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  • #16
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von dweezil01:
". Für beide Seiten wirklich traurig. "
Das ist nicht taurig,sondern das Leben.Was wird hier eigentlich erwartet?
Traurig ist auch nicht, dass die Dinge nun mal sind, wie sie sind, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Was nutzt es, sich lang und breit in seinem „Elend“ zu suhlen, Lästergrüppchen zu gründen und auch noch andere mit reinziehen zu wollen?

Es gibt einen sehr hohen Prozentsatz an Menschen, die nicht zu uns passen und mit denen wir deshalb so wenig wie möglich zu tun haben wollen. Das ist aber nicht nur hier so, sondern auch im Alltag. Ich würde auch mit einem Großteil meiner Kollegschaft nicht meine Freizeit verbringen wollen und auch nicht jede Tante zu einem Fest einladen, wenn sie nicht meine Tante wäre.

Hier treffen wir geballt auf alle möglichen Arten von Partnersuchenden und genau darum geht es doch schließlich auch. Mir sag(t)en locker 90% der Profile oder Kontakte nicht zu und auch ich habe mich bei der Lektüre immer gleicher und phantasieloser Profile fast zu Tode gelangweilt. Und ich bin auchTraumfrau-Jägern, Profi-Ignoranten, Marktwert-Checkern, Beziehungsunfähigen und Vögel(n)- und Heiratswilligen begegnet. Aber wozu sollte ich deren Verhalten hier jetzt katalogisieren? Sie passten nicht. Abgehakt.


Zitat von Kaffeetasse:
- am gefährlichsten sind diejenigen, die noch nie verheiratet waren, zumindest die über 45 vom Typ ewiger Junggeselle
In genauso einen habe ich mich vor ein paar Monaten verliebt. Gefährlich kann ich an ihm nichts finden.


Zitat von Heike:
Fakten, Fakten, Fakten?
Naja, in einigen Punkten wohl eher Befürchtungen, subjektive Einschätzungen, Wertungen!
Weise gesprochen, wie so häufig. Bei dieser Gelegenheit: Ich freue mich sehr darüber, dass Du Dich nicht hast vertreiben lassen und mich weiterhin mit Deiner ganz eigenen Sicht auf die Welt bereicherst.


Zitat von dweezil01:
Aye aye, Sir! ;D
 
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Minze

  • #17
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von Heike:
Fakten, Fakten, Fakten?
Naja, in einigen Punkten wohl eher Befürchtungen, subjektive Einschätzungen, Wertungen!

Aber sofern es Fakten sind, ist natürlich wichtig, aus welcher Region die Männer kommen, welches Alter sie haben, welche Haarfarbe, ob sie Raucher sind oder Nichtraucher, ob eher Anzugträger oder Jeans usw.
Denn wie wir Menschen ja nicht über einen Kamm scheren wollen und deswegen ganz seriös Wert darauf legen, nur von denen zu sprechen, denen frau da begegnet ist, also Männern, weil von den anderen, den Frauen, wissen wir ja gar nichts, wie die das so treiben, das könnte ja gaaanz anders sein - ebenso sollte also jemand, der primär Männer aus Westdeutschland getroffen hat, das explizit anmerken, weil über Männerverhalten in Süddeutschland weiß sie ja nichts usw., und das könnte ja gaaaanz anders sein.
Wissen wir Frauen von Frauen wirklich gar nichts?
also in den Beiträgen der Frauen hier erfahre ich längst nicht ausschließlich etwas über ihre Erfahrungen mit Männern, sondern auch jede Menge über sie selbst.

Kaffeetasse ging es vermutlich nicht um persönlichkeitsspezifische Analysen bestimmter Mannertypen, sondern vielmehr um ihre Erfahrungen mit unterschiedlichen Männern. Sie wollte herausfinden, ob es anderen schon ähnlich erging, was sich ja schnell bestätigte.

Wie schaut es diesbezüglich eigentlich bei dir aus, wenn ich denn so neugierig fragen darf ;). Fänd ich interessant, da deine rationalen Stärken, deine Persönlichkeit ja schon auch wesentlich auszeichen, inwiefern das Wirkung hat. Du wirkst dadurch ja auch oft irgendwie gelassener, verständnisvoller, umsichtiger, sachlicher und perspektivisch gut drauf.
 
M

Minze

  • #18
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Ich würde Tippfehler gerne korrigieren können!
 
T

tattoo

  • #19
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von Heike:
Fakten, Fakten, Fakten?
Naja, in einigen Punkten wohl eher Befürchtungen, subjektive Einschätzungen, Wertungen!

Aber sofern es Fakten sind, ist natürlich wichtig, aus welcher Region die Männer kommen, welches Alter sie haben, welche Haarfarbe, ob sie Raucher sind oder Nichtraucher, ob eher Anzugträger oder Jeans usw.
Denn wie wir Menschen ja nicht über einen Kamm scheren wollen und deswegen ganz seriös Wert darauf legen, nur von denen zu sprechen, denen frau da begegnet ist, also Männern, weil von den anderen, den Frauen, wissen wir ja gar nichts, wie die das so treiben, das könnte ja gaaanz anders sein - ebenso sollte also jemand, der primär Männer aus Westdeutschland getroffen hat, das explizit anmerken, weil über Männerverhalten in Süddeutschland weiß sie ja nichts usw., und das könnte ja gaaaanz anders sein.
???...ist es wichtig, was der Herr so trägt und in welcher Ecke er sozialisiert wurde, ob er raucht oder nicht, volles Haupthaar hat oder nicht...???
Das verstehe ich jetzt nicht, aber ich lerne ja gern dazu...
Was Kaffeetasse geschrieben hat, das ist Tatsache und davon gehe ich auch nicht ab, aber sicher ist die Intensität des Erlebten abhängig von subjektiven Emfindungen und Wertungen, weil man so oder so sozialisiert wurde, das Leben einen so oder so gepägt hat....
 
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Minze

  • #20
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von goldmarie:
Traurig ist auch nicht, dass die Dinge nun mal sind, wie sie sind, sondern wie mit ihnen umgegangen wird. Was nutzt es, sich lang und breit in seinem „Elend“ zu suhlen, Lästergrüppchen zu gründen und auch noch andere mit reinziehen zu wollen?

Es gibt einen sehr hohen Prozentsatz an Menschen, die nicht zu uns passen und mit denen wir deshalb so wenig wie möglich zu tun haben wollen. Das ist aber nicht nur hier so, sondern auch im Alltag. Ich würde auch mit einem Großteil meiner Kollegschaft nicht meine Freizeit verbringen wollen und auch nicht jede Tante zu einem Fest einladen, wenn sie nicht meine Tante wäre.

Hier treffen wir geballt auf alle möglichen Arten von Partnersuchenden und genau darum geht es doch schließlich auch. Mir sag(t)en locker 90% der Profile oder Kontakte nicht zu und auch ich habe mich bei der Lektüre immer gleicher und phantasieloser Profile fast zu Tode gelangweilt. Und ich bin auchTraumfrau-Jägern, Profi-Ignoranten, Marktwert-Checkern, Beziehungsunfähigen und Vögel(n)- und Heiratswilligen begegnet. Aber wozu sollte ich deren Verhalten hier jetzt katalogisieren? Sie passten nicht. Abgehakt.
Klasse erfasst und ausgedrückt, stimme ich gerne zu :). Eine realistische Sicht auf die Realität, mit der es umzugehen gilt :).
 
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  • #21
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Liebste Goldmarie,
"Aye aye, Sir! ;D "
Gut dem Dinge!
Stay on,
the tube is waiting!
 
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  • #22
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von tattoo:
???...ist es wichtig, was der Herr so trägt und in welcher Ecke er sozialisiert wurde, ob er raucht oder nicht, volles Haupthaar hat oder nicht...???
Das verstehe ich jetzt nicht, aber ich lerne ja gern dazu...
Was Kaffeetasse geschrieben hat, das ist Tatsache und davon gehe ich auch nicht ab, aber sicher ist die Intensität des Erlebten abhängig von subjektiven Emfindungen und Wertungen, weil man so oder so sozialisiert wurde, das Leben einen so oder so gepägt hat....
Ich dachte mir, statt ein Smiley hinter meine Bemerkung zu setzen, schreibe ich das "ganz" mal mit drei bzw. vier "a"'s, um den Status meiner Bemerkung deutlich zu machen. Das war natürlich ein klein wenig satirisch gemeint.
Wer ein klein wenig Menschenkenntnis hat, der weiß doch, daß es so ziemlich alles gibt. Die Frage ist dann, weshalb er in welchem Zusammenhang wie auswählt, kategorisiert und zuspitzt.
Aber wenn dir meine Bemerkung so unverständlich war, dann wundere ich mich ehrlich gesagt auch nicht, daß du zu Kaffeetasses Litanei sagst "das ist Tatsache".
Was eigentlich genau? Worin besteht die Tatsache etwa der "Gefährlichkeit", der Beziehungsunfähigkeit usw.? Du glaubst, Kaffeetasse hat sich auf all diese Menschen so lange und intensiv und mit klarem Blick eingelassen, daß sie das so klar feststellen kann? Wenn es so wäre: hm, seltsam, was die Menschen alles so tun.
Naja, manch einer glaubt auch an den Weihnachtsmann. Auch ein Faktum natürlich. Ich hab ihn schließlich auch schon gesehen.

@Minze: Tja, die Erfahrungen anderer. Litaneiposts, die mit "Welche Erfahrungen habt ihr?" enden, zeichneten sich in der Vergangenheit in den seltensten Fällen durch besondere Offenheit aus. Meist ging es dann darum, seinen Müll auszubreiten und abzulästern und diese Motivation dann durch diese Pseudofrage zu verschleiern. Nicht daß ich dies Kaffeetasse unterstelle. Aber sonderliche Offenheit kann ich ihrem Post jetzt auch nicht entnehmen.
Und doch, Frauen sollten auch über Frauen was wissen. Oftmals habe ich den Eindruck einer starken Verengung des Blicks: als kennte man nur über Parship noch Menschen und zimmerte sich daraus sein Menschenbild zurecht. Da muß einem natürlich die Hälfte der Menschheit verborgen bleiben.
Und sich selbst kennt man ja ohnehin nicht, oder macht sich da das meiste vor. In der obigen Litanei vermisse ich noch die Katalogblätterer. Oder die Männer, die Frauen aus Frustration in Kategorien aufteilen.

@Goldmarie: danke!
 
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tattoo

  • #23
AW: Die Tücken des Onlinedatings

@ Heike

Ohje...ich habe schon beim Lesen hier im Forum gemerkt, bevor ich selbst etwas aktiv wurde, wie hier mitunter diskutiert wird....nun gut...nun auch ich.
Liebe Heike....manchmal bedarf es einer Minute, um festzustellen, wie das Gegenüber so drauf ist und damit meine ich keine Persönlichkeitsanalyse, nicht dass das falsch verstanden wird...manchmal Ewigkeiten und manchmal erschließt es sich gar nicht....und zu wissen, wie jemand in Gänze ist, das ist eh eine kühne Behauptung....denn keiner weiß, was hinter der Stirn eines anderen Menschen so abgeht....Menschenkenntnis hin oder her...die zu haben, das ist gut, aber auch sie kann mitunter trügerisch sein...
Wenn Kaffeetasse bestimmte Verhaltensweisen hier darstellt, die sie erlebt hat, dann wird es wohl so gewesen sein...ich für meinen Teil kann das auch nur bestätigen...da gibt es auch nix, was man drumherum diskutieren kann...das ist wie mit der hohen Schule der Mathematik...1+1 ist nunmal nicht 3.
Ich habe ja nicht gesagt, dass sich die Männer an sich so geben...das wäre fatal, ich habe auch sehr tolle Männer kennengelernt, aber eben auch dem Marktwerttester, den Fremdgänger, der in einer Affaire den ganz persönlichen Kick sucht und und und...da kannst Du nun erzählen, was Du willst, da ist auch nix mit subjektivem Empfinden.
Es sind meine ganz persönlichen Begegnungen und wenn das bei Dir bisher anders war, dann soll es mich freuen.
Hat auch nix mit Frust zu tun...nein ...es war mitunter so und gut ist es...und es hat mich auch ein bissel geprägt...ich bin da ziemlich entspannt und freue mich immer wieder auf Dates...zum Beispiel am Sonntag darf ich einen hoffentlich netten Nachmittag mit einem Herrn verbringen und dann schaun wir mal...ohne Erwartungsdruck, vielleicht mit dem klitzekleinen Wunsch, den passenden Partner zu finden...aber der ist wohl latent in meinem Hinterköpfchen und das finde ich auch legitim...
 
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  • #24
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von tattoo:
Wenn Kaffeetasse bestimmte Verhaltensweisen hier darstellt, die sie erlebt hat, dann wird es wohl so gewesen sein...ich für meinen Teil kann das auch nur bestätigen...da gibt es auch nix, was man drumherum diskutieren kann...das ist wie mit der hohen Schule der Mathematik...1+1 ist nunmal nicht 3.
Ach wieso, wenn jemand erlebt, daß 1+1 gleich 3 ist, dann wird es schon so gewesen sein! Da gibts nix zu diskutieren! Da steckt man ja nicht drinnen!
 
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Minze

  • #26
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von Heike:
Kennst du solche Erfahrungen gar nicht oder gehst du schlicht und einfach anders damit um?

Zitat von Heike:
Litaneiposts, die mit "Welche Erfahrungen habt ihr?" enden, zeichneten sich in der Vergangenheit in den seltensten Fällen durch besondere Offenheit aus. Meist ging es dann darum, seinen Müll auszubreiten und abzulästern und diese Motivation dann durch diese Pseudofrage zu verschleiern.
Was verstehst du hier unter Offenheit? Wie zeigte sich diese?
Es zeugt ja nicht gerade von Verschlossenheit, wenn man dazu bereit ist, seinen "Müll" öffentlich auszubreiten oder?

Ich frage mich, was ein lästerhafter Erfahrungsaustausch überhaupt bringen / leisten kann, außer dass man sich gegenseitig bejammert und in den Elendshaltungen bestätigt.
Würden die betreffenden konsequent auf sich selbst hören und ihre Entscheidungen klar und eindeutig danach fällen, dann müssten sie vielleicht weniger frustriert sein, denn es ist ja so wie Goldmarie es beschrieben hat, dass es eben für jeden einen hohen Prozentsatz an Menschen zu geben scheint, die nicht zu einem passen.... siehe ihr Beitrag...

Mir kommt es häufig so vor als beschwerten sich Leute hier im Forum darüber, dass ein für sie potentieller Partner doch nicht passt. Sie ärgern sich über eine Tatsache, die sie selbstverständlich akzeptieren müssten, worüber sie sogar auch froh sein könnten (erkannt zu haben, dass zu wenig Übereinstimmung bezügl. der Vorstellungen vorhanden ist)

Zitat von Heike:
Nicht daß ich dies Kaffeetasse unterstelle. Aber sonderliche Offenheit kann ich ihrem Post jetzt auch nicht entnehmen.
Und doch, Frauen sollten auch über Frauen was wissen. Oftmals habe ich den Eindruck einer starken Verengung des Blicks: als kennte man nur über Parship noch Menschen und zimmerte sich daraus sein Menschenbild zurecht. Da muß einem natürlich die Hälfte der Menschheit verborgen bleiben.
Was wäre den sonderliche *Offenheit*? Aufrichtigkeit? Geradlinigkeit? Lauterkeit? Was verstehst du darunter?
Nun, ein solcher Verengungseindruck entsteht über Bereichsstrukturierung oder wie man das auch immer nennen mag ;). Parship wird wohl für kaum einen Menschen hier der alleinige Lebensinhalt sein, aber hier treffen sich eben überwiegend Leute aus PS. In diesem Bereich geht es um Erfahrungen mit Leuten aus PS, Die Erfahrungen spiegeln die Bandbreite und Möglichkeiten unserer Gesellschaft. Es wird doch hoffentlich niemand tatsächlich auf die Idee kommen und sich aus diesen Erfahrungen ein Menschenbild zu zimmern, ähm, es ging wohl auch eher um ein "Männerbild", denke ich ;).

Zitat von Heike:
Und sich selbst kennt man ja ohnehin nicht, oder macht sich da das meiste vor. In der obigen Litanei vermisse ich noch die Katalogblätterer. Oder die Männer, die Frauen aus Frustration in Kategorien aufteilen.
Wie ist es da um dich selbst bestellt? Denkst du, dass du dich selber gut kennst? Und wenn ja, dann ist das dennoch dein subjektiver Eindruck von dir selbst, den andere evtl. ebenso von sich haben. Da spielt nun Eigen- und Fremdwahrnehmung eine Rolle. Mensch, mensch, sind wir Menschen doch komplex und ganz schön kompliziert ;-).

Zitat von Heike:
Der Aussage, dem dieses Danke zuzuschreiben ist, der schließ ich mich an :)
 
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  • #27
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von Minze:
Es zeugt ja nicht gerade von Verschlossenheit, wenn man dazu bereit ist, seinen "Müll" öffentlich auszubreiten oder?
…aber auch nicht gerade von Selbstreflexion oder Lernfähigkeit. Oder, um es (ich trau mich kaum) richtig schön platt mit dem allseits bekannten, ausgenudelten aber sehr weisen Zitat und AA-Wahlspruch zu sagen:
„Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“
(Friedrich Oetinger)
Angewendet ist das ein prima Leitfaden für so ziemlich jede Lebenssituation.


Zitat von Minze:
Wie ist es da um dich selbst bestellt? Denkst du, dass du dich selber gut kennst? Und wenn ja, dann ist das dennoch dein subjektiver Eindruck von dir selbst, den andere evtl. ebenso von sich haben. Da spielt nun Eigen- und Fremdwahrnehmung eine Rolle.
Diese Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, aber ich würde sie trotzdem gern beantworten: Das Zusammenspiel aus Eigen- und Fremdwahrnehmung halte ich für einen guten Weg zur Selbsterkenntnis. Dafür muss man natürlich bereit sein, sich spiegeln zu lassen und eben nicht immer nur die Fehler (oder den „Müll“ bei anderen zu suchen. Und natürlich braucht es dazu Menschen, die einem nahestehen und die den Mut haben, einem auch weniger gern gehörtes vor den Latz zu knallen statt einem immer nur Honig um den Bart zu schmieren.
 
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  • #28
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Minze,

dazu kann ich wenig sagen, wie repräsentativ Parshipmitglieder für den Bevölkerungsdurchschnitt sind.
Und doch, ich habe zuweilen den Eindruck, und es gab auch genug explizit bestätigende Posts, daß Parshiperfahrungen das Bild vom anderen Geschlecht recht stark prägen können. Beim Übergang von "Ich befand mich bei Dates in diesen und jenen Konstellationen" zu "Die Männer sind soundso" wäre eigentlich schon eine Menge Reflexionstätigkeit sinnvoll.
Lustigerweise gibts schon auf Sprachebene dafür Entsprechungen, etwa in der Rede von "Kontakt". Kontakt ist ja eigentlich etwas zwischen zwei Menschen; aber viele hier verwenden den Ausdruck für den anderen Menschen. Und sind dann selbst aus dem Spiel. Beim Katalogblättern ist das tatsächlich der Fall: da ist eben auf jeder Seite ein Partnervorschlag, mit Steckbrief. Aber wenn man anfängt, einander zu schreiben oder sich zu treffen, ist das anders. Dann befindet man sich in einer Konstellation miteinander. Manch einer oder eine bemerkt das aber offenbar nicht so, sondern hat weiterhin die Steckbriefanguckerbrille auf. Und dann kommen solche Listen heraus wie oben, mit diesem Pseudogestus des unbeteiligten Blicks, und gerade weil die Konstellation nicth in den Blick genommen wird, mischen sich umso mehr subjektive Einschätzungen hinein, Mutmaßungen, Ängste usw.
Das "Lustigste" oder eben auch Tragische ist, daß es oft gerade solche Poster sind, die sich anderweitig über die Katalogmentalität beschweren, obwohl sie selbst sie nicht nur beim ersten Katalogblättern leben, sondern auch danach in der Korrespondenz, beim Treffen und in der Nachbereitung.

Die "Offenheit" der Litanei bestand in der Aufforderung an andere Damen, die Liste im bisherigen Sinn weiterzuschreiben.
Welchen Sinn siehst du darin?
 
M

Minze

  • #29
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Zitat von goldmarie:
…aber auch nicht gerade von Selbstreflexion oder Lernfähigkeit. Oder, um es (ich trau mich kaum) richtig schön platt mit dem allseits bekannten, ausgenudelten aber sehr weisen Zitat und AA-Wahlspruch zu sagen:
„Gib mir Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann; gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich zu ändern vermag, und gib mir die Weisheit, das eine vom andern zu unterscheiden.“
(Friedrich Oetinger)
Angewendet ist das ein prima Leitfaden für so ziemlich jede Lebenssituation.
*lach*, ja es zeugt auch nicht von Selbstreflektion, aber Heike schrieb Offenheit und so wie ich sein kann (siehe Zitat an anderer Stelle), verstehe ich Offenheit in diesem Kontext nicht, ich möchte gerne wissen, was sie sich dabei und darunter vorstellte ;).

Ich finden den Spruch klug, aber ich mag nicht, dass er Bitten an Gott formuliert, da ich mir unsicher bin, ob es diesen überhaupt gibt. In Wunsch-Form gefällt er mir dann noch besser. Ich wünsche mir... :)

Zitat von goldmarie:
Diese Frage ist zwar nicht an mich gerichtet, aber ich würde sie trotzdem gern beantworten: Das Zusammenspiel aus Eigen- und Fremdwahrnehmung halte ich für einen guten Weg zur Selbsterkenntnis. Dafür muss man natürlich bereit sein, sich spiegeln zu lassen und eben nicht immer nur die Fehler (oder den „Müll“ bei anderen zu suchen. Und natürlich braucht es dazu Menschen, die einem nahestehen und die den Mut haben, einem auch weniger gern gehörtes vor den Latz zu knallen statt einem immer nur Honig um den Bart zu schmieren.
Freue mich über deine Antwort :). Ja, das wäre ideal könnten Eigen- und Fremdwahrnehmung so ergänzend wirken. Ja, dazu braucht man günstige Voraussetzungen, muss sie sich schaffen ;). Ich finde spiegeln auch spannend. Nur, auch wenn ich gut damit umzugehen weiß, kann ich dennoch nicht umgehend etwas ändern oder manchmal kann ich auch einfach nicht aus meiner Haut, sprich ich tu mich schwer etwas zu ändern. Was dann?
 
M

Minze

  • #30
AW: Die Tücken des Onlinedatings

Korrektur: Kann ich *manchmal* nicht umgehen etwas ändern.