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  • #76
Das solltest dir sehr gut überlegen. Im Endeffekt muss man da emotionale Distanz wahren und darf das Schicksal dieses Menschen nicht an sich heran lassen, sonst geht man daran kaputt. Frag mal Feuerwehrleute, Notärzte, Seelsorger, wie die mit dem Sterben eines Menschen umgehen. Das ist nichts für schwache Nerven.
Ich wäre nicht erstaunt, wenn das nicht @Maryam ‘s Problem wäre ... ! ;)
 
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Deleted member 24797

  • #77
Das solltest dir sehr gut überlegen. Im Endeffekt muss man da emotionale Distanz wahren und darf das Schicksal dieses Menschen nicht an sich heran lassen, sonst geht man daran kaputt. Frag mal Feuerwehrleute, Notärzte, Seelsorger, wie die mit dem Sterben eines Menschen umgehen. Das ist nichts für schwache Nerven.
Wie kommst du darauf, dass ich schwache Nerven hätte? In diesem Thema?
 
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  • #80
Das solltest dir sehr gut überlegen. Im Endeffekt muss man da emotionale Distanz wahren und darf das Schicksal dieses Menschen nicht an sich heran lassen, sonst geht man daran kaputt. Frag mal Feuerwehrleute, Notärzte, Seelsorger, wie die mit dem Sterben eines Menschen umgehen. Das ist nichts für schwache Nerven.
Wenn man sich entschließt, das zu machen, hat man sich das sicher schon sehr gut überlegt. Ich würde es total gerne machen (allerdings nicht mit Kindern, nur im Erwachsenen-Hospiz) und habe mich hier bei den entsprechenden Vereinen informiert. Du wirst ja nicht unvorbereitet auf die Sterbenden losgelassen. Du wirst geschult. Leider schaffe ich es aus zeitlichen Gründen nicht. Man geht eine Verpflichtung ein, eine bestimmte Stundenzahl im Monat zur Verfügung zu stehen. Das kann ich derzeit nicht leisten.
Ich glaube, man gibt den Sterbenden und den Angehörigen viel, bekommt aber auch viel zurück.

Edit: Notfallärzte, Seelsorger, Feuerwehrmänner erleben doch viel schlimmere Sachen und müssen sich immer wieder auf neue, schreckliche Szenarien einstellen. Wenn du ehrenamtlich im Hospiz arbeitest, weißt du, worauf du dich einlässt. Du weißt, dass die Menschen dort sterben. Als Nofallarzt oder Feuerwehrmann versuchst du, die Menschen zu retten und schaffst es manchmal nicht. Ich glaube nicht, dass man das miteinander vergleichen kann.
 
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Deleted member 21128

  • #81
Ich glaube, man gibt den Sterbenden und den Angehörigen viel, bekommt aber auch viel zurück.
Ich musste als Zivi im Altenheim ein paarmal Sterbebegleitung leisten, das ist wirklich nicht so ganz einfach. Wenn du da die ganze Nacht am Bett sitzt und eine Hand hältst und zu einem Menschen sprichst, dem du eigentlich nichts zu sagen hast. Und der auch kaum oder gar nicht reagiert. Da geht dir so manches durch den Kopf. Und dann kommen ja auch pflegerische Tätigkeiten dazu, das macht's mitunter nicht einfacher. Schulung oder sonst irgendeine Art der Vorbereitung auf die Sterbebegleitung gab's allerdings dort auch nicht.
Und wenn Onkel Paul oder Tante Hilde es endlich hinter sich gebracht haben, wurden einem von Verwandten, die man vorher leider nie gesehen hat, hundert Mark zugesteckt ...
 
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  • #82
Ich musste als Zivi im Altenheim ein paarmal Sterbebegleitung leisten, das ist wirklich nicht so ganz einfach. Wenn du da die ganze Nacht am Bett sitzt und eine Hand hältst und zu einem Menschen sprichst, dem du eigentlich nichts zu sagen hast. Und der auch kaum oder gar nicht reagiert. Da geht dir so manches durch den Kopf. Und dann kommen ja auch pflegerische Tätigkeiten dazu, das macht's mitunter nicht einfacher. Schulung oder sonst irgendeine Art der Vorbereitung auf die Sterbebegleitung gab's allerdings dort auch nicht.
Und wenn Onkel Paul oder Tante Hilde es endlich hinter sich gebracht haben, wurden einem von Verwandten, die man vorher leider nie gesehen hat, hundert Mark zugesteckt ...
Wann hast du zivi gemacht?
In den 80ern?
Also vor irgendwas in die 30 Jahre?
 
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  • #83
Ich musste als Zivi im Altenheim ein paarmal Sterbebegleitung leisten, das ist wirklich nicht so ganz einfach. Wenn du da die ganze Nacht am Bett sitzt und eine Hand hältst und zu einem Menschen sprichst, dem du eigentlich nichts zu sagen hast. Und der auch kaum oder gar nicht reagiert. Da geht dir so manches durch den Kopf. Und dann kommen ja auch pflegerische Tätigkeiten dazu, das macht's mitunter nicht einfacher. Schulung oder sonst irgendeine Art der Vorbereitung auf die Sterbebegleitung gab's allerdings dort auch nicht.
Und wenn Onkel Paul oder Tante Hilde es endlich hinter sich gebracht haben, wurden einem von Verwandten, die man vorher leider nie gesehen hat, hundert Mark zugesteckt ...
Das dürfte heutzutage ein Zivi gar nicht machen- pflegerische Tätigkeiten übrigens auch nicht. Zumindest in Ö
 
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  • #84
Im Moment kann ich vermutlich keine dieser Ideen verwirklichen, oder höchstens die allerkleinste. Aber vielleicht habe ich ja mal mehr Kraft?
Du machst Dich ja völlig verrückt mit diesem ständigen Druck. An #1 auf Deiner Bucket List sollte vielleicht stehen, gelassener zu werden...

Finde diesen Thread hier ziemlich komisch, weil ich bei den ganzen Ideen bisher immer denke, so what. Exotische Urlaubsziele, wenn ich das möchte, dann mach ich's halt. Was hindert mich denn? Fallschirmspringen, Paragliding... na ja. Mir fällt auf, daß ich wohl alles erreicht habe im Leben, was möglich oder sinnvoll ist. Alles weitere scheint jetzt more of the same (was ja gar nicht schlecht ist). Oder es ist prinzipiell nicht durchführbar, wie Zeitreisen.

Gerne erleben möchte ich allerdings noch, ob es in den nächsten gut 20 Jahren zu einer Technologischen Singularität kommt oder vielmehr, wie das sein wird. Für mich klingen die Überlegungen von Ray Kurzweil vollkommen plausibel. Dazu paßt auch wieder die kürzlich erfolgte Durchbruchsmeldung beim Quantencomputer.
 
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  • #85
Du machst Dich ja völlig verrückt mit diesem ständigen Druck. An #1 auf Deiner Bucket List sollte vielleicht stehen, gelassener zu werden...

Finde diesen Thread hier ziemlich komisch, weil ich bei den ganzen Ideen bisher immer denke, so what. Exotische Urlaubsziele, wenn ich das möchte, dann mach ich's halt. Was hindert mich denn? Fallschirmspringen, Paragliding... na ja. Mir fällt auf, daß ich wohl alles erreicht habe im Leben, was möglich oder sinnvoll ist. Alles weitere scheint jetzt more of the same (was ja gar nicht schlecht ist). Oder es ist prinzipiell nicht durchführbar, wie Zeitreisen.

Gerne erleben möchte ich allerdings noch, ob es in den nächsten gut 20 Jahren zu einer Technologischen Singularität kommt oder vielmehr, wie das sein wird. Für mich klingen die Überlegungen von Ray Kurzweil vollkommen plausibel. Dazu paßt auch wieder die kürzlich erfolgte Durchbruchsmeldung beim Quantencomputer.
Was einen hindert ist doch vielfältig. Geld, kleine Kinder usw., finde ich nicht unnormal. Und natürlich sind das I-Tüpfelchen. Sinnvoll muss an Dingen, die man sich für irgendwann mal wünscht, doch nichts sein.
 
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  • #89
Bis vor zwei Jahren war meine to-do Liste sehr umfangreich. Dann habe ich die Liste zusammengestrichen, um mich auf etwa 5 Dinge zu konzentrieren.

(…)
Nun, ich würde gern mal ein winzig kleines Stück ( so ca. 10 Meilen ?) den YukonQuest mitfahren.
Ich weiß, klingt sehr verrückt, und kein Musher würde mich mitnehmen.
Aber so ein kleines bischen träumen darf man doch, oder ?(…)
Yukon im Winter ist mir zu kalt. :eek:
Dagegen fehlt mir noch Prince Edward Island als letzte, kanadische Provinz.

(…)
Finde diesen Thread hier ziemlich komisch, weil ich bei den ganzen Ideen bisher immer denke, so what. Exotische Urlaubsziele, wenn ich das möchte, dann mach ich's halt. Was hindert mich denn? (…)
Interessante Sichtweise.
“Dinge, die man schon immer mal machen wollte” sind bisher anderen Dingen “zum Opfer” gefallen. Es kann aber auch ein anderer Umstand sein, der die Durchfuehrung bisher verhindert hat.

Ein kurzes Sabbatical waere kein Weltuntergang...:)


(…)

Gerne erleben möchte ich allerdings noch, ob es in den nächsten gut 20 Jahren zu einer Technologischen Singularität kommt oder vielmehr, wie das sein wird. Für mich klingen die Überlegungen von Ray Kurzweil vollkommen plausibel. Dazu paßt auch wieder die kürzlich erfolgte Durchbruchsmeldung beim Quantencomputer.
Wird eher nicht passieren. Das ist freitags kein Thema. ;)