sogar schon Scherz-Tshirts, auf denen eine solche Absicht aufgedruckt ist.

Nein, beim besten Willen.....das wäre nicht wirklich etwas für mich :))))
Und so eben, schreitet der "Jackpot" an dir vorbei und du hast es "geschehen lassen" ;-)....
 
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Viban

  • #20
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  • #21
AW: Direktes "Outing" als Single

Zitat von Viban:
zurück zu meiner Ausgangsfrage ... wie ihr diese "Kommunikationsmöglichkeit" bewertet.
@Viban, das Vorhaben scheitert doch an unzähligen Aspekten.
* Du kannst es nicht durchgängig in der Gesellschaft verankern (es bleibt freiwillig!!!),
* nicht zum modischen Outfit passend,
* nicht zum beruflichen Outfit passend,
* nicht zum Anlaß passend,
* nicht zur Erwartungshaltung passend (wie auch im Forum zu lesen erwarten manche Frauen tatsächlich noch, dass der Mann den ersten Schritt macht),
* Sicherheitsbedürfnis,
* Gewöhnungseffekt,
* fehlende Zielgruppenorientierung (damit meine ich nicht 'Single', sondern 'Matching' in allen Facetten),
* Unterscheidung Hetero/Homo, im letzteren Fall muß man angesichts intoleranter gewaltbereiter Zeitgenossen wieder an die Sicherheit denken,
* und und und.

So ein Vorhaben kann m.E. nur gelingen, wenn Du es professionell vorbereitet als Aktion angehst, Dein Beispiel aufgreifend und dem Ort angepasst in der Art "Im Sommer 2013 flirtet Frankfurt mit dem grünen Band der Sympathie" ;-). Lokal begrenzt, großer Vorlauf, großes Marketing, Pressemeldungen, Regional-TV, Materialschlacht, etc. Ob das dann bessere Ergebnisse bringt als die schon genannten klassischen Single-Partys und -Treffs ist doch fraglich.

Ein Riesenvorteil einer solchen Großaktion wäre, dass viele Menschen sich nach einem solchen Flirtsommer wohl leichter tun würden, Körbe auszuteilen und entgegenzunehmen (denn das wäre bei hoher Teilnahme natürlich der Normalfall), und es dann vielleicht öfter einmal einfach wagen würden, jemanden ohne Markierung anzusprechen.
 
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  • #22
AW: Direktes "Outing" als Single

@Fackel: ich mag es, wenn man Dinge in Kosequenz zu Ende denkt, auch wenn die Konsequenz manchmal ins Absurde abgleitet. Danke für die Szene, die ich mir dabei im Kopf vorstellen durfte durch deine Anregung.

@Viban: entweder du machst es oder du machst es nicht. Deine Wahl. Wenn du es gemacht hast, erzähle gern über deine Erfahrungen damit hier im Forum.
 
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Viban

  • #23
AW: Direktes "Outing" als Single

Zitat von Fackel:
@Viban, das Vorhaben scheitert doch an unzähligen Aspekten.
* Du kannst es nicht durchgängig in der Gesellschaft verankern (es bleibt freiwillig!!!),
* nicht zum modischen Outfit passend,
* nicht zum beruflichen Outfit passend,
* nicht zum Anlaß passend,
* nicht zur Erwartungshaltung passend (wie auch im Forum zu lesen erwarten manche Frauen tatsächlich noch, dass der Mann den ersten Schritt macht),
* Sicherheitsbedürfnis,
* Gewöhnungseffekt,
* fehlende Zielgruppenorientierung (damit meine ich nicht 'Single', sondern 'Matching' in allen Facetten),
* Unterscheidung Hetero/Homo, im letzteren Fall muß man angesichts intoleranter gewaltbereiter Zeitgenossen wieder an die Sicherheit denken,
* und und und.

So ein Vorhaben kann m.E. nur gelingen, wenn Du es professionell vorbereitet als Aktion angehst, Dein Beispiel aufgreifend und dem Ort angepasst in der Art "Im Sommer 2013 flirtet Frankfurt mit dem grünen Band der Sympathie" ;-). Lokal begrenzt, großer Vorlauf, großes Marketing, Pressemeldungen, Regional-TV, Materialschlacht, etc. Ob das dann bessere Ergebnisse bringt als die schon genannten klassischen Single-Partys und -Treffs ist doch fraglich.

Ein Riesenvorteil einer solchen Großaktion wäre, dass viele Menschen sich nach einem solchen Flirtsommer wohl leichter tun würden, Körbe auszuteilen und entgegenzunehmen (denn das wäre bei hoher Teilnahme natürlich der Normalfall), und es dann vielleicht öfter einmal einfach wagen würden, jemanden ohne Markierung anzusprechen.
Hi Fackel,

ich habe mehrmals überlegt wie und ob ich dir auf deinen Eintrag erwidere. Vorweg, möchte ich sagen, dass ich deine Meinung respektiere, zumal du deine Meinung mit Argumenten untermauerst. Allerdings kann ich nicht verhehlen, dass ICH deine Nachricht schon sehr abwertend empfunden habe - aber der Reihe nach.

Scheitern: Was für ein Wort! Klingt sehr typisch für unsere aktuelle Zeit, in der es uns derart leicht über die Lippen geht, aus gemachten Vergangenheits-Erfahrungen auf die Zukunft zu schließen - können wir Zukunft irrtumsfrei vorhersagen?

Übertragung auf die Gesellschaft: Nicht können! -woher weißt du das? Natürlich soll es freiwillig bleiben. Ich überlege nur, wo wir mit manchen Ideen wären, wenn es niemals einen "ERSTEN" gegeben hätte, der sich gegen alle Widerrede, trotzdem getraut und vielleicht durchgesetzt hätte.

Outfit: Da bin ich ja mit dir einverstanden. Ich verstehe deine Generalisierung nicht. Einige Banker tragen wahrscheinlich nur im Büro Anzug und Krawatte - zu Hause wird dann Jeanshose und Kutte getragen und die Tattoos werden sichtbar.

Erwartungshaltung: Finde ich nicht überzeugend. Deine Vorbehalte laufen fast alle "im Kopf" ab. Ich hatte doch erwähnt, dass ich die klassische Rollenverteilung favorisiere und das schließt sich für mich nicht aus.

Sicherheit: Finde ich nicht überzeugend. Wie ich dich verstehe, soll ein mögliches Single-Symbol bei der Frau dazu führen, dass sie sich in Unsicherheit/Gefahr begibt?

Gewöhnungseffekt: Meinst du das so, dass der "Effekt" sich mit der Zeit "abnutzt"? Wenn ja - was wäre daran so schlimm, wenn die Zeit ausgereicht hat, dass sich einige Singles gefunden haben und die Idee Impulse gesetzt hat, "Neues" auszuprobieren?

Matching: Wie haben die Menschen nur früher Leute kennengelernt, wo es noch kein Internet gab, in dem man fast sämtliche Eigenschaften und Vorlieben abgleichen konnte?

Hetereo/Homo: Im Zweifel muss man dem Interessierten leider einen Korb geben. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich diese Unterscheidung leicht darstellen ließe.

Und, und, und warten und warten und weiter machen wie bisher, bis sich "irgendwie" ohne eigenen Zutuns, eine gesellschaftsreife Lösung präsentiert, die dann erfolgsversprechend "ausprobiert" werden kann.

Abschließend möchte ich nochmal betonen, dass ich mich hoffentlich nicht respektlos dir gegenüber verhalte, Geschweige denn abgewertet habe. Mir geht es einfach darum, dass ich beobachte, dass wir uns in Zeiten von "höher, schneller und weiter", immer mehr sozial voneinander entfernen und dabei unsere Kontaktfähigkeiten verlieren. Dem möchte ich versuchen entgegen zu wirken, denn letztendlich werden wir alle nicht jünger. Und die von dir genannte Gewöhnung, z.B. an ein Single-Dasein, ist nicht mein Ziel.
 
C

Cosima

  • #24
AW: Direktes "Outing" als Single

@ Fackel:

Alle sagten: Das geht nicht. Dann ist einer gekommen, der wußte das nicht und hat´s gemacht.
 
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  • #25
AW: Direktes "Outing" als Single

Hallo Viban,

wenn Du nur für Dich wissen willst, ob Dich ein T-Shirt 'Ich bin Single' bei der Partnersuche weiterbringt, wirst Du um einen Selbstversuch nicht herumkommen. Jeder sieht damit anders aus. Kostet 10 EUR, mach' es.

Du hast es aber doch viel breiter angelegt, Du willst

Zitat von Viban:
für Singles einführen. "Definiert" kann hier nur "in der Singleszene bekannt", damit aber gleichzeitig "allgemein bekannt" bedeuten. Jetzt spiele doch einmal "Politiker" oder "Bürgerinitiative" und wirb für Deine Idee. Ich mache meine Einwände, überzeuge mich! Aber, bitte, nur mit Argumenten, nicht durch Wortklauberei.

Zitat von Viban:
Scheitern: Was für ein Wort! Klingt sehr typisch für unsere aktuelle Zeit, ...
a) Worte sind eine Nebenbaustelle, wirb für Deine Idee, halte Dich nicht mit Kosmetik auf! (Das macht hier viele Threads kaputt.)

b) Aber bitte: Scheitern bedeutet, nicht erfolgreich zu sein. Ich halte nichts von politisch korrekter oder Schmuseausdrucksweise, sonst hätte ich vielleicht geschrieben "... wird zu einer vorhersehbaren Zielabweichung führen." Lesbarer und verständlicher wird es dadurch nicht, im Gegenteil. Und hätte ich das so formuliert, wäre Deine Einschätzung 'abwertend' richtig, so ist sie es ganz und gar nicht.

Zitat von Viban:
..., aus gemachten Vergangenheits-Erfahrungen auf die Zukunft zu schließen ...
a) Nebenbaustelle. Wirb für Deine Idee!

b) Diese Vorgehensweise sichert Lebewesen das Überleben. Variationen/Mutationen und das Wissen darum auch.

Übertragung auf die Gesellschaft: Nicht können! -woher weißt du das? Natürlich soll es freiwillig bleiben.
Es ist ja gerade Deine selbstgestellte Aufgabe, zu versuchen, das gesellschaftsfähig zu machen! Um es vollständig zu implementieren, musst Du (nur um eine erste geschätzte Zahl in den Raum zu werfen, wovon wir reden) rund 25 Mio. Menschen (Annahme: 80% aller ledigen Ü15 plus 50% aller Verwitwet/Geschiedenen) dazu bringen, mitzumachen.
Ich behaupte "Nicht (verankern) können", weil es freiwillig ist und bleiben muss, und weil schon viel kleinere (unpersönlichere) Dinge nicht umgesetzt werden können (Sicherheitsabstand einhalten, Rechtsfahrgebot, ...). Ich schließe ja gar nicht aus, dass eine entsprechend angelegte Aktion tatsächlich durchgeführt werden kann. Aber eben nur als Aktion, nicht dauerhaft. Ich hatte weiter oben ja schon Beispiele aus dem Brauchtum genannt, wo solche Äußerlichkeiten gezielt sehr sparsam (nämlich bei Festen) eingesetzt werden.

Ich überlege nur, wo wir mit manchen Ideen wären, wenn es niemals einen "ERSTEN" gegeben hätte, der sich gegen alle Widerrede, trotzdem getraut und vielleicht durchgesetzt hätte.
Philosophische Nebenbaustelle, führt zu OT-Diskussion, und Cosima ist ja schon darauf eingestiegen.
Aber dazu hat No_Kitty ja schon geantwortet: mach'!

Einige Banker tragen wahrscheinlich nur im Büro Anzug und Krawatte - zu Hause wird dann Jeanshose und Kutte getragen und die Tattoos werden sichtbar.
Zu Hause wartet aber nicht der gesuchte Single auf den Banker. "Feierabend, ich ziehe jetzt mein grünes Band an!"

Sicherheit: Finde ich nicht überzeugend. Wie ich dich verstehe, soll ein mögliches Single-Symbol bei der Frau dazu führen, dass sie sich in Unsicherheit/Gefahr begibt?
Ein bißchen mehr Phantasie, bitte!
* sicher vorwiegend, aber nicht nur bei Frauen.
* Lästern/Mobbing in der Schule / am Arbeitsplatz.
* siehe Thread https://www.parship.de/forum/single-leben/staendiges-fragen-warum-bist-du-single-661.html.
* das 'Merkmal' kann zu Zuspruch (Anmache) aus der falschen (z.B. Alters-)Zielgruppe führen.
* manche werden das Merkmal als ... Auforderung auslegen: "Sie wollte es doch!".

Das ließe sich beliebig fortführen.

Gewöhnungseffekt: Meinst du das so, dass der "Effekt" sich mit der Zeit "abnutzt"? Wenn ja - was wäre daran so schlimm, wenn die Zeit ausgereicht hat, dass sich einige Singles gefunden haben und die Idee Impulse gesetzt hat, "Neues" auszuprobieren?
Eben. Wenn die Zeit ausgereicht hat. Eine Aktion. Meine Rede. Veranstalte einen Flirtsommer. Eine Party. Eine Reise. Für Singles.

Matching: Wie haben die Menschen nur früher Leute kennengelernt, wo es noch kein Internet gab, in dem man fast sämtliche Eigenschaften und Vorlieben abgleichen konnte?
Man ist dorthin gegangen, wo Gleichgesinnte sich aufhalten: Verein, Disco, Bar, Volksfest, Arbeitsstelle. Und dann hat man sich den Mut genommen und jemanden angesprochen. Viele tun das übrigens heute noch.

Hetereo/Homo: Im Zweifel muss man dem Interessierten leider einen Korb geben. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich diese Unterscheidung leicht darstellen ließe.
Dann sage doch, wie. Es ist Dein Projekt ;-).
Damit es nicht stigmatisierend ist, geht das nur unsichtbar, also elektronisch (RFID, z.B.). Aber das willst Du nicht (Bewegungsprofil).

Und, und, und warten und warten und weiter machen wie bisher, bis sich "irgendwie" ohne eigenen Zutuns, eine gesellschaftsreife Lösung präsentiert, die dann erfolgsversprechend "ausprobiert" werden kann.
Ich halte es mit Kennedy: "Frage nicht, was das Land für Dich tun kann, sondern frage, was Du für Dein Land tun kannst!" Wenn Du die Idee ausprobieren möchtest, tue es! Grüne Krawatten, grüne Anstecknadeln, grüne Silikonarmbänder, grüne T-Shirts, grüne Ohrhörer für den iPod, eine grüne App ;-), investiere und teste es aus und warte nicht auf andere!

Mir geht es einfach darum, dass ich beobachte, dass wir uns in Zeiten von "höher, schneller und weiter", immer mehr sozial voneinander entfernen und dabei unsere Kontaktfähigkeiten verlieren. Dem möchte ich versuchen entgegen zu wirken, ....
Auf genau diesen Punkt bin ich doch eingegangen: Körbe geben und empfangen kann man lernen. Ein äußerliches Merkmal hilft all jenen nicht dabei, soziale Fähigkeiten zu erwerben, die sich in Deutschland im Schnitt 225 Minuten täglich (!!!) vor dem Fernseher aufhalten (http://de.statista.com/statistik/daten/studie/189703/umfrage/fernsehkonsum-sehdauer-in-deutschland/).
Dazu noch Internet: http://www.heise.de/ct/schlagseite/2009/15/gross.jpg und http://www.heise.de/ct/schlagseite/1998/9/gross.jpg .


Warum willst Du ein Merkmal bei anderen Singles? Unnötige Korbvermeidung? Du hast auch heute schon eine nicht schlechte Chance, dass das Gegenüber Single ist (s. Zahlen oben).

Also: neue Argumente bitte, warum ich mir ein Merkmal anheften soll!